Future Weekly

#520 - Hans Roth über Kreislauf, Pioniergeist & Unternehmen mit Seele

Hans Roth & Markus Raunig Episode 520

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In diesem Deep Dive spricht Markus mit Hans Roth, Gründer und Aufsichtsrat der Saubermacher AG, einem der führenden Recycling- und Ressourcenwirtschaftsunternehmen Europas mit heute 4.000 Mitarbeitern in acht Ländern.

Hans erzählt, wie alles in einem oststeirischen Gemischtwarengeschäft begann, warum er Saubermacher 1979 ohne großen Masterplan gegründet hat, und wie seine Frau das Unternehmen in den ersten Jahren maßgeblich mitaufgebaut hat. Er spricht über das Prinzip, lieber kleine Pilotprojekte zu machen als auf Gesetze zu warten, über den Umgang mit Niederlagen und Schulden, und darüber, was es bedeutet, einem Unternehmen eine Seele zu geben.

Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Markus

Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend, willkommen bei Future Weekly. Heute mit mir Markus und einem großartigen Gast und das ist heute der Hans Roth. Hallo Hans.

SPEAKER_00

Hallo, grüß dich. Ich danke, dass du mich eingeladen hast und zumindest gebeten hast, dass wir ein wenig zusammenplaudern.

Markus

Wir freuen uns sehr. Und ein Blick auf LinkedIn verrät uns, du bist Gründer und Aufsichtsrat bei der Zaubermacher AG. Erzähl uns mal kurz, was macht die Zaubermacher-AG?

SPEAKER_00

Wenn ich über die Zaubermacher AG berichte, dann muss ich berichten, wo ich eigentlich herkomme. Ich komme aus einem kleinen oststeirischen Ort. Also jetzt ist er größer geworden durch die Fusionierung. Meine Eltern hatten dort ein gemischtwarengeschäft mit dem Warenhandler, Waren aller Art, also dass wir das handeln durften. Und ich habe eine kaufmännische Lehre gemacht, also eine logische Schlussfolgerung war. Ich bin eines von sechs Kindern gewesen, also eine große Familie, der älteste. Und das war ziemlich logisch, dass ich heute eine Kaufmannslehre mache, um den Betrieb meiner Eltern, die damals heimgekommen bin, ungefähr 17 Mitarbeiter hatten, fortzuführen. Ich bin eigentlich zwischen Küche und Geschäft aufgewachsen. In unserem Geschäft hatten wir von Wurstsemmeln bis Stoffen bis Schrauben, bis Zement und Kohle, alles, was man halt am Land braucht, inklusive Milkmaschine und vieles andere, also wirklich alles für den täglichen Bau, sowohl als für die Menschen, die vor Ort wohnen, aber auch für die Landwirte. Und aus dieser Überlegung heraus, ich habe also bei einem sehr tüchtigen Unternehmer in der Oststein mal Kaufmann gelernt, auch drei Jahre dort gewohnt und bin dann alle Wochenende oder alle 14 Uhr nach Hause gefahren, Tankdienst gemacht bei der Firma. Die Firma hat ja auch Tankstellung. Das ist ja ähnlich gelagert wie das Geschäft meiner Eltern, nur meiner, meiner Größe, und schon zukunftsorientierter. Und als ich heimgekommen bin, hat mein Vater zu mir gesagt, so, und jetzt freue ich mich sehr, ich habe dann auch ein Praktikum in Graz gemacht und jetzt fangst du am Arbeiten an. Da habe ich gefragt, wo soll ich denn arbeiten? Hat er gesagt, wo es dir Spaß macht oder wo du möchtest. Und aufdem ich dort sehr stark mit Hardware, mit Eisen, mit Baustoffen, habe ich mich halt um die Baustoffe, um diese Dinge angenommen, habe aber gesehen, dass die Möglichkeiten halt wahnsinnig begrenzt sind in einem kleinen Ort. Und nicht, dass ich jetzt sage, ich habe ein großes Ziel, sondern ich habe gar kein Ziel, sondern gesagt, ja, ich soll arbeiten und ich habe folgendes, wie ich war, werde ich gern tun und habe es auch getan und bin sehr früh aufgestanden und spätschlaufen gegangen und habe alle diese Dinge und habe Kunden besucht und selbst zugestellt, maint und für die Dinge, die in diesem Bereich einfach tätig waren oder diese Produkte, die wir hatten. Die erste Geschichte, die mich über den Ort Gnasien ausgeführt haben, war, dass ich eigentlich versucht habe, in Graz was zu verkaufen, weil ich dort und da ein bisschen so eine Großhandelsfunktion sah, aber da habe ich gemerkt, da wartet man nicht auf mich oder braucht mich auch nicht, weil da gibt es genug Großhändler und Leute, die besser dann können. Ich habe auch im Baumarkt dann, also in dem Baumarkt, das war kein Baumarkt, das war ein Eishandel dann auch gekommen, mit Freunden, wo ich tätig war, habe ich dann erstmal nicht in Italien direkt einzukaufen, im Mode 9 Bologna. Also habe ich schon gesagt, flücklich für den Import, Export. Und ich bin dann auch ein bisschen durch Zufall verhältnismäßig schnell neben dem Stammgeschäft zu Hause, einer der ganz großen Exporteure gewesen, damals noch in Ex-Jugoslawien, also in Jugoslawien, noch Jugoslawien war die 70er immer. Und habe also ziemlich viel Ziel, Kalk und andere Dinge verkauft, aber schon in großer Dimension, zwar mit kleiner Spanien, aber es war schon ein gutes Zusatzgeschäft für unser Geschäft vor Ort, wo wir viel Angst gebraucht haben. Das andere Geschäft haben wir ja alles transit gemacht. Aber war natürlich schon gewohnt, im Ausland zu sein, da habe es gelernt, umzugehen im Ausland. Auch das Glück kam, dass es damals im Ex-Jugoslawien nicht so viele Händler gab, wie es heute gibt, sondern es gab eigentlich einige staatliche Stellen, die alles in der Hand hatten. Da hat mir vielleicht meine Art mit Menschen umzugehen, geholfen. Und das war eine sehr erfolgreiche Zeit. Bei dieser Gelegenheit habe ich dann auch gesehen, dass sehr viele Lkws, Tankzüge eben, ich bin ja ganz in der Nähe der Grenze zu Hause, 30 Kilometer von Slowenien, jetzt voll ja vom Spielfeld. Und habe gesehen, da fahren viele Lkw rauf mit Öl und wo immer die hergekommen sind. Wir hatten ja auch Kohle. Und das war auch die Zeit um 72 Uhr, wo dann im Autofahrt gesagt haben, der Bäcker, der Pfarrer, wir brauchen keine Kohle mehr, wir wollen auch Öl haben. Ich habe gesagt, Öl haben wir nicht, Kohle haben wir. Daher war die Schlussfolgerung, wie kommt man zu einem Öl natürlich zuerst auf Vermittlung, indem wir halt in Graz an Händlang nach Gasfahrt, so heißt man einmal dort. Und das haben sie gemacht. Und der nächste Schritt war dort ein Lkw, er hat genau 35.000 Schilling gekostet, ihnen damals von der Schluss 3.000 Euro, nicht einmal, das heißt weniger als 3.000 Euro. Und mit ihnen habe ich dann Öl gehandelt, habe Waggon kommen lassen. Also alles, von dem ich erzähle, war immer klein und von null begonnen. Und das war eigentlich dann eine meiner Zweithaupttätigkeiten. Der Baumarkt ist dann nicht klein geworden. Dort haben wir dann, nachdem ich gemerkt habe, ich habe in den großen Bezirksstädten viel Konkurrenz, habe ich, und meinem Vater, der ein sehr wichtiger Kammerfunktionär war, in dem er vorgeworfen war, dein Sohn ist der größte Puscherförderer, wenn man so will, weil er halt Fliesen verkauft und Türen verkauft zum Sommermachen. Und daraufhin habe ich aber dann das Gewerbe, weil das war der Druck so groß, dass ich dann das Gewerbe angemeldet habe und halt Installateure aufgenommen, Deckmeister, die dann halt auch Fliesen oder Installationen selbst machen durften. Am Schluss haben wir dann fast zehn Gewerbe gehabt, wo wir auch selbst die eigenen Handwerker, also eigene Leute ausgebildet haben, zu Meister gemacht haben und niemand mehr extern brauchten. Bei den Ölen war es auch so, dass der Bomber vielleicht, wenn ich jetzt sagen würde, es war strategisch stark geprägt, überlegt und müsste ich lügen, das stimmt nicht so. Das hat sich aus dem Ergeben. Da haben viele Bauern Ställe gebaut mit Hühnern, die mussten geheizt werden. Der Mais musste getrocknet werden. Und so konnte ich dann auch, da war schon einer meiner Brüder da, konnten wir gemeinsam quasi die Nachfrage da regeln und haben uns eben aufgestockt und konnten die Landwirtschaft und auch natürlich viele bedienen. Und schlussendlich ist auch Heizöne Roth, einer der ganz großen Ölhändler geworden. Vor allem mein Vorteil weiterhin, ich war sehr viel in Ex-Jugoslawien, aber auch in Ungarn tätig. Und mir ist es dann gelungen, obwohl es in sehr exklusiven Händen war, die ganzen Importbewilligungen, auch jüdische Familien oder langjährige traditionelle Familien, die das immer schon gemacht haben, 20, 30 Jahre früher, halt doch etwas zu bekommen, Mengen, was dann ausreichend war, auch selbst Importeur zu werden. Und das hat uns wieder auch in Österreich geholfen. Und Saubermacher war eigentlich 1979 eigentlich das letzte Unternehmen oder eines der letzten, die ich gegründet habe, aber auch unter dem heraus, wenn Sie mich fragen würden, Sie haben vermutlich gewusst, dass das eine riesige Geschichte mit der Ökologie ist, habe es nicht gewusst. Ich habe mich zwar mich immer damit beschäftigt, in den letzten vier, fünf Jahren, also auch zwischen 75 und 79, immer so Dinge, was hat der Ort nicht, was hat die Region, was sie noch brauchen könnte, was sie noch haben könnte. Und ich bin auch auf Messen gefahren wie nach Hannover, zum Beispiel, die größte Industriemesse in Deutschland. Und als ich ausgestiegen bin am Flughafen und auf dem Weg zur Messe, warum fahre ich eigentlich daher, was du ihnen eigentlich da nicht so ähnlich, ja, gewusst habe ich es nicht, aber beim Nachhause fahren habe ich fünf Kilo Prospekte gehabt und viele gute Ideen, was man noch tun könnte, was man machen könnte, weil halt einfach viele interessante Firmen gesehen haben, tolle neue Produkte, auch unter anderem auch im ökologischen Bereich. Es gibt ja die große Eva, die München, die vor acht Tagen waren, wo Sammer auch ausgestellt haben. Aber so, und habe gedacht, das könnte mal etwas werden. Man hat schon immer gesprochen davon, 1974, es wäre Gesetze gekommen, dass jeder einen Müllbehälter haben muss, aber immer natürlich über die Gemeinden im Sinne der Daseinsvorsorge. Und eigentlich war mein Grund aus meinem Bezirk, also das ist Feldbach, Bad Rakersburg, ungefähr, weiß nicht, 60.000 Einwohner alles zusammen, dort so quasi der Nachversorger für diesen Bereich zu werden. Im Öl sind wir es dann schon geboren, weil wir nach Graz gegangen sind, also über die Grenze Gas hinaus und bei Müll haben wir gedacht, da brauchen wir zwei, drei Lkw und LKW haben wir schon gehabt, Menschen kann man gut umgehen, Leute hat es genügend gegeben in unserer Gegend und das wäre etwas ein Zusatzgeschäft. Also zwei, drei Lkw im Mai 79, dann ist das Gesetz wirklich umgesetzt worden. Es hat also fast vier Jahre gedauert, und da war dann auch ein großer deutscher Behälterlieferant gesagt, nachdem man mein Leid, ich ihm geklagt habe, dass da niemand beginnt und so vorsichtig ist und auch das Gesetz nicht um, da hat er mir die Empfehlung gegeben, gib einfach sechs, sieben Gemeinden, das sind nicht so groß in meiner Gegend, stell Ihnen Behälter sechs Monate gratis zur Verfügung, dass mal sie sehen, wie das geht. Die gesetzliche Grundlage war da. Da habe ich gesagt, und das würden sie tun. Ja, wenn es nicht geht, das Geschäft, dann gibst du mir die Kübeln gewaschen und zaubert zurück. Ich kann sie woanders verkaufen in anderen Ländern, sagt der Gebunden in Deutschland und so. Da habe ich mir einen Müllwong ausgepackt und meine, ihr war ziemlich beschäftigt. Meine Frau war Lehrerin einer Berufsschule in Feldbach für Wirtschaft und sie war vorher schon in einer Hotelschule, also eine Gastgewerbeschule, und hat gebeten, ob sie das nicht nachmittags machen könnte, weil wir haben ja ein Auto und drei Mitarbeiter gehabt und diese sechs Gemeinden, die mich gratis entsorgt haben, und ob sie sich das sich kümmern möge. Und sie hat gesagt, sie macht das. Und so haben wir begonnen. Und vielleicht, es war dann schon, muss ich sagen, war Fleiß und Tüchtigkeit, aber auch das Glück zur richtigen Zeit, das Richtige zu beginnen, weil wir halt jetzt mit künstlicher Intelligenz oder mit Start-ups oder mit ID einmal nicht, wo die Computer gekommen sind oder wo du Softwareverkäufer warst. Wenn du halt das richtige Produkt hattest und eine gute Organisation, sie hat das sehr geschickt gemacht, haben auch das Glück gehabt, dass es nicht viele Alternativen gab, wo abzulagern den Abfall, da haben wir eine gute Partnerschaft gehabt, und so hat sich Saubermacher dann entwickelt, es ist zehn Jahre eher sehr zäh gegangen. Also ich glaube nach zehn Jahren, zehn, 15 Jahren, ich kann mich heute noch erinnern, als wir den 7 Millionen Euro-Umsatz gefeiert haben in Rigersburg. Das ist ein schöner Wort in der Südoststeiermark mit einer tollen Burg, mit einem tollen Gasthaus. Und da haben wir diese damals 100 Millionen Schilling gefeiert. In Wahrheit waren wir schon zufrieden und dankbar, dass wir das geschafft haben. Und mit einem tollen Team, es gab ja und gibt heute noch tolle Mitarbeiter in der Südoststeuermark fleißige. So hat es begonnen eigentlich. Und dieses, wie soll ich sagen, dieses kundenorientierte Denken, das mir schon immer irgendwie durch meine Erziehung vermutlich kann es nicht anders sagen, oder auch durch die Eltern vorgelebt, den Kunden zu fragen, was braucht er, was wünscht er sich. Also Serviceorientiertheit war schon ziemlich logisch weiterzudenken, neue Geschäftsfelder zu finden, was braucht man. Unser Geschäft war natürlich und ist nach wie vor auch sehr gesetzlich getrieben. Es gab eine Deponieverordnung, wo man nichts mehr ablagern durfte, sondern immer handelnden Abfall. Es gab eine Verpackungsverordnung, wo man in Verpackung wieder extra sammeln muss, eine Kompostborderung. Also wir haben schon auch fairerweise nicht nur Tüchtigkeit, sondern sehr von den gesetzlichen Vorgaben profitiert davon. Und meine Kenntnisse durch das Ausland, so war es ziemlich long ist, dass sie 1991 oder schon 1989, also kurz wo die Wende sich schon abgezeichnet hat, vor allem in Jugoslawien, ins Ausland gegangen sind, was natürlich auch dann viele andere Deutsche gemacht haben. Ich bin dann eher in Ungarn, in Südosteuropa, Tschechien ein wenig. Länder wie Polen haben sich noch meiner Meinung nach viel stärker entwickelt, wie in Südosteuropa. Aber ich bin dann hier geblieben, wenn ich das so sage, mit einem bisschen Leid, weil Polen schon ein sehr tolles Land geworden ist, mit viel Einwohnern. Und da war ich auch bei Schniel in Südosteuropa, kommt in die Mentalität und habe das Bedürfnis gespürt, dass ich überall eigentlich heute spüre, ob von Afrika wäre auf Besuch oder von Griechenland heimkommen. Schaut, dass du in Griechenland bist, weil das immer noch nicht. Schaut das nicht in der Türkei, das wäre so viel Arbeit. Also es ist schon eine Sparte, wo große Chancen sind, mit vielen Herausforderungen auch heute noch in Südostropa, in Asien, waren sie ja mal, da hat sich vieles, ja, so hat sich unsere Firma entwickelt, heute mit ungefähr 4000 Mitarbeitern in acht Ländern, in einigen Sparten führend, wie es Batterie Recycling, auch was künstlicher Intelligenz oder überhaupt IT-mäßig ist, schon fast weltweit führend, wenn ich ganz ehrlich sage, da werden aber viele andere natürlich auch aufholen. Und unser Ziel ist halt, das gut weiterzuentwickeln, lange war mein Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen, weil das war für mich schon eine große Aufgabe, einen sehr guten Bezug zu den Mitarbeitern. Ich fördere sie auch sehr, bemühe mich auch sehr um sie, fühle mich auch sehr verantwortlich, obwohl man mit 4000 Leuten unbedingt von einer Familie mit dem, wo man jeden Tag jeden auf die Schulter klopft und sagt, wie dankbar ich bin, aber ich bemühe mich sehr, möchte also ihnen schon eine sogenannte zweite Heimat geben, neben ihrer Familie, wo immer ihre wichtigste Heimat ist. Sehr spannend. Und um halt innovativ zu sein, wir haben schon selten eine Firma in unser Größenordnung und in diesem Bereich eigene Forschung und Entwicklungsabteilung, wir haben einen eigenen KI-Beauftragten bereits. Also ich möchte sehr dahintert meines fortgeschrittenen Alters nichts zu versäumen, weil ich halt auch der Meinung bin, das ist auch so ein Ziel von mir, alle Firmen, das ist mir auch gut gelungen. Ich habe bis heute, obwohl es auch immer schwierige Zeiten gab, nie ein Unternehmen in Konkurs oder in Ausgleich geschickt, sondern wenn es einmal nicht so gut ging, habe ich es versucht, selbst zu lösen und habe es auch teilweise gelöst. Und das ist auch zukünftig mein Ziel, ein gutes Unternehmen zu sein, soweit es geht, ein vorbildhaftes Unternehmen zu sein, sowohl für die Mitarbeiter, aber auch für die Gesellschaft da zu sein, bei vielen Aktivitäten, sodass das Unternehmertum, das dir du angesprochen hast, wo ja auch deine Gruppe tätig ist, um Unternehmertum einfach, dass nicht immer heißt, die Unternehmer denken nur immer an den Gewinn oder an andere Dinge und tun wenig für die Gesellschaft. Ich glaube, ich möchte mich bemühen, ein gutes Beispiel sein, bis natürlich in Österreich viele, viele tolle, noch größere Unternehmer, noch tollere Untergibt, die das tun. Es kommt halt nicht immer so in der Bevölkerung an, aber auch viele kleine mittelständische Unternehmen. Ich habe großen Respekt, nachdem ich immer von nur begonnen habe mit drei, vier Mitarbeitern, weiß ich was du sagst, dass es mit 20 Mitarbeitern auch nicht viel leichter ist als mit 4000, wenn man die Sorgen umgehen kann, dann können auch 20 Mitarbeiter, dass du Arbeit kriegst, dass du die Löhne zahlen kannst, auch ganz schön belastend sein.

Markus

Da sind wir, glaube ich, sehr alleint, dass das Bild von Unternehmertum in der Breite nicht ganz immer so rüberkommt, wie es wahrscheinlich sein sollte. Ich habe jetzt einige Fragen zu dem Beginn auch, den du besprochen hast. Das heißt, du bist eigentlich in ein Familienunternehmen, wenn man so will, reingeboren worden und hast dann quasi schon in der Kindheit wahrscheinlich Unternehmertum aufzaugen können. Weil das, was du dann erzählt hast von deinen ersten Unternehmern, das ist schon sehr hemmärmlich und sehr unternehmerisch auch gedacht, auch wie du, was du gemeint hast, in Richtung dieses kundenorientierte Denken, in Richtung Regionalität. Also dich immer zu fragen, was braucht eigentlich die Region, was braucht die Gemeinde, das ist für mich schon sehr essentiell das, was Unternehmertum ausmacht.

SPEAKER_00

Ist das Ergänzung, wir sind ja eigentlich im Geschäft aufgewachsen, wobei wir öfters im Geschäft waren, weil wir die Zucker oder Kaugummer, was immer wir verkauft haben, gern nicht genommen, aber halt erfragt haben oder erbittet haben, es zu kriegen. Und die Rede meiner Mutter wie heute war immer, sagst ja schön, grüß Gott, bitteschön und Dankeschön. Und wenn es wegen 6 im Geschäft, dann sagt es ja, grüß Gott und darf wieder schauen, weil das sind unsere Kunden, also meinen sie haben das sicher nicht akademisch gemeint, sondern einfach so wie sie es auch gelebt hat, bin ich ganz ehrlich, das kaufmännische Dasein.

Markus

Aber wenn du jetzt darauf zurückblickst und wenn du auch so auf deine Persönlichkeit schaust, die, so wie ich das jetzt auch rausgehört habe, schon sicher ein großer Teil eures Erfolgs warst, dass du es halt auch geschafft hast, Menschen zu gewinnen für deine Unternehmen als Kunden, aber auch als Partner, das wurde geprägt durch dieses Umfeld, in dem du aufgewachsen bist, oder?

SPEAKER_00

Eigentlich schon. Ich habe mir oft die Frage gestellt und mein Vater hat ab und zu gesagt, das ist, weil halt manche Leute gesagt haben, du hast tüchtige Kinder, da hat er mir gesagt, das ist meine Erziehung. Aber immer, wenn er mal lahmst, sie haben gesagt, du, das glaube ich, war die Mutter, was die Erziehung betrifft. Vielleicht haben halt einen deinen Sinn, weil er war schon, er war, wie es an einem kleinen Ort ist, ich meine, ich gab zwölffache Opfer von den Kriegsopfern bis zu Fußball, weiß nicht wo ich war, und war schon sehr für die Gesellschaft da und war für alle da. Er hat sich bemüht, Fragen oder Bitten zu erfüllen und nicht die Frage zu stellen, gehst du zu unserer Partei oder zu unserer Gesinnung und all diese Dinge. Also ich glaube, ich würde sagen auch ein bisschen Glück, weil das nur vom Zuhören war, dass die Gene da ein bisschen ausgeprägter waren. Jedenfalls, ich spür sie auch später dann, als ich immer viele Mitarbeiter habe, glaube ich, selber, also ich würde einmal sagen, tausend habe ich sicher aufgenommen, ich selber. Und halt auch wie oft tolle gefunden, die mich irrsinnig lang begleitet haben, aber halt auch so manchen Fehlgriff getan, weil halt meine Wertigkeit eine andere war, als ich oder mehr erwartet habe, als ich dann gekriegt habe. Aber dieses Zugehen auf Menschen und Offensein für all. Das bringt mich heute noch sehr, wenn wir heute aus 47 verschiedenen Ländern Mitarbeiter haben, so wie es heute auch ein Fest gibt bei uns oder für das Süße Fest oder das Zuckerfest, wie es heißt, für Moslems und so. Also ich bin sehr aufgeschlossen. Und ich glaube, dass das in Kombination und kann gut zuhören oder bemühe mich zuzuhören und einfach davon was zu hören, was System sein Bedürfnis eigentlich, aber jetzt nicht studiert, sondern einfach aus dem Gefühl heraus. Weil man trifft so viele Leute und redet so viel und möchte immer von sich selber erzählen, wie es scheinbar jetzt auch tut, aber fragt den anderen nicht, ob das überhaupt an interessiert. Und das ist schon, ja, ich glaube, ich bin zumindest meiner Familie und aufgewachsen bin, sehr dankbar. Ein Spruch von mir war immer, wenn es in so einem Ort wie meinen, der einmal nur 1700 Einwander hatte. Das war so ein bisschen, glaube ich, denke meiner Eltern. Wenn du anbeleidigt hast, hast du das ganze Ort beleidigt, weil jeder mit jedem verwandt war und jeder irgendwie. Also das kann man sagen, das ist schrecklich, aber ich finde es halt normal und bin dankbar, dass es so warnd ist gewesen.

Markus

Ja, nein, ich finde, das wird man sehr.

SPEAKER_00

Vielleicht nicht gekünstelt, das muss ich nicht, aber halt einfach so eine gewisse Themen und auch in der Sinn, weil man auch immer vielleicht das Gefühl hat, man ist abhängig davon. Aber ich finde es nichts Schlechtes, wenn man demütig ist, wenn man den anderen oder den Kunden oder wer immer das ist, wertschätzen möchte und nicht sich selber wichtig macht.

Markus

Ja. Und ich habe auch wirklich, wenn ich meine, diese Geschichte so als ganz Anhörer, finde ich, kommt sehr stark raus, dass Regionalität für euch auch eine absolute Stärke war. Du hast ja auch mehr davon erwähnt, du bist nach Graz gegangen, aber irgendwie waren halt doch sehr viele andere Konkurrenz und dieses, sich zu überlegen, okay, die Zielgruppe vielleicht auch abseits der großen Ballungszentren, ich glaube, das scheint mir schon ein sehr zentraler Bestandteil. Gleichzeitig aber auch die Weltoffenheit zu sagen, über die eigene Region hinausgehen und eben auch schon früh international zu denken. Also diese Kombination aus den beiden, das finde ich, zeichnet euch aus. Und eigentlich ein bisschen ein roter Faden für mich, auch durch deine ganze unternehmerische Laufbahn. Das würde mich interessieren, vom Beginn von Zaubermacher dann. Du hast gemeint eigentlich, deine Frau war Lehrerin und das habt ihr dann aber gemeinsam gemacht. Sie hat besonders am Anfang erzählt, schon viel übernommen. Wie war denn das in diesen, weil das ist ja auch für eine Beziehung für die Familie, wenn man dann halt davor eine Person in einem klassischen Angestelltenverhältnis, eine andere Person unternehmerisch tätig, damit sind beide Unternehmerisch tätig? Was hat das auch? Hast du auch Kinder? Ich habe drei Kinder. Ich glaube auch in der Familie verändert das was. Wie seid ihr damit umgegangen?

SPEAKER_00

Ja, rückblickend. Ich habe jetzt nur eine Enkelin leider, von den drei, einer ist leider ein Sohn verstorben vor ein paar Jahren in New York, ein Künstler. Ich meine, ich glaube schon, dass die Familie, also die Kinder, obwohl sie gut behütert waren mit jemandem, der im Haus immer war und alles. Aber schon gelitten, wenn ich sehe, wie mein Sohn, einer meiner Söhne, mit seiner Enkelin umgegangen ist, wie viel Zeit er sich genommen hat, dann habe ich schon ein schlechtes Gewissen, wobei halt vielleicht, es ist halt jeder bei uns am Land so aufgewachsen. Wenn sie mitmachen, geht am Fußballspiel nachmittags, ein bisschen in die Musikschule und der Tag ist unten und dann im Sommer ins Freibad. Obwohl man irgendwann sehr spät auch ein eigenes hat, aber da wollte ich es gar nicht schwingen. Meine Frau, vielleicht schon ein großes Glück, seine gastwerte Tochter, die also auch das Unternehmerische und noch mehr das Zufriedenheit. Nochmal schmeckt es und das ist gut. Also sie kann nur mit Menschen umgehen. Sie ist schon auch sehr ehrgeizig gewesen. Also es war fast ein bisschen Überzeugung, weil sie, ich würde eher mal sagen, sich damit abgefunden habe, dass ich halt da sehr unternehmerisch tätig bin in der großen Familie. Es war ja am Anfang Saubermacher eigentlich in 1979 die erste Firma, die ich alleine gegründet habe, war meine familische Größe. Aber vorher ist alles auf Gemeinkosten gewesen. Also alle haben profitiert, aber auch natürlich, ich finde es nicht so gut ganz abgelieht darunter. Und meine Frau war dann, ob das auch fast fast mal in der Zeit hat man sehr viele Berufsschüler gebraucht. Es war eher, würde ich mal sagen, nicht unbedingt ein großes Ziel, aber es war eine große Nachfrage und sie ist das angegangen und hat das wie alles im Leben mit großem Engagement gemacht. Also ich kann nicht die Geschichten erzählen, aber ich meine, wir haben ja bei Saubermacher in manchen Zeiten mehr Schulden gehabt, als wir Umsatz gehabt haben, muss ich das vorstellen. Es war ein Glück damals, weil es so schnell gegangen ist. Ich habe ja nichts gehabt, meine Eltern, wir haben auch in unserem Hauptift immer investiert, wir haben keinen großen Wald gehabt, um gut zu stehen bei der Bank und so. Und das war sehr begrenzt, wir haben wieder Glück damals gehabt, dass das Leasing gekommen ist, das LKW-Leasing. Und da konnte ich die Verträge halt, die Müllabfuhrverträge teilweise hinterlegen als Garantie dafür, falls mir was passiert oder ich nicht zahlen kann, dass sie abgesichert sind. Aber das war, und da können Sie sich schon vorstellen, wie es meiner Frau, die nicht gewohnt war, Schulden zu haben, wie sie gegangen ist, mit der Feuerberater gesagt hat, mach einmal pass auf, da oft geht das nicht in die falsche Richtung, das Geschäft. Und natürlich auch die Ansicht, wie man den Betrieb führt. Aber wir sind jetzt nach 54 Jahren noch immer verheiratet. Und hat schon Diskussionen gegeben, aber sie war da auf jeden Fall eine sehr große Stütze, weil sie einfach mit Bürgermeister als Frau auch sehr gut umgehen konnte. Das war auch die Zeit 79, 80, wo sie sagen, Kundenorientiertheit und Gastfreundschaft nicht verböhnt war im Sinne von Compliance und so. Also nicht, dass mir jemand gefüttert hat, es war üblich, halt ein Jausen zu Tagungen zu machen. Und natürlich auch Weiterbildung und so, aber halt dann ein paar Klassen Wein zu trinken. Aber es war damals auch in den 80ern nicht verböhnt. Und ich glaube, diese, und ich muss schon sagen, auch, dass wir natürlich in unserer Region durch meine Familie und auch durch die Verwandtschaft schon ein gutes Ding gehabt haben, wo man auch großes Vertrauen in uns hatte. Vielleicht in mich gemeint, weil wir gesagt haben, das ist der Uhr, ob der wohl nicht das alles halt, was man verspricht, aber es hat ja grundsätzlich immer Verträge gegeben, auch klare Verträge, die auch eingehalten worden sind. Also ich bin rundherum dankbar, dass es so ist, wie es war und dass es dann aber diese Dimension gekriegt haben. Das ist in keinem Strategiepapier 1980, 1990 drinnen gewesen, weil wir uns immer, natürlich heute haben wir eine Strategie, es gibt eine 2030er Strategie, es gibt das alles, aber damals. Aber man kann ja auch Strategie durch Fleiß und Kundenorientiertheit auch mitmachen. Und wenn man sich um die Kunden früh kümmert und wenn man die Bedürfnisse erkennt und einfach reagiert, rechtzeitig reagiert, dann ist es nicht viel anders gewesen als Öl und Kohle verkaufen, wenn ich ganz ehrlich bin.

Markus

Du wirst lachen in vielen Startup-Lehrbüchern heute steht auch drin, dass besonders wenn man ganz am Anfang ist, dass die große fünf oder zehn Jahre-Strategie oft gar keinen Sinn macht, weil am Ende kommt eh alles anders und genau diese Kundenorientierung, die du angesprochen hast und der Fleiß, also die sogenannte Execution, dass das oft am Anfang sogar wichtiger ist.

SPEAKER_00

Also ich glaube, die Erkenntnis ganz hundertprozentig, ich muss ja immer schmumpzeln. Viele Leute kontaktieren mir auch und fragen mich, ob ich ihnen helfen kann, was ich mir begrenzt kann aus zeitlichen Gründen. Wir haben mit vielen Startups, soll ich das gerade sagen, wenn ich das ein paar wegschicke, zusammengearbeitet. Das habe ich damals auch. Und ich bin aber einer der ganz wenigen, die Startups nicht ausnützen. Ausnützen ist nichts Schlechtes, wenn man Geld gibt und das fördert. Ich habe eher Startups geholfen, in die Freiheit, in ihre Selbstständigkeit, auch in einem Unterstützung ein paar, wo wir Partner waren, wo wir teilweise Dinge entwickelt haben. Andere waren schon dabei und haben es eigentlich zur richtigen Reife gebracht, wo wir heute gar nicht so viel profitieren davon. Aber ich freue mich für die, dass sie so tüchtig und Erfolg sind, weil wir haben auch früh gelernt dabei, immer wieder, weil wir auf dem Sektor heute sehr weit sind. Wir haben bei der Schiebe im Salbach-Hintercamp gezeigt, dass alles möglich wäre von Füllstandsanzeigern, Wertschaftskennern etc. Und da sind viele, weil es ist jetzt schon länger her, ich glaube, die Kultur bei den Startups hat sich schon sehr weit positiv entwickelt, weil halt einfach so wie sie und andere oder wie du und andere halt viele da sind, die auch damit erweiterten. Aber ich kann mal sagen, die ersten Freunde erinnern von den meinen Freunden, die Kinder, die dann gesagt haben, kannst du mir sagen, wie hat das der Hamatisch jetzt gemacht? Also auf so möchte ich auch werden, habe ich gesagt, wie er es gemacht hat, kann ich dann schon sagen. Aber wie es geht, kann ich da leider auch nicht sagen. Weil da kämpfe ich jeden Tag damit, das richtige Produkt zu finden und auch ein Alleinstellungsmerkmal zu finden und alles und vieles anderes. Aber ich gebe recht, es sind nach wie vor und gerade, ich sehe auch das Thema, wo es die ganze künstliche Intelligenz gab. Ich sage zu meinen Leuten, bleibt bei den Kunden, red es mit den Kunden, fragt es, was die Kunden brauchen. KI kann unterstützend wirken, so ist es auch in unserem Haus. Aber wenn der Kunde nicht erreichbar ist, dann hilft mir die künstliche Intelligenz nicht. Und wenn ich dann selber mit Anrufen sage, warum ist es so schwierig, dann sagt er nicht, ich bin schwierig, sie sind schwierig herot, der ihre Mitarbeiter. Die sollen sich mehr kümmern um uns. Und Rechnungen schicken oder irgendwas, sondern Lösungen aufzeigen, wie sie es günstiger machen können. Und daher ist mein, sage ich mal, nützt die Chance, weil wenn alle nur künstliche Intelligenz sagt, es gibt ja viele positive Beispiele, brauchen das ist ein Einzelfälle, der die breite Masse kümmert sich um die Kunden, fragt, wo sich Bedürfnisse haben und wo man dann helfen kann, dann braucht es euch keine Sorgen um die Zukunft oder fast.

Markus

Nein, das ist, glaube ich, ein ziemlich zeitloser Rat. Jetzt hast du vorher auch noch etwas gesagt, was ich sehr spannend fand, nämlich schon, dass euer Geschäft sehr auch gesetzt getrieben ist. Du hast ja auch gemeint, wie ihr damit gewartet habt auf diese Verordnung. Wie bist du denn über die Jahre damit umgegangen? Weil ich stelle mir das manchmal auch recht frustrierend vor, weil man dann, also einerseits erfordert es einen gewissen visionären Charakter auch, quasi schon zu erkennen, wohin sich die Gesellschaft entwickelt und was man dann anbieten kann für Gesetze, die es vielleicht noch nicht gibt. Aber gleichzeitig natürlich, wenn dann in der Politik wieder alles ewig dauert und sie nicht zu Entscheidungen kommen, stelle ich mir das auch recht frustrierend vor. Wie seid ihr damit umgegangen, dass ihr da schon exponiert auch seid?

SPEAKER_00

Es ist auch wieder ein bisschen so, wo ich das Positive sehe, was du jetzt sagst, dass es frustrierend ist. Und ich habe das auch teilweise für mich in Anspruch genommen, so bis heute. Es gibt ja ein paar Gesetze nicht, Migration, das ist was alles eben auch der Zugang zu den Medien und so. Und ich habe auch gesehen, dass man ewig lang über viele Dinge diskutiert. Also eins habe ich mir nicht überrascht, dass man sich gleich investiert hat, bevor er nicht ziemlich klar war. Aber ich bin dann meistens hergegangen und es waren bei der Kompostverordnung so Biotonne, die es halt überall gibt, in wenig Grad. Aber am Anfang hat jeder gesagt, wir haben ja unseren eigenen Garten, wo wir kompostieren. Ich habe dann bei all diesen Dingen, das gilt auch für die Verpackungsbäume, habe ich Partner gesucht, in dem Fall war es dann das System der ARA, heute Aara, und gesagt, ich bin bereit, einen Pilotversuch zu machen. So wie mir damals der Kübel lieber angeholfen und sogar, also übrigens, Kübel haben wir keinen einzigen zurückgemissen. Wir haben alle Verträge verlängern können. Und es war eine, aha, wir haben gesagt, so schlecht ist das gar nicht, so unpraktisch. Und die Leute haben gesagt, mein Gott, das ist bequem. Also es hat sich dann gelernt. Und so bin ich dann eher offensiv auf das Thema zugehabt und gesagt, wir machen einen Versuch, die Verpackungsballung. Wir haben in Wilton einen kleinen Kompostplatz mit einem Bürgermeister, der sehr innovativ war, der auch ehrgeizig war, ökologisch, gebaut. Hatte nichts gekostet, was auf Gemeinde kommt, von Oberster, von ganz Österreich, kann man sich das anschauen. Wie haben wir das hingeschmissen, den Bioapfel? Wie wird denn der Kompost draus nach fünf, sechs Monaten? Und da haben wir gezeigt, über das Umsetzen. Also die einfachsten Dinge, die in Frage gestellt worden sind, geht nicht, stinkt so viel. Das war beim Kompost. Und so habe ich immer Beispiele gezeigt. Also es gibt einen Spruch von mir, den man vielleicht für später aufheben sollte, wenn ich sage, ich kann die Welt nicht verändern, aber ich kann Zeichen setzen. Das sind so Zeichen, wo ich schon denke, schau gut, dass ich es gemacht habe. Es hat auch mir geholfen. Nicht nur, dass ich viel überzeugen konnte, dass es möglich ist, weil es machbar ist, weil ich immer, ich konnte, kann halt auch gut Dinge fertigdenken, obwohl ich es nicht aufzeichne, kann es auch, aber ich weiß ungefähr, wo mein Ziel ist. Und das hat mir viel geholfen, weil dann bin ich auch als Pionier genannt, weil als Vorbild habt ihr, man hat einfach Vertrauen sein, der das schon probiert hat. Wenn dann eine Ausschreibung war oder sonst was, bei Preisgleichheit haben wir dann doch vielleicht den einen oder anderen Auftrag gefällt. Es hat auch mir geholfen, weil wir haben ein paar Fehler gemacht und haben gesagt, so geht es nicht. Also muss man es anders machen. Und ich konnte dadurch, wenn das Gesetz dann gekommen ist, wie es gekommen ist, konnte man auf ein viel professioneller rangehen. Es hat gewisse Vorlaufkosten gehabt, aber ja.

Markus

Also eigentlich nicht darauf warten, sondern eben den Pioniergeist zeigen.

SPEAKER_00

Aber immer in kleinen Projekten, nie was Großes. Es ist immer, weder war ich dann zu wenig mutig oder zu wenig innovativ. Ich bin kein Techniker, sowieso Angst gehabt vor technischen Lösungen, weil das dann nicht funktioniert, was ja dann auch einmal dort und da passiert ist. Also, um diese kleinen Schritte kann man sagen, ja, wirklich muss ich sagen, es war richtig, weil es war auch nicht zu klein, weil es so früh war, dass es vielleicht das Große, wie man jetzt sieht. Das ist das Schöne, die Alternative, wenn du halt der Batterie recycling wäre, brauchst du, brauchst du eine bestimmte Größe. Es gibt in Deutschland in schon zwei einen Konkurs gehabt, weil sie so groß gebaut haben, jetzt kommen die Batterien nicht zurück, die Autobatterien, weil die Lebensdauer viel länger ist als alle denken. Also das hat auch uns gefordert, weil es jetzt nicht so, ich meine, wir haben zum Glück in dem Fall auch durch die Forschungsabteilung mit der Universität, also mit der Montana, weil sie sehr früh begonnen, so im Maßstab solche Dinge zu machen, damit ich nicht das riesige Werk bauen musste. Also so gesehen habe ich auch ein bisschen Glück gehabt.

Markus

Ja. Jetzt hast du schon ein paar Mal halt angedeutet, okay, es gibt, und das ist, glaube ich, in jedem Unternehmen so, es gab natürlich, insgesamt ist es eine Riesenerfolgsgeschichte, aber es gab schon auch schwierige Zeiten und wo nicht klar war, dass es, dass es der große Erfolg wird, wo ordentlich auch, sage ich einmal, Schulden da waren gegenüber auch dem Umsatz, der erzielt worden ist. Gab es für dich so einen Punkt in der Vergangenheit, wo du gesagt hast, da war es wirklich knapp, da hast du auch überlegt, aufzuhören oder was anderes zu machen, den du mit uns teilen kannst.

SPEAKER_00

Oft gegeben habe ich nie, und der Gedanke ist mir auch nicht gekommen, etwas nicht mehr zu tun. Das ist ganz überraschend die Frage für mich momentan, weil ich denke, warum habe ich das eigentlich nicht gedacht, das nicht mehr zu tun? Um deutscher Zeitengeben kann man erinnern, einer unserer großen Ölkunden, ein großer namhafter steirisches Unternehmen, ist in Ausgleich gegangen und im Konkurs dann schlussendlich. Wir waren sein großer Öllieferant, wo die Spannen minimal waren und die Summen wahnsinnig hoch war, weil Öl hat immer schon 30, 40 Dollar gekostet. Und ich muss ehrlich sagen, ich habe nicht gewusst, schlaflose Nächte, weil das hätte uns, wenn wir keine Lösung gefunden hätten, oder wenn es noch schlimmer gekommen wäre, das ist dann zum Glück, also wäre auch ein unweiliger Konkurs. Dann wäre die Schande an die Schande gedacht, dass ich Geld verliere. Also so quasi der Hans Rot, ich habe mich nicht so wichtig gefühlt, aber gemacht habe. Aber es war für meine Familie, weil das war ein Segment, dann ausgebaut die Lebensmittel, Textilien. Und das hätte ich natürlich, das war mit meinem Bruder schon gemeinsam, es hätte nämlich die ganze Familie, wenn sie so wollen, wie es am Land ist, zerstört fast nicht, weil dann das andere auch alles gegangen. Ich habe ganz ehrlich gesagt, immer wenn ich Niederlagen hatte, da gab es ja auch andere Niederlagen, wo falsche Mitarbeiter aufgenommen waren, oder ich wollte die Firma kaufen und habe dann, vielleicht war ich zu kleinlich im Endeffekt oder habe eine falsche Entscheidung getroffen und so. Und ich habe am Anfang, oder ich bin ein vage Mensch und dann habe ich immer, oder wie man halt gern auch als Menschen es tut, allen anderen die Schuld zu geben, dass es einem selber so schlecht geht. Nicht dass es so weit kommen kann. Wenn es diese Firma nicht gegeben hätte, wenn ich nicht so viel Vertrauen habe, dem gleich altrigen, mit dem wir viel gemeinsam gemacht haben, dann hätte mir das nicht passiert. Und habe einfach gelernt, selbst beantwortet zu nehmen und nicht anderen die Schritte zu geben, sondern selbst die Frage zu stellen, was habe ich jetzt falsch gemacht, was war nicht richtig in diesem Deal, in diesem Geschäft. Und seit ich so denke, bin ich noch vorsichtig in gewissen Bereich geworden und kann auch mit Niederlagen ganz gut umgehen. Weil Niederlagen sind ja etwas deprimierendes. Sie kennen Menschen, wenn ich die frage, was war schlecht, dann erzählen sie sofort zehn Sachen und wenn du fragst, was war es besonders gut, haben sie zwei. Wenn du mir jetzt so fragen, musst du richtig nachdenken, nachdem ich nicht so gut vorbereitet bin, was war wirklich die schlimme Sache, ich kann Gott sei Dank diese Niederlagen gut verdrängen und beschäftige mich auch nicht mehr damit. Indem ich jetzt einfach sage, das ist jetzt nicht geklückt, was war jetzt falsch, was müssen wir nächstes Mal besser machen, dass es nicht passiert. Und mit dem kann ich umgehen, in der Hoffnung, dass es halt das nächste Mal einfach besser geht. Aber zu sagen, wir haben gewisse Dinge dann aufgehört, eine Fensterfabrik, habe eine kleine, die ganz korrekt auch dann, wenn mein bester Verkäufer dann, das war eigene Gesellschaft, hat aufgehört. Und dann habe ich das einfach ganz sachlich geschlossen, ganz offiziell hat man gefunden, jemanden, der das fortgeführt hat, mit anderen Systemen, dass die Kömmerling und Drehauen, wie sie alle heißen, Fenster sind. Also solche Dinge habe ich auch aufgehört, aber mir falls für dich sein, dass ich das auch gehabt habe, bei kleinen Fenster. Im Endeffekt ist es so Plus-Minusmal ausgekommen.

Markus

Du bist, wenn ich es richtig gelesen habe, 2012 dann aus der Vorstandsrolle in den Aufsichtsratsvorsitz gegangen. Wie ist das abgelaufen? Wie ging es dir damit? Ist dir das schwergefallen, dann aus der operativen Rolle ein bisschen zurückzugehen und mehr eben in die Aufsichtsrolle oder hat das Hat das für dich auch schon energetisch so gepasst?

SPEAKER_00

Also ich sage mal zuerst, dass es eigentlich schon verhältnismäßig spät war, aber richtig war, was ich getan habe. Wobei ich ja fairerweise sagen muss, dass ich die Rolle eines Aufsichtsrates etwas anders wahrnehme, wie es in klassisch österreichisch ist. Ich habe eher die Rolle eines Aufsichtsrates nach Schweizer oder nach Afrikanisch, wo schon sehr viel Verantwortung da ist. Ich muss mir natürlich immer schon die Herausforderung, also nicht unmittelbar einzugreifen, weil ich halt vieles sehe, bin ja viel auf den Standorten. Aber es gibt jetzt ein paar Spielregeln, die ich mit den Vorstellungen. Man betreffen uns jeden Montag in der Früh eine Stunde. Ich gebe vorher erkannt, welche Themen ich gleich sprechen möchte, was ich fragen möchte. Und ich lese viel Zeitungen, höre viel, sehe, viel, bin viel unterwegs, wie zum Beispiel auf der Messe in München, und gebe meine Wahrnehmung dem Vorstand bekannt. Dadurch, dass ich natürlich, ich weiß nicht, morgen in der Früh ist Respakt, das ist so eine Nachhaltigkeitsgruppe, ist Besuch. Natürlich bin ich da, begrüße alle im Haus, um in das Gefühl zu gehen, dass sie wohlfühlen. Das Thema Burnout ist auch mittlerweile bei uns angekommen. Um 16 Uhr haben wir so ein kleines eigenes Symposium, wo ich dann auch größere mitdiskutieren. Und aus meiner Sicht sagt, wie gehe ich mit solchen Dingen um, mit Niederlagen, wie gehe ich um, was mich belastet, oder wie gehe ich überhaupt damit um, dass man so viel belastet, wie es scheinbar vielen Menschen belastet. Also ich bin schon sehr operativ, aber ich werde eurer Voraussicht in Kürze, also ich würde genauso, weil er fast nächstes Jahr noch einen Schritt weiter gehen, auch aus dem Aufsichtsrat zurückgehen und wie es halt bei so Familien und Unternehmer ist, die sie Rolle da des Eigentümers oder Gründers oder Ehrenaufsichtsrat wahrnehmen. Und Sie können sich vorstellen, 21 BBP-Modelle, wo auch die Politik eine Rolle spielt, wo wirklich lange Partnerschaften sind, da gibt es genug Möglichkeiten, auch grüß Gott zu sagen. Und vielleicht ein gemeinsames Mittagessen ein und bei der Generalversammlung oder eben wichtige Mitarbeiter immer mehr gehen jetzt in Vision, die wir dem Haus sehr gedient haben, dabei zu sein und sich mich auch zu persönlich zu bedanken. Ich glaube, das sollte wieder eine andere Rolle sein, aber bleibt dem Unternehmen sehr verbunden. Ich würde mich irgendwie abgenabelt finden oder einfach zu sagen, ich habe eh genug getan, bitte meldet es mir alle Jahr, dass ich wohl ganz sicher Dividende kriegt und macht so einen schönen Nachruf, wenn ich mal nicht mehr bin. Also das ist nicht mein Leben, weil ich glaube, ich kann auch viel beitragen, dadurch, dass ich auch gesellschaftspolitisch viel bin, Schirmherr von Marienstübern bin, Schirmherr vom Naturschutzbund, die mich nicht so auslasten, aber wo andere auch erwarten, dass ich ihnen Hilfe gebe bei ihren gesellschaftlichen. Es gibt den Rot-Achen-Literaturpreis von den Manuskripten Steiermark, also schon zum 15. Mal, es gibt den Hans-Roth-Hummel-Preis mit den fünf wichtigsten Universitäten Österreichs zum 21. Mal, wo ich Schirmherr auch bin, die Vorbereitung, Verleihung. Und dadurch, dass ich, und das halbt mich ja auch eigentlich sehr, sehr jung, wenn ich ganz ehrlich bin, ich lese für, ich lese am Wochenende mindestens zehn Zeitungen, wenn ich nur die Tageszeitungen dazu Fachzeitschriften in unterschiedlichster Form, ob es jetzt Nachhaltigkeitszeitungen. Und mich interessiert auch alles. Und ich glaube, dass ich allein, wie ich heute denke, kann einfach nach wie vor viel weiter umsetzen müssen, das dann im Haus und da bin ich auch gern bereit zu unterstützen.

Markus

Ja, finde ich einen schönen Blick auch, wie man diese Rolle weiterentwickeln kann. Das ist auch so ein bisschen diese Sensorik, die man.

SPEAKER_00

Wenn es jetzt die Führungskräfte sagen, wird 50% sagen, gut, dass es gibt, dass er toll ist, sagen 50%, der kann kein Schilstig sein, dass du so ein Lieber schiefst oder was ich gerne zu Radl fahren.

Markus

Ich kann mir schon vorstellen, dass es da eine Wertschätzung da ist für dieses, weil du natürlich über sehr, sehr viele Jahre entwickelt hast, ist ein Sensor. Was ist relevant, den Instinkt, wie sich auch diese Branche, diese Industrie entwickelt. Genau da, dadurch, dass du halt am Ball bleibst und was liest, glaube ich, ist das schon wertvoll auch für eine operative Umsetzende Ebene.

SPEAKER_00

Wir haben für alle Fälle auch die Wegweiser geschrieben. Wir wollten einmal auf die Börse gehen, da hat die Leitlinienkassen des Saubermachers, jetzt hast du einen Wegweiser, wo also meine Philosophie, Kundenorientiertheit, Mitarbeiterorientiertheit, Offensein für die Gesellschaft, die dir geschrieben ist. Und das ist für alles sehr bindend, für sehr bindend, vor allem von oben beginnt und für den Vorstand. Und ich bin ja auch, mein Verein, da ist morgen wieder die Jahresversammlung Helping Hands, also ein Verein, der nur für die Mitarbeiter ist, der losgelöst von den Lohnthemen und du hast nicht Arbeitsplatzthemen, der für alle Dinge oder für vieles da sein sollte, was Menschen, die bei uns tätig sind, privat brauchen. Wir haben also einmal die Schuldnerberatung, wir haben sehr viel einfach für Menschen, die halt auch nicht so viel verdienen und die halt auch dann durch Scheidung und andere Dinge in die Zwänge kommen, als einmal das Geld, das haben wir gut gelöst mit der Schuldnerberatung, aber nicht nur ihm einen Zettel zu geben, dass er nur ein Hände haben soll und auch Versicherung, sondern wirklich geholfen, dass er heute ist das Thema Medizin, Doktor zu finden, der Arzttermin zu finden, auch alle anderen Dinge. Und dieser Verein, der Helping Hinsatz, da bin ja auch ich der Obmann und kümmere mich auch sehr viel um die Kontakte zu Ärzten und wie man wir das, da unterstützen wir die Leute auch nicht nur meinen Termin, sondern auch finanziell, dass ich also bin ja auch sehr viel mit den Menschen in Kontakt. Ich bin bei jedem, bin nicht dabei, aber wenn es irgendwie geht, die Standorte, wenn ich sie besuche, dann gleich bei ins Grillfest ist im Sommer, weil da kann ich jeden mit jedem reden, da kann ich jeden zumindest das Gefühl geben, ich bin da, es gibt ja auch die Hotline von mir, es kann mich jeder anrufen, es hat jeder meine Nummer. Wir haben jetzt schon organisiert, wenn es Beschwerden gibt, dass meine Hotline haben, die ehemalige Buchhaltungschefin, die es auch der Familie verbunden ist, hat die Hotline, wo die Leute sowieso anrufen können. Aber heute habe ich wieder, es gibt Sende, unsere eigene Form der Kommunikation intern. Heute hat mir einen Mitarbeiter wieder, der aufgrund seiner Sprachkenntnisse mehr Rechtschreibfehler macht, sonst was, aber ich bin ihm nicht böse, wenn ich Rechtschreibfehler. Aber was er mal geschrieben hat, das ist entscheidend. Und das ist gut, dass es das gibt. Und dass er sich traut, mir zu schreiben. Und ich werde ihm helfen. Ich bin schon im Hause sehr verbunden. Man kann ja nicht einem Betrieb, das ist immer meine Philosophie gewesen, aber vielleicht, vielleicht, weil ich einfach zu wenig tüchtig in anderer Richtung war oder zu wenig intelligent oder zu wenig innovativ war. Man muss einer Firma eine Seele geben, dann hat sie ungeheure Kräfte auch. Und das möchten die Leute spüren. Sie können sehr unterscheiden zwischen aufgesetzter Freundlichkeit oder echter Hilfsbereitschaft.

Markus

Spannender Gedanke, dass eine Firma eine Seele braucht. Sehr spannend. Mit einem Auge auf die Zeit, lass uns zu unserer Speedrun kommen. Das heißt, ich habe fünf Fragen für dich. Einerseits, lass uns anfangen mit einem Blick jetzt auf all diese Erfahrungen. Was ist dein größtes Learning?

SPEAKER_00

Dass ich so bin, wie ich immer war und auch so bleibe und dass ich mich ja nicht verändern soll, weil irgendein Zeitgeist ist, das ist mein größtes und natürlich schlussendlich dann auf Leute zuzugehen und nicht nur zu sagen, wie geht's da, sondern hast du wirklich ein Problem oder kann ich dir wirklich wohl helfen und nicht hoffentlich die Frage zu stellen, hoffentlich hat er kein Problem. Intensität schlägt vieles.

Markus

Hast du einen Lifehack für uns?

SPEAKER_00

Ja, ich meine, das ist so ein gedehntes Wort, um glaube ich all das, was wir gesprochen haben, um der Umgang mit allen, mit Niederland, mit anderen, ich glaube, meine große Stärke ist, meine innere, ich weiß nicht, ob das du gemeint hast, aber wäre so ein bisschen meine innere Ausgeglichenheit, die ich geschafft habe. Aber ich glaube eher, die mir mitgegeben ist waren. Ich bin immer dann, ich muss immer schauen, wenn das Innere mit dem Äußeren, wenn ich das so einfach sagen kann. Verstehst du mich, ich kann nicht lächeln und ganz freundlich sein und zum Festgehen und mit Gott und die Welt anstoßen, wenn ich mich immer nicht wohlfühle oder so habe. Es hat ein bisschen Art mit Authenticität zu tun. Aber ich bin ein sehr gläubiger Mensch grundsätzlich, ein sehr gläubiger, jeden Sonntag in die Kirche. Für mich ist Glauben auch etwas, was ich meinem Mitarbeiter weitergeben möchte, egal ob er Moslem ist oder eine andere Religion hat, weil ich habe noch keine Religion gefunden, die nur Schlechtes hat. Meistens interpretieren sie manche andere Dinge, was die Katholiken ja auch gemacht haben mit ihren Kreuzern, aber dass sie ein gutes Fundament ist. Und für mich ist dann, ich soll sagen, dass ich innerlich so das Gefühl habe, ich fühle mich wohl. Und wenn ich mich nicht wohl fühle, dann muss ich was ändern. Verstehst du? Also dann muss ich äußerlich auch was ändern. Vielleicht auch, weil ich mich beleidigt habe oder weil ich glaube, ich war da ganz fair zu dem. Dann bin ich schon innerlich unruhend. Und dann muss ich schauen, dass ich wieder, ob es bei demjenigen ist oder bei dem anderen ist, aber schauen, dass ich diese Ausgeglichenheit wieder habe. Und wenn ich das habe, dann fühle ich mich wohl, dann bin ich kreativ, dann bin ich unterwegs, immer so schnell sagen, bin ich zufrieden. Das ist mein bescheidender.

Markus

Ja, nein, es macht schon Sinn zu sagen, man muss die innere Ausgeglichenheit finden, damit man quasi extern dann auch funktionieren kann. Hast du eine Buchempfehlung für uns?

SPEAKER_00

Schau, ich lese fast alle 14 Tage ein Buch. Das kann von der Donner Leonze bis Waka, bis jetzt Geschichte von Marokko, wo alle ganz begeistert sind, weil sie gelesen haben, da fällt nicht ein. Aber mich hat ein Buch sehr bewegt, Marco Polo. Da habe ich in verschiedenen Ausfällen da, also als ich das gelesen habe, habe ich mir gedacht, wie eigentlich bin ich, wenn ich nach Kroatien oder noch exportieren möchte. Für mich war das so, also die Welt zu entdecken, dass die Welt größer ist als am Ende von. Und das hat mich so inspiriert und war eigentlich auch inspiriert da, zumindest in acht Länder zu gehen. Und ich möchte schon noch, ich überlege immer noch momentan, wie unsere Branche ist wahnsinnig investitionsintensiv. Ich muss bei 500 Millionen Umsatz fast 50 Millionen Euro investieren, mindestens. Fast 10% vom Umsatz. Daher ist es ganz einfach, einen neuen Standort zu gründen in Griechenland, in der Türkei, oder Firmen kaufen nichts einfach. Das überlege nach wie vor, weil ich hätte ein Produkt, das weltweit doch auszurollen wäre, in Afrika. Wir sind natürlich nur sehr abhängig von der öffentlichen Hand. Da hat mich Marco Polo sehr billig historische Romane, der Schumane, aber ich hätte wieder zwei Bücher weitergegeben, einer Mitarbeiterin. Meine Frau sage ich es endlich auf, ein Bücher zu kaufen, weil so quasi mein Leben ist begrenzt, wo ich dafür lesen kann. Aber es ist auch, ich lese sehr gerne, und es ist meine Art, ich schaue am Abend fast nichts mehr im Fernsehen, seitdem ist das letzte, also so Report und all diese Dinge, aber es ist ja interessant sein, aber ich schlafe auch gut und lies mindestens eine Stunde im Bett, mindestens jeden Abend, wenn ich nicht zu spät heimkomme, ich bin um halb elf schlafe ich und eine Stunde lese ich. Und da kann ich sofort, jetzt habe ich das, wie heißt das, Bruce oder Prest, und zwar die war mit Lorenz von Arabien unterwegs, also auch eine tolle Geschichte, wo natürlich auch jetzt aktuell der Mittlere Osten, also wie die Engländer sozusagen zu den größten Kolonialherren geworden sind in dieser Zeit, und das ist gar nicht so lange her. Und da tauche ich ganz gerne interessante Welt an, wo ich schon gefühl war, aber noch bei Land nicht war. Also ich kann nach einer Viertelstunde bin ich in der eigenen Sphäre und kann mich eigentlich sehr gut entspannen dabei. Und werde auch leicht müde. Ja, auch ein Livehack. Hast du ein Lieblingsprodukt? Ja, das könnte ich sagen, mein Lieblingsprodukt wäre, wenn ich sage, wer Siro West, aber ich bin eher ein bescheidener Typ. Es gibt viele Produkte, ich gehe mit meiner Frau am Markt. Ich bin unheimlich vielseitig. Also irgendwann gesagt, wenn man jetzt von Produkten spricht, was immer, ich war viele Jahre das gleiche Mountainbike, zwar elektrisch. Aber ich habe dann einmal gesagt, ich ist wahnsinnig gern vor allem und Fisch. Ich habe gesagt, meine Frau hat ein paar Tagesordnung. Also interessant, was ich in den Zeitungen liest, du isst gern Hochhändler. Wie soll ich sagen, ich bin auch ja 15 Uhren, verstehen Sie mich, ich habe auch eine Jägerlei Kultur geleistet, aber die größten Teile sind Swatch und die Jacques Limon-Uhren, also in den Formen passend und so. Also ich kann mich an kleinen Dinge erfreuen, die ich mir kaufe, aber dann, also nicht als Luxus, aber es ist auch ein Luxus. Es muss mir dann gefallen lassen, wenn ich die einen Kerschenke wollte, aber ich wechsle sie auch. Und da habe ich 150 Euro, gefällt mir gut und sie ist auch sehr legal. Und die Jacquelemont, also die Coultre, die ich habe, oder die Glashütte eine, überall eine. Ja, also ich kann mir so wohl, aber ich bin jetzt nicht einer, der sich am Luxus erfreut, sondern eher an dem Design an der Vielfalt, genau. Ich bin wahnsinnig vielfältig. So wie beim Essen, auch beim Anziehen am Samstag. Ich weiß auch, beim Aufsehen ziehe ich mich eher dunkel an. Oder sie ist meistens dunkel, weil bei meiner Frau beginne ich nicht zu einer Hochzeit, wir gehen nur am Markt. Und da kommt auch sehr gern dicker Warn. Ja, man hat ein paar. Aber es passt mir. Ich trage sie nicht, weil ich glaube, dass ich mich wichtig fühle, sondern ich fühle mich einfach wohl. Ja, das ist wichtig. Und hast du ein Lieblingsschimpfwort? Nein, ich habe keine Schimpfwort. Ich versuche immer, wie soll ich sagen, Sprache ist für mich ein wichtiger Punkt. Und ob ich allein bin, also weder nach Schimpfwertern, noch sondern Ausdrücke, die vielen Menschen leicht über die Lippen gehen. Ja, ich weiß es nicht. Ich kann mich zwar nicht erinnern, dass meine Eltern da sehr streng waren und sie wüssten, was man am Land und so alles sagt, aber verwende keine Wörter in der Beziehung.

Markus

Das lasse ich so stehen und es bringt uns zu unserer finalen Rubrik. Wir brauchen von dir einen Moonshot, eine große Vision für die Zukunft, frei nach JFK, und eine Prediction, eine Vorhersage, von der du jedenfalls phasenfest überzeugt bist.

SPEAKER_00

Zur Stunde ist momentan eine Zeit, die wie halt alle paar Jahre vorkommt und wo viele sagen, es ist schlimm und es ist schrecklich und es ist eine ganz schwierige Zeit. Und wir haben auch eine schwierige Zeit, aber ich lasse mich davon nicht abhalten, weil ich sage, es hat immer schwierige Zeiten gegeben und zu jeder Zeit. Und immer war man der Meinung, die andere Zeit war besser. Und da bin ich für Lesen und so auch der Meinung, die Zeit ist nur anders und man muss die richtigen Maßnahmen setzen, um auch mit diesen Zeiten zurechtzukommen, was auch für uns diese Bild Deindustrialisierung spielen, wir zum Beispiel schon ganz schön stark auf in unserem Unternehmen. Die große Vision von mir, wenn ich so will, ist, und das ist ganz lustig, weil sie das jetzt mit Kennedy gesagt haben, die letzte Folie meiner Folie ist eine Folie, wer wird wohl den Weltall entsorgen. Und die Folie, die gebe ich dann immer rauf, aber ein bisschen zum Spaß und sage, ich habe den Herrn Mask, der ja jetzt doch Feder führt, diese Meldung, wenn ich das alles beobachte, und jetzt wenn er auch wieder auf die Börse geht und wieder Geld halt. Und meiner Meinung nach der Herr Mask hat leider noch nicht zurückgeworfen, ob er mich als Partner mitnimmt, also um den Weltraum zu entzaugen. Aber einmal das, die andere volle ist, dass wir auch Roboter einsetzen bei uns, aber das ist ziemlich in naher Zukunft schon. Und nachdem mein Leben, wenn ich jetzt vom Alter her nehme, schon sehr begrenzt ist, dass ich schon die Chancen nützen möchte, die mir die Welt noch bieten. Und die sind auch gerade im Bereich des Recyclings, der Ressourcenwirtschaft, der Apfelwirtschaft groß. Und neben dem, dass ich mich mit dem Weltland wirklich beschäftige und dabei bin, also darüber nachdenke, was wir es tun können, habe ich auch bescheidene Wünsche, so wie wir jetzt in Mazedonien begonnen haben. Und es gibt ein paar andere Länder in Afrika oder in anderen Ländern, wo ich nicht gewinnorientiert bin, aber nicht als sozialer Anbieter unterwegs bin, sondern wo ich sage, wer könnte besser diese Länder helfen, ökologisch Anschluss zu finden an dem Standard, den wir haben. Weil wenn Sie nach Macedonien fahren würden, jetzt ist ein wunderschönes Land, auch demokratisch, einigermaßen oder sehr demokratisch nach den letzten Wahlen zu schließen, wo man sich sehr bemüht, aber einfach das nicht umsetzen kann. Und wir haben ein Beispiel gesetzt in Dettover, sowohl was den Nationalpark betrifft, wie man den reinigt, wie man den putzt. Und das ist so ein schönes Beispiel. Sie können sagen, Herr Rudolph, aber das ist nicht quasi was besonders berühmtes. Aber dass es in Zeiten, in diesem Jahr man so in unmittelbarer Nachbarschaft noch wirken kann, dass ich mithelfen kann, dass dieses Land Anschluss findet in Europa, was Ökologie betrifft, dass ich ihnen aufzeigen kann. Und mir geht es nicht einmal so um einen Gewinn. Wir machen keinen Gewinn momentan. Aber ich bin überzeugt, so wie wir es 1991 in Slowenien geschafft haben, was heute noch uns sehr hoch angerechnet wird im Land, weil sie auch dort schaffen. Also das sind Ziele, wo ich etwas Gutes wieder zurückgeben möchte in der Gesellschaft. Und ich glaube, dass das fast mehr geholfen ist, als wenn ich jetzt nur auf das große Ziel den Weltall zu entsorgen. Aber ich möchte auch, so wie wir die ersten waren in Österreich, der den ersten Elektromülwagen hatte, der Erste, der den Wasserstoffmüllwagen hatte, werden wir ganz sicher der Erste sein, der den Selbstfahrermüllwagen in Österreich hat. Das ist auch eines meiner Ziele. Und dem werden sicher noch einige Folgen, aber immer step by step und natürlich, es gibt keine Weihnachtsfeier, wo ich nicht sage, aber jetzt bin ich ein bisschen vorsichtig, wir haben 4000 Mitarbeiter, mein großer Traum, oder sage ich meinem Mitarbeiter, wenn es mir eine große Freude machen kann, dann haben wir einmal 10.000 Mitarbeiter. Dann schaue ich in den Himmel, weil ich ein nächstes Leben glaube. Dann wollte ich mich vorsichtig, weil ich sag, geht es Ihnen nicht so gut? Ich verabschiede mich schon. Aber in meinem Alter muss man auch an solche Dinge denken. Und das wird nicht mehr ewig dauern, kann aber heute schon sagen, das. Vorbereitet bin nachdem ich selbst ahn with 40 yeah verloren habe and so often besuch am Friedhof and with him spread, that he schon wise that our Tätigkeit ended wallet. And that's what I believe, nature. Dr. Schenk, one of my friends, for them, man noch lange reden. This is a Ausnahme. Viele, who unheimliches geleistet sind, sind vergangen. Man spricht nicht mehr davon, daher möchte ich nichts hinterlassen, nur sage ich, das sollte unbedingt in Rennen bleiben. Ich glaube, wenn ich das alles, von dem wir geredet habe, wenn mir das noch gelingt. Und wenn es mir auch gelingt, dass meine Mitarbeiter das so weiterleben, den Geist des Weg weißers, dann glaube ich, muss ich schon sehr dankbar sein.

Markus

Das sind wunderbare Schlussworte. Vielen, vielen Dank für die bemerkenswerten Insights in eine steirische Erfolgsstory, die mittlerweile in vielen Ländern für Impact sagt. Vielen Dank auch an euch da draußen fürs Mit dabeisein. Wir hören uns wieder am Donnerstag mit einer News-Folge und wünschen euch einen guten Start in die neue Woche.

SPEAKER_00

Okay, alles Gute, danke dir, Markus, und dir wünsche ich auch viel Erfolg und möge auf dir alles gut gelingen. Eines vielleicht noch, weil ich bin nicht in meinem Heimatort zurückkommen. Und viele sagen, unglaublich, was du geschaffen hast und so groß. Und dann sage ich immer, was mir oft gelingt. Letzte Woche war ja wieder in einem Weg, wo viele Unternehmer dabei waren, die in der halben Zeit meines Lebens doppelt und dreifach so vergleichst. Es ist nicht immer entscheidend, wie groß, möchte ich die Botschaft ihnen daran geben, wie groß, sondern wie gehst du mit dem um, was du tust? Wie ernst nimmst du das? Welchen Nutzen stiftest du? Das sind so Dinge, die mir wichtig sind. Wo ich da große Anerkennung habe für Menschen, eben mit viel weniger Menschen, Mitarbeitern, mit vielleicht schwierigem Geschäften, die das aber auch mustergültig machen muss. Meine Philosophie haben wir dazu. Dankus, alles Gute, ciao. Danke, dass du mich eingeladen hast. Ich hoffe, ich hoffe, dass du einen kleinen Beitrag leisten kannst und hoffe, dass du noch viel tüchtigere, tollere Menschen interrupten kannst.

Markus

Ja, alles gut. Du hinterlässt gute Fußstapfen in diesem Podcast.