Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#453 - Investmentflaute, Elon Partei, Robinhood Aktien Token
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
🇦🇹 AT Finanzierungsvolumen bricht komplett ein
🍿 Elon gründet Partei
🏔️ Thiel & co gründen Erebor-Bank
🥕 Robinhood bringt Aktien-Token für Open AI & co
👶 Newcomer: Pfandabär
🎸 Rockstar: András Gálffy & Team
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
453 folgen angefangen hat mit Telegraphen and guten alten Mosercode. But einige Nachrichten waren ähnlich. Denn in Österreich bricht das Finanzierungsvolumen komplett ein. Elon entscheidet sich, eine Partei zu gründen. Peter Thiel, eine Bank. Robin Hood gibt Aktien aus oder nicht oder vielleicht doch nicht oder sowas in die Richtung. Wir reden über einen Newcomer der Woche und über Rockstars der Woche und ich reg mich über Fahrräder auf. Und Markus versucht mich zu beruhigen. Aber da hat er keine Chance, denn ich mag diese Fahrräder nicht. Also in dem Sinne, los geht's los. So, wir starten mit den News.
SPEAKER_03Magst du österreichisch, europäisch, global oder doch persönlich beginnen?
DanielStarten wir Österreichisch. Ja, oder? Hast du wieder positive News kuratiert? Aber ich glaube, das ist ganz interessante. Überschrift ist, das Finanzierungsvolumen bricht komplett ein. Laut dem EY-Startup-Barometer. Ja, erzähl mal.
MarkusJa, die schauen sich ja immer an, was in Österreich in Startups investiert wird. Und das ist ja schon seit einiger Zeit eher stagnierend, beziehungsweise jetzt nicht besonders rosig. Und jetzt ist allerdings besonders eben dieses erste Halbjahr wahr haltlich ein massiver Absturz um 64% und zeigt einfach die Realität, die wir irgendwie schon lange spüren. Das spiegelt sich jetzt auch in den Zahlen wirklich wider. Es ist einfach sehr, sehr wenig Liquidität im Markt. Es haben auch, ja, es tun sich alle schwer, das Geld zurückzuspielen an ihre Investoren und deshalb haben diese Investoren dann wiederum kein neues Geld, um zu investieren. Also der Mangel an wirklich erfolgreichen Exits führt dann eben auch dazu, dass wenig Geld für Neues da ist. Und es wurde natürlich jetzt auch breiter thematisiert, wurde auch politisch aufgegriffen. Es soll ja der Dachfonds kommen im nächsten Jahr, von dem wir schon lange reden. Es hat auch die Invest Austria in der Woche darauf jetzt publiziert, dass trotzdem 225 Millionen Euro grundsätzlich zur Verfügung stünden. Also das ist das, was die Investoren sagen, was sie quasi eigentlich investieren wollen im nächsten Jahr. Aber ja, ob das dann wirklich investiert wird, das ist sowieso wie die Arbeitsmarktaussichten beim Austrian Startup Monitor immer. Das sagen wir auch schon lange. Die Startups wollen 10.000 neue Stellen im Jahr schaffen und in wirklich guten Jahren ist das tatsächlich auch mal passiert. Aber in den letzten zwei, drei Jahren ist diese große Ambition nicht erfüllt. Und das zeugt halt schon von einem Problem, das es im Markt gibt. Andererseits muss man auch sagen, vielleicht ist es halt auch gar nicht mehr so notwendig in der aktuellen Zeit. Der Frederik DePong hat da auf LinkedIn geschrieben, chillt mal alle. Sehr bemerkenswertes Posting, ja. Weil es ist halt vielleicht auch gar nicht mehr notwendig, so viel Geld aufzustellen, wenn man hauptsächlich mit der EA arbeitet und nicht mehr hunderte Mitarbeiter anstellen muss, sondern vielleicht ein ganz kleines, feines Team, wo Bootstrappen, wo von Anfang an Profitabilität vielleicht jeder sinnvollere Weg ist.
DanielWeil schau, hier ist das Thema. Ich meine, erstmal muss man diskutieren über EYPASI. Ich glaube, ich meine, die analysieren natürlich Zahlen und große Zahlen und die haben ein sich verändernder Markt. Und ich finde ja immer solche Barometer immer so ein bisschen schwierig. Stand auch irgendwo ja Sustainability rutscht ab. Auch das muss man, glaube ich, im großen Kontext sehen. Aber worauf ich hinausfälle, ist ich habe heute eine Aussage von Sam Altman gesehen, der glaubt, wir werden bald solo-Founder haben, die als ein Mann-Unternehmen einen Unicorn-Status hinkriegen. Und da hat er recht. Und wenn du das halt überlegst, was bräuchte denn so jemand theoretisch und externem Funding, könnte man diskutieren, Marketing, könnte man diskutieren, was auch immer, aber in Wahrheit, wenn du das mit Zahlen, historischen Zahlen vergleichst, die zwei, drei, vier, fünf, sechs Jahre alt waren, wo du Obhavvy, ähm, wo du, wo du, wo du, ähm, wo man extrem viele Mitarbeiter gebraucht hat. Nehmen wir Go Student als Beispiel, deren Strategie vor ein paar Jahren war, wachsen durch Vehemenz, wachsen durch Menschenwachstum, was ja nicht schlimm ist, aber einfach sinnvoll und wachsen durch Burn Rate, die durch die Decke geht, versus Profitabilität, versus du hast AI, wo, ich glaube, Frederik hat in seinem Posting auch geschrieben, jede Person muss mindestens die Schlagkraft von zehn Mann haben. Vielleicht vermische ich das aber auch mit jemand anderen. Natürlich brauchst du einfach weniger Kohle. Und das wirkt natürlich erstmal alarmierend, wenn du den Kontext nicht siehst. Wo es aber alarmierend ist, ist, wenn du noch eine Company bist, die noch immer nach diesen alten Metriken wächst und wachsen muss. Oder du bist vielleicht jemand, die ganz stark auf vielleicht Trends oder Dinge aufgesprungen sind, die vor ein paar Jahren populär waren, die jetzt vielleicht gar nicht mehr so gefragt sind. Und da sind, glaube ich, natürlich Themen wie Sustainability und Covid, natürlich in Zeiten der Krise vielleicht gar nicht mehr so populär sind. Eine logische Konsequenz, meiner Meinung nach, und gar nicht mal so alarmierend.
MarkusAlso ich glaube, das liegt schon stark auch an der Art des Startups. Also Ghost Yudon ist ein gutes Beispiel, wo es recht gut funktioniert. Die haben auch einfach ihr Modell. Da ist die Zukunftsvision nicht, dass sie tausende von Nachhilfekräften beschäftigen, so wie das vielleicht am Anfang einmal, zumindest als Zwischenschritt, der Plan war, sondern das soll halt AI-gestützt ein Companion sein, der.
DanielIch muss dich kurz unterbrechen. I know, aber ich meinte, früher war das ihre Methode zu wachsen, quasi pro Standortleiter anzustellen, Locations aufzubauen, bla bla bla. Jetzt ist es natürlich was anderes. Das meine ich ja. Ich meinte nur, wenn man die Zahlen vergleichen würde, wie ein GoStudent vor ein paar Jahren produziert hat und ein Investment gebraucht hat, versus was sie auch jetzt brauchen würden. Das meine ich, dieser historische Kontext.
MarkusJa, ich meine nur auch, es gibt schon weiterhin auch Märkte, weiterhin Industrien, weiterhin Arten von Startups, wo man nicht super lean bleiben kann. Sei es aufgrund der Struktur, also zum Beispiel ein klassischer B2P-Case, wo du viel an C-Level verkaufst, da ist das Menschliche immer noch notwendig. Da kann eine AI einfach noch nicht die gleichen Beziehungen aufbauen, nicht das gleiche Vertrauen aufbauen wie eine Salesforce.
DanielKlar, Hardware Startups Same.
MarkusGenau, ich meine Hardware Startups, die Robotik ist grundsätzlich noch nicht so weit, auch wie die AI auf der Softwareseite. Also da gibt es einfach auch noch viele Themen, die Manpower brauchen, die viel Investment vorab brauchen, auch der ganze Deep Tech-Bereich natürlich. Das heißt, das ist schon noch relevant. Ja, es gibt gewisse Branchen, gewisse Themen. Da macht es Sinn, da macht es überhaupt keinen Sinn mehr, dass man VC-First denkt. Da würde ich auch, wenn ich ein Startup gründen würde, in erster Linie mal schauen, dass das Rahmen profitabel ist, wie man so schön sagt. Also einfach so die Grundprofitabilität hat, dass man über die Runden kommt, dass man jetzt nicht das Messer an der Brust hat, wenn du jetzt nicht Geld aufstellst, dann geht die Firma sofort pleite. Und dann auch schauen, kann man nicht so auch wachsen? Braucht es wirklich das externe Kapital? Aber es gibt andere Firmen, wo das nicht geht. Und das ist für wiederum Österreich halt dann schon ein Thema, weil, was wir schon auch sehen, zum Beispiel in Deutschland ist das Finanzierungsvolumen im ersten Halbjahr deutlich gewachsen. Da gibt es auch wieder neue Unicorns jetzt. Da ist die Szene gerade wieder viel besser in Gang gekommen als in Österreich. Und da müssen wir uns schon anschnallen und deswegen ist es glaube ich auch gut, dass über den Dach von gesprochen wird. Es ist nicht gut, dass das noch nicht gekommen ist in der Vergangenheit. Urgency, urgency, urgency.
SPEAKER_03Jetzt überlege ich gerade, wie ich darauf reagiere.
DanielAlso mit Urgency meine ich ja, ja, wissen wir eh. Mein Gefühl ist die Ohren, die das hören und die das umsetzen könnten, sagen, ja eh, ist mal wurscht. Und ich glaube, das Lustige ist, um so unser Gespräch letzte Woche aufzugreifen. Ich habe da heute, wenn du das zu Hause hörst oder unterwegs oder wo auch immer, tatsächlich gestern oder Mittwoch ein Posting auf LinkedIn losgelassen. Weil wir hatten ein Gespräch im letzten Podcast und da ging es so ein bisschen um KI und bla bla bla, und ich halte für KI, KI mittlerweile für das Blackswan-Event, für die österreichische Verwaltung und österreichische Bürokratie, die die Änderung bringt, die sie niemals erlauben würden. Weil es einfach sowas von Transparenz und Effizienz als neue Norm in den nächsten Jahren herstellen wird, dass irgendwann so ein überbordender Verwaltungsapparat einfach nicht mehr haltbar sein wird. Und ich habe das Gefühl, bis dahin wird er noch immer bewahrt und gesichert und abgesichert und abgewartet. Also ich muss echt sagen, nach so vielen Jahren habe ich manchmal das Gefühl, dass ich meine, wir müssen immer noch weiter mahnen und den Zeigefinger erheben und es jedem sagen, weil irgendwann wird es vielleicht doch mal jemand umsetzen. Aber so langsam.
MarkusVerstehe ich. Und das ist auch, also ich glaube, die nächsten zwei, drei Monate werden jetzt richtungsweisend sein, auch für diese neue Regierung. Ja, jetzt musst du mal Budget konsolidieren und einmal einen Strich machen. Aber wenn jetzt nicht der nächste, also es ging ja mal darum, irgendwie zu retten, zu konsolidieren, was da hinterlassen wurde. Aber jetzt muss der nächste Schritt sein, sich neu erfinden. Und das wird sich in den nächsten zwei, drei Monaten weisen. Wenn das nicht passiert, ja, dann sehe ich wirklich schwarz. Ich auch. I don't know. Das wird man am Dachfond auch schön sehen. Wenn da jetzt sofort wieder mit den gleichen Mitteln und alles super kompliziert und langsam und bürokratisch und unterdimensioniert, wenn da ein Wolkkabierer rauskommt, dann werden wir das, glaube ich, auch offen ansprechen und sagen, so macht es keinen Sinn. Die Gefahr ist natürlich real, das werden wir sehen.
DanielBis wann muss spätestens der Dachfonds da sein, deiner Meinung nach? Ich weiß, heute, aber.
MarkusSchau, das Thema ist auch da sein. Ich glaube, wir brauchen bis Herbst, also bis ich sage jetzt einmal September, Oktober, muss ein klares Konzept stehen, wer macht das, wie ist die Fundraising-Strategie, welche Unternehmen, da die, die so ein paar erste, hey, das können wir uns gut vorstellen, nehmen Sie jetzt mal LOEs. Und dann musst du damit Fundraisen gehen. Und das wird sicher ein paar Monate dauern, das ist eh klar, aber ja, 2026 soll der idealerweise investieren und man soll nicht, also soll so dimensioniert sein, dass das auch in irgendeiner Form Sinn macht. Sowohl für die Startups, die da Geld bekommen in der Größenordnung, die notwendig ist, als auch für die Investoren, dass es ein professionelles Management ermöglicht.
DanielAb wann würden wir das erste Mal Anzeichen sehen, dass das Ding nicht rechtzeitig kommt?
MarkusJa, ich glaube, im Oktober wird sich abzeichnen, ob es sinnvoll und rechtzeitig kommen wird, ja.
DanielUnd was kann man machen, wenn es nicht kommt?
MarkusMan kann eh nichts machen. Man muss halt dann sich von der Politik, ich nenne es jetzt mal, darf keine Hoffnung mehr wahrscheinlich dann setzen, weil das ist halt dann halt auch ein Zeichen, wie die nächsten fünf Jahre laufen werden. Du hast recht, dann gibt es vielleicht ein Black Swan, wo einfach gar nichts mehr kompetitiv und wettbewerbsfähig ist und wo gar nichts mehr funktioniert und dann gibt es revolutionäre Charakteristiken, aber finde ich auch nicht erstrebenswert.
DanielNein, nein, nein. Ich bin nur einfach so generell neugierig, weil wie gesagt, ich hab. Ich denke da immer wieder darüber nach, wenn ich alle drei Monate meine Steuern zahle, ich kann mich erinnern, wie ich früher, mit, also ich bin seit, seit wann, ich muss flügen, 2010, 2011, ich bin schlecht mit Jahreszahlen, aber circa selbstständig. Und ich weiß, als ich so die ersten guten Jahre hatte und einfach recht hohe Summen dann plötzlich an Steuern zahlen musste, mit welchem Stolz ich das gemacht habe. Da habe ich immer so das Gefühl, ich leiste meinen Beitrag und das ist so mein Ding und das ist super und cool. Mittlerweile jedes Mal, wenn ich das mache, denke ich mir nur, nee, nee. Das will ich gar nicht machen. Das landet ja eh nicht dort, wo es hingehört. Und das ist so ein bisschen so eine Verdrossenheit, die ich bei mir merke. Und ich merke aber auch, dass es bei sehr vielen Themen so ist, dass ich das Gefühl habe, da ist so viel, was man machen könnte, aber es passiert nicht. Und je politik naher ich über die Jahre gekommen bin, desto mehr habe ich herausgefunden, wie wenig eigentlich wirklich weitergeht und wie sehr mich das frustriert, weil ich ja dann doch so sehr an Europa und den Standort und die Menschen dahinter glaube. Und das heißt nicht, dass ich jetzt da irgendwie mir wünsche, dass da irgendwas Negatives passiert, um Gottes Willen, nein, nur ich habe einfach das Gefühl, dass die Veränderungen, die außen passieren, so vehement sind und so drastisch und so relevant, dass es mir noch mehr wehtut, zuzuschauen, wieder Monate ins Land gehen, ohne dass was passiert. Und diese Monate wären vor zehn Jahren Monate gewesen, Gefühlte. Aber diese Monate jetzt in der Art, wie dir Veränderungen passiert, sind für mich gefühlte Jahre oder Jahrzehnte, die wir verpassen im Anschluss. Und oh, das frustriert mich. Aber weißt du, es frustriert mich wie so ein, keine Ahnung, wie ich das jetzt sage, ohne es wertend zu machen. Keine Ahnung. Der Vergleich wird hinken, aber nur um es zu zeigen, wie ein Trainer oder ein Elternteil, dass so jemandem zuschaut, die ein irres Talent haben und du merkst einfach, was machst du mit deinem Talent, du faule Socke. Weißt du, was ich meine? Du könntest das jetzt. Scheiß auf dir ausreden, mach mal, was weh tut und dann so meine ich das. Und nicht wie jemand, der es geil findet, dass es nicht klappt. So nicht, sondern ob ich mich niemals als Elternteil oder Trainer von Österreich sehen würde, um Gottes Willen. Habe ich nur so Ahnung. Und du weißt, was ich meine von diesem Supporter, nehmen wir das so.
MarkusJa, nein. Das ist, wie du richtig sagst, ist ja das Potenzial an sich da. Wir hätten gute Voraussetzungen. Aber es ist halt diese Bequemlichkeit, die auch durch hohen Wohlstand und gute Lebensqualität entstanden ist, die tut uns mittlerweile weh. Und das wird ein Erwachen geben. Ich hoffe, es wird ein wirklich sanftes böses Erwachen geben und nicht den großen Knall. Aber ja, wir steuern natürlich auf diesen großen Knall zu. Und ja, auch aus meiner wirklich Überzeugung der letzten Jahre, ich glaube, es ist unwahrscheinlich, dass die Politik die großen Probleme unserer Zeit löst. Ich glaube, dafür braucht es Zivilgesellschaft, es braucht die besten Ideen unserer glücksten Köpfe. Und wir arbeiten ja da auch an einer neuen Initiative, die wir im Herbst jetzt präsentieren werden, wo du dann auch vielleicht ein paar von deinen Steuern, anstatt dem Staat, dem Fiskus, kannst du sie dann einer neuen Institution geben, die etwas Gutes führt. Noch nicht.
DanielJa, es ist aber hier ein ganz schlimmer Cliffhanger.
MarkusDas war ein Cliffhanger, ja. Aber ja, ich musste beim Steuern dann denken mal, es soll spendenbegünstigt sein. Das heißt, du kannst es dann von der Steuer absetzen. Würde ich ja, wenn die Steuer mir noch was übrig lässt.
DanielDu musst ja weniger Steuern dann zahlen. Die geben so viel Geld aus, um Fahrradwege zu bauen. Das ist ja ganz wichtig hier, um uns wettbewerbsfähig zu machen.
MarkusFahrradwege finde ich gut. Ja, ich auch, aber es ist so. Auto und Fahrrad gemeinsam funktioniert nicht.
DanielNee, aber die sollen Sachen. Ja, die sollen Sachen machen, die uns voranbringen und nicht hier so ein paar Lastenradfahrer, die dann irgendwie. Hier, Fahrraddemos, das beste Beispiel. Die sind irgendwie alle paar Wochen fahren die unter meinem Fenster vorbei und vor zwei Wochen, ich kling jetzt wie ein alter Typ, aber ernsthaft, weißt du was? I shit you not, unfair 40, 50 von diesen Aktivisten, die waren nackt. Die saßen nackt auf ihren Fahrrädern und ganz ehrlich, wenn ich sowas sehe und denke mir, warum sperrt man eine halbe Stadt ab, dass so ein paar Penner, die anstatt zu arbeiten, nackt auf dem Fahrrad sitzen, weil sie irgendein Statement machen wollen. Und da verblockierst du den Gürtel, den halben neunten Bezirk, den halben ersten Bezirk, wo dann irgendwelche perversen Aufrädern rumfahren. Komm schon.
MarkusWir sollten nicht zu tief da reingehen. Es ist ja ein grundsätzliches Demonstrationsrechtsfrage, weil Demonstrationen haben ja einen sinnvollen Charakter, insgesamt demokratisch und es soll auch keine Regierung entscheiden, was eine sinnvolle und keine sinnvolle Demonstration ist. Regt es mich auf, wenn ich wegen einer solchen Demo dann irgendwo hin zu spät komme, natürlich gibt es vielleicht bessere Wege, wie das der Start ermöglichen kann. Ja, aber es ist ein gefährliches Spiel, finde ich, daran zu rütteln. Ja, es müsste nicht macht sein. Smarte Stadtentwicklung und dazu gehört, finde ich, jegliche Anreize, mehr Rad zu fahren und weniger mit dem Auto, finde ich, sinnvoll, auch aus einer gesundheitlichen Perspektive.
DanielSchau, ganz kurz, ich finde ja auch Fahrradwege ganz toll, aber die Art und Weise, da eine halbe Stadt zum Erliegen zu bringen, wegen ein paar Fahrradwegen, wo man sagen könnte, vielleicht gibt es da dringlichere Themen, Nummer eins und Nummer zwei, dass dort Aktivisten mitfahren, die sich für Fahrräder einsetzen. Finde ich auch geil, nicht falsch verstehen, ich finde Fahrrad auch ganz toll. Ich liebe auch, wie mein Sohn Fahrrad fährt. Aber dass die nackt durch die Stadt fahren, da Kinder am Straßenrand stehen und sagen, warum sind da laute nackte Männer dabei? Jetzt komme ich rüber und.
SPEAKER_00Wir haben das um Aufmerksamkeit zu bekommen, Daniel.
DanielIch glaube, die Hälfte von ihnen ist irgendwie, ich weiß nicht, was du bist.
MarkusAls alter Rugbymanager sagen wir nicht, dass du gegen Public Nudity bist. Das kommt mir jetzt sehr komisch vor.
DanielJa, ich bin für Public Nudity am Rugbyplatz, aber nicht für Public Nudity, wenn Kinder das ohne Kontext sehen. Und da Typen drauf sind, die ganz ehrlich. Also jetzt erzähl mir, wie erklärst du deinem Sohn die Public Nudity am Rugbyplatz. Das ist Kultur. Das ist aber auch an einem abgesperrten Feld, wo man den Kontext erklären kann. Das ist okay für.
MarkusIch kenne einige Rugbymenschen, die das nicht nur im abgesperrten Feld machen, sondern gerne auch beim Fortgehen.
DanielJa, ja, ja, aber es ist beim Fortgehen, da sind dann keine Kinder dabei. Aber Freitag 17 Uhr. Es gibt auch Daydrinking. Ja, okay. Freitag 17 Uhr, 30 Grad. Lauter nackte Typen. Und ich meine, ganz ehrlich, die machen das, glaube ich, weil ihnen da eher einer abgeht, nackt durch die Stadt zu fahren. Kannst du auch, zumindest eine Unterhose wäre ganz nett, aber ehrlich, da so einen Haufen Sausages durch die Gegend wedeln sehen, das ist mir echt ein bisschen viel. Aber anyway, kommen wir zu unserem Thema zurück. Aber ganz ehrlich, das soll mir auch, wenn da irgendeiner zuhört, der da sagt, weil sie ihren Dödel da irgendwie im Wind rumbaumeln lassen, Passiert ihnen viel, dass sie dann ein Statement setzen, da würde ich das gern wissen. Da würde ich gerne verstehen, wie das ihre Sache weiterbringt. Ja. Wie gesagt, ich bin ja für Fahrräder. Und ich muss zum Beispiel sagen, was ich ganz krass finde, ist, es gibt diese weißen Fahrräder, die irgendwo montiert werden, wo ein Fahrradfahrer tödlich verunglückt ist. Ganz krass, ganz krass in der Wirkung. Da ist ein Statement. Das ist richtig hart, das ist richtig gut. Weißt du, Fahrräder, die sich einfach proaktiv für das Esetzen, auch geil, aber so, komm an, komm man, da habe ich erst recht keinen Bock auf die. Und dann siehst du halt irgendwo einen Bus, so einen Flughafenbus, der im Stau steht und weißt du, ein paar Wien-Touristen, die sagen, sicher nicht nochmal.
MarkusJa gut, aber auch das hat Vor- und Nachteile. Könnte mich über die Touristen genauso aufregen, wie du über die Fahrradfahrer.
DanielJa, ja, ja.
MarkusBesonders diese Touristenbusse, die sind ja schon.
DanielJa, mit denen habe ich wenig zu tun. Hast du viel mit denen zu tun? Jetzt kotzt dich auch auch mal aus. Erzählen.
MarkusDie blockieren halt alles. Was denn? Stehen in zweiter Spur, fahren in irgendwelche Gassen, wo sie viel zu groß dafür sind, die überhaupt keinen Platz haben. Ja gut, das ist nervig. Das muss. Reisebusse können nicht in die Stadt. Die sollen draußen da in Erdberg oder wo auch immer bei einer U-Bahn-Station parken und dann. Aber okay.
DanielFinde ich ja eh gut. Wie gesagt nochmal, ich mag echt Fahrradfahren und Fahrradfahrer, aber dass man alle paar Wochen eine Demo macht für mehr Radwege, während eh mehr Radwege gebaut werden und dann Freitagnachmittag, da baust du ja auch keine Freunde. Die Leute wollen nach Hause, die wollen zu ihren Kindern, die haben den ganzen Tag gearbeitet, dass neue Fahrräder, Fahrradwege gebaut werden können. Da müssen da nicht so ein paar Langzeit-Philosophie-Studenten nackt durch die Stadt fahren.
SPEAKER_00Du weißt, was ich meine. Ich weiß, was du meinst.
MarkusWir sorgen dafür Aufmerksamkeit damit, aber es ist eine grundsätzliche Frage, ob Demonstrationen oft für die Sache eigentlich so hilfreich sind, weil die meisten dann ärgern sich ja nur drüber. Aber ja.
DanielIch meine, grundsätzlich finde ich ja Demonstrationen ziemlich cool und ziemlich wirkungsvoll, wenn sie am richtigen Ort mit der richtigen Message passieren. Weißt du, was ich meine? Also wenn man zum Beispiel vor einer Botschaft demonstriert für eine Sache, dann ist das ein Statement. Oder wenn man zum Beispiel eine Band kommt, die von mir aus rechte Äußerung von sich gibt und man vor dem Konzertsaal demonstriert, dann finde ich das auch gut. Aber halt irgendwo, wo eh alles super ist, da rumfahren und sagen, wir brauchen noch mehr Richtung. Ja, hast du doch eh, hier. Es ist ein Fahrradweg in die Richtung, da sind die und der da noch beheizt. Ja. Anyway, demonstrationen. Ja, Elon hätte die wahrscheinlich schon alle versklavt, der ist da ja nicht so. Viel passiert seit letzter Woche, das stimmt. Das wollte ich nämlich auch noch aufgreifen, dass wir sehen, auf der einen Seite Elon baut eine eigene Partei und andererseits natürlich auch, das ist vielleicht auch der Grund, warum ich mich so ein bisschen aufgeregt habe, ist, dass natürlich die EU ein Defizitverfahren gegen Österreich eröffnet hat. Das ist so. Was wäre ein Defizitverfahren beim Fußball? Ist das eine gelbe Karte? Oder ist das schon?
MarkusAlso, ich weiß nicht, ob es was Vergleichbares gibt. Das ist vielleicht irgendwie so eine Geldstrafe im Nachhinein oder so. Weil effektiv, ich meine, wir wissen, dass ihr schon, also wie dramatisch die Lage der österreichischen Staatshaushalts ist, wissen wir seit einem halben Jahr. Also ich finde auch spannend, dass diese Verfahren dann so ewig später kommen.
DanielDas ist ja das grundsätzliche Problem auch unsere Diskussion so ehemals in die Vehemenz der Veränderung.
MarkusAber ja, es zeigt halt schon, es zeigt wieder auf, es gibt viel zu tun. Und das wird halt, wir werden es nicht schaffen, solange das Wirtschaftswachstum nicht anspringt. Und es wird nicht anspringen, wenn wir uns nicht wirtschaftlich ein bisschen neuer finden und auch mal in Zukunftsindustrien stärker werden. Solange wird dieses Wirtschaftswachstum nicht anspringen und solange das Wirtschaftswachstum wird am Ende sogar eigentlich negatives Wirtschaftswachstum haben, wird die Steuer, also die Steuereinnahmen des Staates auch nur sinken und damit dieser Defizithaushalt zu einem immer größeren Problem. Also das ist ja Feuer am Dach.
DanielAbsolut. Und ich meine, da Kontext zu Elon. Ja, der hat eine neue Partei, die er gründen will. Was ist übrigens lustig, ist eine klare Podcast-Empfehlung. Es gibt gerade einen ganz interessanten Podcast zum Thema Peter Thiel, eine sechsteilige quasi Miniseries. Sensationell spannend. Wirklich, wirklich, wirklich spannend. Kann ich nur empfehlen, deutschsprachiger Podcast. Höre ich ja zurzeit. Und Peter Thiel ist ja quasi so einer der ganz großen Intimi von nicht nur Elon noch, sondern natürlich auch Sebastian Kurz. Das ist ganz, ganz interessant. Eine eigene Partei von Elon. Jetzt ist ja quasi, da ist jetzt wirklich auch Feuer unterm Dach. Da ist die Bromance vorbei. Und die beiden sozialen Spezialisten gehen aufeinander los, ohne Handschuhe.
MarkusEasiest prediction ever, oder? Ich glaube, das haben wir ja wirklich in unserem Jahresrückblick, slash Ausblick haben wir genau das vorher gesagt und ich glaube, wir waren sicher nicht alleine. Weil es einfach so obvious war, dass das passieren wird.
DanielDass die beiden aneinander rasseln, meinst du, oder? Ja, ja. Ich meine, es hat eine Weile echt gehalten, so ein paar Wochen. Aber du hast es halt auch gesehen am Gesichtskino, dass es nicht lange gut geht. Und jetzt ist es natürlich ganz krass. Ich meine, der eine möchte den anderen abschieben und der andere sagt, ich baue eine neue Partei. Kann man so machen, muss man so nicht machen. Ich meine, man kann natürlich auch über Amerika sagen, was man will, aber natürlich, dass die beiden, die beiden großen Parteien, dass das natürlich auch vielleicht etwas ist, was man erneuern könnte, mal das mag so sein. Ob Elon jetzt der richtige ist, das würde ich durchaus in Frage stellen an dieser Stelle. Und das Lustige ist, ich habe irgendwo einen Kommentar gelesen, hat jemand so schön gesagt, hätte der das mal vor ein, zwei Jahren gemacht, bevor er sich auf die Magerseite gestellt hätte, der hätte wahrscheinlich sensationell breite Unterstützung gehabt. Jetzt wirkt es halt einfach so, und das ist so mein Add-on zu dem Kommentar, wie man da einfach richtig Bothurt ist und einfach nur. So wie wenn jemand verlassen wird und 15 ist und dann gleich zur nächsten besten Person geht und mit der rumknutscht. Und jeder weiß, ja, ja, schon klar, weiß schon genau, was du machst. Was wird passieren? Ist es schwierig, in Amerika eine Partei zu gründen?
MarkusNein, grundsätzlich, glaube ich, kann man, kenne ich mich nicht gut aus, aber ich glaube, man kann relativ einfach eine Partei gründen. Das Problem ist halt doch die Art und Weise, wie das System dort gestaltet ist mit den Bundesstaaten, wo du halt dann eine Mehrheit, also wer auch immer die meisten Stimmen bekommt, vertritt dann halt den ganzen Bundesstaat. Das heißt, er müsste einen Bundesstaat gewinnen. Ich glaube, er will auch, was seine Strategie ist, ist, dass er halt wirklich auf zwei, drei Bundesstaaten sich nur konzentriert und dadurch dann halt Wahlmänner hat, um die relevante Swing-Masse zu haben. Weil wenn man halt jetzt den Republikanern drei Bundesstaaten wegnimmt, dann haben sie keine absolute Mehrheit mehr, dann müssten sie bei gewissen Proposals halt dann die Elendpartei mit einbinden. Also ohne Frage etwas, was irgendwie darstellbar ist. Es hat noch meines Wissens nie jemand geschafft. Ich bin kein historischer Experte der USA, vielleicht hat schon mal jemand geschafft, vielleicht gab es mal Independence, die zumindest in den Kammern gesessen sind. Aber ja, es ist, wie du richtig sagst, hat da natürlich eine Seite des Spektrums komplett vor den Kopf gestoßen in den letzten zwölf bis 18 Monaten. Also da wäre er früher aus einer mittigen Position natürlich deutlich stärker gewesen. Am Ende ist es eine interessante Frage, ob der mächtigste oder der reichste Mann der Welt jetzt diesen Streit gewinnt.
DanielKurze Zwischenfrage, ich meine, eigentlich haben wir ja immer gesehen, dass bei der letzten großen Wahl, also bei der letzten Wahl bei den großen, bei der Inauguration, dass ich es rausbringe, da waren die Tech Bros ja alle Gewehr bei Fuß. Und jetzt ist sozusagen das, was mich halt durchaus interessiert. Ich meine, die Tech Bros werden ja sicherlich auch mit dem Sentiment ein bisschen nachgeholfen haben im Vorfeld, dass man plötzlich den großen Donald so geil fand. Ich meine, weiß ich natürlich nicht, aber wenn man sich das mal so überlegt, wer die Tech Bros sind, und dass natürlich Content und Meinung und Social Media natürlich genau ihr Handwerk ist und dann auch jemand anderes sowas wie Palantir und Cohort. Also das heißt, man möchte ja nichts unterstellen, aber du weißt, wo ich hin möchte. Und ob die Frage ist, ob die nicht dann sagen, ja, hier, der eine uns ist wirklich eine Nummer zu irre, mit jeder Woche neue Tarifs, dass die die Woche auch mit neuen Zöllen, die die Woche wieder angefangen, oder ob sie sagen, ja, dieser Elon-Typ, der ist geil. Und ich stütze meinen Instinkt auf eine Sache, die ich halt wirklich witzig finde. Ich habe auf meiner Instagram-Bobbel und das hat nun wirklich nichts zu bedeuten. Aber da gibt es so ein paar Leute, den ich seit Ewigkeiten folge. Es sind eigentlich so Podcaster und Co., die halt über die Jahre sozusagen so ein bisschen in die Donald-Ecke abgedriftet sind, amerikanische Podcaster und solche Leute, die in letzten Zeit, also pro Donald-Ecke-Teufel kommen raus. Völlig wurscht. Sehr interessant, denen zu verfolgen. Teilweise auch religiös geworden, was auch nicht meine Abteilung ist, weil ich finde das super interessant. Die plötzlich das Epstein-Thema wieder aufgreifen und plötzlich ganz vehement Epstein und so ein bisschen Donald da in Kontext, wo ich mir denke, ey, wie kommt das, dass diese 3, 4, 5 jetzt plötzlich alle innerhalb von 48 Stunden Epstein aufgreifen und gegen Donald mit Epstein sind? Ach, komm schon.
MarkusAlso ich möchte nicht der große Verschwörungstheoretiker sein, aber es ist schon interessant, dass da scheinbar so ein bisschen meine Befürchtung und dann halt, so wie ich jetzt halt auch die meisten dieser Leute wahrgenommen habe in den letzten Monaten, sind es halt fette Egos und extrem opportunistisch getrieben. Und wenn du diese Kombination herannimmst, dann wirst du, glaube ich, auch in den nächsten Monaten sehr schön ablesen können, wer wirklich in Donald's Inner Circles vorgestoßen ist. Also wer das Gefühl hat, sie sind da jetzt eigentlich in einer Position der Macht auch und sie können gestalten und sie haben diesen Honig-Geschleck, den es da halt gibt in der Rolle und die werden wahrscheinlich auch dem Donald treu bleiben. Weil es auch für sie halt viel zu holen gibt aus dieser opportunistischen Position. Und dann gibt es aber sicher viele andere, die ja, ein bisschen vielleicht so wie der Elend ein verletztes Ego haben, weil sie nicht so viel, nicht so eine relevante Rolle bekommen haben, nicht so viel Macht bekommen haben, wie sie sich das erträumt haben. Und die werden natürlich sofort auf den Elend-Train jetzt aufspringen und sagen, naja, es hat alles nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich bin ein bisschen beleidigt wahrscheinlich. Warte mal ganz kurz, Max.
SPEAKER_02Mommy thirsty? Really? Is that the case? Bye bye.
DanielYeah. Well, ich finde das cool. Also, ich war gerade Junior, der sagt, Mama hat Durst. Und da hat er ja auch komplett recht. Cheers, Markus. Und es ist übrigens so cool, wie Kinder groß werden und was sie so tun und was sie können. Sehr verhandlungssicher, der junge Mann. Wundert mich nicht. Nee, mich auch nicht. Aber das ist halt mein Counterpart, den ich nicht niederquatschen kann. Der ist einfach. Im Übrigen jetzt, wo wir so ein bisschen über diese Tech-Giganten sprechen, ist ja natürlich auch ein spannendes Timing, dass da Peter Thiel gerade irgendwie was Neues aus dem Sack gezogen hat. Was ja auch irgendwie so ein bisschen was Finanzen zu tun hat. Weil er da ja gesehen hat, dass es da eine Art Bank gab, die vor ein paar Jahren eingeknickt ist und das da vielleicht doch nochmal nachhelfen könnte. Interessantes Timing, oder?
MarkusJa, du sprichst von Erebor, der neuen Bank, die Peter Thiel mit einigen anderen da jetzt auf die Straße bringen, soll ein bisschen in die Fußstapfen von der Silicon Valley Bank treten, über die wir ja ausgiebigst vor, was ist das jetzt, vor zwei Jahren, glaube ich, so circa ein bisschen mehr vielleicht berichtet haben, die damals eben auch an Plante gegangen ist und ewig Startups auch wirklich darunter gelitten haben. Andere natürlich nicht, weil sie früh gesteckt bekommen haben, dass das passiert wären und dann ihr Geld abgezogen haben. Also auch das ist die Realität da draußen. Und ja, es soll jetzt eben eine neue Bank geben, die besonders auch auf Kryptowährungen fokussiert ist. Sie heißt Erebor, weil scheinbar da einige Menschen ein Faible haben für Hör der Ringe und Co. Es gibt ja auch Palantir und Co., beziehungsweise auch das ist eine Rüstungsstart-up, glaube ich, gibt es auch. Das hat so einen Hör der Ringer-Namen. Also es kommt aus der Ecke.
DanielErebor heißt scheinbar in elbischer Sprache einsamer Berg.
MarkusBeim Hobbit, ich glaube, da ist der Drache drin.
DanielDas habe ich nie gelesen oder gesehen.
MarkusAber am Ende interessant auch. In dem Berg ist auch, glaube ich, unfassbarer Reichtum drin und in dem schläft dann der Drache. Also deshalb schätze ich, warum sie es ihre Bohr nennen. Auch interessant, oder? Nein, sicher interessant. Auch interessant, was sie dadurch vielleicht ermöglichen wollen. Also wie ich eine Bank, die einerseits Startups bedienen soll, andererseits Crypto First ist, was da für Use Cases dann daherkommen, die es vielleicht in der aktuellen Form noch nicht gibt. Weil jetzt haben sie natürlich mit dem Donald jemanden als Präsident, den man vielleicht überzeugen kann, auch gewisse Regularien ein bisschen wegzuschauen oder ein bisschen aufzuweichen. Also da ist sicher ein Masterplan dahinter.
DanielIch bin halt noch immer neugierig, was jetzt Elons Rolle ist. Ob das jetzt einfach nur erst durchgeknallt und sie denken sich, ach Elon, jetzt hau doch ab oder ob jetzt volle Kanone hinter Elon. Was meinst du? Bleiben Sie Donald treu oder Elon treu?
MarkusJa, ich glaube, wie vorher gesagt, es wird sich splitten. Aktuell halten sich viele einfach zurück und schauen, dass sie da nicht zwischen die Fronten kommen, aber das wird sich in den nächsten Wochen und Monaten weisen, wer hat so viel Macht bei Donald, dass er das nicht aufgeben will, weil er halt schon Blut gedeckt hat und wer ist eigentlich auch beleidigt, dass er nicht so viel Macht hat und der findet mit Elon einen guten Verbündeten.
DanielUnd die Demokraten sind erstaunlich leise die ganze Zeit. Das ist wirklich ganz sehr vielleicht das wirklich fast Erschreckende, muss man ganz ehrlich sagen, dass da nicht irgendwie irgendjemand da schnell kommt und macht und in diesen Irrsinn hineinsticht und Encounter gibt, sondern gefühlt. Ich meine, wir sind weit weg davon, wir verfolgen das nicht. Gefühlt ist da weit und breit niemand, der da auf dieser Ebene und auf dieser Reichweitenstärke mitkämpfen kann.
MarkusDas ist halt, wenn du einfach so viel Scheiße produzierst, dass du ständig darüber berichtet wirst, dann hat kein politischer Konkurrent irgendwie Platz. Und das ist die Strategie von Donald und die geht voll auf. Und die einzige Art und Weise, wie du damit mitkommen kannst, ist genauso viel Scheiße halt am anderen politischen Spektrum zu produzieren. Das wird jetzt sicher passieren. Also das ist ja in New York gibt es ja jetzt schon, glaube ich, erst denn, da habe ich nicht genug Insights, aber da gibt es jetzt schon einen relativ weit links stehenden Kandidaten, der bei den Primaries gewonnen hat für den New Yorker Bürgermeister, wo es natürlich einen großen Aufschreib gab und aber it's coming.
DanielJa, genau, stimmt. Soran Mamdani. Ah, ja, genau. Ja, da war was, stimmt. Da war einiges. Hab jetzt noch das. Sagen wir mal ganz einfach so. Was haben wir denn noch am Programm eigentlich? Da ist ja schon wieder ganz viel Irrsinn dabei.
MarkusRobin Hood hat angekündigt, dass man jetzt bald über ihre Plattform in OpenAI investieren kann. Das wiederum hat für einiges an Augenbrauen-Raising gesorgt, weil OpenAI hat natürlich sofort reagiert und gesagt, natürlich kann man nicht in uns investieren, wir sind ja nicht einmal noch richtig for-Profit und überhaupt unsere Aktien, also wir sind ja nicht public, wir sind private und man darf unsere Unternehmensanteile nicht einfach so weitergeben.
DanielJa. Ich meine, ist eine wilde Nummer. Ist eine echt wilde Nummer, muss man sagen. Ist das, ich meine, ist doch nur eine reine Kohlemacher, oder?
MarkusNaja, um das zu aufzuklären, es soll eben einen Token geben zu OpenAI, mit dem man quasi irgendwie mitpartizipieren kann am Erfolg von OpenAI, wenn das Unternehmen wächst und potenziell auch irgendwann einmal einen Exit erzielt, irgendwann mal in ein For-Profit-Unternehmen übergeht. Das Problem, wie gesagt, ist, dass es eigentlich keinen legalen Weg gibt oder keinen klaren legalen Weg gibt, wie man da Anteile kaufen kann. Das heißt, man hält halt dann nur einen Token, der dafür steht. Das, was schon stimmt, es gibt für institutionelle Investoren, gibt es Möglichkeiten, finanziellen Erfolg von OpenAI mit zu partizipieren. Und die Vision von Robin Hood, dem Namen gemäß, ist ja natürlich, wir wollen das, was für größere Player am Finanzmarkt möglich ist, allen Leuten ermöglichen. Und das ist jetzt ein Umweg, wie sie das probieren hinzustellen. Das Problem ist halt, du kannst als Endconsumer dann nicht wirklich eine Sicherheit, mit welchen Bedingungen das einhergeht, ob du dann durch die Finger schaust, wenn es tatsächlich zu einem Liquidity-Event kommt. Also es ist jedenfalls so eine Grauzone. Man könnte auch sagen, das ist der nächste Blödsinn auf der Blockchain, wie der Jakob Schleifenschau hat. Fand ich super die Überschrift, ja, ja. Aber ja, also ich finde die Vision grundsätzlich, das wäre schon cool, wenn Leute wie du und ich auch an OpenAI oder in OpenAI investieren können. Es gibt gute Gründe, warum das nicht wirklich aktuell ist. Weil Unternehmen, wenn sie noch private sind, dann halt auch nicht die gleichen Transparenzvoraussetzungen haben. Aber ja, ich finde es spannend, was da passiert. Das ist jetzt regulatorisch gerade, die sind in Litauen in Europa angesiedelt, da gibt es jetzt gerade Rückfragen vom Regulator. Wir werden sehen, was da sich auch in den nächsten Wochen tut. Ich finde es Interessantes zu beobachten, auf jeden Fall.
DanielJa, definitiv. Also, let's see. Manchmal muss man bold sein dabei. Ich fand die Einschätzung von Jakob durchaus sehr passend. Ich fand die Überschrift sehr passend. Let's uh. Im Übrigen, ähm, ich glaube, ich habe das ja eh schon mal erwähnt, dass ich früher oder später in eine Art Sommerpause gehen werde, weil ja nur nochmal so als Erinnerung meine Tochter für den 18. Juli angekündigt ist. Wir wissen halt, wie das so mit Termin ist. Meine These ist, sie kommt vielleicht ein, zwei Tage später. Man weiß es aber nicht. Das heißt, theoretisch könnte es jetzt auch sein, dass es vielleicht die letzte Folge ist vor dieser Papapause. Kann sein, dass wir uns nächste Woche nochmal hören. Oder auch die Woche drauf, You Never Know. Wollte ich nur mal so angekündigt haben. Man weiß es nicht. Bin sehr neugierig. Bin sehr neugierig. Ja, musste ich gerade dran denken, nachdem mein kleiner Mann da vorhin hier reingewandert ist. Und ich immer auch irgendwie den Podcast damit assoziiere, dass der natürlich entstanden ist, bevor ich Papa war und bevor du Papa warst. Jetzt wandert da mein kleiner Sohn hier rein und spricht mit perfektem Englisch zu mir. Und du hast da auch einen kleinen Mann bei dir irgendwo im Hintergrund. Was macht denn der gerade?
MarkusDas weiß ich nicht. Ich schätze, er wird gerade essen. So still wie er sie ist.
DanielEs ist wirklich still, oder? Ja, ja. Ach, die sind so klein, so klein, so süß, so niedlich. Mir hat mal jemand gesagt, im Kindergarten, der uns am Podcast hören, hat gesagt, man hört quasi wie uns auch Episode für Episode immer mal wieder was im Hintergrund war, was dann immer größer wird und ja, jetzt auf einem wunderbaren österreichischen Scale-Op durch die Gegend ballert, seinem Roombike. Und ich bin ja doch Fahrradfan am Ende des Tages. Sein Roombike ist das geilste. Und ja, was haben wir denn noch im Angebot?
MarkusIch habe einen coolen Newcomer der Woche, der nennt sich Pfandabär. Das ist ein Wiener Startup, das ein leidiges Problem von wohl einigen Menschen gerade löst, weil es gibt ja viele öffentlichen Aufschreiber, dieses neue Pfand-regulatorische System, das dazu führt, dass in vielen Supermärkten gerade lange Schlangen sind bei diesen Pfandrückgabestellen. Ich persönlich bestelle ja alles bei Google und da kann man das einfach dem Lieferanten dann mitgeben. Aber es dürfte schon ein ziemliches Thema sein und die haben jetzt einen Outdoor-Pfandautomaten entwickelt. Haben bereits 100 Geräte da draußen im Einsatz. Und das ist, finde ich, genau das, was Sinn macht, wenn es da eine Regulatoren gibt, die am Anfang noch nicht funktioniert scheinbar oder wo halt einfach der bestehende Markt nicht schnell genug darauf reagieren kann, dann ist das immer eine Möglichkeit für Startups und das haben die drei Gründer gut erkannt. Und finde ich sehr fein, viel Erfolg. Sind gespannt, wie sich das weiterentwickelt.
DanielAlso erstmal eins Plus für den Namen, den finde ich einfach ziemlich, ziemlich, ziemlich gelungen. FandaBär. Siehst du jetzt auch gleich der Exit an Bitcoin, an wie heißen sie unsere Freunde, unsere Krypto-Freunde? Bitpanda. BitPanda wäre natürlich ein toller Exit. Macht natürlich keinen Sinn, aber ja. Und das Problem kenne ich. Ich meine, wir trinken viel Mineralwasser, das heißt, es sind viele Pfandflaschen, die sich mittlerweile sich immer vor der Tür stapeln und dann bringt man die zurück und der Pfandautomat ist mit Regelmäßigkeit kaputt oder voll und dann steht man Schlange. Kaputt ist er auch noch. Und das Allerschlimmste ist, ich bin ja nicht der große Bier-Fan und Bier entwickelt aber so einen unangenehmen Schalengeruch. Und dieser Automat riecht einfach auch immer so nach Bier. Das ist eine tolle Lösung. Das ist eins der ganz großen Probleme unserer Menschheit, die da gelöst werden. Aber tatsächlich finde ich das richtig cool. Starkes Branding, starkes Problem. Bin ich gespannt, es auszuprobieren. Und wollen wir noch was machen?
MarkusJa, dann machen wir noch einen Rockstar der Woche.
DanielGern. Soll ich sagen mal dazu? Ja, gern. Rockstar diese Woche sind Turbulence Solutions, ein meines Erachtens richtig, richtig cooles Startup, die zwei Millionen Euro EIC-Förderung erhalten haben. Und die lösen eins der ganz großen Probleme tatsächlich vieler, vieler, viel, vieler Flugreisende. Und zwar haben sie sich als Ziel gesetzt, Turbulenzen ein für alle Mal den Kampf anzukündigen und sind 2018 als TU-Spin-Off entstanden. Ich kann mich erinnern, ich habe damals mit ihnen Pitch-Training gemacht. Richtig cooles Problem, richtig starke Gründer, die selber durch eine Pilotenschule gegangen sind, um das alles zu machen. Und wenn ihr eines Tages mal in einem Flugzeug sitzt und es gibt plötzlich keine Turbulenzen mehr, dann sind das die Jungs und Mädels von Turbulent Solutions. Denn mit diesen zwei Millionen Euro sind sie natürlich einen Riesenschritt vorangekommen, wie man denn das so bewirkt. Super cool, wie sie es machen. So einen richtig ruckelfreien Flug. Einfach mal anschauen. Gibt es coole Erklärungen dazu. Und für mich einfach so eins dieser Produkte, die ich einfach enorm mag. Ich mag gerne so richtig schöne Hardware-Produkte, getrieben von jemandem, der das ändern will. Und ganz ehrlich, es ist sauschwer, Technologie in ein Auto reinzukriegen, aber Technologie in ein Flugzeug reinzukriegen, in dem auch noch Passagiere um die ganze Welt geschifft werden. Das ist natürlich nochmal eine ganz andere Baustelle. Und das ist cool. Das heißt, Congrats zu unseren Rockstars der Woche mit Turbulence Solutions und allen Fan dem CEO Andraskalfi. Ihr seid echte Rockstars. Cool. Riesenfan von denen. Hätten wir es, oder? So ist es. Fein. Dann würde ich sagen, sehen und hören wir uns aller Voraussicht nach nächster Woche. Sage ich mal ganz tentativ so. Ich gehe mal davon aus, ja. Aber wenn nicht, dann wisst ihr, ich habe jetzt wieder Besseres zu tun. Quasi das Thema mit den Windeln eigentlich schon erledigt. Jetzt geht es wieder von vorne aus. Alles, was man jetzt kam wieder von vorne. Aber ich freue mich drauf und habe ja immer gesagt, meine Frau wird mich niemals mit einer anderen Frau teilen müssen, aber jetzt kommt eine, mit der sie mich teilen muss. Das ist schon okay. Das ist okay. Die haben wir selber gebaut. Das ist dann völlig okay. In dem Sinne. Alles liebe euch. Dankeschön und bye bye.