Future Weekly

#448 - Studienzukunft, 996 Workweeks, Elon vs Donald

Daniel Cronin & Markus Raunig Episode 448

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🎓 Macht Studieren noch Sinn? 
🏄‍♂️ 996 Workweeks für Europa?
🥊 Elon & Donald Rosenkrieg 
🦋 Mimo wird zur Vibecoding Plattform 
🎸 Rockstar: Rudolf Dömötör & Team 


Production: Christoph Nowotny
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Daniel:

Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend oder gute Nacht und herzlich willkommen zu Future Weekly, dem Start Podcast. We read over 996 and that's not wenig with Porsche to do. We read Elon and Donald's Rosenkrieg. We read über Instance and we have a Rockstar der Woche. But before we starten, have a recht ernstes theme, that we in the News auch aufgreifen werden. Auf los, geht's los. Es geht los mit den News, and wir müssen es ansprechen, Graz hat uns, glaube ich, alle zutiefst schockiert. Wir haben jetzt ein bisschen darüber geplaudert, ob wir da jetzt darüber reden wollen oder nicht reden wollen, und wir sind beide zu der Erkenntnis gekommen, dass wir es ansprechen wollen, aber wir beide zutiefst erschüttert sind. Wir haben auch gesagt, wir können eigentlich zu der Diskussion inhaltlich nicht viel beitragen. Muss auch noch viel aufgeklärt werden, um es zu verstehen. Was wir aber tun können, ist einfach sagen, wow, das war schlimm und jeden, den es betrifft, wir sind zutiefst entsetzt. Ich glaube, wir haben beide so den einen oder anderen in Graz sicherlich gestern kontaktiert. Wir haben gesagt, du bist okay und alles gut, ich habe da auch ein paar Rückmeldungen bekommen. Als Vater geht es um da auch richtig mies, wenn man sowas hört. Ja, schlimm.

Markus:

Ich glaube, weiß ich auch nicht. Ja, nein, wie du richtig sagst, ich glaube, Gedanken sind bei den Menschen, die da wirklich betroffen sind und mein Beileid. Das ist wirklich schrecklich.

Daniel:

Ja, und wie macht man denn noch sowas eigentlich weiter? Und das die Antwort weiß ich auch nicht, aber man macht halt weiter. Und genauso tun wir das jetzt auch. Wir wollen jetzt irgendwie keine Brücken bauen und keine was auch immer, sondern wir machen mit den Themen weiter, die Sinn machen, weil eins darf sowas nicht hervorrufen ist, dass es irgendwie, wie soll ich sagen, ein davon abhält, weiter an der Zukunft zu bauen und weiter Sachen zu machen und weiter Dinge zu denken und zu ergründen. Und das wollen wir machen. Und wir werden ein bisschen dort weitermachen, wo wir letzte Woche so ein bisschen, ja nicht aufgehört haben, aber so ein bisschen angeteasert haben und beide so das Gefühl hatten, da wollen wir nochmal so in die Tiefe gehen. Und wir wollten uns nochmal der Frage stellen, macht denn Studierend jetzt noch Sinn? So. Und der Hintergedanke ist, dass wir, glaube ich, bei den letzten Wochen und Monaten immer wieder sehen, dass AI so dermaßen schnell Dinge verändert, dass es sicherlich fraglich ist, ob man, wenn man in seinen frühen Zwanzigern ist oder späten Teens oder wie auch immer, wie alt man auch ist, ob man tatsächlich, anstatt sich mit so einer modernen Technologie, die gerade am Entstehen ist, rund um die Uhr zu beschäftigen, ob man stattdessen etwas studieren sollte für drei Jahre, vier Jahre, fünf Jahre, was wahrscheinlich schon längst antiquiert ist und in vielen Ländern auch noch ein Vermögen kostet. Und noch dazu etwas, was vor 10, 20, 30 Jahren einem und sehr sicher eine sehr sichere Karriere ermöglicht hätte. Ich hatte letzte Woche mein 25-jähriges Matura-Jubiläum, also Jahrgang 2000. Und wenn man nun in der Zeit, sagen wir vielleicht nochmal zehn Jahre vorher, in der Schule gut war, und ein gutes Studium hingelegt hat, sagen wir mal BWL, so wie ich bin Betriebswirt, wer auch, Medizin, Use, wie auch immer, dann war eine sichere Karriere eigentlich hundertprozentig garantiert, 99%ig garantiert. Das ist jetzt nicht mehr so. Sind wir beide Väter? Ja, was machen wir jetzt mit dem Studieren? Macht das denn noch Sinn?

Markus:

Also ich glaube, besonders in einem Bildungssystem wie dem österreichischen ist es für mich immer noch ein No-Brainer aus der Perspektive, dass es halt so wenig kostet. Ich glaube, das Risiko, dass wenn man sich hoch verschuldet für ein Studium in einer Zeit, wo einfach unklar ist, wie der Arbeitsmarkt in den nächsten Jahrzehnten ausschaut, das ist, finde ich, eine andere Frage. Aber jetzt in einem Bildungssystem, wo Bildung relativ einfach zugänglich ist, relativ preiswert zugänglich ist, macht man damit meines Erachtens immer noch wenig falsch, weil ja ein Studium auch in der Historie nur bis zu einem gewissen Grad Wissensaneignung war, sondern dann geht es ja einerseits auch um das Netzwerk, die Menschen, die man da kennenlernt, sind von guten Freundschaften hin zu beruflichen Partnerschaften, die da entstehen, zu auch dem Credential, das dabei ist. Also eine Universität ist ja auch ein Signal an potenzielle Arbeitgeber, okay, das ist jemand, der sich mit diesem Thema beschäftigt hat, der hat Prüfungen abgelegt. Also das ist quasi so ein bisschen ein Signal, okay, der hat was in dem Bereich auch drauf. Natürlich ist der dritte Aspekt schon auch, die Wissensaneignung, die Ausbildung, die bei einem Studium auch im Vordergrund steht. Und das ist sicher etwas, wo du recht hast, dass sicher auch die Universitäten sicher ein bisschen hinterfragen müssen, ist das, was wir lernen, noch zeitgemäß. Ich glaube, da sind die Universitäten wahrscheinlich schneller als andere Bildungsinstitutionen, Schlagwort Schule etc. Aber auch da gibt es sicher noch Raum nach oben, wie schnell man Curricula anpasst, wie schnell man halt auch einen Lehrplan schafft, der dann auch den aktuellen Herausforderungen, aktuellen Wünschen da draußen in der Realität entspricht. Und da gibt es sicher ein paar Studien, die super schnell auf sowas reagieren, die auch da sehr modern schon aufgestellt sind und sehr agil auch aufgestellt sind. Und dann gibt es andere, die machen noch immer den gleichen Studienplan wie vor zehn Jahren oder so. Und dann ist halt die Frage, ob wie sehr man das Gefühl hat, man verschwendet seine Zeit.

Daniel:

Man muss natürlich erstmal ein bisschen in Kontext setzen, das ist ja komplett recht. Erstmal muss man, glaube ich, sagen, es gibt bestimmte Studienrichtungen, da steht es außer Frage. Also ich glaube, man muss nicht diskutieren, ob man, wenn man jetzt der Chirurg werden möchte, ja, mach ein Studium, das wäre durchaus gut, da gibt es Grundlagen, die solltest du drauf haben. Und den YouTube-Doktor würde ich da jetzt nicht empfehlen. Das Lustige ist natürlich aber auch, sowas wie BWL, ich glaube und hoffe, dass es da sehr schnell sehr viel Änderung gibt. Ich meine, ich bin das beste Beispiel. Ich habe einen Kurs an der WU, AI for Entrepreneurs. Boom, innerhalb von einem Jahr entstanden, es ist as cutting edge as can be. MVP, es läuft, funktioniert. Ich glaube, die, die sowas dann machen, cool. Ich glaube, man muss aber sehr genau den Studiengang und die Studienrichtung prüfen und die Erwartungshaltung prüfen. Und vielleicht auch immer verstehen, vielleicht als These in bestimmten Studienrichtungen, dass nur der Abschluss des Studiums vielleicht nicht mehr ein Garant ist dafür, dass es dann läuft, sondern dass man sich schon sehr wohl sehr proaktiv sich mit den Veränderungen, die da draußen passieren, beschäftigen muss. Und ich glaube, es gibt aber auch bestimmte Studienrichtungen, die man wirklich sehr kritisch prüfen müsste. Oder Spezialisierungen, wo man vielleicht auch nochmal sagen muss, ja, weiß ich nicht. Und ich glaube, das ist etwas, was man nicht unterschätzen darf. Ich glaube, was aber wenig Sinn macht mittlerweile, sind diese typischen, wie du hast gesagt das wie in Amerika, wo du Studien machst, wo du dich wirklich hochgradig verschuldest und dann eigentlich nicht gleich kompetitiv rauskommst. Ich glaube, das Netzwerkthema finde ich schon durchaus spannend. Auch das ist etwas, was man prüfen muss. Ich bin mir aber echt noch immer unsicher, ob so ein langer Master, ob so ein langer PhD in vielen Fachrichtungen noch wirklich zeitgemäß ist. Das weiß ich nicht.

Markus:

Naja, ein PhD war ja schon immer etwas, was sehr speziell für eine ganz kleine Zielgruppe relevant ist, die auch in die Forschung gehen will, sonst macht ein PhD, also zumindest auch zu meinen Studienzeiten niemand gemacht, der in die Praxis gehen wollte. Das war für die, die dann explizit in der Forschung bleiben wollten und da glaube ich, macht es immer noch Sinn. Ob jetzt die fünf Jahre Bachelor- und Masterstudium, ob das notwendig ist, das hängt sicher vom Studiengang und vom Setup ab. Nämlich sowohl jetzt, wie du richtig gesagt hast, es gibt halt gewisse Studienrichtungen, gewisse Berufsgruppen, wo halt einfach eine sehr intensive, lange Ausbildung notwendig ist, um auf das Level zu kommen, um dann halt auch tatsächlich in dem Beruf tätig sein zu können. Schlagwort Medizin und vieles anderes auch. Aber dann gibt es natürlich auch sowas wie jetzt Wirtschaft als Beispiel, das du genannt hast, wo wahrscheinlich inhaltlich auch schon in drei Jahren recht weit käme. Gleichzeitig aber die Gruppe an Studenten so groß ist, dass sich dann durch die Spezialisierungen im Laufe der Zeit, also für mich waren die zwei Jahre Masterstudium zum Beispiel bei weitem das Beste. Also da, wo ich mit den spannendsten Leuten zusammengearbeitet habe, wo ich die praxisrelevantesten Projekte gemacht habe und wo ich auch viel Spaß hatte. Das Bachelorstudium war da fast ein bisschen Vorbereitung dafür, so wie ich es wahrgenommen habe. Also das ist, glaube ich, sehr individuell, wie man es aufsetzt.

Daniel:

Ich bin irgendwie. Ich bin so ein bisschen bei deiner Argumentation, das ist natürlich die Kostenfrage. Man sagt, es ist ohnehin kostenlos, dass man gewisse Denkmuster lernt und dass es natürlich auch ein Signaling ist zu Arbeitgebern, dass man ein gewisses Level erreicht hat, super. Ich finde das mit dem Netzwerk super. Was aber, finde ich, so sehr häufig zutiefst fehlt und was, glaube ich, etwas ist, was man lang oder relativ bald nach vorne ziehen muss, weil ich, das ist ja nichts, was wir jetzt beide zutiefst vorbereitet haben, sondern etwas, was wir gerade in der Diskussion ergründen. Das ist ja auch die Idee von so einem Podcast. Für mich war eigentlich in meinem Studium, also ich habe ja noch ein klassisches Diplomstudium gemacht, Diplomstudium gemacht, jetzt rede ich auch schon so schnell. Die letzten Jahre, das letzte Jahr, die letzten anderthalb Jahre, sprich in meiner Spezialisierung, wirklich in lauter Leuten, die genau dasselbe machen wollten, in Teams arbeiten, das war das Beste überhaupt. Der Kram davor war relativ mach. Und ich glaube, aber in Zeiten von KI wird es schon Sinn machen, diverseste Curricula anzupassen und viel stärker auf den Umgang mit Wissen und dem Umgang mit Informationen, auch dem Diskurs mit Menschen einzugehen. Ich glaube, das ist etwas, was man gar nicht gut genug beherrschen kann und noch besser beherrschen muss. Und das, was für mich eigentlich auch das ist, was ein Studium so sinnvoll gemacht hat, den Austausch mit anderen, der Diskurs. In den Zeiten, wo der Diskurs so stark fehlt, finde ich, und wo der Diskurs immer mehr verlernt wurde, wäre es schön, wenn das mehr ins Zentrum früher rücken würde, um meines Erachtens mittel- bis langfristig auch so ein Studium zielführend zu machen. Weißt du, so ein Netzwerk kannst du eigentlich sagen, gehst du zu irgendwelchen Netzwerktreffen, machst du Sport, wenn ich mal überspitzt formuliere. Arbeitgeber, ja, da könntest du theoretisch auch mit 20 den erfolgreichsten YouTube-Kanal für, ich habe keine Ahnung was, Analyse von Kryptodaten haben. Nennen wir das mal so. Ja, warum denn nicht? Du analysierst Krypto und dann kommt irgendein McKinsey und sagt, finde ich sehr geil, was du da machst. Du hast eine Million Follower und plötzlich wirst du Partner. Total überspitzt formuliert, aber du weißt, wie ich meine. Denkanstöße kann ja sein, dass du da halt einfach viele tolle Bücher liest, die dich da inspirieren. Aber ich glaube, dieser wirkliche Diskurs mit anderen smarten Menschen, das ist schon.

Markus:

Ja, nein, ohne Frage, ich glaube, das ist am Ende halt wieder eine Kostenfrage, wenn man sich jetzt die WU als Beispiel anschaut, wo wir beide studiert haben, da ist halt sicher mal das erste Jahr ist einfach Massenvorlesungen, um ein bisschen auch auszusortieren, also einfach zu schauen, wer schafft es dadurch, um die Anzahl der Studenten zu reduzieren und auch so ein bisschen ein Ernsthaftigkeitscheck. Und dann halt nach und nach eine Spezialisierung. Ich glaube, das ist halt für so eine große Uni schwierig, diese sehr personalisierte Kleingruppenarbeit von Anfang an zu machen, weil das halt sehr personalintensiv ist. Gleichzeitig, aber wo du einen guten Punkt ansprichst, ich glaube, wenn man das Gefühl hat, man ist ohne ein Studium erfolgreich und man schafft sowieso schon was, muss man nicht unbedingt studieren. Also dass das nur auch gesagt, ich glaube, es ist nicht, es soll kein Zwang sein, dass man studieren muss. Und auch wenn man mich jetzt fragt, wenn wir, du hast da angesprochen, wir haben beide Kinder, ich glaube, es wäre auch sehr klug, aktuell ein Handwerk zu erlernen. Also keinesfalls ist meine Aussage, ein Studium muss. Ich glaube nur auch, dass es jetzt auch nicht so ist, dass plötzlich Studium überhaupt keinen, nein, Studien grundsätzlich überhaupt keinen Wert mehr haben. Das glaube ich, nur weil es jetzt AI gibt, ist das nicht der Fall. Aber ich glaube, es gibt viele Alternativen, die vielleicht auch ein bisschen aufgewertet werden durch die zunehmende Automatisierung der Knowledge-Arbeit auch.

Daniel:

Vielleicht muss man den Zugang zu den Unis einfach zeitgemäßer machen. Was wäre denn so ein Zugang für die WU? Also ich könnte mir vorstellen, wichtiger Zugang dort für so eine richtige Wirtschaftsuni, was werden das? Eisbaden. Das ist gerade sehr populär. Oder? Das ist doch so ein Ding. Ich glaube, Laufen habe ich auch gesehen, ist auch sehr populär.

Markus:

Laufen und Eisbaden.

Daniel:

Laufen und Eisbaden, das heißt, du machst erstmal musst du 10 Minuten Cold Plunge am Tag aushalten in der Früh. Wenn nicht, sofortiger Studienabbruch. 25 Kilometer Early Bird in der Früh. Weil sonst bist du es auch nicht. Dann einen guten Vlog drüber machen. Nicht Spaß. Ich gebe dir recht, das ist so ein Sanity-Check und ich glaube, das ist aber. Ich glaube, man muss es halt einfach umgekehrt machen. Ich glaube, man muss einfach den Grund des Studiums prüfen und auch überlegen, macht das für mich Sinn oder ist es einfach etwas, wo ich fast bewusst rausziehen kann. Und ich glaube, dieses, wenn man es vielleicht mal umdreht, man sollte nicht einfach studieren, weil man dann einfach einen vorgeebneten Weg findet, so wie das eigentlich traditionell war. Das sollte man vergessen, sondern man sollte zum Beispiel auch meines Erachtens nicht US studieren, um Just zu studieren, weil da kann man sich vielleicht mal da einigen, mittelmäßige Juristen werden es wahrscheinlich in zehn Jahren relativ schwer haben, wenn man es mal so ein bisschen provokant in den Raum stellen möchte, genauso wie mittelmäßige Buchhalter oder mittelmäßige Steuerberater. Und dann muss man sich einfach überlegen, was will ich denn damit machen, was will ich damit rausziehen und ist es etwas, von dem ich das Gefühl habe, dass es mich auf etwas vorbereitet. Und wenn man diese Frage sich stellt und vielleicht auch Kindern stellt, dann sollte man das tun. Und ich glaube, man sollte auch überlegen, ist es denn ein Studium, das so mit der Zeit mitwächst? Und dann gibt es aber auch Evergreens und dann, glaube ich, sollte man sich auch überlegen, ob man nicht einfach was dazu studiert, was einen vielleicht für bestimmte Dinge im KI-Bereich auch vorbereiten kann. Glaube ich, ist vielleicht ein Informatikstudium nicht mehr ganz so zielführend, wie es vor ein paar Jahren noch war. Glaube ich wirklich. Gewagte These. Das glaube ich mich wirklich. In Zeiten vorbei.

Markus:

Das ist nicht dafür eher wichtig, dass du verstehst, was da in der Blackbox passiert.

Daniel:

Ich glaube, das kannst du aber auch anders abdecken. Ich glaube, das musst du nicht drei Jahre oder fünf Jahre studieren, außer du bist im Speziellen machen. Also ich glaube schon, dass du dich auskennen musst, aber ich glaube, das kannst du dir anders aneignen. Ich könnte mir aber vorstellen, ohne jetzt so sehr mich damit beschäftigt zu haben, ich kann mir auch vorstellen, dass dort einfach ein sehr breites Wissen zielführend ist und ein gewisses Wissen über die Art, wie Worte verwendet werden über Literatur, über breite Historie. War gar nicht mal so doof.

Markus:

Auch in einem Informatikstudium lernst du natürlich spannende andere Leute in dem Bereich kennen. Was musst du?

Daniel:

Weiß ich nicht. Was hast du da machen? Was ist das da oben? Ist die Sonne? Das kenne ich nicht. Ne, Spaß, ich bin stolzer Lektor an der TU.

Markus:

Also ich musste ich jetzt verstehen. Aber was du meinst, grundsätzlich sich, man kann natürlich programmieren lernen, ohne dass man studiert. Das ist vollkommen richtig. Man kann auch verstehen, wie ein Algorithmus funktioniert, ohne dass man studiertes haben. Und wo ich dir hundertprozentig recht gebe, dieses, es gab früher diese Studien, wo du gewusst hast, wenn du das machst, dann wirst du danach sicher einen Job haben und gut verdienen. Und das ist so ein No-Brainer. Und ja, Use oder Steuerberatung oder eben wahrscheinlich auch so klassisch programmieren. Das waren da ziemlich Safe-Beds. Und diese Safe-Beds kann man jetzt sicher hinterfragen, ob die in der Form noch funktionieren. Und dementsprechend sollte man wahrscheinlich auch seine Studienwahl vielleicht anders aufsetzen und vielleicht diesen Aspekt ein bisschen mehr ausklammern, weil man nicht weiß, ob der Arbeitsmarkt in fünf Jahren, wenn man dann im Studium fertig ist, ob das dann wirklich noch eine Safe Bad ist.

Daniel:

Ich habe mal ChatGPG gefragt, was wären denn Studienrichtungen, die man studieren sollte in Zeiten von KI, an die man nicht denkt? So, da sind ein paar echte Bomber dabei. Nummer eins, Philosophie, Ethik und Gesellschaftstheorie. Okay, weil KI große Fragen aufwirkt. Was ist Bewusstsein, was bedeutet Verantwortung? Wer haftet für KI-Entscheidung? Geht um ethisches Denken. Okay, finde ich. Du musst immer schreien. Dann Didaktik und Pädagogik mit Tech-Bezug. Das finde ich ganz geil. Wüsste ich jetzt nicht, wo man das lernt, Pädagogik mit Tech-Bezug. Das ist einfach Kevin, Kevin, mach das Handy aus. Kevin, Kevin macht das scheiß Handy aus. Das ist für mich so Pädagogik mit Tech-Bezug. Aber wenn das jemand gut kann, dann finde ich das geil. Wer weiß, wie man lernen, neu das anzuprobieren. Okay, wenn Spaß hat. Aber ich glaube, das ist zurzeit Pädagogik mit Tech Bezug. Linguistik, Semiotik, Sprachwissenschaften. Sprachmodelle sind das Herzstück moderner KI, aber sie verstehen Sprache nicht wirklich. Das ist interessant. Wer die Feinheiten von Sprache, Kontext, Ironie und mehrdeutig versteht, wird richtig Prompt Design, Human AI, Intection, Cultural AI oder Content Sicherheit haben. Herr grinst da. Rechtswissenschaften, ja, nee, das glaube ich jetzt nicht. Die sagen insbesondere Tech, Urheber, Haftungsrecht. Psychologie, okay, Arbeitspsychologie, interkulturelle Kommunikation, Anthropologie, Theologie und Religionswissenschaften. Das steht in Klammern dahinter, ja, wirklich. Weil KI wird zunehmend göttlich überhöht und gefürchtet, wie hier reflektiert vermitteln kann, wird gebraucht. Mal schauen, was da kommt. Interessant hätte ich jetzt gesagt. Bias in Daten und Algorithmen.

Markus:

Also ich verlaufe mir das nicht. Schwierig, da Projections zu machen, auch künstliche Intelligenz. Hat er sicher seine eigenen Biases. Und ja, sagt er oft, okay, follow your passion. Andere sagen wiederum, na, auf keinen Fall, mach etwas, wo du nützlich bist und auch einen Wert stiften kannst. Das zweitere ist natürlich schwierig in einer Zeit wie jetzt. Deswegen glaube ich schon wieder. Etwas zu tun, wofür man Leidenschaft mitbringt, ist nie ein Fehler. Dass man ein bisschen auch mitdenkt, kann ich damit Geld verdienen, wie kann ich damit Geld verdienen, auch in einem Zeitalter von AI, das ist, glaube ich, sinnvoll. Aber die Safe-Beds, die es früher gegeben hat, in Richtung Geld, in Richtung Job, die sind wahrscheinlich so nicht mehr verfügbar.

Daniel:

Das stimmt. Und das ist aber auch okay. Und ich glaube, genauso muss man einfach verstehen, ja, da gibt es immer Wandel. Mein alter Professor Schnedlitz hat immer gesagt, Handel ist Wandel. Das war damals noch zu alten Handel- und Marketingzeiten auf der WU. Und ich glaube, man muss mit dem Wandel der Zeit mitgehen und einfach immer wieder prüfen, was man machen möchte. Und ich glaube auch verstehen, man kann sehr wohl Karriere machen ohne Studium, aber es macht durchaus Sinn, sich mit Denken zu beschäftigen und mit Denken den Menschen zu umgeben und nicht einfach mitzuschwabbern, falls das ein deutsches Wort ist. Ich glaube, auch das ist richtig. Und ich glaube aber, wer studiert, das ist meine feste Überzeugung, und alles nur auf Noten macht, ohne links und rechts zu schauen und zu hinterfragen und sich auch mit anderen Dingen außerhalb des Studiums zu beschäftigen, das ist dann meines Erachtens eine schwere Entscheidung, weil man da, glaube ich, viel verpasst, was links, rechts, oben und unten passiert. Sondern wer schafft es in Kontext mit der Zeit zu geben, das wäre gut. Ja, und ein dieser Dinge der Zeit ist, das sehen wir gerade, wie sich sehr stark ändert, sind bestimmte Narrative. Es hat mir letzten Jahr dieses Work-Life-Balance und eigentlich will ich direkt nach einem Bachelorstudium 200.000 Euro verdienen, aber maximal 30 Stunden arbeiten, weil ich muss ja tatsächlich noch in meinen Yogakurs, finde ich auch völlig, völlig okay. Und jetzt merkt man aber, aber eigentlich möchte ich gründen, aber ohne Risiko, versteht sich. Und gleich ein Gym. Und jetzt merken wir aber eher so langsam, hat eigentlich dieser Narrativ schon recht deutlich umgeschlagen. Und dass da Leute sagen, nee, denk doch mal lieber an 996. Da sagt natürlich, der Auto nach 8996, Porsche 911, ja, da ging nach hinten los. Aber den meinen wir nicht, den gibt es nicht sofort dabei, sondern eher 996 Arbeitswoche. Das ist eigentlich eine Zahl, die aus China kommt. Heinz Brüller, wir lieben nicht. Das waren gerade zur Überleitung aller Heinz Brüller, muss man an der Stelle sagen. 996 heißt von 9 bis 9 Arbeiten unter 6 Tage die Woche. Das ist das, was da durchschichtlich Chinese eigentlich als entspannt empfindet. Und für uns Europäer ist das ruhig um Gottes Willen. Das geht doch gar nicht. Hat aber eine ganz klare Argumentation auch hinter sich, oder? Weil man ja nicht mit dem Wald und Wiesen SMI von Umma-Ecke competetet. Was für ein Satz ist das denn? Sondern vielleicht auch mit dem ambitionierten chinesischen Riesenkonzern die Folge ausgeben. Wie ist mit dir?

Markus:

Also, ich meine, wir haben lustigerweise das Thema, unabhängig von dieser Diskussion, die jetzt in der Textszene ausgebrochen ist, letzte Woche im Podcast schon ein bisschen angeschnitten. Warum das jetzt wiederkommt, ist, dass der Harry Stebbings, einer der bekanntesten VCs in Europa, auch an einem Podcaster tatsächlich gepostet hat. What European founders need to realize the valley has turned up the intensity once again. Seven days a week is the required velocity to win right now. There is no room for slip-up. You aren't competing against a random company in Germany, etc., but the best in the world. Und dadurch auch eine ganz eigene Arbeitskultur haben. Dazu muss man sagen, auch da sind sicher irgendwo Pausen mit eingeplant. Da ist man dann halt auch zum Abendessen in der Company und da ist dann vielleicht halt auch eine Gaming-Session irgendwo involviert. Das ist halt dieses, okay, we are all in in this company, and there's nothing else in our life at the moment. Aber schon auch viele Risiken birgt, dass man ausbrennt. Weil es ist ein Startup, ist ein Marathon und es kann einfach sein, dass, besonders wenn es harte Zeiten gibt, wo es halt dann nicht so klappt, wie man sich vorstellt, dass das psychisch und auch tatsächlich physisch, dass das einfach Menschen an ihre Grenzen bringt und dann bricht dieses Kartenhaus, was halt ganz stark auf Speed ausgelegt ist, bricht zusammen. Und was auch zusammenbringt, ist halt oft, wenn Menschen halt doch auch andere Prioritäten im Leben haben. Es ist ein Startup immer sehr hoch oben angesiedelt, aber jetzt hast du vorher schon gesagt, wir sind beides Väter. Wenn man in ein Alter kommt, wo man Familie hat, dann wird eine Seven-Day-Wick mit nichts anderem, Nein-to-Nein, wird schwierig darstellbar sein, wenn man auch seine Familie ernst nimmt und seine Rolle als Eltern auch ernst nimmt. Und das haben schon auch einige Founder in Europa jetzt aufgegriffen und um da jetzt auch wirklich stark dagegen zu halten. Natürlich geht es auch mit anderen Arbeitszeiten, natürlich geht es auch mit anderen Prioritäten im Leben und Beispiele sehr erfolgreicher Companies, die mit etwas gesünderen und nachhaltigeren Arbeitsmodellen sehr erfolgreich geworden sind.

Daniel:

Ich glaube, es geht halt irgendwie um ein Shift im Narrativ, der aber sehr notwendig ist. Was meine ich damit? Ich glaube, es geht darum, dass man in der breiten Öffentlichkeit vermitteln muss, dass es bestimmte Leute gibt, die bestimmte Unternehmen schaffen wollen, die das Rückgrat unserer Gesellschaft finanziell bilden werden und die muss man machen lassen. Und die wollen das und deren Leute, die für sie arbeiten, wollen das. Und dass man dafür auch bestimmte Rahmenbedingungen schafft, wo man sie einfach machen lässt. So, dass das für jeden ist, nein, um Gottes Willen, das soll nun nicht so sein, dass da die Leute, die da nicht Bock drauf haben, das tun. Aber ich sehe das immer so, wenn du so wirklich eine der weltbesten Firmen bauen willst, dann ist das wie wenn du sagst, ich möchte jetzt zu Olympia fahren, Champions League gewinnen oder Formel 1 fahren. Du wirst rund um die Uhr wie ein Besessener arbeiten müssen, um das zu schaffen. Das geht auch nicht anders, weil das tun alle anderen in der Welt auch so. Und du suchst dir dann den Ort, wo du am besten trainieren kannst, wie im Tennis, wo früher die Tennisspieler gerne nach Florida an dieses berühmte Tenniscamp gegangen sind oder viele Go-Kart-Fahrer aus aller Welt fahren nach Italien oder Deutschland, weil es dort so gut geht und die committen sich dort völlig. Heißt aber nicht, dass jeder, der einen Führerschein macht, das machen muss. Aber dass man da beginnt, Leuten zu sagen, hey, ohne diese Leute werden wir aber in Zukunft weder einen Mittelstand noch die großen AGs haben, weil diese großen Firmen, diese fetten Tech-Konzerne, die es in Amerika gibt und wahrscheinlich in China, die ich alle nicht kenne, die fehlen uns in Europa und die werden aber nur entstehen, indem man eben genauso ballert. Aber auch denen, die das tun, nicht sagt, du bist ein Kapitalisten, schweine nieder mit dir, sondern sagt, hey, ich finde dich richtig gut, danke für dein Risiko. Wir ebnen dir den Weg. Das ist, glaube ich, das, was man gerade braucht.

Markus:

Also ich bin voll bei dir, dass man nicht Leuten verbieten soll, hart zu arbeiten. Gleichzeitig, wenn du dir anschaust, die großen Tech-Konzerne, die entstanden sind, gibt es da auch unterschiedliche Wege zum Erfolg. Also wenn man die Anekdoten hört, wie Google am Anfang war, die waren jetzt nicht die über sieben Tage die Woche arbeiten. Facebook war, glaube ich, schon sehr intensiv unterwegs, Tesla sicher auch. Aber wenn du eine wirklich, wirklich neue, also bahnbrechende Innovation hast, kannst du auch mit immer noch harter Arbeit, also ohne harte Arbeit geht es nicht, da gebe ich dir vollkommen recht, aber es gibt ein Spektrum hier zwischen ich arbeite fünf Tage die Woche, aber dafür super hart und halt sehr fokussiert auch. Und bin einfach mit meiner ganzen Person dann auch wirklich dazu, okay, ich bin sieben Tage die Woche im Büro und wir sind da alle gemeinsam und wir machen unseren Spaß draus. Das sind einfach auch andere Arbeitskulturen. Und ich glaube, da vermischt man oft auch unterschiedliche Themen, nämlich wie hart man arbeitet und wie viel Zeit man auch wovor bringt. Wir haben auch schon oft darüber gesprochen. Ich glaube einfach, Time in the Office is not the best Messgrad, wenn es um die Härte der Arbeit angeht. Aber ja, also ich glaube, harte Arbeit muss geschätzt werden und harte Arbeit ist notwendig, um erfolgreich zu sein. Aber man kann auch hart arbeiten, ohne dass man sieben Tage die Woche ist.

Daniel:

Aber da steht für mich außer Frage und schau, ich habe beides kennengelernt und beides schon gemacht und kenne das. Und jetzt ist natürlich für mich, schau, ich werde bald 44, für mich ist meine Priorität, ganz stark auch Zeit mit meiner Familie zu haben und dann dazwischen aber auch meine 16, 18, 20 Stunden an bestimmten Tagen zu machen, wenn es notwendig ist. Und das ist öfter mal notwendig und das ist auch gut so. Aber für mich heißt es trotzdem, dass man zurzeit doch echt eine Reihe von Unternehmen, die aufgebaut werden wollen, einschränkt, weil man sie genauso wie mit allen anderen, ich sage mal, regulären Unternehmen gleichsetzt. Das finde ich falsch. Und es wäre schön, wenn man einfach so eine Art Narrativ machen würde, wie ich sage, klar, verstehe ich, aber wenn du eine GmbH Turbo bist, dann darfst du machen, was du willst. Nicht, was du willst, sondern von Arbeitszeiten. Und für alle, die für eine GmbH, nehmen wir sie, Turbo arbeitet, die wissen das aber auch und wollen das auch und nehmen das in Kauf. Ich bin voll bei dir, das sollte natürlich nicht der Regelfall sein, du bringst dich um, aber mir ist halt klar, dass du das vielleicht in Jahr 1, Jahr 2 oder Jahr 3 machen musst, um zu bestehen und zu überstehen. Und da braucht man dann nicht über all diese ganzen anderen Dinge reden. So muss man einfach machen lassen. Und das ist, glaube ich, etwas, was mir in Europa so wahnsinnig fehlt, dieses Bekenntnis zu Leistung in ganz vielen großen Teilen der Gesellschaft. Ganz viel fordern, aber die Leistung bringen muss nicht so sein. Und die, die Leistung bringen, dann auch noch ordentlich verteufeln, das Mist. Und da kann man dann eigentlich schon mal jetzt, wir haben ja über Studium gesprochen, für Mandarin inskripieren. Das wird dann irgendwann bald benötigt werden, wenn wir dann alle platt gemacht werden. Selber spitzt formuliert. Weißt du, was ich meine? Das ist so das, was fehlt. Ich will Champions League spielen, aber ich habe keinen Bock, jeden Tag zu trainieren, weil eigentlich will ich ja noch Simpsons schauen und chillen. Ja, gut, ist cool, do it.

Markus:

Aber Sport ist, finde ich, schon ein gutes Beispiel. Weil das ist genau das Beispiel, was passt, finde ich. Weil kein Sportler trainiert jeden Tag. Es braucht einen Rest Day. Das heißt nicht, dass du nicht trotzdem brutal hart trainierst und weil du härter trainierst als alle anderen, du auch erfolgreicher sein wirst. Du musst auch besser trainieren, du musst doch klüger trainieren. Aber der Härtegrad heißt nicht, dass es nicht auch irgendwo Erholungspausen gibt.

Daniel:

Drehen wir es mal um. Ja, gebe ich dir recht, aber trotzdem musst du Leuten die Möglichkeit geben, so hart zu trainieren, wie sie wollen. Das ist vielleicht eher das, worauf ich hinaus will. Ich gebe dir recht, natürlich kannst du nicht jeden Tag rund um die Uhr. Aber darum geht es für mich gar nicht, sondern dass man, wir reden ja zum Beispiel über 996, also neun bis neun, sechs Tage die Woche. Diese sieben Tage die Woche, bla bla bla, das machst du vielleicht als CEO im ersten Jahr oder ersten zwei Jahre, dann gehst du auf den Gas oder hast einen Burnout. Aber es geht darum, dass du diese Bereitschaft haben musst, das zu tun für einen gewissen Zeitraum. Und du musst aber eine Gesellschaft haben, die sagt, boah, ich habe Respekt vor dir und nicht, was bist denn du für ein Schwein, warum machst denn du das? Ja, weil ich das möchte, weil ich daran glaube und weil von nichts nichts kommt. Und das ist so, ich finde, das ist so verloren gegangen bei uns in der Gesellschaft und so ideologisiert worden, das muss man erlauben. Und stell dir mal vor, dass du halt ein Sportler, der gerne nach dem Training noch ein paar Runden um Platz laufen möchte oder Cardio machen möchte oder ja, das ist ein schönes Beispiel. Ist denn Stretchen nach dem Training, und wenn du sagst, du bist Profi-Fußballer, dir geht's gut, du hast eine Sauna und Massageraum, so stelle ich mir das jetzt vor, wenn du so ein rechter Profi bist. Wenn du dann nachher noch stretcht in deiner Freizeit und dich in die Sauna setzt und die Spielzüge durchgehst und dann vielleicht noch dich massieren lässt, ist das jetzt Freizeit oder ist das Arbeit? Ich würde sagen, es ist Arbeit. So kann ja Arbeit auch aussehen im Übrigen.

Markus:

Ja, bin ich voll bei dir. Das ist auch genau das Beispiel, was ich meine. Ich glaube, das ist genau dieser Raum für andere Tätigkeiten, für das Denken wahrscheinlich, auch besonders wenn du, wenn du Gründer bist. Wenn du nur in diesem Operations-Mode bist und nur sieben Tage die Woche, nur am Exekuten, dann fehlt, dann bist du so tief drin, dass dir der Horizont meines Erachtens verloren geht. Und deswegen, ja, es ist natürlich auch, wenn du jetzt sagst, du bist ein VC. Das ist ein Signal, was der Harry Stabbings da ausschickt, dass er allen Leuten, die nicht sieben Tage die Woche arbeiten, halt quasi sagt, naja, bin ich wahrscheinlich nicht der richtige VC für dich und alle, die bereit sind, da bis ans Limit zu gehen, ich bin mit dir und I will be a partner in crime und mich kannst du auch am Wochenende erreichen. Also das ist wahrscheinlich auch ein bewusst polarisierendes Statement, um halt einen Filter zu installieren in seinem Dealflow. Mit Sicherheit. Gleichzeitig, wenn du so eine bekannte Persönlichkeit bist, dann sendest du damit halt grundsätzlich auch eine gewisse Benchmark, eine Erwartungshaltung aus, die ich mir unsicher bin, ob das jetzt so gesund ist für die Szene, weil besonders in einer Zeit, wo es eh schon schwierig, was schwierig ist mit dem wirtschaftlichen Umfeld, ist einfach nur mehr hackeln, als statt sechs, jetzt sieben Tage zu hackeln. Es ist oft so, dass du dann nur noch tiefer in die falsche Richtung, ins Loch hineinläufst. Also das, ich bin voll bei dir. Also es braucht harte Arbeit, es braucht auch Menschen, die bereit sind, über die klassischen Limits hinweg zu gehen. Und dass man besonders am Anfang von einem Startup auch mal ein Wochenende arbeitet, es ist vollkommen normal und sollte geschätzt werden und sollte auch erlaubt werden. Ja, sieben-Tage-Wochen komplett normalisieren führt, glaube ich, nicht zu nachhaltigem Erfolg.

Daniel:

Aber ich glaube, wir sind uns ja eh grundsätzlich einig. Boah, ich habe übrigens vorgestern was echt Lustiges gemacht, wieder vorgestern auch vor drei Tagen. Ich gehe ja so gern laufen und ich suche mir dann immer irgendwo so einen Punkt, wo ich gern hin möchte. Das ist so der weiteste Punkt. Natürlich nicht jeden Tag und nicht jede Woche, aber immer mal wieder. Und dann ist es wieder so ein Stückchen weiter und wieder so ein Stückchen weiter. Und diesmal war es, kennst du in Excelberg, diesen Rundfunkturm dort oben. Sagt ihr das? Ja. Dorthin. Und das krass ist. Das war schon echt, das war echt schon weit für mich. Du weißt so ungefähr, wo ich wohne. Das war ziemlich geil, weil das Geile ist für mich, wenn man da so läuft und man läuft halt los und hat so Sachen, die man beschäftigen und Sachen, die Gedanken machen, Sorgen machen und andere Sachen, wo man keine Lösung hat. Und man läuft und läuft und läuft und irgendwann kommt man so in diesen Zustand, wo es nur noch um Atmen geht und idealerweise nicht kotzen. Und dann kriegt man so eine Clarity von Gedanken, was ich einfach so geil finde. Es geht nur noch darum, auf die Atmung zu schauen, auf den Rhythmus, nicht überdrehen, bla bla bla. Dann waren das, als ich zurück nach Hause gekommen, knapp 20 Kilometer. Und das war halt einfach so befreiend und so geil. Das einzig Lustige. Und ich finde das halt so schön, auch manchmal ans Limit und übers Limit sowas zu gehen. Am nächsten Tag hat mir Aura gesagt, schwere Anzeichen. Schwere der Symptommelder, genau. Der Symptommelder hat mir quasi schwere Anzeichen da gemeldet. Gestern, jetzt ist wieder alles gut. Aber ich finde das manchmal so, wenn man auch viel zu tun hat und viele Dinge beschäftigen, gibt es nichts Geileres, als sich auch so ans Limit zu bringen. Und warum ich darauf komme, ist, das klingt jetzt paradox, aber für mich ist genauso auch irgendwie Arbeitszeit, auf eine komische Art und Weise. Weil ich, weil ich das mache, besser arbeite und einen Großteil der Zeit damit verbringe, über Dinge nachzudenken, die ich beruflich brauche. Und komme wieder und bin sowas von angefixt, Dinge zu tun. Für mich ist halt bei Arbeiten, wenn ich auch darüber spreche, es heißt nicht immer unbedingt im Büro sitzen. Es heißt eher sich auch mit den Dingen auseinandersetzen. Und das wollte ich so als, vielleicht noch als Kontext geben. Man muss nicht immer nur am Notebook sitzen. Ja, so ist es. Und auch das ist so für mich, ist, dass Arbeitszeiten dann eigentlich nicht, aber irgendwie schon, aber irgendwie nicht, aber irgendwie schon. Wenn man da über moderne Arbeitszeiten nachdenkt, sollte man auch überlegen, dass genau sowas einen natürlich auch weiterbringt. Mich bringt das auf jeden Fall weiter. Aber ja, dann laufe ich um die Ecke und bin echt schon kurz vorm Kotzen und dann sehe ich ganz weit vorne irgendeinen und denke mir, den hole ich mir jetzt auch noch. Mein Gehirn funktioniert da nicht sehr sauber. Also ja, dich hole ich. Aber. Ja, there we go. So, worüber wollen wir noch reden. Ich hab wir wollen eigentlich über Elon ein bisschen reden, oder? Elon und Donald in den Rosenkrieg.

Markus:

Also komplett ignorieren kann man das nicht.

Daniel:

Ich finde, das ist auch Arbeit. Ich finde, man muss auch wahnsinnig viel an sich mental arbeiten. Und das sehe ich aber auch als Arbeitszeit. Und das ist etwas, was ich so.

Markus:

Du glaubst, du siehst, dass der Harry Stabbing bei dem Post auch als Arbeitszeit?

Daniel:

Ich kann mir gut vorstellen schon. Ich kann mir schon gut vorstellen, dass diese Leute das so sehen. Vielleicht nicht das Laufen per se, darum geht es gar nicht, aber dieses An sich arbeiten, wenn man das mit dem Studium zum Beispiel nochmal aufgreift von vorhin. Ich würde es wahnsinnig geil finden, wenn Studien zumindest extra curriculäre Empfehlungen hätten, wie man mental stärker wird, wie man resilienter wird in Zeiten wie diesen. Und das finde ich schon, das würde ich schon ganz geil finden, weißt du, was ich meine? Und wie man damit umgeht, weil man merkt, es ist fast pandemisch, wie Leute da Problemchen entwickeln. Muss ich ehrlich sagen.

Markus:

Es wird dem Elon wahrscheinlich auch helfen, ne?

Daniel:

Ja, wenn man so offen zugibt, dass man so Ketamine nimmt wie er und dann dieses Rauf und runter. Und du siehst, die beiden gehen miteinander um, halt wie zwei Vierjährige, und das mache ich mit größten Respekt für die Vierjährigen, wo der eine dem anderen halt das Auto weggenommen hat und dann brausen die auf sofort auf Kill-Modus. Und da brauchst du halt eigentlich die Eltern, die dazwischen gehen und sagen, na, na, na, na, na, hier, mal beide hinsetzen, es gibt genug Autos für alle und trink mal was. Das ist übrigens, das sehe ich immer wieder auch so bei Kindern, wenn die mal einen Schluck trinken oder mal ein Stück, was weiß ich, ein Stück Mango dazwischen essen oder so. Irgendwas, was das stirbt. Das ist wirklich lustig. Hatte ich heute Morgen mit unserem Sohn, war wütend, weil er nicht aufstehen wollte. Also aufstehen, aber so ein bisschen ein bisschen edgy und hatten schon Frühstückfilm vorbereitet, einen frischen Obstsalat und dann habe ich einfach gelernt, wenn er mal so ein Stückchen isst, zum Beispiel so etwas wie eine Mango, Banane, Ananas, irgendwas, was sehr fruchtig ist und wo du aber auch merkst, das macht was mit dem Hirn relativ schnell und mit den Geschmacksrezeptoren, dass du da auch schnell mal so einen kleinen Wutmoment ad acta tun kannst. Ich liebe solche Themen.

Markus:

Ja, scharf, vielleicht wäre das die Lösung.

Daniel:

Hätte bei Elon mal ein Stück Mango von Onkel Dani bekommen, oder? Hätte ich ihn auch mal auf den Schoß genommen und gesagt, so Elon, was mach dich denn wütend, bevor du es mir sagst, probiere mal, wie findest du denn die Mango? Dann isst du die Mango. Noch ein Stückchen Mango. Noch ein Mango, okay. Und dann braucht er so eine Umarmung. Das fehlt den beiden, das merkt man. Den beiden Typen fehlt einfach so eine Umarmung. Oder?

Markus:

Ja, ob eine Umarmung jetzt helfen würde, weiß ich nicht, aber es glaube ich in ihrer Kindheit wahrscheinlich zu wenig Umarmungen gegeben hat, so wie ja, sie Persönlichkeitsstruktur aufgebaut ist. Das tatsächlich Spannende an der ganzen Geschichte ist natürlich, dass die ganzen Tech Bros, die jetzt zum Trump gewandert sind, über den Elan eigentlich auch irgendwie und wo der Elon natürlich eigentlich ihr ideologisches Vorbild ist. Und jetzt sind sie aber da in dem Gefehlte von dem Trump, wo sie plötzlich das Gefühl haben, sie haben unglaubliche Macht und jeder hat das Gefühl, sie sind die Flüsterer vom Präsidenten, dass die sich jetzt entscheiden müssen, auf welche Seite sie gehen. Das machen sie alle nicht. Sind alle still und leise im Hintergrund und äußern sich einmal gar nicht, weil sie halt totalen Schiss haben, dass sie diese Position wieder verlieren und hoffen, dass sie das jetzt halt irgendwie kitten können. Die Realität, die sich gefühlt jetzt so ein bisschen abbildet, ist halt, dass schon der Donald ein bisschen am längeren Ast sitzt und dass der Elon mehr und mehr realisiert, dass er sich da jetzt in eine Situation navigiert hat, die schwierig ist für ihn, weil er halt schon sehr abhängig ist, auch von Government Contracts. Und dass vielleicht jetzt auch seine Kumpanen da jetzt nicht bereit sind, mit ihm in Ultimatum reinzulaufen, sondern dass die ihre neue Position da in der Nähe vom Trump eigentlich sehr genießen. Und da ist der Elan, glaube ich, auch nicht so gut. Sim Altman ist ja bekannt dafür, dass er genau in solchen Situationen, wenn es um Politik und Partnerschaften und so weiter geht, da ist er da, da mega erstritten sie ja ist, was man gesehen hat bei diesen, ich nenne es jetzt bei Putschversuchen bei OpenAI. Aber da ist Elan, glaube ich, ein bisschen holprig und derwächsen hat nicht die soziale Intelligenz auf dem Level, um sowas erfolgreich zu navigieren. Wir werden sehen, was in den nächsten Wochen noch folgt, weil mein Gefühl ist, dass der Donald in diesem Rosenkrieg ein bisschen bessere Karten hat.

Daniel:

Ja, das merkt man eindeutig. Die Art, wie Elon da auch zurückgerudert ist. Aber es ist halt die Art und Weise, wie schnell das auf einer sozialen Plattform eskaliert ist. Mit Kommentar gegen Kommentar. Ich meine, das machst ja nicht, wenn du älter als 21 bist. Und unter zwei Promille. Das ist schon erstaunlich, dass die beiden die vermeintlich mächtigsten Männer der Welt sind. Und du hast aber auch recht, dass beiden dieses Fingerspitzengefühl, wie zum Beispiel an Sam Altman es hatte oder wie auch immer, das fehlt dir ja komplett. Die kennen ja eigentlich nur den anderen Gegner erniedrigen oder erdrücken oder platt machen mit etwas, was ich vermitteln. Aber so diesen Diskurs, um nochmal dieses Wort zu verwenden, das scheint es da nicht unbedingt zu geben. Und das ist halt schon wahnsinnig übel zu sehen, auf wem man da losgelassen wird. Tragisch. Und was es aber am stärksten macht, ist einfach, dass es das Bild von Amerika einfach so unfassbar, unfassbar schädigt und zeigt gleich Elons Unternehmen abräumt. Ich weiß auch nicht. Ich weiß persönlich auch nicht, wie das ausgeht.

Markus:

Ja, ich meine, er wird im Hintergrund, glaube ich, sehr viel daran gearbeitet, dass man den Donald halt irgendwie besänftigt und dass er halt möglichst da wieder eine Beziehung aufbauen kann. Der Elon kommt ja auch zurückgekrochen jetzt schon. Hat sich auch schon, ich glaube nicht entschuldigt, aber zumindest gesagt, er bedauert dieses Statement. Mal schauen, wie was sich der Donald jetzt dann halt auch, wie er sich hinreißen lässt, dass er da halt auch quasi wieder einen Schritt auf den Eln zumacht. Also ich schätze, da gibt es dann auch wieder gewisse Bedingungen, die aufgestellt werden für einen Trump ist ja alles irgendwie eine Verhandlung. Da bin ich mir sicher, dass er gewisse, vielleicht sind es finanzielle Aspekte, irgendwas wird es sich sicher aushandeln, dass damit dieser Krieg beendet wird, dieser Rosenkrieg, den die beiden haben. Ich glaube schon, dass sie wieder zueinander finden. Ganz einfach auch, wenn man sich die Historie anschaut, dass der Trump sich ja schon mit alles und jedem schon mal bekriegt hat und trotzdem aber auch dann wieder mit Leuten zusammenarbeiten kann. Es braucht halt, wie gesagt, ich glaube, es braucht irgendeinen Zuckerl. Und es haben zu viele Leute da zu viel zu verlieren, wenn das nicht klappt. Insofern gehe ich schon davon aus, dass die wieder zwar irgendwie zusammenfinden, nicht in irgendeiner Government-Funktion, aber dass der Elend sich wieder wohlwollend äußert und dass es wieder Government-Contract für Tesla gibt und SpaceX und.

Daniel:

Ja, gerade für SpaceX wird das doof und alles, was dahinter hängt, weil das ist ja nicht ganz unwesentlich für die ganzen Space Tech-Unternehmen, da auch irgendwie ihre Sachen außerhalb der Erde transportiert zu bekommen. Da braucht man irgendwie schon das alles, was dahinter hängt. Let's see. Es wird immer aufregend sein, also kann auch schon nächste Nacht wieder alles auf den Kopf gedreht werden. Da kann ja auch immer irgendeine Pornodarstellerin kommen oder man weiß es ja nicht, was da so passiert, oder?

Markus:

Ja, fair. Vielleicht hat der Elon auch noch irgendwelche technologischen Asse im Ärmel.

Daniel:

Man weiß es nicht. Ich glaube eher irgendwelche Pornodarstellerinnen unter dem Tisch. Aber you never know. Es bleibt aufregend bei 1921, The White House. Ja, auf Kalifornien braucht man an der Stelle nicht eingehen, aber holy fuck, was da passiert. Das kannst du eigentlich auch nicht erfinden. Und die Art und Weise, wie es passiert. Und ich habe ja immer das Gefühl, dass, eigentlich, weil die wollen wir jetzt gar nicht drüber reden, aber trotzdem ist immer irgendwie Amerika immer so auch so irgendwie so hart am Wind ist, irgendwo, dass sich da ein Bundesstaat abspaltet oder dass dann irgendwie das Pulverfass explodiert und dann geht es ein bisschen unangenehmer zu. Und irgendwie schaffen sie es da immer rauszukommen, aber jetzt gerade, dass Marines entsendet werden nach Kalifornien, die Karte hätte jetzt auch nicht unbedingt so meine 2025. Weißt du, was ich meine? So, so Auswahl. Aber ja, da ist immer, man wacht es morgens auf, schaut sich die Aktiengröße und denkt sich, was war denn da wieder? Aber gut, lass uns doch wieder in trockenere Gefilde kommen, wo alles so ein bisschen normaler zugeht. Lass uns doch nochmal zum Abschluss über irgendwas. Irgendwas Schönes reden. Gut. Oder? Finde ich auch. Ich muss einen kurzen schamlosen Plog machen, weil die, die jetzt zuhören, die mögen uns ja sowieso. Ich habe ein sehr cooles YouTube-Video zum Thema Bühnenangst gemacht. Das heißt, wenn jemand, der gerade zuhört und sich mit Bühnenangst beschäftigt, einfach auf meinen YouTube-Kanal mal zuschauen. Das hat mir Spaß gemacht, mich damit auseinanderzusetzen. Ist ziemlich gut geworden. So, mehr rede ich auch nicht drüber. Ist mir nur gerade eingefallen, dass ich das auch erwähnen wollte als guten Verbraucher-Tipp. Worüber magst du noch reden? Gleich Rockstars oder?

Markus:

Ja, war noch ein kurzer Sprung zu Mimo, einem unserer Vorzeiger-Startups in Österreich und die haben sich gerade etwas durchaus Einzigartiges getraut. Die disruptieren nämlich gerade ihr eigenes funktionierendes Geschäftsmodell bis zu einem gewissen Grad. Es war eigentlich oder ist immer noch eine Coding-Learn-App, die auch sehr erfolgreich über die letzten Jahre war. Und die haben aber jetzt ein neues Produkt gestartet, das, wenn man so will, eigentlich das, was sie in ihren Kursen lehren, obsolet macht. Nämlich eine Vibecoding-Plattform namens Instance. Und die Idee ist halt, dass man dort mit einer Idee und ein paar weiteren Anweisungen ein funktionierendes Produkt bauen kann. Also dieser ganze Bereich Vibecoding ist einfach so, dass man sagt, ohne dass man programmieren kann, kann man Apps oder Webseiten bauen, weil halt einfach die AI mittlerweile so gut ist, dass sie für dich codet. Also du sagst dir quasi an, was sie zu tun hat. Und da gibt es schon einige Champions, auch Europa, wahrscheinlich eines der heißesten Startups in Europa, ist aktuell Lovable. Da streiten sich gerade die ganzen Top-Tier-VCs drum, wer kann mit denen die nächste Runde machen. Und da ist natürlich cool, wenn wir jetzt auch aus Österreich heraus einen Play haben, die in diesem Markt mitmischen und besonders mit Mimo auch einen Player haben, die einfach ja schon auch wissen, wie der Hase läuft und dass ich ja auch das Zeug dazu haben, in diesem sehr spannenden Markt auch eine gewichtige Rolle zu spielen. Und dazu gehört aber auch Mut, weil das ist genau, was ich am Anfang angesprochen habe, ein funktionierendes Produkt zu disrupten. Das ist etwas, wo viele Unternehmen sich nicht drüber trauen. Aber genau in einer Zeit wie aktuell, wo einfach sich die Dinge verändern, wo wir mit ganz anderen Möglichkeiten ausgestattet sind, da ist manchmal genau dieser Mut notwendig, um relevant zu bleiben und auch vielleicht nochmal ein anderes Level an Erfolg zu erreichen.

Daniel:

Bin ja ein großer Fan von dem Team. Ich habe jetzt nochmal so kurzfristig gegoogelt und da habe ich einen Link zum Standard gefunden. Schauen wir mal, was die Experten im Standardforum denn zu Instance am Co. sagen.

Markus:

Den Fehler machen wir immer wieder.

Daniel:

Ist ja auch fein. Man möchte sagen, du österreichischer Seele, erzähl mir mal, was du denkst. So, 17 Likes. Für Seiten wie Kaufhaus Österreich wird schon reichen. Das war so der Kommentar mit den meisten Likes. Aber ansonsten gar nicht mal so negative Kommentare. Einer schreibt ganz interessant, auf der einen Seite freut es mich beruflich, modernisieren wir Software und ich bin im Security-Bereich tätig. Die Arbeit geht nicht aus. Auf der anderen Seite, seid's deppert. Das wird ein Security-Albtraum werden. Interesting. Dann recht lang. Da geht es um AGBs, klar, das muss natürlich auch sein. Artificial Intelligence oder Action India.

Markus:

Okay, auch alle Gründe, warum es nicht geht.

Daniel:

Man sollte bei aller berechtigten Kritik nur eines nicht vergessen. Heute geht auch Fifty Shades of Grey als Literatur durch und wird zum Welthit.

unknown:

What the fuck?

Daniel:

Programmieren. Programmierkenntnisse ist kein Programmieren. Oder darf ich auch sagen, dass ich kochen kann, weil mir meine Mom das, was ich bestellt habe, vor die Nase stellt. Ja gut. Also man sieht, die Experten finden das dann auch gut. Nette Spielerei wird aber niemals einen echten Entwickler ersetzen, auch wenn die Firmen sich das wünschen.

Markus:

Oh wunder, nicht mal der Opfer.

Daniel:

Ja, ja, aber ich finde das immer wieder schön, aber das Lustige ist, du könntest jedes Thema nehmen. Aus Veränderung, Innovation, Neuerung. Und du könntest dieselben Kommentare finden.

Markus:

Ja, aber das ist halt grundsätzlich, ich glaube, das ist nicht nur Innovation, Neuerung, Tech oder was auch immer, es ist egal welches Thema. Es gibt halt die Menschen, die ihre Lebensaufgabe darin sehen, kluge Kommentare oder ich nenne es jetzt unter Anführungszeichen kluge Kommentare in Online-Foren und Artikel zu teilen. Und das ist ein ganz besonderer Schlagmensch.

Daniel:

Let them be. Aber auch lustig. Als ob man den Job Möbeldesigner anstrebt, aber dann maximal ein Billiregal zusammenschrauben kann. Aber ich wette keiner von denen, die da irgendwas kommentieren, hat jemals ein Unternehmen gebaut, geschweige dann Angestellte gehabt. Natürlich nicht. Ich finde Vibecoding saugeil. Ich finde es saugeil, wie Memo das macht, dass sie sowas bauen und dass sie Lovable und Co. einfach mal gepflegt den Mittelfinger zeigen und was machen. Und für mich ist es noch immer so, für mich so der Grundgedanke hinter allem ist ja noch immer, wie kann man, wie können Menschen Ideen so schnell wie möglich und so effizient wie möglich umsetzen, unabhängig von Vorbildung und Co. Das ist etwas, was für mich ein Thema ist, das mich seit vielen Jahren begleitet. Und da finde ich halt Vibecoding einfach einen richtig geilen Schritt, wo du einfach ohne langes Softwarestudium was einfach machen kannst. Und die meisten wollen aber einfach nicht machen, weil man darauf kommt, das ist ja auch sauschwer, weil du brauchst ja in Wahrheit eine echt gute Idee dafür. Und du musst auch dranbleiben, du musst ja auch probieren, du musst ja auch Biss haben. Aber eben, du musst nicht irgendein Software eine Software lange kennen, du musst dich aber trotzdem damit auseinandersetzen.

Markus:

Dann wird Sam Altman diese Woche einen Artikel veröffentlicht, wo er gesagt hat, er glaubt, jetzt ist die Zeit der finally die Zeit der Idea-People, die ja oft belächelt wurden von Menschen, die es dann tatsächlich umgesetzt haben. Also so dieses klassische, ich habe eine Idee, ich brauche ein Team, das jetzt mir eine App baut. Ich meine, ist, glaube ich, immer noch ein langer Weg, weil es braucht immer noch deutlich mehr als einfach nur die Idee. Die Umsetzung beinhaltet ja nicht nur die technische Umsetzung, aber interessant, dass der Sam Altman da jetzt daherkommt und sagt, we need the idea people now.

Daniel:

Hat er auch recht. Und also glaube ich auch ganz fundamental dran, du musst aber auch diese Ideen finden und diese Ideen validieren. Und da liegt meistens ein gutes Problem zugrunde. Und wenn wir dann den Bogen zum Anfang unseres Gesprächs finden, da ist es manchmal ganz sinnvoll, dass man eine gute Ausbildung hat, die einem hilft, Probleme zu erkennen, Probleme zu validieren und natürlich auch Menschen zu identifizieren, die genau diese Probleme haben. Und da ist vielleicht dann manchmal doch ein ganz gutes Studium brauchbar. Und das Coole ist, man hat ja oft gesagt, ja, Ideen können auch mal in der Uni ein bisschen verrotten oder es ist schwer, aus den Unis herauskommend gute Ideen zu haben. Aber da gibt es jetzt einen weiteren, ich sag groß, einen weiteren, aber es gibt schon ein paar schöne Lösungen, einen weiteren Schritt nach vorne, wenn man an der Virtuals Uni Wien studiert. Was ist denn das, lieber Markus?

Markus:

Ja, die WU bekommt einen kleinen Venture an, nennt sich WUIgnite Ventures. Und das ist etwas, wo Rudolf Dömeter ist, der ist unser Rockstar der Woche auch. Diesmal, und das ist etwas, wo wir schon lange auch mit ihm drüber gesprochen haben. Das ist, was halt in Europa auch oft fehlt, sind es gibt in Amerika diese Dormroom-Funds, wo man sehr frühfasig, wo aus UNIS raus Ideen entstehen, die dieses erste Kapital brauchen. Das ist das eigentlich sehr selten in Europa, in Österreich gibt. Und ja, in diese Richtung geht das jetzt. Also maximale Ticket kostet 50.000 Euro. Das klingt jetzt nicht viel im großen Venture-Ökosystem. Das ist genau diese 50.000 Euro oder maximal 50.000 Euro manchmal reichen nochmal 30.000, um einfach mal starten zu können, um sich zu trauen, aus der Uni raus was zu machen, wo man sagt, okay, man kann jetzt ein paar Monate einfach probieren, fliegt das. Und ich glaube, es schließt schon eine interessante Lücke, die wir haben. Es ist cool, es kommt, das Geld kommt aus der WU-Stiftung. Mit dem Rudolf ist da jemand in der Geschäftsführung, der das Ökosystem unglaublich gut kennt, also auch die Brücke dann schlagen kann zu den nächsten Schritten, die folgen. Und ja, bin eigentlich sehr froh, dass es jetzt kommt. Und Congrats an dich, Rudolf, dass du da dran geblieben bist und sind schon gespannt auf die ersten Investments. No pressure.

Daniel:

Im Übrigen an der Stelle, aber wir erwarten Großes. Nee, super gut. Super, super gut. Freuen wir uns. Wir sehen ja auch, dass die Community da sehr stark drauf reagiert, weil es einfach das ist, was man so gebraucht hat. An der Stelle würde ich sagen, haben wir eigentlich auch alles abgedeckt, was man so an so einem guten Tag brauchen könnte des Podcasts, oder? So ist es. Finde ich auch. Das heißt in dem Sinne, wir freuen uns, wünschen euch eine schöne Restwoche und dann hören wir und sehen wir uns das nächste Mal. Dankeschön, bye bye.