Future Weekly

#444 - Bildungszukunft mit AI, Group Chat Revolution, Mutloses Budget

Markus Raunig, Hannah Wundsam Episode 444

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🇦🇹 Budget ohne Mut
🇺🇸 Group Chat Revolution
🐛 Das lange Warten auf die Series A
🐦‍🔥 Anyline verpasst sich AI Kur
🧠 Next Gen Notion
🎓 Bildungszukunft im AI Zeitalter
🔥 Heizma wird zum Investment Case
🎸 Rockstar der Woche: Lisa Reiss

Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Markus:

Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend, willkommen bei Future Weekly. Willkommen zur 444. Episode Jubiläum. Und dafür ist heute wieder die Hannah Wort. Hallo Hanna.

SPEAKER_00:

Hallo Markus.

Markus:

Ja, wir haben großartige Themen im Gepäck. Wir reden über das Budget, was ein bisschen mutlos ist. Und wir reden über die Group Chat Revolution in Amerika, wie dort der Start von Signal-Gruppen übernommen wurde. Wir reden über das lange Warten auf die Series A, über Anyline, das sich eine AI-Kur unterzieht, über die Zukunft von Notion, über die Zukunft der Bildung im Zeitalter von künstlicher Intelligenz. Ein kleiner Deep Dive. Und wir reden natürlich über Heizmann, das plötzlich zum Investment Case geworden ist. Und wir haben einen großartigen Rockstar der Woche. Lasst euch überraschen. Future Weekly, here we go. Ja, und wir starten mit The News und da gab es am Dienstag, Anfang der Woche, die Budgetrede. Also wurde vorgestellt, wie der Staatshaushalt finanziert werden soll wie diese große Schuldenkrise, die sich da hervorgetan hat in den letzten Monaten, wie die bewältigt werden soll, wo da der Sparstift angesetzt werden soll, was trotzdem für Akzente gesetzt werden sollen. Und ja, ich finde, es ist etwas ernüchternd an Betracht dessen, dass wir jetzt zwei Jahre keine Wahlen haben, dass da eigentlich ein Window of Opportunity wäre, auch mal unpopuläre Maßnahmen zu treffen, die einfach notwendig sind. Stichwort Pensionen zum Beispiel, dass das halt wieder fehlt. Es ist auch nicht, es gibt auch positive Seiten, aber ein bisschen mutlos finde ich es schon. Wie siehst du das?

SPEAKER_00:

Ähnlich. Also wirklich schließen kann man die Lücke mit den Zugängen jetzt nicht. Es war jetzt wenig Überraschendes dabei, muss ich sagen. Ich hätte mir schon auch erhofft, dass sie bei den Pensionen mutiger sind. Für mich ist schon die Frage, inwiefern können jetzt Akzente gesetzt werden, die die Wirtschaft ankurbeln, weil wir leben einfach in einem sehr starken Sozialstaat, bei denen Pensionen sehr hoch gezahlt werden müssen, bei denen im Endeffekt halt die Leistungsträger diejenigen sind, die neue Unternehmen gründen, die Arbeitsplätze schaffen und da braucht es auch gewisse Investitionen. Und ich war gestern bei den Impact Days und dort waren natürlich hauptsächlich Social Entrepreneure. Da waren einige, die gesagt haben, ja, viele Förderungen, mit denen sie wirklich jahrelang gearbeitet haben, wo sie auch nicht haben vorstellen können, dass die gecuttet werden, wurden ihnen jetzt schon noch vor der Budgetrede sogar gestrichen. Und das sind ganz viele eigentlich der jungen Unternehmen, der Innovationstreiber, die gar nicht mehr vom Staat unterstützt werden. Und das ist, finde ich, schon etwas, wo wir uns anschauen müssen, was heißt das denn, weil damit fallen Arbeitsplätze weg, damit fallen Personen weg, die hier wieder einzahlen in die zukünftigen Pensionen etc. Aber ja, gab es auch positive Aspekte für dich?

Markus:

Wir fallen erst nochmal ein paar negative ein. Schlusslos. Ich meine, das, was du ansprichst, das Fördersystem ist natürlich schon, ich glaube, da gibt es auch viel Raum für Verbesserung. Ich glaube, es gibt Doppelgleisigkeiten, es gibt auch Förderungen, die einfach nicht notwendig sind. Aber du hast schon recht, es gibt da auch Sicherheitsförderungen, die genau eben das Sprungbrett sind, was manchmal notwendig ist, wo es einen Marktversagen gibt und die jetzt trotzdem halt gestrichen werden, weil es halt keine Interessensgruppe ist, die viel Macht da draußen hat, wo sich die Politiker nicht davor anscheißen. Und gleichzeitig wird halt für mich wirklich einer der unfassbarsten Aspekte, wieder wieder irgendein Pendlerpauschalbetrag oder was Pendlerbetrag erhöht, wo ich sage, das ist ja okay, irgendwann war das vielleicht logisch, dass es sowas wie eine Pendlerpauschale gibt, dass man Anreize schaffen will, dass Leute sich einen Job auch leisten können, der ein bisschen weiter weg ist. Weil mit all dem, was man jetzt weiß, was das halt auch bedeutet, aus einer Klimaperspektive, was Anreize zu schaffen, dass Leute da jetzt ewig lang durch die Gegend fahren und das weiter zu finanzieren, das ist für mich, es ist wirklich unerfindlich, wie man am Ende da wieder zur Überzeugung kommen kann. Das muss nochmal ausgebaut werden. Das muss quasi statt dem Klimabonus, der natürlich eine GISKAN-Förderung und natürlich glaube ich sicher nicht besonders treffsicher war. Aber ja, also das sind so ein paar Themen, wo ich halt einfach nur sehe, obwohl da jetzt zwei Jahre keine Wahlen sind, ist halt doch wieder schauen, wie kann man eigene Klientelpolitik betreiben. Und das finde ich schade. Positiv, ich glaube, das, was man zumindest gut heißen sollte, ist, dass jetzt im Bildungsbereich nicht radikal irgendwo gekürzt wurde. Ich glaube, dort, dass das ist sinnvoll. Das ist ein Bereich, wo es gerade nicht einfach ist, wo es viel Handlungsbedarf gibt, wo man Akzente setzen muss, weil das ist eben genau das, wo man in die Zukunft investieren muss. Aber sowieso, wir werden nachher noch drüber reden, sich einfach der Arbeitsmarkt massiv verändern wird in den nächsten Jahren und das Bildungssystem muss mitziehen. Und einfach der soziale Zusammenhalt ist besonders in Schulen, da ist Feuer am Dach. Also da ist, glaube ich, gut, dass es dafür immerhin ein gewisses Budget und auch Raum für Akzente gibt, das muss man das halt auch sinnvoll einsetzen, weil sich auch weiß aus eigener Erfahrung, dass besonders im Bildungssystem dann halt schnell ideologische Grabenkämpfe ausbrechen, wo dann halt jede Erneuerung, jedes Verändern mit unglaublich langen Prozessen einhergeht und da hilft dann auch Geld manchmal nicht. Also ich glaube, da geht es dann schon auch darum, wie sehr schafft es, eine Regierung da Akzente zu setzen.

SPEAKER_00:

Absolut, und das Geld auch wirklich smart einzusetzen und dass es nicht im Verwaltungsapparat untergeht oder auch negative Anreize geschaffen werden. Ich habe zum Beispiel früher in Sommerkursen Englisch und Tanzen unterrichtet und habe mitbekommen, dass eine Schule jedes Jahr irgendwas renoviert hat, was der Schulhof, was die Turnhalle, aber jetzt nicht wirklich großartig, sondern einfach irgendwie neu gestrichen oder sowas, weil sie halt am Ende des Schuljahres noch Budget offen hatten. Und damit sie das nicht verlieren und nicht ein niedrigeres Budget im nächsten Jahr bekommen, haben sie das halt dann noch ausgegeben. Also sowas muss unterbunden werden.

Markus:

Ja, das ist die ultimative Grundproblematik mit allen Budgets in größeren bürokratischen Strukturen. Und da muss man halt, weil das Problem ist, es sind ja oft auch irgendwelche Personalstände dahinter und da ist in dem Moment, wo Personal involviert ist, ist Menschelt. Und dann ist halt, ja, ist halt auch eine Entscheidung schwierig, wenn das bedeutet, dass halt gewisse Stellen gestrichen werden. Aber so wie das jetzt halt auch im privaten Bereich passieren wird in den nächsten Jahren, einfach aufgrund des Wettbewerbsdrucks und künstlicher Intelligenz, wird auch staatlich anschauen müssen, wo ist sinnvoll, wo braucht es die Arbeitskräfte, wo braucht es auch das menschliche, das menschliche Schwiegerspitzengefühl, wo kann automatisiert werden. Und da erwarte ich mir schon nochmal deutlich mehr von dieser Regierung, weil wie wir vor einem, was ist es, jetzt, drei Monaten gesprochen haben, wie es halt klar war, okay, man reißt sich jetzt doch zusammen, man verhindert den Rechtspopulismus, der an die Macht kommt in Österreich. Man probiert das jetzt nochmal mit den alten Vernünftigen unter Amtsführungszeichen Kräften. Dann war aber gleichzeitig klar, wenn man das jetzt nicht auf die Reihe kriegt, dann ist halt in vier, fünf Jahren oder wann auch immer, wie lange es auch hält, ist halt dann wirklich Ende Gelände. Und dann haben wir genau das gleiche Problem, was wir halt jetzt in Amerika sehen, wo einfach ein Zusammenbruch der Institutionen gibt, wo einfach das ist eine Erodierung des Vertrauens und der Grundsätze, auf die unser Wirtschaftssystem in den letzten Jahrzehnten aufgebaut wurden. Und das möchte ich nicht. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das sonst jemand möchte. Aber es ist so dieser Switch von das muss jetzt gemacht werden. Und deswegen bin ich einmal mutig und mache das so tatsächlich umsetzen als Politiker, ist sicher nicht einfach.

SPEAKER_00:

Trotz der Herausforderungen, die wir gerade auf globaler Ebene spüren. Aber gerade diese Herausforderungen, die geben dann auch immer wieder Wege offen für Gruppen, die ihre eigenen Ideen spinnen. Und ich finde, da ist diese Group Chat-Revolution, die eigentlich gerade in den USA vor sich geht, auch ein gutes Beispiel dafür, wo du zum Teil Riesen WhatsApp- oder Signal-Gruppen hast, wo nicht nur Politik diskutiert wird, sondern auch Politik gemacht wird, gefühlterweise.

Markus:

Da gab es einen sehr guten Artikel, wo eben analysiert wurde, wie jetzt halt auch dieser Machtwechsel in Richtung Trump. Wenn man sich das anschaut, wie das diesmal passiert ist. Und vor in der ersten Legislaturperiode, dann war das ja bei der ersten Legislaturperiode viel groß angekündigt und dann am Ende war es halb so wild. Wenn man sich ehrlich, ja, ein paar Dinge waren schon schwierig, aber grundsätzlich war das alles noch im Lot. Und die Institutionen haben weiterhin funktioniert. Und jetzt ist das halt ein ganz anderes. Also da war offensichtlich eine viel bessere Vorbereitung dahinter. Das war mit viel mehr Drive, mit Leuten, die da halt auch echt ganz anders ans Werk gehen. Und es ist jetzt nach und nach eben rausgekommen, dass da schon die Tech-Elite Amerikas da sehr stark involviert war, die durchaus einen Kulturwandel vollzogen haben in den letzten Jahren. Es war, die meisten bekannten Te-Persönlichkeiten waren in der Vergangenheit liberal eingestellt, waren eher demokratisch geprägt und irgendwann ist so ein bisschen das gekippt und es war eine Frustration da mit den Rahmenbedingungen und was da passiert ist. Und da gab es ein paar Wortführer, zum Beispiel eben dann Marc Andresen, Andresen Horowitz war da sehr stark involviert. Und die haben eben über Group Chats, also Signal-Gruppen, ganz konkret, einen echten Kulturwandel in diesen Kreisen. Das sind halt sehr selektive, exklusive Kreise, aber die haben es tatsächlich da geschafft, die Meinung ziemlich zu kippen. Heißt nicht, dass es nicht trotzdem liberal denkende Start-up-Größen gibt in Amerika, aber es ist so die Mehrheit sicher ein bisschen in diese Richtung abgedriftet. Ich weiß nicht, wie die jetzt dazu stehen, nach all dem, was da passiert ist, aber das war schon bemerkenswert, wie das gelungen ist. Und da sieht man halt aber auch, wie unsere Welt aktuell anders funktioniert, wo du halt durch Groupchats, da wird schon irgendjemand haben gesagt, Group Chats rule the world, by now. Und es ist schon eine gewisse Wahrheit dahinter. Also wo, in welchen Gruppen bist du dabei, wie aktiv bist du da? Wie viel Zeit erfordert das auch?

SPEAKER_00:

Also das ist bemerkenswert. Das sind alles extrem erfolgreiche Unternehmer, die zum Teil immer noch in hohen Positionen, verantwortungsreichen Positionen in ihren Unternehmen sitzen und dann so viel Zeit investieren, in solchen Gruppen oder auch auf Social Media zu posten. Das ist ja wirklich eine Maschinery und ich glaube nicht, dass die alle irgendwelche Assistenten haben, die das für sie machen, sondern das wirkt schon sehr danach, dass sie das zum Großteil selbst machen.

Markus:

Die haben, glaube ich, viel mehr eben Assistenten bzw. halt einfach Manager, die das Unternehmen managen. Und ich glaube, persönlich sind sie halt eher auf der Flughöhe unterwegs. Was halt auch ein Gefühl, also man aus einer Unternehmensperspektive kann das natürlich, kann das Sinn machen. Es kann ein super Return on Investment sein, wenn man dadurch jetzt eine ganz andere Rahmenbedingungen bekommt und halt, also es kann auf das Unternehmen massiv positive Auswirkungen haben. Es kann jetzt auch ganz hart gesprochen, wenn in Trump-Zeiten, dass man da eine enge Bildung aufbaut und enger innoviert ist, ist sicher für das Unternehmen sehr hilfreich. Ich glaube halt trotzdem, dass man da auch sehr schnell in eine Position kommt. Grundsätzlich natürlich, wenn man sehr erfolgreich ist, wirtschaftlich und das Gefühl hat, okay, man hat das halt jetzt geschafft und so viele richtige Entscheidungen getroffen in der Vergangenheit, dann hat man natürlich sehr schnell dieses Icarus-Syndrom, wo man halt der Sonne ein bisschen zu nahe kommt und das Gefühl hat, okay, man kann jetzt die Welt regieren und man, weil man sich halt, weil man da so erfolgreich war, kann man überall erfolgreich sein. Und all diese Prinzipien, all diese First Principles, die da funktioniert haben, dass man die jetzt auf Politik umlegt. Und da bin ich vorsichtig. Ich glaube, das ist, es kann schnell ein Druckstoß werden. Und man sieht schon, dass, ja, da bin ich ziemlich sicher, dass da nicht alle jetzt so happy sind mit den Verwerfungen auf der ökonomischen Ebene, die es jetzt einfach gibt durch die Zölle. Ich glaube.

SPEAKER_00:

Was ich in dem Kontext schon noch spannend finde, ist, was das alles für eine Gruppendynamik hat. Also ich glaube schon, dass da einfach viele sehr starke Meinungsbilder in diesen Gruppen sind, die eben besonders laut sind und hier viele mitreißen mit ihren Argumenten und es ist ja auch viel einfacher, Rechte und zum Teil radikale Themen zu positionieren und runterzubrechen und jetzt zu sagen, warum das Sinn macht. Es gibt mittlerweile sogar Wissenschaftler, die sich in diese Richtung entwickeln und man kann jetzt für alles irgendwie seine Rechtfertigung finden. Und ich habe auch gelesen, dass viele Liberaldenkenden, die gehen dann, die steigen einfach aus aus diesen Gruppen. Das heißt, weil sie das Gefühl haben, sie werden eh überschrien quasi von den Personen, die hier mit ihren zum Teil recht simplen Messages drüber fahren. Und damit hast du dann noch mehr eigentlich das Gefühl, dass die gesamte Tech-Welt in die Richtung denkt. Und wenn das halt deine Vorbilder sind, dann hinterbrigst du es vielleicht dann auch gar nicht mehr so stark. Und das hat, finde ich, diesen zusätzlichen gefährlichen Effekt, dass es halt, dass du die Konversation dann so stark nur mehr in eine Richtung lenkst, weil diejenigen, die anders denken, das Gefühl haben, ich tue mir das gar nicht an und ich steige aus der Konversation aus.

Markus:

Es ist schon eine sehr interessante Frage, weil natürlich, ich glaube, dass er wahrscheinlich in dem Bereich, wo das so herrührt, dass du halt besonders in Amerika war, das ganze Thema DY, das war nochmal ein ganz anderes Level als in Europa. Also ich habe mit ein paar europäischen Startups gesprochen, die amerikanische Investoren gehabt haben und die haben komplett verrückt, was man da für ein Reporting machen muss auf der Ebene, weil die Amerikaner das fordern. Also ich glaube, du hast halt da so ein bisschen den Bogen überspannt gehabt in den letzten Jahren und das hat so ein bisschen ein Feuer ausgelöst, was jetzt halt voller Wäsch zurückkommt als Bumerang in die Anrichtung, wo Leute komplett in ein Rabbit Hole reinfallen und halt überhaupt keine Reflexion und keinen Horizont mehr haben. Und da sind so Filter Bubbles und solche Groupchats sind es natürlich irgendwie Filter Bubbles, weil wie du richtig sagst, die Leute steigen aus, wenn es halt nicht mehr ihren Überzeugungen entspricht. Und irgendwo hat es halt schon viele Leute, haben sie es geschafft zu missionieren. Also es ist ja effektiv eine Missionierung für einen eigenen Chaos. Und was ich spannend fände, und da wäre ich halt gern mal eine Fliege an der Wand gewesen, wie sehr welche Leute auch rein kapitalistisch profitmaximierend gedacht haben. Und einfach gesagt, naja, ideologisch waren wir immer schon alles wurscht, aber das ist jetzt halt eine Möglichkeit, wie ich richtig nah an den Präsidenten ankommen kann und da jetzt halt bei einer neuen Welle einfach als Company, auch im Sinne meiner Company, viel mehr Einfluss und ein viel besseres, für mich persönlich ökonomisches Umfeld finde, und wie sehr das Leute halt wirklich ideologisch getrieben machen. Und da tue ich mir immer noch schwer einzuschätzen, wo das herkommt.

SPEAKER_00:

Ich glaube, es ist eine Mischung. Ich glaube, es ist. Ich glaube, der Großteil ist Ego und eigentlich Opportunismus. Ich habe mir einen Podcast angehört über Elon Musk und seine Entwicklung, auch zu jetzt quasi Trumps rechte Hand. Und der war eigentlich politisch relativ neutral, hat dann quasi, solange die Demokraten im Valley gefeiert wurden, da auch recht gute Kontakte gepflegt. Und der Obama war bei ihm anders, der findet das toll und unterstützt das. Und er hat die Demokraten auch finanziell unterstützt und hat am Anfang auch, als Trump in seiner ersten Amtszeit war, there is not geeignet for this amt. And then had Biden in such amtszeit not to an Congress eingeladen, the führenden Auto Hersteller. Kongress und als Trump, äh, als Musk da nicht eingeladen war, und das war halt gerade um die Zeit um Corona, wo halt Musk die ganzen Arbeitnehmergesetze nicht wirklich respektiert hat, seine Factory nicht schließen wollte und so weiter. Und Biden wollte seiner sehr wichtigen Zielgruppe quasi der ganzen Interessensvertretungen etc. der Arbeitnehmer nicht auf die Füße steigen und hat deswegen Musk explizit nicht eingeladen. Und da hat dann quasi gesagt, na, die Demokraten können mich gern haben und hat alle seine Sponsorings für die Demokraten eingestellt und hat angefangen, sich eher Richtung rechts zu orientieren. Und dann kam noch dazu, dass irgendwie seine Tochter, früher Sohn, auch sich als trans geäußert hat. Und da hat er dann quasi gemeint, ja, jetzt die wurde quasi von seinem Sohn wurde vom Wognes-Virus getötet. Das hat er seine offizielle Aussage. Und ich glaube, dass das alles so Ego-Themen, sehr emotionale Themen, die ihn da hineingeritten haben. Und zusätzlich halt dann hat er auch zuerst nicht Trump unterstützt, sondern seinen Konkurrenten. Und dann als Trump quasi der Versuch war, Trump zu erschießen, da hat sich das Blatt gewendet und ich glaube, das hat Elon Musk auch ganz gut erkannt und hat dann danach gesagt, okay, er unterstützt Trump.

Markus:

Ja, und da wurde es dann richtig opportunistisch natürlich, ja. Also das ist sicher schon, dass halt auch die in den letzten Monaten da irgendwann ab sich abgezeichnet hat, dass das wird. Da kommt dann sicher eine Menge Opportunismus dazu. Aber es wird schon ein paar Leute eben auch in dem, also da Andressen zum Beispiel ist das schon auch sehr ideologisch dahinter. Aber ja, also das sieht man schon. Wir leben halt nicht mehr in den bisherigen Zeiten und wir sind da auch mit anderen Herausforderungen konfrontiert und dementsprechend halt schon auch noch einmal die Message an die österreichische Bundesregierung weiter wursteln bringt uns nicht dorthin, wo wir hin müssen, damit sowas ähnliches nicht auch hier passiert. Ja, weiter wurschteln geht es auch für viele Startups, muss man jetzt ganz hart einmal sagen. Denn wir sehen das in den Daten, dass es gerade unglaublich schwierig weiterhin ist, dieses klassische Venture-Modell durchzulaufen. Es gibt jetzt von Kata, wurde gerade wieder veröffentlicht, die Kohortenanalyse, wie Startups von einer sieht in eine Series A. Wie lange das dauert, dieser Prozess. Und wenn man sich da die Kohorten anschaut, natürlich die Startups, die in 2020, also Ende 2020, da war halt so richtig der allergrößte Startup-Tech-Hyper, weil alle zu Hause waren und Digitalisierung und Stereoids, die haben in den meisten Fällen, also 40% der Startups haben innerhalb von zwei Jahren, die eine SIT-Runde gemacht haben, hatten schon eine Series A. Und das ist natürlich eine super Graduation Rate. Das ist besser als davor war und weitaus besser natürlich, als es jetzt ist, wenn wir uns anschauen. Graduation Rate 2023 Q1. Also da die SIT-Runde bekommen, dann sind wir bei 15%. Also ganz woanders. Es gab dann so ein bisschen Hoffnung danach, die zwei Quartale ist wieder ein bisschen besser geworden. Jetzt ist dann das Ende 2023 war wieder ein bisschen schlechter, aber Anfang 24 wieder besser, wenn man sich das anschaut, jetzt so in das erste Jahr, wo es irgendwann mal Sinn macht, sich anzuschauen. Aktuell von denen, die vor einem Jahr, also zwar 24 Q1, die erste Runde gemacht haben, ist 8,8% haben schon eine Series A. Aber ja, man sieht, dass das schon deutlich schwieriger ist, da in die nächste Runde zu kommen. Und das ist natürlich auch einfach eine Frage des Umfelds.

SPEAKER_00:

Also in dem Sinne schon mal Shoutout zu all den Startups, die sich gerade in der Situation befinden. Und sich weiterfinanzieren zu können und weiterentwickeln zu können. Das ist ein riesiges, riesengroßer Schritt und Erfolg. Aber ja, seit 2021 hat sich halt die Welt auch extrem verändert und die Situation auch für Investoren selbst. Also mit Energie und Wirtschaftskrise natürlich Cash at hand von Investoren ist sehr schwierig. Es gab sehr viele, die halt dann auch Runden gebridged haben oder sich auf ihr Bestandsportfolio dementsprechend auch fokussiert haben.

Markus:

Nein, es gibt zu wenig Exits einfach. Also das ist, wie du richtig gesagt hast, halt auch das Problem der Investoren. Die können halt nicht das Geld zurückzahlen an ihre Investoren wiederum, also an ihre LPs, weil es fehlen die Exits und das schlägt sich dann auch wieder und wie sich das widerschlägt, weil halt die Exits zu den gewünschten Multiples, also zu den gewünschten Verkaufspreisen gerade nicht möglich sind, versetzt sich halt auch die Zielkennzahlen für die Startups. Das heißt, wenn du halt 2021 oder 2020 ein Startup gegründet hast, dann wusstest du, okay, um eine Series A zu erreichen, brauche ich folgende Kennzahlen. Das sind so und so viel Monthly Recurring Revenue. Das ist so und so viel Burn. Da gibt es dann halt gewisse Kennzahlen, die passen müssen. Und wenn man da hinkommt, dann schaut es gut aus, dass man die nächste Runde bekommt. Und dann muss man halt sagen, mit der Basis wurden dann halt Startups 2022 gegründet, mit dem im Hinterkopf. Und dann irgendwann ist klar geworden, ah shit, das reicht nicht mehr. Und du musstest plötzlich viel bessere Zahlen liefern. Und das ist halt brutal hart. Und deswegen verzögert sich das dann halt oft, weil was passiert. Man muss halt irgendwie da rein wachsen. Man muss sich mehr Zeit erkaufen. Das sind die angesprochenen Bridge-Runden, die du angesprochen hast. Das sind manchmal sind es halt, ja, es ist Bleckschaft, die gekündigt wird, damit man profitabler wird, damit man die Kosten runterfährt, damit man den Runway, also die Zeit des Überlebens streckt und dadurch sich Zeit kauft, um die Kennzahlen dann halt irgendwie zu erfüllen. Aber das ist natürlich hinten raus wiederum. Es ist alles schwierig und tricky. Es ist tatsächlich, glaube ich, wenn man jetzt ein Startup gründet, sicher einfacher als vor zwei Jahren, weil jetzt weiß man schon, hey, das ist aktuell die Benchmark. Es kann natürlich immer noch schlechter werden, was aber ja, es ist sicher im aktuellen Umfeld, sag ich einmal, auch möglich, dass es besser wird und dass es einfacher wird wieder. Während natürlich, dass damals, wenn man am Hoch gestartet hat, dann ging es natürlich irgendwie nur bergab. Das heißt, ich glaube, man darf sich von sowas nicht abhalten lassen, aber man muss sich schon bewusst sein, besonders wenn man jetzt ein Startup hat, you're not alone. Everybody has these troubles and keep going.

SPEAKER_00:

Yeah. Es ist quasi so viel mehr möglich zu bootstrappen mit den derzeitigen auch Möglichkeiten von AI. Und viele, die halt jetzt schon diesen Schritt weiter sind, die müssen halt jetzt quasi ihr Businessmodell umdenken und sich überlegen, okay, wie können sie eine AI-First Company werden. Und wenn du jetzt neu startest, dann kannst du es mal von vornherein machen. Wir hatten den Startup World Cup am Montag, wo wir ein Panel hatten zum Thema, ja, wie kannst du internationalisieren, gerade Richtung USA, aber auch wie kannst du wachsen. Und die zwei Investoren waren am Panel, die gesagt haben, sie würden jeden Startup raten, sozusagen zu, sie haben das Seed strappen genannt, also quasi keine Pre-Seed-Runde zu raisen, sondern eben durch sehr leanes Arbeiten, durch eben erste Revenue-Finanzierung, durch sehr effizient aufgestellte Teams, die sehr stark AI-First denken, schon relativ weit zu kommen, bevor du deinen ersten Outreach machst zu Investoren.

Markus:

Ja. Das ist auch super für die Verhandlungsposition natürlich. Also ich glaube, ganz unabhängig von dem Umfeld und der Zeit, wo man startet, wenn man es schafft, ein bisschen zu bootstrappen, bevor man ein Investment braucht, das ist einfach fast eine ganz andere Ausgangssituation in Verhandlungen. Also jedenfalls sinnvoll, natürlich im aktuellen Umfeld noch einmal sinnvoller, weil erstens gibt es die Möglichkeiten mit AI und andererseits ist es eh mit der Equity langfristig dann ein Thema, was man natürlich ein bisschen entkräften kann, wenn das möglich ist. Und es ist auch im Marktumfeld anders als in super geilen Zeiten nicht so, dass wahrscheinlich ein Konkurrent daherkommt mit einer Wallchest unglaublich viel Geld und ich probiere das im Markt rauszudrehen, weil halt niemand jetzt gerade so viel Geld hat. Aber das tut natürlich weh manche Startups, und du hast es schon angesprochen, wenn man da jetzt halt mit dem bisherigen Modell so drin war und sich jetzt in dem neuen Umfeld wiederfindet, dann bedeutet das notwendigerweise einen Anpassungsprozess. Und ein sehr konkretes Beispiel, was wir heute gesehen haben, ist Anyline, eine der österreichischen Startup-Größen, mittlerweile zehn Jahre oder mehr als zehn Jahre am Buckel, haben mehr als mehr als 40 Millionen Euro Investments eingeholt über die Zeit. Und die haben jetzt angekündigt, dass sie sich quasi neu erfinden als AI-First Company, nicht nur das Produkt, weil das Produkt war schon immer AI, aber jetzt halt auch wirklich internen Prozessen und das bedeutet ganz konkret, zwischen 30 und 40 Prozent der Arbeitsplätze werden gestrichen. Und das Ziel ist, Fokus jetzt auf Profitabilität, ein bisschen auch eine Abkehr vom Venture-Modellen. Und das ist schon, glaube ich, auch genau das, was halt Startups in dem Alter gerade durchmachen. Das ist, die schauen gerade, schaffen sie ein Exit. Wahrscheinlich auch jetzt nicht zu den mega geilen Konditionen, die sie mal hatten, aber es finden sie einen, wo alle happy sind, wo sie persönlich gut aussteigen, wo die Investoren häufig gut aussteigen. Und wenn das klappt, dann machst du jetzt ein Exit. Aber die Realität ist halt auch aktuell mit auch jetzt wieder der Unsicherheit, Zölle und so weiter. Das ist es, wie ging den letzten jedes Mal wieder, wenn du gesagt hast, jetzt könnte das Window of Opportunity sein, jetzt könnte sich die Stimmung ein bisschen stabilisieren, kommt halt wieder irgendein Scheiß daher. Und ich glaube, irgendwann sagst du dann halt auch als Company, ja, okay, wir können jetzt nicht ewig lang nur mehr so probieren, das irgendwie noch durchzuwurschteln, um zu diesem Exit zu kommen. Sondern jetzt müssen wir halt einfach sagen, hey, Alternative ist, wir wären jetzt einfach mal sustainably profitable. Und das kann man immer noch dann des Tages verkaufen, also einer deutlich stärkeren Verhandlungsposition. Aber das bedeutet auch, wie schaut die Company aus, wenn wir sie eigentlich jetzt am Reißbrett mit den aktuellen Voraussetzungen designen würden. Und da ist dann oftmals ein Gap, den es zu überbrücken gilt. Und der ist kurzfristig schmerzhaft, aber langfristig natürlich ohne die Details zu kennen, ist es naheliegend, dass sie nicht die einzigen sein werden, die diesen Weg gehen müssen.

SPEAKER_00:

Was ich spannend finde, ist, also sie sagen auch, sie würden schon weiteres VC-Geld auch bekommen. Also sie könnten den Case weitergehen, aber eben das ist ein bewusster Schritt, den sie setzen, weil es halt zwar kurzfristig wehtut, aber langfristig für die Firma einfach das Richtige ist. Und das ist halt echt der harte Job eines Gründers und Geschäftsführers, einer Company. Du musst halt immer wieder diese schwierigen Entscheidungen treffen. Und ich bin mir sicher, es sind top MitarbeiterInnen, die jetzt auch schnell neue Rollen finden werden. Aber trotzdem haben wir jetzt erstmal dem Team viel Energie für diese Zeit.

Markus:

Ja, alles Gute. Und das ist schon, glaube ich, ein Thema, wie gesagt, das sich viele jetzt auch zunehmend anschauen werden, weil künstliche Intelligenz bietet natürlich für Unternehmen viele Effizienzschleigerungen. Und nach und nach merkst du halt, wie so dieser Trickle-Down-Effekt passiert, wo halt klar wird, hey, da kann AI ein echter Game Changer sein. Das passiert nur langsam, weil das muss halt zuerst einmal in die Prozesse einfließen und so. Aber da tut sich einiges. Jede neue ChatGPT-Version ist natürlich etwas, wo dann Leute wieder schauen, cool, okay, es gibt schon wirklich gute Antworten. Was natürlich da auch sehr spannend ist, wie machen sich die unterschiedlichen Softwareprovider, die besonders so ein bisschen diese Baseline-Infrastruktur anbieten. Durch Google mit der Google Suite und so weiter in einer sehr starken Position. Microsoft die Detto mit natürlich der OpenAI Partnerschaft, aber viele Startups setzen die auf Notion als oftmals als Ergänzung zu Google, aber so sage ich einmal der Hub für Knowledge Management. Und Notion hat in den letzten Monaten einen Kalender released, ein Mail-Programm released, also die verbreitern sich, wollen wahrscheinlich wirklich zum direkten Google-Konkurrenten werden und haben halt ganz stark jetzt mit AI-Features auch angefangen. Also mehr und mehr AI First, weil es auch am Homescreen ist jetzt für einige schon einfach AI, einmal der Chatbot ist quasi das Main Interface. Und das Ding ist schon ziemlich gut, weil es natürlich Zugriff auf all deinen, das ist halt für viele ist Notion auch ein bisschen Second Brain. Also alle Notizen sitzen da und so die Weekly Check-ins und die Datenbanken und wenn du das halt alles da hast, an Notion und die AI hat Zugriff auf das, seamless, dann kann ich mir schon vorstellen, dass da sehr, sehr viel Potenzial auch drin steckt.

SPEAKER_00:

Ja, also ich muss sagen, ich bin ein großer Notion-Fan. Ich finde es einfach ein super Tool für quasi das eigene, das Management von Austrian Startups, aber auch von eigenen Gedanken und Notes. Und ist auch einer der wenigen Tools, wo ich relativ schnell deren Notion AI-Funktionen auch genutzt habe. Weil zum Beispiel eben wenn ich irgendeinen Text vorbereitet habe und dann kannst du direkt draufklicken und so translate to English oder Translate to German. Und dann hast du das Ganze auch auf Deutsch dastehen. Oder auch die unterschiedlichsten Funktionen, das in andere Formate dann umzuwandeln oder so. Das hat eigentlich relativ früh schon recht gut funktioniert. Das E-Mail-Programm habe ich auch schon getestet. Das fand ich jetzt, da habe ich jetzt nicht den Mehrwert gesehen gegenüber meinem Gmail-Account, aber schon interessant zu sehen. Aber was ich ein bisschen besorgniserregend finde, ist, das ist halt dann so schwierig für ein kleines, junges Unternehmen da reinzukommen oder irgendein Feature quasi selbst zu bauen, weil es gibt dann die Platzhirsche und die integrieren eh alles. Und dann sind die Switching-Costs zu einem neuen Tool extrem hoch.

Markus:

Ja, also das ist, wie du richtig sagst, besonders. Je mehr man halt das dann konkurriert und je mehr man sagt, okay, ja geil, jetzt habe ich alle meine E-Mails und meine Kalend. Dieses Notion weiß einfach alles über mich und das ist natürlich dadurch kann das extrem hilfreich sein. Und in dem Moment, wo du halt eine Sache daraus nimmst, hast du halt automatisch einen Verlust auch an Wert auf der Ebene. Das ist natürlich jemand dieses Unbundling und Bundling, was eh schon eine ewige Tech-Historie hat. Aber ja, also wir nutzen Notion AI auch für den Podcast. Das ist so quasi dort, wo unsere Notizen drin hocken. Und das ist halt, keine Ahnung, kann jetzt die Notion AI, wenn man die jetzt was zum Podcast fragt, dann hat die halt Zugriff auf diese 444 Episoden und kennt die ganze Historie des Podcasts dadurch. Und das ist schon, also ich glaube, da liegt viel Potenzial. Aktuell werden in der CI-Ding die E-Mails und der Kelender noch nicht integriert, interessanterweise, was ich eigentlich für einen No-Brainer halten würde, was einfach den Wert angeht. Aber ich schätze, das ist der Plan. Und dann haben sie schon starke Argumente. Bin ich gespannt, wie sich das verhält. Ja, genau. Es ist jedenfalls ein spannender Schachzug. Jetzt, wenn man das alles zusammen nimmt, diese ganzen Themen, die wir da jetzt gerade besprochen haben, AI-Kur und AI Suit, und das Budget, was wir auch vorher schon besprochen haben, irgendwie auch nochmal auf das Thema Bildung zurück wird, dann stellt sich für mich halt schon die Frage, müssten wir nicht eigentlich viel mehr nochmal im Bildungsbereich verändern, um diesem Arbeitsmarkt auch gerecht zu werden. Ja, weil Bildung ist nicht nur Vorbereitung auf Arbeit, Bildung ist bildungsfülls Leben, aber auch das Leben verändert sich massiv durch künstliche Intelligenz. Also ich glaube schon, dass wenn man jetzt grundsätzlich sowieso an einem Punkt steht als Gesellschaft, wo wir wissen, wirtschaftlich läuft es nicht. Unser Budget ist unser Defizit ist eine Katastrophe. Wir funktionieren eigentlich so nicht. Also weder die Privatwirtschaft noch die Volkswirtschaft ist aktuell erfolgreich. Das Ganze gibt es natürlich Ausnahmen. Aber dass man da nicht einmal grundlegend hinterfragt, dass man nicht sagt, okay, ich ficke da jetzt noch acht zusätzliche Löcher, hier noch ein Pflaster und hier ein Pflaster und hier ein Pflaster und Operation am offenen Herzen. Aber wir schaffen das schon irgendwie wieder, dass man nicht einfach mal sagt, hey, gehen wir vielleicht einmal wirklich aufs Reißbrett zurück und überlegen, wie können wir ein Bildungssystem designen, das diesen Ansprüchen gerecht wird und vielleicht auch ein Wettbewerbsvorteil sein kann, volkswirtschaftlich. Weil wir dadurch halt einfach viel besseres Talent auch am Arbeitsmarkt haben und Leute, die halt auch viel mehr imstande sind, mit ihrem Leben zurechtzukommen, richtige Entscheidungen zu treffen. Und da würde ich mir eigentlich mehr wünschen.

SPEAKER_00:

Ich glaube, die größte Herausforderung an dem Ganzen ist, dass auch wir nicht sagen können, wie wird die Welt in 10 Jahren aussehen. Und wenn du wirklich die Kinder vorbereiten möchtest, dann müsstest du irgendwie fastest du halt gewisse Zukunftsbilder auch designen, wo du sagst, okay, wir glauben quasi, das ist die Welt in 10, 20, 30 Jahren. Und das sind die Skills, die dann gebraucht werden. Auf der anderen Seite, allein dass wir das nicht wissen, heißt für mich, dass gewisse Kompetenzen auf jeden Fall gebracht werden. Und das ist einerseits diese Selbstwirksamkeit, der Glaube der Kinder und der Menschen in sich selber, dass man mit Herausforderungen zurechtkommen kann, dass man Probleme angehen und lösen kann. Es ist kreatives und vernetztes Denken, es ist kritisches Hinterfragen. All das braucht es in einer ungewissen Zukunft. Und das sind, obwohl wir schon seit Jahren darüber sprechen, auch diese 21st Century Skills und so weiter, gibt es ja ganz viele Konzepte. Es wurde alles schon viel diskutiert, aber so richtig zum Durchgesickert ist es noch nicht. Es gibt Initiativen, wie auch wir eine großartige Initiative haben mit der Youth Entrepreneurship Week, wo wir in über 100 Schulen mittlerweile sind und Schülerinnen Selbstwirksamkeit auch am eigenen Körper erfahren lassen, dadurch, dass sie selbst Probleme erkennen, Ideen bauen, Prototypen bauen, ihre Ideen auch präsentieren können und das Ganze auch noch mit inspirierenden Personen aus der Startup-Szene gemeinsam. Aber das ist auch noch nicht im Curriculum in ganz Österreich integriert.

Markus:

Ja, in erster Linie einmal, das wäre ja, glaube ich, ein Quick-Win, den man angehen könnte zu sagen, eine Entrepreneurship-Wuche in jeder Schule oder in jedes Kind in Österreich durchläuft eine Entrepreneurship-Woche. Ich glaube, das ist eine sehr konkrete Vision, die wir natürlich verfolgen, aber die man auch umsetzen könnte, ja, jedenfalls. Und die eine Baseline wäre, wo man sagt, ich glaube nämlich genau dieses Unternehmerische, das ist genau das, was ich AI immer schwer tun wird. Also am Ende ist immer noch eine Pattern Recognition. Und die Agency, wenn man so will, dahinter, das ist halt der menschliche Antrieb. Das ist, glaube ich, etwas, was schwer zu replizieren ist. Das ist auch so ein bisschen, wenn du dir überlegst, wir diskutieren das Thema ja oft, Product Market Fit. Gibt es ja Leute, die glauben, das Beste, was man Product Market Fit Testen machen kann, ist ein Survey an 100 Leute ausschicken und dann habe ich meinen Proof of Concept und weiß, in welche Richtung ich gehen soll. Bin ich überhaupt nicht überzeugt davon. Genau das könnte nämlich eine AI natürlich auch machen. Das ist ganz konzeptionell, aber ich glaube, das schon irgendwo oft im Unternehmerischen auch so ein bisschen dieses der Instinkt. Also das bisschen der Steve Jobs. Wenn du die Leute gefragt hättest, was für ein Musikding wollen sie oder wie soll das Handy der Zukunft ausschauen, dann hätte niemand gesagt, das ist ein iPod oder ein iPhone oder so. Das ist halt schon diese Überzeugung einer Person, etwas schaffen zu wollen. Und ich glaube, genau das wird A eig nicht schaffen. Das heißt nicht, dass AI nicht sehr gut in gewissen Kreativjobs sein wird, weil viele Kreativjobs sind auch nur Pattern Recognition. Also es ist ja, es ist ja auch eine Industrie dahinter. Aber schon, ich glaube, es gibt dieses grundlege, erfinderische Inventiveness. Das wird ein Core-Skill sein, das wird zutiefst menschlich bleiben. Und genau deshalb muss das viel stärker Teil des Curriculums werden.

SPEAKER_00:

Und da dann auch, wie nutze ich die Tools, die es gibt, um meine eigenen Stärken zu stärken? Wie, wenn ich jetzt musikalisch begabt bin, wie nutze ich AI, um dann noch schneller zu lernen, um noch meine eigenen Skills zu vervielfachen und auch damit zu spielen, wenn ich wirtschaftlich interessiert bin, wie kann ich durch AI viel schneller eine erste Unternehmensidee mal testen und ausprobieren und losstarten. Also ich glaube, für egal welche Richtung einem liegt, das kann einfach auch als Multiplikator agieren. Aber im Moment ist es halt eher die Thematik, okay, wie können wir das Ganze so fern wie möglich von unseren Schülern halten? Wie können wir schauen, dass während der Matura der Internetzugang gekappt ist? Wie können wir schauen, dass die Schülerinnen nicht ihre Hausübungen über ChatGPT schreiben? Und das ist halt ein schwieriger Ansatz, weil auch im echten Leben werden die Personen dann mit diesen Tools interagieren. Und da ist es halt wichtiger, eine kritische und informierte Zugangsweise gefunden zu haben. Und gleichzeitig glaube ich, ist der Job eines Lehrers gerade extrem schwierig, weil die müssen ja selbst einmal die Tools kennenlernen und verstehen. Das Ganze entwickelt sich so schnell, wie soll quasi jemand, der sich das selbst gerade beibringen muss, dass jetzt einem und vielleicht viel weniger schnell auch das Ganze begreift, weil man nicht mit dem technischen Thema aufgewachsen ist, dass gut einem jungen Menschen vermitteln und von dem auch ernst genommen werden dann. Ich glaube, das ist das Nächste, das extrem herausfordernd ist.

Markus:

Und das ist, glaube ich, schon insgesamt ein, also auch was du gesagt hast, bezüglich natürlich, also ich bin überzeugt, die große Herausforderung auch am Arbeitsmarkt wird liegen, dass halt die Junior klassischen Junior-Rollen, wo man darüber diskutieren kann, ob diese Aufteilung Senior-Junior, ob das auch sinnvoll, aber so dieses klassische Progressiveness in einem Job, wo man sagt, du fängst mit der Junior-Rolle an, das sind oft eher Assistenztätigkeiten, eher repetitive Tätigkeiten, aber das Ganze hat natürlich den Aspekt, dass dadurch, dass du halt einfach die Dinge so machst, hast du irgendwann so dieses ein bisschen einen Hausverstand in dem Bereich. Du hast so dieses Common Sense, du hast das, was EI fehlt, dieses Plausibilitätstests, wo man halt sagt, das ist fix eine Halluzination, das kann eigentlich nicht sein. Das kommt halt erst mit Erfahrung. Und das, was das Dilemma jetzt aktuell ist, dass halt, wenn du jetzt zum Beispiel Anwaltskanzlei als Beispiel annimmst, also diese ganzen Konzipienten-Jobs, das kannst du meines Erachtens sehr, sehr bald komplett automatisieren, braucht es keine Mitarbeiter mehr. Aber wie wirst du dann zu einem tatsächlichen Anwalt, wie wirst du zu einem Partner, wenn du nicht mehr diese Progression hast, wie sammelst du trotzdem diese Erfahrung? Und da glaube ich, muss man halt auch im Bildungsbereich, und das ist sicher auch etwas, wo Ed Tech-Startups eine große Rolle spielen können. Da muss man sich überlegen, wie schafft man diese Erfahrungssammeln in einem Umfeld, wo diese klassischen Lower-Level-Jobs, Einstiegslevel-Jobs in der Form wahrscheinlich von der ökonomischen Seite gar nicht mehr sinnvoll sind.

SPEAKER_00:

Das ist echt eine gute Frage. Hast du eine Idee, wie du das ersetzen kannst oder läufst du darauf hinaus, dass du vielleicht auch viel schneller mal Verantwortung übernehmen musst? Also, was ich schon auch das Gefühl oder einfach viel schnellere Lernkurven haben musst, indem du durch Simulationen gepeitscht wirst, dass du halt viel mehr investierst quasi, auch in die weitere Ausbildung deiner potenziellen Mitarbeiter. Damit sparst du dir vielleicht die Menge an ZuarbeiterInnen, aber investierst halt in eine Zeit, wo eine Person sehr viel einfach nur lernt und mitläuft und gar nicht so viel Mehrwert stiftet, damit sie später dann quasi in eine Seniorrolle einstecken kann.

Markus:

Ja, also ich glaube, wie du richtig sagst, ich glaube, man müsste eigentlich halt einerseits das Bildungssystem so adaptieren, dass es halt praxisorientierter ist, weil aktuell ist es theoretische Basis im Bildungssystem, dann erste Praxiserfahrung lower level im Sinne von einmal Hausverstand aufbauen in den ersten Berufsjahren und dann Senior Level sich aufarbeiten. Und wenn diese Mitte ausbricht, dann muss halt das Bildungssystem halt schon mehr davon übernehmen. Das heißt mehr Praxisorientierung, was Simulationen natürlich bieten können. Und andererseits ist natürlich auch die Frage, wer es finanziert. Und da wiederum sind spannenderweise, sinnvollerweise wahrscheinlich auch die Unternehmen interessiert daran, dass sie diesen Talentpool aufbauen, um das zu überbrücken.

SPEAKER_00:

Ich frage mich ja, ob die Lehre nicht sehr stark wieder aufgewertet werden könnte. Ich habe mich letztens mit einem Schweizer unterhalten von der Schweizer Startup Association und der hat gemeint, also in der Schweiz ist es ganz normal, dass man oder auch sehr hoch angesehen, dass man eben in eine Lehre geht und dann oft auch danach noch studiert. Das schließt sich überhaupt nicht aus. Also die meisten Lehren haben dann quasi noch die Möglichkeit einer Art Nature oder Reifeprüfung oder ein Studium. Da machst du halt noch eine zusätzliche Prüfung, dass du eben Studienbewilligung bekommst. Und diese Personen sind aber auch extrem gefragt am Arbeitsmarkt. Und im Endeffekt ist das ja schon eine Bildungsform, die existiert, aber die einfach in Österreich so einen extrem schlechten Ruf hat.

Markus:

Aber ich glaube, das kommt jetzt auch wieder. Also ich glaube, dass das auch in gebildeten Kreisen so ein bisschen dieses besonders auch mit AI, weil Handwerk ist etwas, was eher später auf der Kurve ist, was automatisiert werden kann. Das ist einfach halt, weil diese physische Arbeit ist einfach dort noch immer ganz besonders Feinmotorik. Das sind so klassische Lehrthemen. Da ist noch ein langer Weg. Das heißt, ich glaube, da entsteht eh gerade wieder so ein bisschen entgegentrend. Aber natürlich kann man auch überlegen, ob man das Modell der Lehre in mehr nicht-motorische Jobs bringt. Und wie man das dann halt, wieder die Frage, wie finanziert man das? Ist das halt, gibt es dann halt teilstaatlich einen Zuschuss für diese Ausbildung, es ist teils von einem Unternehmen. Weil natürlich, der ökonomische Druck auf den Unternehmen wird legen, ja möglichst wenig Head-Count, damit man relativ niedrige Kosten hat. Aber gleichzeitig ist die Nachfolge natürlich etwas, was relevant ist. Und da kann man sicher, ich bin voll bei dir, ich glaube, Lehre ist ein sehr relevanter, kann eine sehr wichtige Rolle spielen in der Bildungszukunft im Alteralter.

SPEAKER_00:

Und ich vielleicht noch ein Punkt zu dem Ganzen. Ich glaube, eine Entwicklung, die ich gerade zum Teil sehe, zum Teil davon höre, ist, dass junge Menschen oft nicht in verantwortungsvolle Rollen gehen wollen. Also das halt, das höre ich vor allem von Corporates Austrian Startups, haben wir oft Personen, die sehr gerne Verantwortung übernehmen wollen. Also ich möchte da gar nicht generalisieren. Aber was ich, ich war jetzt wieder bei der Vienna up beim Female Founders Experience Event und da waren einige, da gab es einen Leader's Track und da waren halt auch viele Corporate-Vertreter und da habe ich mit Personen von der ÖBB und von der Telekom und Co. gesprochen. Und was die gesagt haben, ist, es ist extrem schwer, die ganzen Leadership-Rollen zu besetzen. Weil früher war, oder noch vor einigen Jahren, war das Thema, okay, du kannst, du musst irgendwie mehr verantwortungsvolle Rollen schaffen, weil und du musst irgendwie argumentieren, warum nicht jeder ein Manager werden kann und in einer Lead-Position sein kann. Und jetzt plötzlich bist du irgendwie in der umgekehrten Situation, dass du irgendwie versuchen musst, Personen zu finden, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Und im Endeffekt quasi der Stellvertreter, der hat den viel angenehmeren Job, weil eben hat nicht die letzte Verantwortung und bekommt aber fast genauso viel gezahlt quasi. Aber dass viele nicht mehr bereit sind, eben dann so die extra Meile zu gehen und noch am Wochenende oder sonst was zu arbeiten, weil eben einfach auch ein Prioritäten-Shift in der Gesellschaft ist. Und das ist ja grundsätzlich nichts Negatives. Aber ich glaube, da gibt es eben so zwei Dimensionen davon. Das eine ist, ja, du willst irgendwie nicht jetzt deinen gesamten Tag nur in der Arbeit verbringen und das deinen eigenen einzelnen Fokus haben. Aber das zweite ist eben dieses Verantwortungsbewusstsein und Verantwortung für etwas übernehmen. Und da, das finde ich spannend, dass ich das gerade, dass ich das vielleicht auch viele nicht zutrange.

Markus:

Ja. Also ich finde das tatsächlich schon negativ. Ich finde, ich meine, da gibt es natürlich philosophische Strömungen, Hedonismus und so weiter, die das positiv finden, aber ich finde schon eine Gesellschaft, ich wünsche mir eine Gesellschaft, wo Menschen sich nicht nur aber schon auch über ihren Beruf identifizieren und wo sie sich in der Form auch, also wo sie etwas tun, wo sie gestalten wollen, wo sie das Gefühl haben, das ist Teil von, ein wichtiger Teil von ihnen. Ich glaube, dass das für eine Gesellschaft gut ist. Und ich gebe dir recht, ich spüre auch den Gegentrend. Ich glaube, es war eine Zeit lang sehr stark präsent und mittlerweile gibt es eine Gegenstrebung, die halt einfach sagt, der Job ist da, damit ich Geld habe, um mich dann woanders zu verwirklichen. Es muss jeder selbst entscheiden, aber ich finde es irgendwie immer schade, weil da schon viel Potenzial auch auf der Straße bleibt, wenn man so denkt. Und das kann natürlich zwei Sachen haben. Einerseits ist es wieder das Thema Role Models-Vorbilder, was sehen die Leute, das wird es ganz plakativ zu sagen, auf Instagram und Co. und TikTok, was wird ihnen davor gelebt? Und andererseits ist es schon auch wahrscheinlich, ob man sich zutrat. Und das ist, wo das Bildungssystem ins Spiel kommt. Das muss einfach das Ziel sein, dass man Menschen, als Menschen aus der Schule rauskommen und das Gefühl haben, sie können ihr Leben selbst gestalten. Sie sind nicht Passagier im eigenen Leben, sondern Pilot. Und da sind wir leider noch weit entfernt. Und deshalb gibt es viel zu tun.

SPEAKER_00:

Ja, und ich glaube, ein Riesenhebel kann sein, einfach ganz, ganz viel die jungen Menschen zu ermutigen, zusätzliche Aktivitäten zu machen, wo sie Verantwortung übernehmen müssen. Also die Entrepreneurshipwoche ist ein gutes Beispiel dafür. Wenn du dein eigenes Projekt umsetzt, dann erlebst du die Selbstwirksamkeit, aber siehst auch, wenn du Verantwortung für etwas übernimmst und was selbst gestaltest, dann kannst du einen Impact haben. Und ich habe das in der Schulzeit noch nicht so viel gehabt, vielleicht ein bisschen in meinem Tanzverein, aber dann vor allem während des Studiums, wo ich dann im The Student Innovation Center mitgeholfen habe, aufzubauen als erste Wirtschaftlerin in diesem Verein von der Boko, der quasi junge Menschen unterstützt, die nachhaltige Ideen haben. Und wo du einfach in einem safe Rahmen Sachen erstmalig ausprobieren kannst. Ich sehe es jetzt bei den Global Shapers, was ich auch ehrenamtlich noch mache, wo viele junge Menschen dabei sind, die dann auch oft zum ersten Mal in Führungsrollen kommen, weil sie dann, ich bin gerade dabei, meine Leitung da zu übergeben. Und das war auch nicht so, dass sich alle darum gerissen haben, das jetzt zu machen, muss ich ehrlich sagen. Aber da gibt es einfach so viele Möglichkeiten zu wachsen und einfach in einem sicheren Rahmen zu spüren, was eigentlich man für einen Impact haben kann, was man für eine Lernkurve haben kann, wenn man Verantwortung übernimmt. Und ich glaube, wenn man das schon früh spürt und Möglichkeiten dafür bekommt und dazu ermutigt wird, und das braucht, glaube ich, ganz, ganz viele Personen, die an einen glauben, die sagen, du kannst das und das ist okay, wenn du da Fehler machst, dann kann sich wirklich was bewegen.

Markus:

Finde ich ein sehr schönes Plädoyer und auch der Aufruf, wenn ihr da draußen Kinder habt, die in die Schule gehen, in Mittelschule quasi, also Oberstufe. Ja, es gibt die Möglichkeit der Entrepreneurship-Woche. Man kann das ja durchaus auf der Schule einmal vorschlagen, dass sie sowas machen. Und ich glaube, du hast noch eine andere Möglichkeit.

SPEAKER_00:

Zwei sogar. Also jetzt gerade ist eine unique Opportunity, weil es ist gerade die Voranmeldung offen für Schulen, sich für eine Entrepreneurship-Woche anzumelden für das kommende Schuljahr. Also wenn man, das muss man, muss die Lehrerin oder kann eigentlich, also es kann jeder sagen, meine Schule wäre interessiert. Idealerweise ist die Lehrerin informiert der Klasse, die das gerne machen würde. Also jetzt gerade kann man sich voranmelden und dann idealerweise eine Woche sogar finanziert bekommen vom Wirtschaftsministerium und der WKO, dass die eigene Schule eine Entrepreneurship-Woche mit unserer Unterstützung umsetzen kann. Auf entrepreneurshipwoche.at findet man alle Infos. And when man eine Tochter oder einen Sohn hat, die gerade im Oberstufenalter ist und schon eine Idee hat für ein potenzielles Unternehmen, kann man sich jetzt auch noch für die Advanced Week anmelden. Und zwar ist das eine Woche, wo Schülerinnen mit einer Startup-Idee dabei unterstützt werden, diese weiterzuentwickeln. Findet in Wien und in Kitzbühel statt. Also egal wo in Österreich man sich befindet, kann man sich anmelden und gerne einfach auch an Luisa Schiffke bei Fragen eine E-Mail schicken. Luisa punkt schiffke at Austrian Startups Talk com or einfach auf der Entrepreneurship Wochen website now. Um is an fehlt.

Markus:

Ist sogar nicht nur, wenn man nur Eltern ist, sondern ich bin mir sicher, es gibt da auch ein paar Schüler, die zuhören. Also das könntest du natürlich auch selber machen. Gut, wir haben noch zweimal Investment News zum Abschluss, beziehungsweise einmal Investment News und einen Rockstar natürlich. Ja, Heizma, alte Bekannte aus dem Podcast, waren, ich glaube, zumindest einer von den dreien war, oder vielleicht sogar zwei, jedenfalls auch schon ordentlich präsent als Gäste im Podcast, ein cooles Unternehmen. Und die haben jetzt interessanterweise gerade den Schritt gemacht von Bootstrappen zum Investment Case. Also die haben zum ersten Mal Angel mit an Bord geholt und haben das innerhalb von zwei Wochen gemacht. Also vielleicht eine für österreichische Verhältnisse jedenfalls wahrscheinlich eine Rekorddauer.

SPEAKER_00:

Wahnsinn. Die Burschen wollen einfach Rekorde aufstellen.

Markus:

Definitiv eines der schnellstwachsenden jungen Unternehmen, die wir hier haben. Haben auch eine schöne Vision. Ich kann mir gut vorstellen, dass das auch, ich meine, das sieht man schon auch, was du vorher gesagt hast mit. Am besten, man hat schon was zum Herzeigen, bevor man eine Runde raced. Und am besten pflegt man auch diese Investoren Kontakte, selbst wenn man noch gar nicht, vielleicht auch gar nicht eine Runde raisen will. Aber es ist jetzt zum Beispiel bei Heizmann, kann ich mir vorstellen, es ist wahrscheinlich diese aktuellen Budgetkürzungen, da geht es ja auch durchaus um Wärmepumpen und so weiter, könnte ich mir vorstellen, dass das schon Fragezeichen auch hinterlässt, was Finanzplanung etc. angeht. Und da ist es halt, wenn man trotzdem es schafft, ein Netzwerk zu haben an potenziellen Investoren, die sagen, hey, wenn ihr mal eine Runde macht, dann bin ich sehr gerne dabei, weil ich glaube an euch und ich glaube, dass das Ding jedenfalls fliegen wird. Und whenever you do something, call me. Und man dann so eine Liste hat und dann halt einfach sagen kann, hey, jetzt ist gerade vielleicht ein bisschen unklar, wie das finanziell von der Planung hat, nehmen wir uns einen Finanzbuffer, einfach um sicher zu sein, dass da selbst wenn jetzt eine Unsicherheit da ist, weil die Förderung abfällt und wir nicht wissen, wie sich das entwickelt, dann haben wir immerhin ein bisschen einen Raum, um halt auch zu reagieren. Und normalerweise sind dann die Investoren, die schon lange sagen, ich wäre so gerne bei denen dabei, sind dann auch sehr schnell. Und so schafft man das wahrscheinlich auch in zwei Wochen, ohne irgendwelche Details von ihnen zu kennen. Aber einfach so, wie ich mir vorstellen könnte, dass man halt sowas auch auf die Reihe kriegt, sowas auf die Straße bringt, da muss man schon sehr gute Arbeit auf der Business-Seite leisten, aber gleichzeitig schon auch diese Kontakte pflegen.

SPEAKER_00:

Absolut. Und alle drei waren ja keine Unbekannten in der Start-up-Szene. Das hilft auch. Valentin und Alexander haben ja davor auch schon Unternehmen gegründet gehabt. Auch der Alexander hatte davor schon eine, mit seinem letzten Unternehmen auch Finanzierung aufgenommen. Und der Michael auch mit seinem Präsident, war ja Präsident des Sigma Squared Community. Von dem her hatten die schon super Arbeit auch im Netzwerkaufbau geleistet. Und dann waren sie aber auch bold und haben gesagt, okay, wir nehmen, wir wollen nicht so viel Zeit quasi der Anführungszeit verschwenden mit der Investment-Aufstellung und haben sich einfach eine sehr strikte Deadline gesetzt und diese auch den Investoren kommuniziert und gesagt, wenn ihr dabei seid, müsst ihr uns bis dahin Bescheid geben. Und sonst seid ihr aus sicher ein gewisses Risiko, das so zu machen. Aber es ist bei Ihnen aufgegangen und richtig, richtig großartig. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ich bin ungespannt zu sehen, wie Sie weiter sich entwickeln und ja, bin ein großer Fan.

Markus:

Perfekt. Und das bringt uns, und ich bin natürlich auch ein großer Fan, aber das wissen die Jungs, bringt uns zu unserem Rockstar der Woche. Und das ist mal wieder eine alte Bekannte aus unseren Programmen, eine ELP-Alumna. Das ist die Lisa Reis. Warum ist die Lisa heute unser Rockstar der Woche?

SPEAKER_00:

Ich habe vorhin schon geteasert, dass am Montag der Startup World Cup war. Austria das Finale. Und die Lisa hat sich aus insgesamt 140 Startups, die sich beworben hatten für den Startup World Cup Austria, als Finalistin, als Gewinnerin herauskristallisiert. Am Montag waren quasi die zwölf Top-Startups, die sich schon in Pre-Events davor qualifizieren mussten in ganz Österreich. Hat sie sich durchgeschlagen und wird uns im Oktober im Silicon Valley vertreten und wird dort beim globalen Finale des Startup World Cups auftreten und all about sugar pitchen.

Markus:

Natürlich würde ich sagen, in Amerika einen, glaube ich, sehr guten Markt vorfinden würde. Also wo, wenn nicht dort, bräuchte es einen Zuckerersatz, der wirklich funktioniert. Absolut.

SPEAKER_00:

All butt sugar, sorry, not all about sugar.

Markus:

Denke ich. Das müsste ja eigentlich. Aber all but sugar ist gut. Dementsprechend, ich sehe eine Amerika-Expansion am Horizont. Congrats an dich, Lisa, und viel Erfolg da drüben. Vielen Dank auch euch da draußen fürs Mit dabeisein. Vielen Dank an dich, Hannah, fürs Co-Hosten. Wir wünschen euch eine schöne Woche und hören uns nächste Woche wieder.

SPEAKER_00:

Tschüss, danke.