Future Weekly

#443 - Papamonat, Neue Weltordnung, Blackout

Episode 443

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🎈 Papamonat Reflections
🔮 Weltordnung der Zukunft?
⚡️ Blackout Learnings
🦋 Emmi AI Rekordinvestment

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Production: Christoph Nowotny
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Daniel

E wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend, gute Nacht, guten Monat. Wir sind wieder zurück. Future Weekly ist da. Jetzt diesmal mit ordentlicher Verstärkung, denn Markus ist Papa geworden. Darüber wollen wir reden. Wir wollen über die ganzen Papamonat Reflections reden. Wir wollen über die mögliche Weltordnung der Zukunft reden, über Blackout Learnings und über einen Riesenrekordinvestments. Without any further ado, ich bin Daniel und wieder am Start ist der frisch gebackene Papa namens Markus. Markus. So schön wiederzusehen. Auf los geht's los. Es geht los mit den News, und die News sind relativ einfach. Wir sind wieder da. Und diesmal, ja, ein paar News. Und unter anderem Markus ist wieder da und Markus, dein Leben hat sich auf den Kopf gestellt, denn du bist Papa geworden. Ich gratuliere dir.

Markus

Wie geht's dir, mein Freund? Dankeschön. Mir geht's eigentlich überraschend gut.

Daniel

Überraschend, was hast du angenommen?

Markus

Ich weiß nicht. Ich glaube, so diese ersten Monate mit Kleinkind hört man ja schon ziemlich wilde Geschichten, was Schlaf und so weiter angeht. Und ja, wir hatten eine ziemlich harte und zu frühe Geburt, aber seitdem geht es uns eigentlich relativ gut. Und ja, der kleine Oliver ist natürlich zuckersüß und beschäftigt uns viel. Aber ja, es ist eigentlich bis jetzt unter klopfe ich auf Holz, weil das kann sich natürlich auch sehr schnell ändern. Relativ blickeleicht.

Daniel

Ist krass, oder? Also ich habe so viele Fragen und so viele Dinge und erstmal, wie hat sich deine Welt geändert? Erzähl mir ein bisschen, was ist so neu?

Markus

Du hast halt, dann hast du diesen kleinen Mann bei dir zu Hause, der einfach immer wieder Momente gibt, wo du dahin schmilzt, weil er einfach immer irgendwas Neues macht und dabei zuckersüßes die Evolution hat, hat dir dafür gesorgt, dass man das Baby so ausschauen lässt, dass es einfach ja konstant eine Quelle der Freude. Gleichzeitig ist es natürlich auch so, dass so ein kleines Kind alle drei Stunden gefüttert werden will. Das bedeutet natürlich für den Schlaf eine gewisse Umstellung. Aber das teilen wir uns ganz gut auf. Und ja, wir sind natürlich Experten geworden, was Babytechnologie etc. angeht. Da kippt man dann sehr schnell. Erzähl. Keine Ahnung. Also ist zum Beispiel wieder teils gestillt, teils Flaschen gefüttert. Das heißt, in der Nacht, wenn man dann so eine Flasche macht, habe ich relativ schnell erkannt, dass ich nicht die Geduld habe, dann ewig lang mit unterschiedlichen abgekochten Wassertemperaturen hin und her zu schenken. Und dann gibt es zum Beispiel so eine tolle Espresso-Maschine für Babymilch. Also das habe ich sehr schnell gekauft. Also da gibt es schon vieles. Das ist sicher ein sehr interessantes, oder ein sehr interessanter Markt auch, weil Leute natürlich brutal überfordert sind in der Situation und der Pain, den man da spürt, der ist sehr viszeral. Und insofern kann ich mir gut vorstellen, dass das schon ein attraktiver Startup-Markt ist. Natürlich, Customer Lifetime Value ist natürlich irgendwie begrenzt, aber grundsätzlich ein spannendes Segment.

Daniel

Aber der Need ist umso größer. Sag mal, du hast das Wort Überforderung in den Mund genommen. Und das Lustige ist für mich, als ich Papa geworden bin, ich habe mich noch nie so glücklich gefühlt, aber auch in dem Moment noch nie so überfordert in meinem Leben wie als der kleine Daber. Weil es plötzlich einfach dieses kleine Bündelleben und dann denkt sich, oh Gott, was mache ich? Was hat er? Oh Gott, oh Gott, oh Gott, wie war das für dich?

Markus

Ja, du bist natürlich in den ersten Momenten überfordert. Bist immer wieder überfordert, wenn es irgendwas Neues zu tun gibt, allein wenn man das Baby angreift. Aber es ist auch an sich relativ schnell, dass man dann halt das lernt und Übung darin findet, eh wie bei allen Sachen im Leben. Es ist halt schon nochmal eine andere Verantwortung. Also wenn man halt auch weiß, okay. Ich sollte den kleinen Oliver jetzt wirklich nicht fallen lassen, weil das wäre potenziell wirklich gefährlich. Das wäre echt schön. Das ist schon was anderes, als wenn man lernt, einen Fußball zu treten, wo halt weniger kaputt gehen kann. Also diese Verantwortung. Das ist ein schöner Vergleich. Ja, den solltest du nicht treten wie ein Fußball, das wäre echt nicht gut, du. Also das spürt man schon.

Daniel

Das Arge ist die Verantwortung. Man kommt dann so in Situationen, ich kann mich mal erinnern, da war auf dem Wickelt, und der Wickeltisch ist ja meistens relativ hoch. Sagen wir mal so, so auf so Gürtelhöhe, Bauchnabelhöhe, ich bin knapp 1,80, so hoch. Und da hat man da so einen kleinen Wurm da drauf. Und da gibt es ein bestimmtes Alter, da wollen die einfach nicht gewechselt werden. Und der kämpft, aufs Härteste nicht gewechselt zu werden, auf ungefähr einen Meter Höhe, während die Windel voll ist mit Dingen, die man nun wirklich nicht überall verteilt haben möchte. Und man ist einfach in Situationen, das lernst du halt nicht im Studium, das lernst du auch nicht im Gründen, das lernst du auch nicht, es gibt nichts, nichts im Leben, was dich darauf vorbereitet, aber auch Situationen, in denen du einfach so wahnsinnig wächst, die ich einfach so dermaßen wild finde. Und ich kann aber immer nur sagen, das ist keine Empfehlung oder so, aber ich kann nur für mich sagen, ich glaube, wenn ich nicht Papa geworden wäre, hätte ich einfach fundamental was in meinem Leben verpasst und ich merke das halt immer wieder. Und es gibt nichts, was ich in meinem Leben vorher und nachher erreicht habe, was ansatzweise an die Dankbarkeit und an die Wertschätzung, an die Herausforderung, an die Freude, an die Überforderungen alles rankommt, was hieß es, Papa zu sein. Und das ist schon gut.

Markus

Die emotionalen Ausschläge sowohl nach oben, was einfach Freude und Stolz sein und unglaubliche Erleichterung angeht, aber auch nach unten, was halt Angst und Sorge und ja, durchaus auch manchmal Überforderung angeht, da hast du vollkommen recht, das ist zumindest in meinem bisherigen Leben topto sicher nichts.

Daniel

Also ich hatte so zwei Erfahrungen, die ich noch teilen muss. Ich glaube, es wird bald ein Papa-Podcast, sage ich dir nur, by the way. Heute Morgen habe ich in den Kindergarten gebracht und einfach einen fundamentalen Wutanfall bekommen, was Kinder halt immer mal wieder so haben. Und er hat einfach 25 Minuten geschrien und war wütend und alles nur, weil er nicht den Sitzplatz im Bus hatte, den er wollte. Und dann habe ich auch noch den Knopf zum Ausschalten, äh, zum Stoppen des Busses gedrückt und dann ging es los von bis. Und dann haben wir uns aber später wieder beruhigt und dann war alles gut. Letzte Woche war ich mit meiner Frau und Sohn im Urlaub und wir waren in Abu Dhabi, weil wir wollten, weil wir werden ja, wir bekommen ja noch eine Tochter im Juli dazu, auf die wir uns unfassbar freuen. Das heißt, bei uns geht es wieder los mit dem Ganzen. Wir sagt, wir wollen nochmal, John wollte nochmal richtig gerne ans Meer und im Meer schwimmen, bevor die kleine Maus kommt. Und naja, jetzt, man kann natürlich nicht bis zum letzten Moment reisen. Das heißt, man muss dann auch irgendwann schauen, wann das geht. Und haben wir einfach festgestellt, okay, Abu Dhabi, da ist es wirklich warm um die Jahreszeit, das ist garantiert warm. Und dann waren wir im Meer schwimmen und wenn dann plötzlich der Kleine zwar noch mit Schwimmflügeln, aber der wollte aufs Meer und er wollte richtig weit raus. Und das dann neben mir und zwischen meiner Frau und mir geschwommen mit einem Selbstbewusstsein und mit einer Leichtigkeit im Meer und ich bin verstolz explodiert. Wir waren wirklich, es war, das Meer war sehr ruhig, das heißt, es war alles sicher, es war ein abgesperrter Bereich mit einem Rettungsschwimmer und ich kann selber, behaupte ich von mir gut schwimmen. Aber wir waren ordentlich weit draußen und der war einfach königlich glücklich und hat verglückgelacht und ist geschwommen und du schwimmst neben mir und denkst du ja, wie krass ist das denn? Und du siehst, wie er schwimmt und das ist so, das ist einfach super geil. Das ist so super geil. Und es gibt nichts, was man selber erreichen kann, was einen so stolz macht, wie wenn man sieht, wenn das eigene Kind solche Dinge macht. Und warum erzähle ich das mit dem Meer? Weil es gibt einfach echt viele Kinder, die Angst vor dem Meer haben. Die haben Angst vor den Wellen, die haben Angst, weil es salzig ist, die haben Angst, weil es kalt ist, die haben all diese Dinge, meiner nicht, der geht da raus und der will schwimmen wie ein Fisch. Und ich liebe selber schwimmen. Und das war einfach schon, und dann will er dann vor mir schwimmen oder will schneller sein als ich. Und dann merke ich, mein Gott, der hat dasselbe Problem wie ich, der will schneller als alle anderen sein. Geiler Typ. Geiler Typ. Und ja, das ist einfach, das ist einfach so cool. Und mittlerweile spricht er sehr viel und sehr gut und alle drei Sprachen. Und das ist dann halt auch nochmal richtig krass, wenn da Worte verwendet, wo man plötzlich sagt, wo kommt das denn? Und die Sätze plötzlich anfangen zu flutschen und es ist echt, echt, echt gut. Und der wiegt jetzt 18,5 Kilo, was auch ein sehr solides Gewicht ist. Und ich sage immer, ich brauche kein Crossfit, ich habe John fit, weil er einfach. Das ist eine Kanone und ich bin vor drei, vier Wochen in den Halbmarathon gelaufen, was saugeil war. Und auch ein richtig tolles Erlebnis und dann haben meine Frau und er im Ziel auf mich gewartet, was super war. Und er hat das Ganze laufen gesehen, dann waren wir dann zu Hause und es war ja auch eiskalt an dem Tag. Und dann wollte der Kleine den ganzen Nachmittag mit mir um die Wette laufen, was cool war, aber mir hat alles von oben bis unten wehgetan, blasen an den Füßen, aber es ist auch schon ein bisschen steif und er will nur laufen, will nur schneller sein. Das ist einfach toll. Also, wie gesagt, ich glaube, Markus und ich, ihr kennt uns ja schon beide ein bisschen und wenn man plötzlich sieht, dass wir zwei, die ja schon so Sachen wie Covid und irgendwelche Lunar-Crashes und weiß der Teufel, was so live gemeinsam miterlebt haben, ich glaube, so emotional wie wenn es um unsere Kinder geht, das sieht man einfach nicht und das ist schon das Bemerkenswerte. Und ich glaube, das Letzte, was mir dazu noch einfällt, wir können da ewig drüber reden, wenn noch das ganze Leben Zeit dafür ist, aber einfach, ich finde es halt auch so spannend, wie wir beide als Männer sozusagen auch sehr proaktiv an diesen Erlebnissen teilnehmen können. Wir sind uns ehrlich, vor 20, 30, 40 Jahren hätten wir beide so genau gar nichts davon mitbekommen und wären so gar nicht involviert. Es hätte weder Papa-Monate gegeben, noch Homeoffice, noch eine Gesellschaft, die es A, akzeptiert, noch B wahrscheinlich von uns selber sozusagen den Willen und die Bereitschaft, uns darauf einzulassen. Ich finde, jetzt ist es etwas, wo man sagen muss, unbedingt, als man sei dabei, unbedingt verpasst keine Sekunde, es gibt nichts Wichtigeres. Aber ich buchflüge so, dass ich meinen kleinen Kindergarten noch morgens bringen kann, einfach weil es mir so wichtig ist, weil es so toll ist. Aber es ist schon ein Privileg, das auch erleben zu können und zu dürfen.

Markus

Ja, ist auch, finde ich, bemerkenswert. Ich meine, war wahrscheinlich halt auch noch die Strukturen in Familien und so anders, aber wie das ohne das gegangen ist, ist, finde ich, schon auch bemerkenswert, was Frauen früher oder Mütter früher schaffen konnten. Wenn, also dieser Papamonat, den ich gemacht habe, ist ein Monat halt wirklich nicht gearbeitet, sondern nur zu Hause und da unterstützt. Einerseits, ich möchte es nicht missen aus den persönlichen Erfahrungen, die dadurch entstanden sind. Aber auch, ich glaube, das war schon sehr hilfreich auch. Und ohne das, boah, also Hut ab vor den Müttern vor 30 Jahren oder mehr, als das noch nicht so war, schon bemerkenswert.

Daniel

Absolut. Und ich glaube, wir sind aber auch in einer Zeit, ich reflektiere da mal sehr gerne drüber, in der sich die Gesellschaft aber auch so verändert hat, dass es langsam auch richtig notwendig ist. Und das meine ich in keinster Weise wertend oder bewertend oder ideologisch, sondern wenn du denkst, man sagt ja oft, it takes a village to raise a child. Wenn man denkt, einfach vor 100 Jahren, oder hätten wir im Familienverband gelebt oder am Bauernhof gelebt mit Oma und Onkel und Tanten und jetzt sind wir da tatsächlich komplett alleine. Und ich glaube, es gibt ja so eine Grauzone, wo einfach wahnsinnig viele Frauen gerade vielleicht alleinerziehend sind oder wo der Mann Vollzeit woanders arbeiten muss, die komplett alleine auf sich gestellt sind, ohne dieses Village. Und das ist schon brutal. Und dann noch dazu Social Media, die einem vorleben, wie man das eigentlich idealerweise perfekt gestalten sollte. Das heißt, man vergleicht sich mit der ganzen Welt, ist aber komplett alleine mit Erwartungshaltung von bis. Und das ist einfach sehr krass, sehr herausfordernd. Und ich glaube, wir haben auch eine Gesellschaft, die nicht kinderfreundlich ist und eine Umgebung, die nicht kinderfreundlich ist. Ich habe heute eine Studie gelesen, dass Städte zum Beispiel moderne Eltern komplett überfordern, weil man fast nichts in der Nähe hat, wo es Spielplätze gibt. Und es lustige, wenn wir reisen, schauen wir oft, wenn wir irgendwo Zwischenstopps machen, wo sind Hotels und wo sind da Spielplätze? Und es gibt genug Städte, wo einfach weit und breit kein Spielplatz ist und wo es nichts gibt zum Austoben. Und in Wien lebt man ja noch in einer Oase mit Parks hier und da und Radwegen und weiß der Geier was. Aber trotzdem, Platz für Kinder ist wenig. Und dann, wenn du denkst, wenn man arbeitet, ist kein Platz für Kinder. Und wenn Kinder laut sind, schauen an die Leute an und meckern, weil das Kind laut ist. Komm schon, da gibt es echt Gesellschaften, die da wesentlich weiter sind und wesentlich offener. Und bei einer überalternden Gesellschaft muss man ganz ehrlich sagen, muss man eigentlich beginnen, sehr große Sprünge nach vorne zu machen. Und vielleicht als letzten Gedankengang dazu, auch wenn wir als Papa sozusagen aktiv an der Erziehung teilnehmen, weil ich meine, ich kann das machen, weil ich selbstständig bin und weil ich als Speaker und Moderator auch eine gewisse Flexibilität habe und auch in meinen unternehmerischen Themen flexibel sein kann. Aber wenn man da mal so einen Papa-Monat macht oder wenn man da mal dabei ist, dann will man ja auch nicht wieder darauf verzichten. Worauf ich hinaus will, ich würde mir wünschen, dass immer mehr Männer eben frühzeitig merken, wie wertvoll die Zeit mit den Kindern ist und dass dann auch die Gesellschaft sich mehr und mehr öffnet, dass man auch diesen Platz und diesen Raum genau dafür hat. Das wäre schon sehr wünschenswert. Und das ist in Technologien natürlich eine großartige Möglichkeit, genau das zu tun.

Markus

Ja, ist leichtzeit natürlich auch eine große Herausforderung für Unternehmen. Also Kultur entsteht, wenn man gemeinsam zusammen ist. Besonders in kleinen, effizienteren Strukturen bedeutet halt eine Abwesenheit von jemandem schnell, dass irgendjemand halt dann umso mehr arbeiten muss und einfach eins zu eins das übernehmen muss. Das heißt, es ist schon etwas, wo ja, ich glaube auch dazu gehört, dass man sich gegenseitig supportet in dem Kontext. Das ist jetzt Austrian Startups ein gutes Beispiel. Ich bin überraschend Papa geworden, einen Monat zu früh. Das heißt, ich hatte überhaupt keinen Handover vorbereitet. Ich bin mitten im während des ELP-Kick-Offs Papa geworden, wo ich eigentlich zwei Workshops hätte halten sollen. Ich bin zwei Wochen vor dem Austrian Startup Summit Papa geworden. Also für das Team war das brutal hart. Ich bin extrem dankbar, dass das trotzdem möglich war und dass es auch so gut funktioniert hat trotzdem. Also Hut ab auch an Hannah, Adrian, Luisa und Co., die da wirklich trotzdem super Arbeit geleistet haben, obwohl das einfach total plötzlich und nicht gut vorbereitet, weil einfach früher als erwartet war. Aber das ist halt natürlich die Realität, die es auch zu gestalten gilt. Und ich glaube, da braucht man halt auch Unternehmen, die einerseits idealerweise gewisse Redundanzen haben, um uns das abzufangen, aber das geht erst ab einer gewissen Größe. Und bis dahin ist es dann wahrscheinlich auch ein impliziter sozialer Contract, wo man sagt, hey, ja, wenn das passiert, dann springe ich für dich in die Bresche und dann ist das ein kollektives Verständnis davon. Aber it's easier said than done.

Daniel

Ja, klar. Ja, aber ich meine, das Interessante ist, wenn man das so ein bisschen weiter denkt, wir haben gerade so viel Veränderungen, so viele Dinge, die neu gedacht werden. Und ich glaube ja sehr stark daran, jetzt mache ich mich mal unbeliebt, ich glaube ja sehr stark daran, dass wir in einer Gesellschaft leben müssen, wo man leistungsbereit und leistungsfähig sein muss. Also das mit immer weiter Arbeitszeiten reduzieren, um des Reduzierens Willens, glaube ich nicht. Das halte ich einfach für Mist. Ich sage ja immer, ich bin competitive. Wenn ich was mache, will ich der Beste sein. Warum? Weil ich das möchte. Ich möchte immer das Maximum aus etwas rausholen und daran glaube ich. Und das ist etwas, was ich motivierend finde. Aber das heißt nicht, dass ich gerne Zeit absitze. Ich bin gerne brutal effizient. Und ich habe auch, seitdem ich Papa bin gelernt, mit wahnsinnig wenig Zeit wahnsinnig viel Dinge zu schaffen. Und mein Alttraum wäre es, wenn ich eine Arbeit gebe habe, die mir sagt, ich muss aber von 9 bis 17 Uhr da sitzen, weil so werde ich bezahlt. Und worauf ich hinausfülle, ist, ich glaube, man muss akzeptieren, dass es genug Eltern geben wird, die zum Beispiel, zum Beispiel über mir ist es, wenn mich Leute fragen nach Calls, dann sage ich meistens ja, gerne. Und dann gebe ich Zeiten an, die sind meistens zwischen 10 Uhr und 14.30 Uhr. Warum? Weil ich davor sehr gerne meinen Sohn in den Kindergarten bringe. Weil wenn immer ich da bin, will ich das tun. Plus meine Frau ist jetzt ordentlich schwanger, das Kind kommt im Juli, das muss sie nicht tun. Und nachmittags, da möchte ich ihn auch abholen. Das heißt dazwischen. Und wann bin ich dann danach wieder für Calls zu haben? Meistens 17, 17, 30, 18 Uhr. Und danach mache ich dann sehr viel von der Arbeit, die wirklich anfallen muss. Und in der Zeit schaffe ich aber sicher mindestens so viel wie andere, die in einem Büro Zeit absitzen. Und das krasseste ist, ich weiß, ich muss dann weg. Ich weiß, ich muss das dann tun. Und ich kann mir vorstellen, es gibt sehr, sehr viele Eltern, denen es genauso gehen wird und dass man da vielleicht einfach ein bisschen sozusagen die Anwesenheitszeit flexibler gestaltet. Und ich könnte mir vorstellen, dass man laut gedacht, es gäbe genug Eltern, die vielleicht nichts dagegen hätten, vielleicht auch am Abend nochmal ins Büro zu gehen und ein paar Stunden einfach runterzuarbeiten. Dafür, dass man aber am Vormittag oder am späten Nachmittag mit den Kindern ist und sich das dann aufteilt, gerade wenn die Kinder klein sind und dann um sechs, sieben ins Bett gehen. Ich glaube, da muss man einfach flexible Möglichkeiten gestalten. Weil wir brauchen einfach auch mehr Kinder. Wir brauchen auch mehr Kinder bei denen, die sozusagen sehr aktiv arbeiten. Und das ist dann schon eine sehr schwierige Entwicklung, wenn man das so nicht macht. Und letzter Satz, Entschuldigung, Schlimmste ist natürlich dann, wenn die Kinder krank werden und man dann plötzlich alles on hold setzen muss. Und das kennen die Eltern und dann fängt man an, mit den Terminen zu jonglieren. Du kennst das ja aus den letzten Jahren immer mit mir, wenn ich plötzlich sag, du, ich kann da nicht, weil. Ja, aber man hat halt keine Option. Man kann nicht ein Kind auf Pause drücken. Man kann nicht sagen, ja, dann musst du halt jetzt allein mit deiner, was auch immer es ist, sein, sondern du musst da sein. Und wenn man natürlich auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeberinnen hat, die das akzeptieren, dann wissen sie, dass sie die loyalsten Mitarbeiter haben auf ewig, die auch verstehen und. was da gemacht wird.

Markus

Das ist, glaube ich, ein wichtiger Faktor, dass halt schon sich das meistens auch auszahlt, weil halt eine gewisse Dankbarkeit dafür mitbringen. Gleichzeitig ist sicher auch ein Schlüssel natürlich genau das Take the Village, diese Supportnetzwerke, wo man sich gegenseitig auch tragen kann. Das ist sicher etwas, wo wir vielleicht auch es schaffen müssen in der Stadt, das zu replizieren, was es halt am Land gang und gäbe ist, ein bisschen mehr. Ich weiß einfacher gesagt das getan, aber du hast schon recht, gesellschaftlich bräuchte es mehr Anreize für mehr Kinder, einfach damit das Pensionssystem nicht komplett zusammenfällt.

Daniel

Und zwar nochmal eine sehr unpopuläre Aussage, nicht nur mehr Kinder per se, sondern auch mehr Kinder von genau denen, die Akademiker sind, in Führungspositionen sind und vor allen Dingen auch Frauen, die dort, die dort in Führungspositionen sind, weil ich meine, als Frau ein Kind zu haben, ist ein massiver Einschnitt ins Leben, in die Karriere, in das, was man sich so vornimmt und plant. Und das kann man, glaube ich, gar nicht nachvollziehen, als man was das denn wirklich jetzt bedeutet. Und da muss man aber auch einfach verstehen, da sind wir noch lange nicht dort, wo wir hinkommen können, indem wir uns smart damit beschäftigen und smart daran arbeiten. Und ein Kind darf niemals als Störfaktor gesehen werden, sondern das ist das Wichtigste, was du im Leben hast und das Wichtigste, was du auch zu einer Gesellschaft beitragen kannst und wenn du langfristige Veränderungen haben willst, ich meine, jetzt stell dir mal vor, ich meine, laut gedacht, wenn unsere Kinder, plus es gibt noch ein paar andere aus unserem Umfeld, die gerade Papas und Mamas geworden sind und bestimmt genug auch von euch, die bald in den nächsten Monaten und Jahren Kinder werden, wenn unsere Kinder gemeinsam aufwachsen mit der Ideologie, die wir haben und dem Know-how, dem Netzwerk, dem Wissen, was unsere Kinder alles niederreißen werden im positiven Sinne, ist unfassbar. Und andererseits stellt euch vor, all die Dinge, für die ihr euch einsetzt, an die ihr liebt, die ihr glaubt und die ihr macht, würden einfach verpuffen, wenn man dann irgendwann die Welt wieder verlässt, ohne Kinder zu haben. Das ist schon ganz schön schade. Und das muss man öffnen.

Markus

Das ist ein tiefes Rabbit Hole, wo wir jetzt eindauchen. Aber wir sind am Ende immer noch ein Tech-Podcast, also ich würde sagen, schließen wir dieses Kapitel jetzt. Es ist ja während ich im Tunnel des Papamonats war ja doch einiges passiert. Das stimmt.

Daniel

Aber ich glaube, so eine Austrian Startup-Schule wäre schon was Gutes.

Markus

Ja, nein, ohne Frage. It's on the list. Ohne Frage.

Daniel

Davon halte ich ganz viel. Und da bin ich übrigens auch wenn der ein oder andere von euch darüber nachdenkt, einfach auch gerne mich mal anpingen. Bin ich sehr neugierig, was es da gibt, weil ich glaube, je früher man das, was wir so tun, auch mit den Kindern übt und macht und tut, desto weiter kommt man. Ja, was ist denn passiert seitdem ein Papamonat was? Was war denn das eine Thema, was dich unfassbar beschäftigt hat?

Markus

Ja, also während des Papamonats hat mich eigentlich recht wenig. Es ist wirklich bemerkenswert, wie sehr man da einfach in seiner eigenen Bubble dann rumschwimmt. Aber natürlich, wenn man dann rauskommt und quasi so ein bisschen mitbekommt, dass sich ja die Weltordnung eigentlich vermutlich geändert hat während der letzten Woche. Einfach gewisse ganz basic principles, die die letzten Jahrzehnte, die grundfesten unserer westlichen Welt waren, dass die halt jetzt einfach mal weggebrochen sind, dann ja. Das ist schon bemerkenswert.

Daniel

Das krasse ist, weißt du, ich tu mir immer so, ich gibt da so viele so Zukunftsforscher, die sagen, das ist in den nächsten zehn Jahren bla bla bla. Kann es ehrlich, seitdem wir diesen Podcast machen, dass so unfassbar kranker Scheiß passiert, das konnte kein Mensch predikten. Und dass man irgendwann sagt, Amerika wird sich mal so innerhalb von wenigen Wochen so dermaßen ins Abseits feuern, die eigene Wirtschaft so dermaßen runterfahren, dass es wild. Und tatsächlich ist das interessante, dass auch Europa durch Amerika so vereint wird und dann aber auch so schnell und so selbstbewusst sagt, na gut, dann lassen wir doch die Amis machen. Reden wir doch mit den Emiratis. Reden wir doch ein bisschen mit China. Machen wir das doch, warum denn nicht? Das ist schon ganz interessant.

Markus

Ja, interessant trifft es gut. Ich meine, ich glaube, die meisten unserer Hörer und Hörerinnen werden wahrscheinlich schon rauf und runter gelesen haben, die 10.000 Analysen zu den Hintergründen von dem, was Trump da macht. Mit den amerikanischen Staatsschulden und der Handelsbilanz und all diese Sachen. Es ist, es hat da Warowakis ja glaube ich schon im Februar oder so aufgezeigt, was da so ein bisschen die Strategie dahinter sein könnte. De facto finde ich es trotzdem schon sehr, sehr, ich nenne es jetzt mal mutig zu riskieren, die eigene Wirtschaft so runterzufahren, bewusst in eine Rezession zu stürzen. Ja, das ist nämlich auch aus einer eigenen, aus der politischen Perspektive. Das wird jetzt schon dazu führen, dass in den nächsten Monaten halt du wieder diese Supply Chain-Schocks hast, die du schon während Corona hattest, dass Inflation jetzt einmal sicher anspringen wird. Das heißt nicht, dass das dann langfristig so bleibt, aber jetzt kurzfristig ist es ein massiver Schock für den amerikanischen Markt. Und das musst du einmal mit der Wählerbasis erst überleben. Aber ja, es ist jetzt halt die neue Situation. Es ist eine Situation, die aus einer sehr starken Verhandlungsposition natürlich kommt für Amerika, weil ja, viele Abhängigkeiten bestehen von den Amerikanern, sowohl technologisch als auch militärisch, als auch sicher auch auf der Basis, dass einfach unsere Exportwirtschaft sehr stark auch von diesen Markt abhängig ist. Und gleichzeitig ist, wenn man jetzt sagt, man lebt in einer nicht mehr multipolaren Welt, man lebt in einer Welt, die deglobalisiert ist, wo jeder Markt für sich arbeitet, dann ist Amerika schon in einer sehr starken Position, jetzt einfach geografisch von den Ressourcen und so weiter. Das kann man alles argumentieren, warum er sagt, sie sind da in einer mega starken Verhandlungsposition und er will als Chefverhandler der Welt das Beste für sich rausholen. Die große Dramatik dabei ist halt gleichzeitig ist es ein sehr limitierter Blick, weil was er macht, ist, er holt sich ein größeres Stück vom Kuchen, aber dabei macht er den Kuchen einfach viel kleiner für alle. Und er hat vielleicht relativ dann mehr, aber aber absolut mehr, es ist höchst fragwürdig. Und selbst wenn, dann schadet er natürlich dem Rest massiv. Also das ist schon eine sehr kurzfristige Sicht auf die Dinge und auch eine Sicht, die eigentlich nicht dem unternehmerischen Gedanken entspricht, weil der unternehmerische Gedanken ist immer, es ist kein Nullsummenspiel. Es geht darum, den Kuchen zu vergrößern, anstatt jetzt sich zu streiten, wie groß das eigene Stück ist.

Daniel

Ja, es ist ein schönes Bild mit dem Kuchen. Und ich glaube auch das unterliegendste Problem ist, am Ende des Tages sind das ja alles Beziehungen, die man miteinander aufbaut. Von Land zu Land, von Politiker zu Politikerin und, und, und. Und es ist offensichtlich der wichtigste Faktor in der Beziehung, ist das Thema Vertrauen. Und wenn da einer so impulsiv ist und so sehr das Vertrauen zerstört, dann ist es ja niemand, mit dem du eine langfristige Beziehung eingehen willst und langfristig planen, weil du denkst dir, na, kann sein, dass der morgen aufwacht und dann kommt er wieder auf diese und jene Idee. Dann würde man das so sehen, dass das alles Freundschaften wären. Wenn du einen Freund hast, der über Nacht permanent seine Meinung ändert und immer wieder die Pläne ändert, bist du irgendwann so, ja, du, vielleicht planen wir dann doch nicht ganz langfristig. Mit du kommst halt, wenn du kommst, damit du nicht kommst, ist auch voll okay. Ich hab dich trotzdem gern, aber ja. Und das ist das, was gerade passiert. Und da wird eigentlich das Vertrauen über Generationen erschüttert. Und ich glaube, der Schaden ist einer, der auch sehr, sehr langfristig gespürt werden wird. Und das ist das Hauptthema und worauf ich so neugierig bin, ich weiß, es gibt da sehr viele Analysen, aber trotzdem beschäftigt mich das, ist, was kommt danach Trump? Kommt dann wirklich noch ein drittes Mal Trump? Weil wird auch der republikanische Hardliner noch immer das geil finden? Oder ist es dann so, dass das Land so dermaßen im Eck ist, dass ich meine verschiedene Bundesstaaten klagen? Das ist schon, das ist schon sehr, sehr, sehr hohe Unruhe, die da innerhalb des Landes stattfindet. Schaffen es die Demokraten, sich bis dorthin zu erneuern und jemanden, der wirklich das Land öffnet und verändert? Sieht nicht so aus, aber wäre es denn so? Das ist schon schwierig, wie es langfristig aussieht.

Markus

Ja, aber du hast vollkommen recht, dass Vertrauen ist ja das, was alles, was wir tun in dieser Welt, basiert irgendwo auf Vertrauen. Also diese sozialen Verträge, die es einfach implizit bei uns in den Gehirnen gibt. Wem oder was vertrauen wir, das ist der Motor von unserer Wirtschaft und von unserer Gesellschaft. Und da war über Jahrzehnte hinweg jetzt halt einfach das Vertrauen in eine liberale Weltordnung, die von den Amerikanern geprägt wurde, wo halt auch irgendwie, ja, war natürlich die Welt Polizei, aber das war halt auch schon einfach so ein bisschen ein Shining Light. Und für die Schutzmacht für viele, viele Länder in der westlichen Welt, für die liberalen Werte, die sich da durchgesetzt haben. And this Vertrauen darauf war ganz tief. This is auch an unglaublich positiver Faktor für die amerikanische Wirtschaft gewesen. Also dieses Vertrauen in den amerikanischen Markt, in die Stabilität, dass selbst wenn da Trotteln daherkommen, so wie in der ersten Amtszeit von Trump, dass selbst wenn da irgendein Wurstel daherkommt, der kann das nicht niederreißen. Und dieses Vertrauen ist jetzt massiv erschüttert, weil er es eben macht und weil die Instanzen das nicht aufhalten kann. Und das, wie du richtig sagst, ist nicht nur eine Sache von jetzt Trump, sondern es ist halt grundsätzlich die Frage, und das sieht man ja jetzt schon, wie halt zum Beispiel Europa anfängt, einfach zu überlegen, okay, wo können wir mehr auf eigenen Beinen stehen? Wie können wir die Abhängigkeit von Amerikanern abbauen, weil ich weiß, oder wir wissen jetzt gar nicht mehr, sind das die Guten, die sie immer waren, unsere Verbündete, oder ja, wenden wir uns in die Emirate, wenden wir uns nach China, wo ich jetzt auch nicht das Gefühl habe, dass die viel besser sind natürlich. Aber.

Daniel

Aber was ich da so spannend finde, um noch kurz reinzugrätschen, ist, was ich, ich meine, ich weiß, Amerika ist Amerika und das ist alles Show, das wissen wir eh alle und das ist halt so wie das Land. Und jeder, der das Land bereist, merkt halt auch, da ist sehr viel Emotion, sehr viel Show, sehr viel Drama, das mögen die auch. Aber dass so ein Land gelenkt werden kann von einem Typen, der auf Twitter oder Ex Dinge schreibt und dass das dann aber auch so ist, also dass er quasi über Twitter sagen kann, wir setzen als Tarife oder nicht. Ich meine, wenn von der Leyen oder oder wer auch immer in Europa plötzlich sagen würde, wir machen da morgen das und das, dann würde man sagen, nee, mach mal nicht. Das kannst du gar nicht machen. Du hast da gar nicht die Kraft dazu. Fertig. Kannst du gerne behaupten, aber und dann würde man ein Verfahren einleiten und sagen, warum behauptet die das denn eigentlich? Und dann würde die wahrscheinlich in irgendeiner Form beurlaubt, wenn ich habe keine Ahnung, was es ist. Aber dass das nicht längst passiert ist, zeigt eigentlich, wie dieses Land marode ist und sehr, sehr viel Erneuerung bedarf. Und so sehr man kritisiert, dass Europa zu langsam ist und daran glaube ich auch noch immer, dass es ein Riesenproblem ist, so sehr sieht man, dass es gewisse Instanzen einfach auch gibt, die einfach auch als Sicherheit fungieren, die es in Amerika gar nicht gibt. Und dass da so einer so komplett off the rails ist und das seit Monaten einfach macht, das ist das Schockierende, dass da nicht irgendwann irgendjemand sagt, Moment, das darf der doch gar nicht. Also es machen schon einige, aber dass es da keinerlei Kontrollorganen gibt, das ist verrückt. Und das ist für mich das Hauptproblem. Wie soll man mit so jemandem oder mit so einem Land dann langfristig irgendetwas machen, wenn es da nichts gibt?

Markus

Das ist natürlich auch historisch eigentlich interessant, weil es hat ja immer schon geheißen, die US-Präsidenten sind halt einfach die mächtigsten Personen, weil die halt auch so viel Pouvoir haben innerhalb ihres Landes. Und es ist schon bemerkenswert, dass die Amerikaner es auch geschafft haben, über so lange Zeit ständig halbwegs vernünftige Menschen da reinzusetzen, die halt nicht so viel kaputt machen. Während natürlich die europäische Perspektive, geprägt durch auch das, was im Zweiten Weltkrieg passiert ist, durch die wirklich schrecklichen Auswüchse der Diktatur da, gesagt haben, okay, wir entscheiden uns für ein System mit sehr viel Gewaltentrennung, mit sehr vielen Sicherheitsmeasures, um das zu verhindern. Also die sogenannte Eleganz der Verfassung, ist halt gleichzeitig auch etwas, was uns massiv bremst in einer sich schnell verändernden Welt. Wir können da nicht uns schnell verändern, weil das halt unfassbar komplexe Strukturen sind, die ganz bewusst darauf ausgelegt sind, dass sie sich nicht schnell verändern können. Ich hoffe, das stimmt auch, wenn man sich jetzt die nächsten Jahre anschaut mit Populismus und so weiter, wie schnell so ein System dann auch zusammenbrechen kann, wie schnell dann halt auch irgendein Diktator einfach das Bundesheer übernehmen kann und sagt, naja, es ist schön, dass es die Verfassung gibt und es gibt schön, dass es die Gewaltentrennung gibt, aber ich habe jetzt halt einfach die physische Macht. Ich fahre da jetzt einfach drüber, das kann natürlich immer passieren. Aber dieses Spannungsfeld, das wird schon viel greifbarer als in den letzten Jahren, dadurch, was in Amerika passiert. Und du hast schon richtig gesagt, das ist die Frage, was kommt jetzt? Wie schaut eine Welt aus ohne die Weltpolizei Amerika? Wie schaut eine Welt aus, wo potenziell der Dollar nicht mehr die Leitwährung ist? Wie schaut eine Welt aus, wo wir mehr auf uns gestellt sind und als Exportwirtschaft nicht mehr so eine positive Handelsbilanz haben werden, sondern halt innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums arbeiten. Also das sind so viele Fragezeichen, so viele dynamische Elemente, dass viele von den Weisheiten, mit der wir aufgewachsen sind, ja, steck dein Geld in ein ETF, da kriegst du 8%, natürliche Mittel, aber geht auf und ab, aber grundsätzlich, das wächst. Und der Motto dahinter war natürlich die Globalisierung und aber auch technologischer Fortschritt, Effizienzsteigerung natürlich, und das wird es auch weiterhin geben. Aber man muss Dinge schon ein bisschen mehr hinterfragen, glaube ich jetzt. Alles was bisher gegolten hat, wird auch in der Zukunft gelten. Ich glaube, da kann man so nicht mehr sagen.

Daniel

Und ich glaube, die Challenge, die wir aber dort komplett sehen, ist, also ich finde es erstmal so gut, dass es natürlich in Europa so viele Kontrollinstanzen gibt, dass man nicht so schnell ändern kann, dass man nicht so schnell verändern kann. Das ist alles gut und richtig. Problem ist aber, dass wir sehen, dass Europa trotzdem marode ist und zu langsam. Und wir sehen auch gerade, dass tatsächlich, wir sehen es mit jeder Wahl. Wir sehen mit jeder Wahl, dass das Bild dramatischer wird, dass es schlimmer wird. Ich meine, heute ist der 6. Mai. Es ist 12 Uhr, wo wir gerade aufnehmen. Wir haben beide um elf begonnen mit den Aufnahmen. Ich habe um 10.50 Uhr gelesen, dass Friedrich Merz jetzt nicht als Bundeskanzler bestätigt wurde in Deutschland. Etwas, was es noch nie so in der Form gegeben hat. Das sind schon gewisse Kontinuitätsthemen oder Veränderungsnotwendigkeiten, die man einfach spürt, die man von Monat zu Monat und von Jahr zu Jahr sieht, die immer dringenderer werden. Und ich hoffe, dass Europa sozusagen das, was in Amerika passiert, einfach sehen, dass sie noch schneller noch mehr Gas geben müssen. Und dass wir aber auch verstehen müssen, dass vielleicht der Markt in Amerika für Startups, wenn wir sozusagen noch diesen Schwenk zu dem Startup-Thema machen wollen, leider für viele noch dennoch noch immer attraktiver ist als Europa. Und dass wir aber jetzt einfach sehr schnell sehr attraktive Lösungen bauen müssen. Und das Interessante ist, wenn man in die andere Richtung schaut, Richtung Osten, dann sehen wir in Saudi-Arabien, in den Emiraten, wie dort sich alles öffnet, alles gemacht wird für Innovationen, für Veränderungen und wie die ganzen innovationswilligen Leute tatsächlich gar nicht mehr so nach Amerika schauen, sondern dahin, aber nach wie vor nicht nach Europa. Und das ist natürlich nicht optimal.

Markus

Ja, auch da hat sich meines Erachtens schon, also das ist sicher ein massiver Faktor von dem Risiko, dass Trump da eingegangen ist, weil jetzt kann es aus einer persönlichen Perspektive gesprochen, wenn ich vor fünf Jahren ein Startup gegründet hätte, dann wäre das eine ganz essentielle Entscheidung für mich gewesen, gehe ich nach Amerika oder bleibe ich damit da, mit all dem, warum ich gerne hier lebe und so weiter. Das wäre eine reale Möglichkeit für mich gewesen, dass ich den Schritt nach Amerika mache. Aktuell sicher nicht. Also sicher nicht, weil ich in dem Gesellschaftssystem aktuell nicht leben will. Und das ist schon Leute, die. Ja, ja, na sicher, es ist von vorne bis hinten.

Daniel

Hast du mal was gesagt über Trump?

Markus

Du nicht. Und ja. Das finde ich auch ehrlicherweise, und das bringt uns jetzt am nächsten Punkt. Ich finde das schon schade und ja, irgendwie auch nachvollziehbar, aber die Art und Weise und der Speed, mit dem manche Leute da jetzt auch umgefallen sind in Richtung Trump und da irgendwie halt rumtanzeln mit gleichzeitig probieren, ihn ein bisschen zu bewegen weg von den Zöllen, aber gleichzeitig im massiven Arsch kriechen auf Twitter und so unsere Lieblingsfreunde. Also das muss man schon sagen, ist, glaube ich, nicht einfach in so einem System Influencer zu sein. Bist du geschockt, dass er nicht auf Frank Thielen gehört hat? Frank Thelen ist ein schönes Beispiel. Nein, aber wo du vielleicht davor halt auch bekannt warst dafür, dass du halt Superanalysen und einfach auch mal kritische Stimmen und eine gute Klare kannte. Es ist schon bemerkenswert, wie die jetzt alle zu Arsch kriechen geworden sind und halt kapiert haben, auch innerhalb von wenigen Tagen, es waren ja wirklich Tage, meine wirtschaftliche Existenz hängt auch davon ab, ob ich mich jetzt halt da auf diese Seite des, ich nenne es jetzt mal, Fastdiktators stelle und dem halt in den Arsch krieche. Oder ob ich halt da jetzt deshalb meine Reichweite verliere, weil es ist ja diese unholy Allianz mit Elon und Trump und dann werde ich halt abgedreht und dann auch keine public contracts und so weiter, Stichwort Elon. Also einerseits wurde das ja auch bewusst jetzt von einer Gruppe aus der Tech-Szene ganz stark auch befeuert, dieser Wahlkampf und auch dieser Kulturkampf und weg von Vogue. Also da steckt ja tatsächlich im Kern eine bekannte Gruppe an Tech-Investoren dahinter, mit sogenannten Group. Chat Revolution, aber gleichzeitig auch Leute, die da vielleicht am Anfang auf einem ganz anderen politischen Spektrum waren, wie schnell die umgefallen sind, das fand ich echt schockierend.

Daniel

Das ging instant, oder? Das ist instant. Und das Spannende ist halt auch, wie all die ganzen anderen Themen auch so quasi über Nacht fallen gelassen wurden, wo vor Firmen noch drei Wochen vorgesagt haben, Diversity ist Kern unseres Beliefs. Und drei Wochen später, nee, das haben wir jetzt schon mit. Also, nee. Und das ist krass. Es ist sehr, sehr, sehr krass. Und man hat es ja natürlich ein bisschen vermuten können, dass es davor auch schon wieder recht schnell ging. Und das Interessante ist aber auch, das wird auch wieder recht schnell vergessen werden. Davon bin ich auch überzeugt, wenn dann das nächste Thema kommt, dann wird es wieder vergessen und der Zug zieht weiter. Das finde ich auch schade, oder?

Markus

Ich vergesse sowas nicht. Ich finde, für mich ist halt dann die Integrität, beziehungsweise halt auch die Art und Weise, wie ich halt solchen Leuten dann auch gegenübertrete, ist einfach verändert. Deshalb ist es die Judge, deshalb ist es halt, jeder macht was, okay, kann machen, was er für richtig hält. Aber meinen Respekt verliert man so schon.

Daniel

Ja. Also ich habe so aus zwei, drei Gesichter, die während der Covid-Zeit ganz laut gegen jegliche Art des Impfens waren und da Weltverschwörungen heruntergerufen haben. Und da sind zwei, drei dabei, die jetzt sozusagen auch in unserem Ökosystem noch immer ein bisschen wirken. Habe ich jetzt nicht vergessen. Das weiß ich ganz genau, wer das war. Und werde ich jetzt nicht sagen, aber nee, nee, das merke ich mir schon. Und das ist halt so, dass es jetzt entweder drohen noch irgendwas, sondern einfach, ich weiß, wie schnell die sich von sehr merkwürdigen Meinungen haben anstecken lassen. Entsprechend bewerte ich ihre Fähigkeit, Meinung zu bilden. Sehr kritisch. Klar, das ist, das ist, das ist, ja, das daran erinnert man sich. Also ich vergesse das auch nicht so schnell. Aber es ist erstaunlich, wie schnell sich einfach Themen wandeln. Und das ist das alte Learning, wenn es einen Shitstorm gibt, bleib eine Woche ruhig, danach hat es wieder jeder vergessen. Das ist die Tragödie in Wahrheit. Das ist die wirkliche Tragödie.

Markus

Weil das ist natürlich auch das, was das befeuert. Diese Erkenntnis bei den Leuten, ja, ich kann jeden Scheiß der Welt sagen. Wenn es positiv ist, dann bleibt es hängen, wenn es negativ ist, vergessen sie alle Nacht.

Daniel

Und das Krasseste ist, wenn du daran denkst, was Trump zum Beispiel alles schon gemacht hat und Hex hast und wie sie alle heißen. Ich meine, die Liste ist so lang, wenn du denkst, es gibt den Karl Theodor zu Gutenberg, der musst du zurücktreten, weil er möglicherweise ein Plagiat hatte bei seiner Doktorarbeit oder es gab einen anderen deutschen Minister, ich habe seinen Namen vergessen. Ich glaube, die haben irgendwie ein Bobbycard geschenkt bekommen und deswegen mussten sie zurücktreten. Ich weiß gerade nicht, was der Name war, weil ein Bobbycard angenommen haben, sondern 100 Euro geschenkt, was vollkommen nachvollziehbar ist. Ich meine, stell dir vor, du bist gerade Papa geworden und jemand sagt, hey, das ist so schön, hier ist ein Bobbycard. Und dann müsstest du deine gesamte Karriere an Nagel hängen. Okay, fair enough, aber dann gibt es jemand anderen, die einfach verurteilte Straftäter sind und dann so ein Land lenken. Das ist schon, das ist schon echt wild. Ja, komische Zeit. Echt komische Zeit. Und dann das zum Beispiel, wie wir das gesehen haben mit den Groupchats in Amerika, dass die dort kritisch Daten untereinander austauschen, wie ein Haufen Bros untereinander, die darüber reden, wann sie grillen gehen, und dann aber nicht alle zurücktreten müssen. Das ist schon arg. Wollen wir einen hart anden? Wollen wir doch über den Blackout reden, weil das ist ja auch irgendwie passiert. Es ist so viel passiert. Aber das kam, ich finde, das hat eigentlich fast medial gar nicht genug Aufmerksamkeit bekommen. Und ich habe auch das Gefühl, da habe ich so ein paar LinkedIn-Influencer gesehen, die geschrieben haben, ach wie toll, man sieht, so eine Gesellschaft geht weiter, die Leute haben sich draußen hingesetzt und endlich mal abgeschaltet, wo ich mir denke, nein, du blöder Arsch, das ist doch wo wohnst du denn? Sondern das ist eine Tragödie, die sich dort abgespielt hat. Und die, die darunter gelitten haben, die hatten keine Zeit für LinkedIn-Postings, sondern die sind in Aufzügen gesteckt, waren auf irgendwelchen Kinderstationen, waren irgendwo und konnten, hatten keine Beatmungsgeräte, sind in irgendwelchen unseligen Staus gesteckt, in Zügen, in U-Bahnen und noch und Nöcher. Und es zeigt uns eigentlich, wie fragil das alles ist. Und dass es in der Größe und in der Länge anhalten kann. Wie hast du das wahrgenommen und was sind so deine Takeaways?

Markus

Ja, ich glaube, bei sowas ist immer natürlich, dass man sich denkt, wie gut wäre ich eigentlich darauf vorbereitet, wenn das bei uns passiert ist, sieht man ja dann auch, dass die Hamsterkäufe überall wieder losgehen. Ich finde, es ist schon auch beruhigend gewesen, dass das jetzt, weil natürlich eine große Sorge bei so einem großflächigen Blackout ist, dass dann halt die gesellschaftliche Ordnung komplett zusammenbricht, dass halt auch einfach Plünderungen beginnen und der Polizei nicht mehr nachkommt. Und das ist Gott sei Dank nicht passiert und das ist ein gutes Zeichen, wie es halt auch der Gesellschaft noch geht. Ich glaube, je mehr eine Gesellschaft halt auch schon sowieso schon am Rand des Zusammenbruchs ist, desto schneller geht das dann auch in so einer Situation. Aber natürlich, ich habe jetzt auch mit meiner Familiensituation natürlich gerade mit dem Oliven und dem Baby. Ja, da ist sowas natürlich dann schon nochmal was anderes als davor, weil man halt nochmal viel mehr abhängig ist von solchen Sachen, ja, mit warmem Wasser und mit wie kriegt man eine Babynahrung auf Temperatur und so. Wir hatten tatsächlich einen kurzen Stromausfall hier im zweiten Bezirk, ich glaube zwei Wochen oder eine Woche vorher, wo halt für drei Stunden kein Strom war. Und war Gott sei Dank halt wirklich nur hier. Das war das erste, was ich geschaut habe, weil ich glaube, wenn es halt wirklich überall in ganz Österreich oder in ganz Wien weg ist, dann ist sowas schon echt einfach ein Problem.

Daniel

Und das Interessante ist, dass man natürlich auch als Mama oder Papa vielleicht diese Probleme auch wirklich anders sieht, wenn man dann zum Beispiel ein Kind hat, wo die Milch gekocht werden muss oder wo bestimmte Sachen auf Temperatur gebracht werden müssen, gewaschen müssen. Bei uns, was damals so als Putin da mit dem Gas rumgetan hat, was das erste, was ich gemacht habe, immer so einen Campinggaskocher gekauft mit so zehn Gaskartuschen, weil ich mir gedacht habe, da war mein Kleiner halt richtig klein noch. Was mache ich, wenn wir plötzlich nichts mehr erwärmen können, aufkochen können, abkochen können? Das ist ja in Wahrheit schwer bedrohlich für ein Kind. Und das nimmt man halt anders wahr. Und das ist, das ist, das ist schon gar nicht so einfach. Und ich glaube, das ist gerade das Thema Blackout etwas, was auch thematisch sehr oft von irgendwelchen Schwurbeln und Spinnern quasi wahrgenommen wird. Aber es ist einfach ein ganz reales Thema, über das man sich, mit dem man sich beschäftigen muss, das passieren kann. Und das auch in die ganzen Elektrifizierungsdebatten und Co. mit reingezogen werden muss, weil it is what it is, woran es liegt, da gibt es viele, viele Diskussionen. Ich habe gehört, weil tatsächlich ein bisschen ein paar Solarzellen versagt haben sollen. I have no idea. Ich habe mich auch nicht lange damit beschäftigt, aber ganz unabhängig davon in Zeiten von KI und Elektrofahrzeugen, da brauchen wir eine ganze Menge Strom und wir werden nicht weniger Strom brauchen, sondern zunehmend mehr. Und gibt es eine ganze Reihe von Stromnetzen, die vielleicht nicht ganz dafür ausgelegt sind. Und wenn es dann noch heiß wird, es wird ja auch immer wärmer und da man vielleicht auch noch die Räume runterkühlt, brauchst du halt auch nochmal ein bisschen mehr Strom, plus die ganzen Geräte, die wir jetzt haben, die vielleicht vor 10, 20, 30 Jahren nicht hatten. Ja, das ist einfach totally predictable, dass das passieren wird.

Markus

Ja, man muss mal auch sein, das wird wirklich von öffentlichen Stellen auch als das realste Krisenszenario angesehen, wo davon ausgegangen wird, dass das in den nächsten Jahren passieren wird. Ein großflächiger europäischer Stromausfall, jetzt eh vergleichbar mit dem in Spanien. Best Case kommt es nach ein paar Stunden zurück, aber worst Case ist das auch einige Tage oder eine Woche oder so. Und dann hast du halt schon diese Thematik auch, wie sehr funktioniert die Gesellschaft dann noch oder wie sehr gibt es dann halt Gewalt und Kurve auf offener Straße.

Daniel

Absolut. Markus, ich hätte so viele Dinge, die ich noch gerne mit dir bereden möchte, aber man muss auch immer sagen, so ein Podcast muss ja auch in einem gewissen Rahmen bleiben. Und wir haben uns einfach schon so lange nicht unterhalten. Ich habe so viele Fragen, so viele Themen. Aber vielleicht war das einfach wieder ein schöner Auftakt, weil ich muss langsam düsen. Schön, dass wir wieder plaudern konnten. Schön, dass wir wieder plaudern können. Und schön, mit dir als Papa zu plaudern. Ich merke, das hat auch schon wieder die Gesprächstiefe ein bisschen verändert. Und gibt es noch ein Thema, was du noch ansprechen musst in 30 Sekunden? Oder bist du glücklich?

Markus

Ja, ich meine, ich glaube, wenn wir hier schon ein Tech-Podcast sind, es gab ein neues Rekordinvestment, was die Seed-Finanzierung in Österreich angeht. MEAI, die haben 15 Millionen Euro bekommen in ihrer Seedroom. Das ist ein Spin-Off, das aus dem Linzer-Ökosystem rausgekommen ist. Also von NXAI. Und es ist schon ein Statement, finde ich. Es ist ein Statement, für das AI eben auch wirklich in Österreich so ein bisschen ein Hotbad hat. Es ist nicht die erste Company, die aus unseren Ökosystemen hier rauskommt. Und wir hoffen, dass die hier bleiben. Nicht wie die anderen abbrauschen nach Amerika. Bin auch gespannt, ob da vielleicht jemand zurückkommt jetzt im Zuge der aktuellen Entwicklungen. We'll see. Aber in jedem Fall Hut up, sehr cool. Wir halten die Daumen, dass die jetzt wachsen und gedeihen auch hier in Österreich. Und Congrats an alle, die dabei sind und natürlich auch die Investoren, die das gemeinsam vollbracht haben. Also FreeVC, Speed Invest, Serena und PushVC.

Daniel

Das stimmt. Ja, ist wirklich gut. Und auch ein spannendes Thema, was du noch dazu ansprichst. Ich glaube, es werden einige zurückkommen, vor allen Dingen auch in der Forschung wird es ein paar Leute geben, die sich dann vielleicht doch Europa und andere Länder näher anschauen als gerade in Amerika, wo ja eine offene Schlacht eigentlich ausgebrochen ist zwischen den Universitäten und Trump on Co. Vielleicht dann ein andermal dazu, aber das sind Überschriften und Artikel, die man liest, wo man sich denkt, boah, das sind interesting. Auch ein multidimensionales Problem, nicht ein eindimensionales, muss man dazu sagen, aber das vielleicht für ein andermal. Markus, it was a pleasure. So schön dich wiederzusehen, so schön euch wieder zu hören und dann würde ich sagen, hören und sehen wir uns das nächste Mal. Dankeschön. Jawohl. Bye bye.