Future Weekly

#435 - Mileis Krypto Scam, Liquid AI HQ, Kurz Startup wird Unicorn

Daniel Cronin & Markus Raunig Episode 435

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0:00 | 52:19

🦄 Kurz Startup wird zum Unicorn
💻 Dev Jobs brechen ein
🇪🇺 EU Startup & Scaleup Forum
🚨 Mileis Crypto Scam
🤖 Wien kämpft um Liquid AI Europa HQ
🎸 Rockstar: Kami Krista

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Production: Christoph Nowotny
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com










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Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Daniel

Ein wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend, gute Nacht und herzlich willkommen zum Future Weekly, dem altgedientesten Startup-Podcast, seitdem es Radio gibt. Ich bin wieder mal Daniel und mit mir ist wie immer der Markus. Ja, und wir reden über Sebastian Kurz, der mittlerweile auch noch zu seiner illustren Karriere den Titel Unicorn Founder schreiben kann. Wir reden darüber, dass Dev Jobs einbrechen, hat übrigens mit dem ersten nichts zu tun. Dann reden wir über das EU-Startup- und Scale-Up-Forum und darüber, dass in Argentinien es ein Rugpoll gegeben hat durch einen Politiker, der gesagt hat, ich habe damit absolut gar nichts zu tun. Das soll ja auch schon manchmal vorkommen, auch in den besten Familien. Und beim Rockstar der Woche. Und in dem Sinne, auf los geht's los. Ich klatsch noch immer. Los geht's mit den News. Markus, wie geht's dir? Ausgezeichnet, wie geht's dir? Du, ich kann mich eigentlich nicht beschweren. Ich habe wieder ein bisschen was für mich entdeckt. Da merkt man, ich bin alt geworden. Ich stretch mich wahnsinnig gerne mittlerweile. Also es ist fürchterlich, es tut weh, es tut gut. Ich schlaf besser seitdem. Stretch du dich.

Markus

Ja, schon. Ich stretche fürs Fußball gerne. Also das klassisch runter auf den Boden greifen, das mache ich schon oft. Wenn dir was runterfällt. Ausschließlich dann, ja.

Daniel

Aber es ist so lustig, in der Jugend macht man das gar nicht, in den 20ern auch nicht. In den 30ern denkt man sich, naja, und mit den 40ern denkt man sich, fuck, warum habe ich damit nicht früh angefangen, wenn dann irgendwie alles steif und krumm ist. Und ja, also so früh wie möglich stretchen. Ich glaube, das ist total unterbewertet und es ist total gut. Und ich glaube, ich habe dann eine Blockade gelöst, die ich in meinem Rücken so ungefähr drei Jahre hatte gestern. Deswegen erzähle ich das. Das war irre befriedigend. Irgendwie jede Nacht, die ich dann probiere, das irgendwie einzureden, klappt, nicht tut weh, klapp nicht, nicht tut weh, klappt, nicht tut weh, klack. Es wird so, wow, krass. Krass. Wow, das ist ja ganz gut. Das ist ja ganz gut. Du hast schon mal beim Osteopathen. Ja, ich war bei all diesen ganzen Doktoren. Ich wollte gerade sagen, das ist so eine der überbewertetsten Sachen überhaupt, glaube ich, Chiropraktiker, Osteopathen und all diese ganzen Schamanentypen. Weil die renken da einen einfach wieder ein, man zahlt ein irres Geld und dann ist man drei Wochen später wieder da, dass man wieder eingerengt wird.

Markus

Also ich muss ehrlich sagen, ich habe mit der Osteopathen relativ gute Erfahrungen. Ich war da zweimal wirklich massive Probleme gehabt von Beweglichkeit im Rücken und die haben das dann relativ schnell lösen können. Irgendeine Segmentverschiebung oder so, irgendwas war das dann. Aber vielleicht bist du zum Falschen gegangen.

Daniel

Ich war bei allen. Gefühlt bei allen und alle kosten sie gleich viel. Nee, alles ausprobiert, aber ich glaube, Stretchen ist halt sowas, was sowas ganz Unterbewertet ist.

Markus

Das hat mir übrigens auch damals eine S-Osteopathin gesagt.

Daniel

Stretchen, oder?

Markus

Ja.

Daniel

Ja, es ist so krass und ich merke das halt immer und immer wieder. Also einfach, einfach stretchen. Ist unsexy, aber fühlt sich gut an. Und muss man tun. Ja, worüber wollen wir reden? Ich finde das ganz witzig. Ich hab kennst du Hedge von Henning? Nein. Ach komm, was ist das denn für eine Bildungslücke? Das ist auf Instagram ein Kanal, der macht sich immer über das erklärt. Ja, siehst du Hedge von Henning, das ist einfach so eine absolute Bildungslücke. Kennt vielleicht der ein oder andere, der nimmt auf schönste Art und Weise eigentlich ja so alles, was so in dieser Welt ist, ist so ein bisschen auf die Schippe. Der Hedgefonds Henning. Und er hat aber was relativ Witziges gepostet vor ein, zwei Tagen. Und da hat er geschrieben: natürlich war ich vor meinem 40. Geburtstag Außenminister, Kanzler und habe in weniger als drei Jahren ein Milliardenunternehmen gegründet. Ja, und ich habe mir gedacht, wenn du jemanden an der Bar triffst und sagst, und du so, was hast denn du so gemacht? Und da sagst du, ja, bin auch nicht ganz 40, aber ich war Außenminister, war ich Bundeskanzler. Ja, jetzt habe ich noch ein Unicorn aufgebaut und was hast du studiert? Ja, das habe ich jetzt abgebrochen. Das ist eigentlich mal gar nicht so schlecht. Und ich weiß, in Österreich ist er ja oft verpönt, wo gesagt, was hat denn der schon gemacht, der Bulli? Und der hat ja nicht einmal fertig studiert. Aber wenn man sich so mal diesen Track Record anschaut, dann ist das eigentlich gar nicht mal so schlecht. Und das meine ich jetzt nicht politisch, das meine ich jetzt nicht ideologisch, sondern einfach die nackten, blanken Fakten. Das ist sowieso eine Checkliste. Jetzt ist er auch noch bald zweifacher Vater. Von wem rede ich?

Markus

Du redest von Sebastian Kurz. Ja, ja. Der ohne Zweifel talentiert ist, in dem was er tut. Der talentierte Mr. Kurz. Ja, seit circa. Der hat jetzt seinen eines der Startups, an denen er beteiligt ist, beziehungsweise eben sogar als Co-Founder zumindestens gelistet ist, nämlich Dream, ein israelisches Cyber Security Startup. Das hat eine 100 Millionen Dollar runtergerastet und hat damit die Unicorn-Bewertung erreicht. Jetzt muss man natürlich sagen, es ist schwer ersichtlich, wie stark er sich da auch wirklich eingebracht hat. Weil er hatte einige Beteiligungen, es dürfte nicht sein einziges Baby sein. Und es ist natürlich auch naheliegendes für ein Cyber Security-Startup, wo in erster Linie natürlich staatliche Agenturen auch ein ganz wichtiger Kunden oder eine ganz wichtige Kundengruppe sind, dass da natürlich Sebastian Kurz ein sehr relevantes Asset sein kann mit seinem Kontaktbuch mit den Personen, die er als Bundeskanzler kennengelernt hat. Das heißt, vielleicht ist er da auch quasi als Co-Founder für das Netzwerk drin, könnte ich mir gut vorstellen. Nichtsdestotrotz muss man natürlich sagen, ja, ist jetzt auch, wenn man sich anschaut, was andere Menschen nach ihrer Politikakarriere so machen, kein besonders dummer Schritt gewesen.

Daniel

Und weißt du, wenn ich da einhake, ganz kurz, ja, vielleicht Co-Founder fürs Netzwerk, aber andererseits, wie viele gute Startups kennst du, die nicht in Gang kommen, einfach weil ihnen keiner eine Chance gibt? Und weißt du, der wird natürlich auch hunderte von Angeboten gehabt haben, dass er sich die rauspickt und dann die PS auf die Straße bringt, selbst wenn er da in Anführungszeichen nicht mehr gemacht hat, was wir natürlich nicht wissen, selbst wenn er es schafft, andere zu überzeugen, das auszuprobieren, dann ist das natürlich genauso wichtig, meines Erachtens, wie ob du jetzt der CTO bist, CEO oder Head of Death ist. Ohne die PS auf der Straße, weißt du, es ist wie ein Formel-1-Auto, du kannst das geilste Formel-1-Auto der Welt bauen. Wenn du keine Reifen hast, ist das Ding irrelevant. Das steht dann halt einfach auf irgendwelchen Steinklötzen und kommt nicht um die Kurve. Und da ist er in Wahrheit sehr wertvoll. Und wenn man natürlich den Nachrichten glauben darf, 125 Millionen US-Dollar Umsatz ist natürlich auch eine spannende Zahl. Fand ich auch interessant im Kontext der Bewertung. Wenn du denkst, eigentlich so ein Cyber Defense-Ding, dass das nicht einen höheren Multiple hat, fand ich interessant, wenn du sagst, 125 Millionen, das heißt, ein Multiple von, was ist das, 8, 8,5 oder sowas jetzt? Pi mal Daumen, hätte auch eine wildere Bewertung haben können. Das heißt, da wird wahrscheinlich früher oder später nochmal eine Runde gemacht werden müssen, könnte ich mir vorstellen. Ist interessant, oder? Weil eigentlich müsste man sagen, aus dem Umsatz heraus könntest du eigentlich schon viel machen. Okay, scheinbar nicht. Dann brauchen sie Kohle, okay, interessant. Was passiert da? Und dann warum nicht ein höherer Multiple? Da ist irgendwas im Busch. Da ist, glaube ich, viel Wachstum.

Markus

Ich meine, die Multiples sind halt aktuell grundsätzlich bei großen Runden. Wenn es nicht gerade halt die klassischen AI-Multiples sind, gerade nicht besonders berauschend. Das ist ein grundsätzliches Problem in der Status-Szene. Da gab es ja auch die Korrektur auf vielerlei Ebenen. Aber die machen doch AI.

Daniel

Er sagt doch, wir entwickeln Lösungen auf Basis künstlicher Intelligenz trainiert von den besten Hackern der Welt. Blablabla.

Markus

Konkretisierung AI Foundational Models. Es ist und de facto egal welche Startup du aktuell fragst, die machen alle AI. Weil sie auch wissen, dass das da gerade der Weg ist, Geld zu bekommen. Ich finde auch, man muss sagen, ich finde den Weg, den Sebastian kurz gegangen ist, ist besser als das, was viele andere Politiker machen, nämlich dann für irgendwelche fremden, dubiosen Länder so Halb Lobbying, Halbkontaktbuch in Richtung Österreich. Also ich weiß nicht, in Russland irgendwelche Sonderbeauftragtenstatuse oder ähnliches. Oder im Nahen Osten gibt es ja einige Beispiele, finde ich, Privatwirtschaft und dort, ja, natürlich macht es Sinn, sein politisches Kapital da auch einzusetzen, aber trotzdem, da an Innovation zu arbeiten, halte ich für den sinnvolleren Schritt.

Daniel

Ja. Nö, schau, ich finde das spannend. Wäre auch mal interessant, einfach einfach, vielleicht kriegen wir den in ein paar Jahren mal vors Mikrofon oder ein paar Monaten.

Markus

Ich glaube, wenn dann müsste man es jetzt machen, bevor er dann in die Politik wieder zurückkommt.

Daniel

Das tut er sich nicht mehr angefangen.

Markus

Ja, sicher. Also das ist, glaube ich, gegeben, dass wenn er glaubt, dass er die nächste Wahl gewinnen kann, dann kommt er fix zurück.

Daniel

Ich sehe das noch immer nicht so. Weißt du, ich glaube nicht, dass er. Ich glaube, wenn du, wenn du so eine Reichweite hast und so einen Impact global erzielen kannst mit dem, was du machst, dann kommst du nicht mehr nach Österreich in die Politik zurück. Das ist zu klein, zu uninteressant, zu wenig. Und Gott helf uns, dass er bitte nicht auf die Idee kommt, nach Deutschland zu gehen oder sowas. Das ist historisch nicht so optimal gelaufen.

Markus

Also ich da wette ich mit dir, wenn sich die Chance ergibt, er geht fix zurück in die Politik. Das ist einfach, er kommt aus der Politik und das, was er da an Öffentlichkeit und Bühne bekommen hat, ist, glaube ich, das brennt sich in dein Gehirn ein und dein gesamtes Belohnungssystem ist dann darauf gepolt. Und da jetzt ein Startup in Israel, selbst wenn die das zehntgrößte Startup der Welt wären, würde er nicht die Bühne bekommen, die er bekommt, wenn er Politiker ist. Und ich glaube, da traue ich mich echt wetten, wenn es eine Möglichkeit gibt, die nächsten Wahlen zu gewinnen. Wenn er das sieht, kommt er fix drüber.

Daniel

Weißt du was, ich mache mich unpopulär bei unseren Hörern und Hörern. Würde ich gar nicht so schlecht finden, verglichen mit den ganzen anderen Orgelpfeifen, die wir da gerade haben. Wäre ja auch okay. Ich meine, schau, zumindest jemand, der unternehmerisch ist, der ein bisschen weitsichtig ist und kann man diskutieren, wie man will, tatsächlich auch recht viel Erfolg in seinem Leben gehabt hat. Jung genug ist zu begreifen, was technologisch passiert ist und ein großes Netzwerk hat. Ich meine jetzt nicht alles hier super toll. Ich weiß auch, schwierige Vergangenheit, ist mir alles bewusst, aber verglichen mit diesen schillernden Persönlichkeiten, die es irgendwie seit 146 Tagen nicht mehr geschafft haben, eine Regierung aufzubauen. Just saying verglichen mit dem, was es zur Zeit gibt.

Markus

Du weißt, was ich meine. Es ist mir halt auch bei ihm schwer, ob ich ihm vertraue, dass er mit der Macht umgehen kann, die jetzt Politiker mit AI bekommen werden. Das ist so ein bisschen mein schon starke, große Persönlichkeiten, ja, die werden wahrscheinlich notwendig sein, um eine Wahl zu gewinnen und so ein bisschen der Messias-Gedanke, der da ja auch aufgebaut wurde und den er sicher reaktivieren könnte. Aber ich glaube, es wird die Gesellschaft weitaus bessere Chancen geben, wenn wir eher ein Schweizer Modell wählen, wo kannst du mir irgendeinen Schweizer Regierungschef nennen? Nein. Wilhelm Teil. Gut. Innerhalb der letzten 20 Jahre. DJ Bobo. Und trotzdem ist es wahrscheinlich wirtschaftlich einer der erfolgreichsten klaren Erfolgscases. Aber weißt du, was ich krass finde? Wir müssen wegkommen von diesem Heldenmythos Politik. Wir müssen die in den Hintergrund rücken, die müssen ihren Job machen, aber die wirklich in den Vordergrund gehören, das sind halt eher meines Erachtens Unternehmer und Unternehmerinnen.

Daniel

Was ich so interessant fand als VdB-Vanderbellen, der österreichische Bundespräsident meinte, ja, es gibt die ganzen Optionen. Eine Option, wenn eine Expertenregierung, bla bla bla, und da denke ich mir immer, ach so, und die anderen sind jetzt keine Experten, was das ja impliziert. Und ich denke mir immer, so eine Expertenregierung wäre doch eigentlich fantastisch. Wenn die smarteste Wirtschaftsperson Wirtschaftsministerin oder Wirtschaftsminister wird, die halt wirklich auch wissen, wie das funktioniert. Und jemand, die Ahnung vom Militär haben, Verteidigungsminister oder Ministerin, weißt du, wenn man sich so die Leute anschaut und deren Vita, dann denkt man sich, moch, bei Sebastian Kurz wäre es natürlich so, der auch eine Nähe zu Peter Thiel hat, der wiederum auch Investor mit Palantir ist und so weiter und so fort, da weiß er halt nie. Also es wäre eine andere Art und Weise, wahrscheinlich ein Land zu führen, als es vielleicht einige der jetzigen Persönlichkeiten tun würden. Besser. Auch eine krasse Nummer.

Markus

Also ich glaube, was halt wichtig wäre im Vergleich zur letzten Expertenregierung, die wir hatten, die haben sich damals als Statthalter gesehen, die haben quasi keine mutigen Entscheidungen getroffen, da war es immer nur, naja gut, das soll dann halt die nächste Regierung machen. Wir sind ja jetzt hier quasi nur Platzhalter. Ja, ja, ja. Es müsste eine Expertenregierung sein, die sagt, okay, wir nehmen uns jetzt zwei Jahre Zeit und wir machen die mutigen Entscheidungen, die sich sonst niemand getraut hat, selbst wenn sie unpopulär sind, selbst wenn sie schwierig sind, weil wir überzeugt sind, dass sie richtigen. Und das wäre natürlich für bei weitem der beste Case, den ich aktuell realistisch sehe.

Daniel

Und das Schönste wäre, und deswegen spreche ich dir so an echte Expertinnen und Experten, die basierend auf ihrem umfangenden, umfassenden Wissen Entscheidungen treffen, die am besten sind aus Expertenperspektive und nicht aus ideologischer Sicht. Und das wäre natürlich etwas, was unendlich wünschenswert wäre, weil das eine, was du mitbekommst, ist aus jeder Ecke, es wird immer nur nach Ideologie entschieden und nicht nach bestem Wissen und Gewissen für ein Land, für Bevölkerung und für langfristige Dinge. Und das ist für mich, eigentlich sollte jede Regierung eine Expertenregierung sein. Und wenn sie das nicht ist, dann ist sie auch falsch. Und dann läuft da auch was richtig falsch. Und das ist etwas, was du gerade in einer Reihe von Wahlkämpfen zu sehen scheinst. Was ist das für ein Satz?

Markus

Ja, ich glaube, das Problem ist natürlich, dass unterschiedliche Ideologien dann halt auch unterschiedliche Expertisen zuweisen. Also ich glaube, es gibt schon die klassischen ideologischen Experten auch. Aber grundsätzlich gebe ich dir recht, mehr fachliche Qualität im politischen Betrieb ist in jeder Hinsicht sinnvoll. Und wenn wir es schaffen, das auch ein bisschen ideologiefreier zu machen, also es ist quasi parteifremde Personen in solche Ämter zu hieven, basierend auf ihrer fachlichen Qualität, auf ihrer fachlichen Qualifikation und auch ihres Track Records, das wäre, glaube ich, schon ein Schritt in die richtige Richtung.

Daniel

Und das ist genau das Thema, worauf wir hin müssen. Fachliche Qualifikation, brauchbarer Track Record und Leute, die halt auch wirklich was Gutes machen können. Apropos fachliche Qualifikation, ich muss ein bisschen Eigenwerbung machen. Nächste Woche Dienstag bin ich das erste Mal wieder seit vor Corona bei einem Austrian-Startup-Stammtisch, worauf ich mich unfassbar freue. Und es geht darum, dass wir uns das Thema des Pitchens annehmen. Und wen suchen wir ja? Einfach jeder, der Bock hat zu pitchen, kann kommen und bekommt Feedback. Direktes Feedback, ungeschönt von Hannah und von mir. Einfach damit du so ein bisschen lernen kannst, wie du deinen Pitch verbessern kannst. Wenn du was hast, komm vorbei. Wenn du einfach mal sehen möchtest, wie so ein Pitch grundsätzlich funktioniert, komm auch einfach vorbei. Kostet nichts. First komm, first serve. Und ich freue mich wie Bolle darauf. Das wird einfach richtig gut. Finde ich. Stell dir vor, seit vor Covid war ich nicht mehr beim Stammtisch. Ist unfassbar. Das ist schon crazy, ja. Oder? Ich bin davor in den ersten 90 Stammtischen gefühlte, 85 moderiert. Und dann kam Covid und dann bin ich Papa geworden und dann hat das nicht mehr so ganz geklappt. Und jetzt bin ich mal gespannt. Also freue ich mich drauf. Nächsten Dienstag, 25. Februar, Start-up-Haus, 6 Uhr. Einfach kaum, komm, first surfing. Wie passen da rein?

Markus

Ja, weißt du, wie das bei den Stammtischen ist. Schulöffel. Zu viele.

Daniel

Ja, Schulöffel-Prinzip. Das ist, ja, kann mich noch immer dran erinnern, als wir mal den Bundeskanzler Kern zu Besuch hatten, dein erster Stammtisch. Das war unfassbar. Wie viel durften rein? Ich glaube 200, gefühlte 350, 400 waren drin, so ungefähr. Warten wir nicht darüber sagen. Also die standen natürlich vor der Tür und haben darauf gewartet, dass immer jeweils jener rauskommt, dann andere reinkommen. Unfassbar lustig. Und ich werde nie vergessen, ich habe schon zwei Dame erzählt, die Cobra, die sich probiert hat, in unser Publikum diskret einzumischen, braungebrannte Schränke von Männern im Anzug umgeben von unseren bleichen Developern, die da alle rumsaßen. Fast nicht aufgefallen. Aber ja, wahnsinnig nett. Nichtsdestotrotz. Und ja, das passiert nächste Woche. Da kann man also pitchen lernen. Ach, fein. Eine andere interessante Geschichte. Früher hat man immer gesagt, wenn du einen sicheren Job möchtest, geht's zur Bank. Da passiert so absolut nichts. Bank ist mittlerweile wahnsinnig unsicher, das wissen wir. Da haben wir gesagt, ja, dann wirst du halt Developer. Developer, Developer, Developer. Das war ja mal so dieser berühmte Spruch. Diese Werbung für Kokain, du kennst die von Steve Balmer. Das ist einfach ein geiles Video. Wie auf der Bühne steht und Developer, Developer, Developer schreit, schwitzt wie nix und du siehst im Prinzip das weiße Pulver aus deiner Nase rauskommst. Einfach zu geil. Und da haben jetzt eine Reihe von Leuten auf LinkedIn eine interessante Grafik gepostet, die einfach tatsächlich zeigen, wie die Nachfrage nach Developern ist. Und da sehen wir, dass die Jobpostings in den USA tatsächlich recht ordentlich wieder abgenommen haben. Und es ist ja tatsächlich so ein Thema. Ja, wer hätte das wissen können? Naja, jeder, der sich ein bisschen mit dem Thema AI beschäftigt hat, hat eigentlich in den letzten paar Monaten das schon kommen sehen können. Aber Developer, Developer, Developer sind gar nicht mehr so gefordert.

Markus

Ja, besonders Junior Developer. Der Markt bricht komplett weg, weil da AI mittlerweile, ja, besonders diese AI-Agents, die es mittlerweile gibt, sind halt wie ein Junior-Mitarbeiter, den kann man weitaus billiger ersetzen. Und das sieht man in den Jobmarketzahlen. Also wenn man sich anschaut, Prä Corona als Baseline, wenn das quasi der Index 100 war, dann sind wir da mittlerweile irgendwo unter 70 schon. Es gab dazwischen während Corona einen Riesenhoch in Richtung 22, 22, wo der Index auf 220% gestiegen ist und jetzt komplett eingebrochen. Und das ist etwas, was natürlich schon insgesamt spannende Herausforderungen für den Jobmarkt mit sich bringt. Weil was immer noch notwendig ist und was wahrscheinlich auch langfristig, zumindest mittelfristig, ein sehr relevanter Faktor bleiben wird, du brauchst schon die Senior Fachkräfte, du brauchst Leute, die da wirklich die Das Process Knowledge mitbringen, die Erfahrung über Jahre aufgebaut, wie welches Tool, wann, wo einsetzen, welche Sprache funktioniert, in welchen Cases. Ich glaube, diesen Common Sense, da braucht er sicher schon noch eine gewisse Weile. Und das ergibt schon auch eine spannende Herausforderung, weil dann natürlich, um Senior zu werden, musst du ja irgendwie Junior anfangen. Das heißt, es geht so ein bisschen in Richtung wahrscheinlich auch das, was wir in Österreich haben mit der Lehre, wo ganz stark auch das Training von Menschen im Vordergrund steht. Und vielleicht gibt es da neue Modelle, die dadurch entstehen. In jedem ist es aber auch gleichzeitig für Menschen, die etwas gestalten wollen, etwas schaffen wollen, natürlich eine riesen Chance. Ich kann mich erinnern, wie wir vor zehn Jahren damals mit unserem Startup gestartet haben. Wir waren halt ganz klassisch, ganz schlimm, drei Wirtschaftsstudenten mit einer tollen Idee und keiner Möglichkeit, das gescheit umzusetzen. Ja, da gab es dann vielleicht so ein paar Mockup-Tools, die du machen konntest. Aber das hat halt alles nicht funktioniert gescheit. Und heute de facto, wenn wir uns damit ein bisschen beschäftigen, können wir ja auch ohne technischen Co-Funder schon richtig cool was hinstellen. Ja, er wird dann sicher notwendig ab einem gewissen Punkt, aber du kannst viel weiterkommen ohne klassisch technisches Coding Knowledge. Und auf der Ebene muss man schon sagen, das ist auch ein Riesen-Enabler.

Daniel

Ja. Und das Interessante ist, aber es ist absehbar, dass das passiert. Interessant finde ich auch in dem Gedanken, dass jetzt, ich ein paar Postings, ein paar Aussagen in letzten Wochen gesehen habe, dass Leute sagen: Buh, ist doch nicht so, dass AI jetzt irgendwie alle nach vorne bringt, sondern nur ein paar wenige. Und das ist genau das, was da auch passiert. Es wird natürlich die Top-Leute nach vorne bringen, aber in vielen Disziplinen. Und das Interessante ist, dass ein AI meines Erachtens die smartesten Menschen enabled dabei, ihre Ideen auf Schiene zu bringen und du einfach niemanden mehr brauchst, der diese Ideen in eine künstliche Sprache übersetzt, damit der Computer es computen kann, wenn ich das mal so bewusst ausdrücke. Sondern dass du einfach mittlerweile in halbwegs klarer Sprache das artikulieren kannst, am besten noch über Voice, was ja total geil ist. Also ich merke zum Beispiel bei mir, ich tue mir viel einfacher, Sachen über Voice-Command zu machen, über AI-Tools, dass ich dem Ding einfach erzähle, worüber ich gerade nachdenke und es dann ein bisschen an meine Gedanken ordnet und so strukturiert, das ist ein Geschenk für mich. Während wenn ich zum Beispiel an einer Tastatur etwas schreibe, verliere ich sehr oft mein Gedanken. Es ist einfach für mich kein natürlicher Input. Und das ist dann natürlich was sehr Spannendes. Und wenn du dann aber eine klare Idee hast, ein klares Problem und das dann schaffst zu artikulieren und dann die Tools hast, die es umsetzen und sagst, ja, aber eigentlich, dann ist es spannend. Es ist eigentlich genauso, wie du das machen würdest als Visionär mit unendlichem Budget. Früher hättest du halt eine tolle Agentur, du hättest einen Top-Lead-Developer, der dir, der oder die dir dann zuhört und einen Designer, der dir zuhört und dann noch irgendjemand und ein Product Guy und bla bla bla. Und eigentlich, wenn du es vielleicht noch ein, zwei Jahre nach vorne denkst, dann könnte es theoretisch unfassbar demokratisch sein für die smartesten Gedanken. Stellt sich aber die Frage im Umkehrschluss, dass du den Funnel veränderst und sagst, okay, aber was muss ich tun, damit diese smartesten Gedanken eigentlich entstehen? Wo ist der School of Thought da? Und das ist eben das Spannende. Und das meine ich jetzt nicht wertend, aber als guter Developer musstest du nicht sonderlich kreativ sein. Du musst sehr gut diese Sprachen beherrschen können, es sehr gut übersetzen können, schnell machen können, sauber machen können, gut runter, wie heißt runterdokumentieren können, auch anderen das erklären können, was du brauchst. Ja, aber jetzt ist es vielleicht auch, und das ist tatsächlich auch fürs Bildungsthema eine sehr, sehr, sehr spannende Herausforderung, wer es schafft, am schnellsten das umzulegen und wie schnell sich dadurch auch Jobs verändern werden. Und zum Beispiel, was mich auch immer noch sehr beschäftigt, letzte Woche eine Keynote beim Pharmakonzern gehalten, ist, wenn du auch generell über das ganze Thema Daten, proaktiv, reaktiv und, und, und, wenn wir beim Thema Bildung ganz kurz bleiben, wer ist es zum Beispiel, welche Met-Uni ist es zum Beispiel, die jetzt als erstes schafft, Ärztinnen und Ärzte auszubilden für proaktive Medizin? Die sagen, hey, du, ich lies ein CSV einen von deinem Aura-Ring, den du seit neun Jahren trägst, denk nur ein paar Jahre nach vorne, und wir erkennen Muster und deswegen nimmst du dies und jenes ein. Da wird doch kein Mensch dazu bis jetzt ausgebildet. Die lernen auch immer die Knochen auswendig. Was bestimmt auch super ist, dass sie wissen, das ist der bla bla bla bla bla bla. Aber in Wahrheit ist ein Riesenschiff. Und da ist für mich halt noch immer die Frage, was studierst du jetzt? Was lernst du jetzt? Womit beschäftigst du dich jetzt, um Kreativität zu fördern und Problemlösungsdenken zu fördern?

Markus

Ja, das ist, glaube ich, die echte Herausforderung, dass es so schwierig ist einzuschätzen, wie sich der Markt, wie schnell sich das auch verändert, weil auch Sam Altman hat gesagt, er klappt, jetzt in den nächsten Jahren wird sich sehr wenig verändern am Jobmarkt. Aber mittelfristig wird sich das komplett umstellen und du hast schon gemeint, Bildungssystem, auch wie Firmen funktionieren, welche Firmen es schaffen, sich auf diesen neuen Prozess einzustellen. Weil wir jetzt gerade gesagt haben, es wird die besten Senior Arbeitskräfte, die werden weiter sehr stark Relevanz haben. Die werden wahrscheinlich auch die sein, die halt dann wissen, welche AI-Agen sie wo einsetzen. Umso mehr wird das ein ganz entscheidender Faktor sein, wie man da Strukturen aufbaut, die das auch ermöglichen. Und auf der Bildungsebene, du hast sicher einen, du kannst schön argumentieren, mach etwas Physisches, mach mit deinen Händen, etwas, was jetzt nicht klassisch von einem Large Language Model übernommen werden kann. Also ich glaube, es wird durchaus einen Push wieder in Richtung Handwerk, etc. geben. Aber andererseits, du hast schon angesprochen, die Kreativität, die Agency, das Anpackerische, das Ich Gestalte, ich kreere Neues, das ist etwas, was ganz entscheidend sein wird und was massiv empowered sein wird durch künstliche Intelligenz, durch ER-Agents. Und auf der Ebene tut sich natürlich viel zu wenig aktuell. Wir haben immer noch ein stark wissensorientiertes Bildungssystem. Und genau dieses Wissen wird halt auch auf Kopfdruck, dann auf Knopfdruck verfügbar sein. Das heißt, ich weiß nicht, ob das so noch sinnvoll ist und wie du richtig sagst, ein Riesenwettbewerbsvorteil, wenn man es schafft, dass man hier sich auch schnell anpasst.

Daniel

Sehe ich auch so. Und ich wäre halt auch neugierig, ob und wie viel Platz das gerade in aktuellen Diskussionen hat, wenn es um das Thema Standort geht, wenn es um Thema Zukunft geht, wenn es um Thema, wir sehen gerade ja in Europa, dass viel in Richtung Startup, Startup, Standort, 28. Regime, bla bla bla bla bla geht, bei all diesen Gedanken nach vorne. Ob da nicht noch immer in alter Währung gedacht wird, wenn ich das mal so sagen darf und sagen nennen darf. Und ich wäre überzeugt davon, ohne jetzt einen Hinweis zu haben, dass es bestimmt noch immer welche gibt, die sich einsetzen, dass alle Kinder in Schulen programmieren lernen und dass alle noch immer was auch immer für altes Denken mit sich nehmen, wo diese Schlacht eigentlich schon längst woanders hin fokussiert werden sollte. Und das zeigt für mich eigentlich die Grundherausforderung, dass man einfach wahnsinnig, wahnsinnig flexibel werden muss in den Grundsätzen, denen man folgt, ob das in der Lehre ist, ob es beim Investieren ist, bei der Art und Weise ist, wie man ein Land auch führt und lenkt. Und wer da starren Mustern folgt, der wird einfach sowas von dermaßen schnell abgehängt werden. Ich sage dir uns auch bewusst, weil gerade viel passiert in Europa, oder?

Markus

Ja, spannend, dass du es ansprichst. Ich war am Montag beim European Startup and Scale Up Forum, wo die neue EU-Kommissarin und auch für Startups und auch die Vizepräsidentin der EU-Kommission, die für Deregulierung zuständig ist, mit dabei waren. Und da ist schon spürbar ein massiver Shift. Von bisher war klar, dieses auch, wir sind stolz drauf, dass Europa der Player ist, der beim Thema Regulierung auch vorne dabei ist, dass wir hier auch eine Leadership-Rolle weltweit und auch innehaben und das war auf europäischer Ebene klar spürbar. Und jetzt ein ganz klarer Shift mit der neuen Kommission, Wettbewerbfähigkeit, Deregulierung, wie schaffen wir es, Zukunftstechnologien hier auch zu etablieren. Also das ist auf der Urgency-Ebene, auf der Narrativebene brutal spürbar. War auch in diesem Forum, das ist eine relativ kleine Runde, aber da war eine ganz starke Bewegung in die Richtung spürbar. Was natürlich jetzt der entscheidende Faktor ist, ist, wie sehr kann man dann mit den festgefahrenen Strukturen, die wir haben und mit den 27 Mitgliedstaaten, die wir haben, wie sehr kann man da auch ein Momentum aufbauen, dass sich das schnell ändert. Das 28-Regime, das du angesprochen hast, ist da, glaube ich, schon der Schlüssel, weil es sich ein bisschen sich abkapseln würde von den 27 unterschiedlichen Mitgliedsländern, die dann alle bei etwas zustimmen müssten. Das ist natürlich auch die Herausforderung, dass man dieses 28-Regime überhaupt in Gang bringt, weil auch da müssen natürlich dann alle mit an Board kommen. Aber wenn das einmal steht, glaube ich, ist es genau die Plattform, die uns hier etwas schneller machen kann. Und du hast vollkommen recht, die Grundherausforderung, weil ich würde mich jetzt auch nicht trauen zu sagen, es ist schlecht, dass alle Menschen programmieren lernen. Weil diese Technologie zu verstehen, das kann schon sinnvoll sein, auch für die Zukunft. Und ich tue mir total schwer zu beurteilen, jetzt wirklich, was sind die Zukunftsskills in 10, 20 Jahren. Dafür verändert sich alles viel zu schnell. Aber die Agilität, die du angesprochen hast, wir müssen viel schneller werden im Adaptieren von Systemen, wir müssen viel besser reagieren können, das ist der entscheidende Faktor und da brauchen wir neue Strukturen.

Daniel

Also ich glaube, das mit dem Programmieren, was ich damit meine, ist, ich glaube, es ist wichtig, grundsätzlich zu verstehen, wie es funktioniert. Das kann man ja lernen wie eine Sprache, so vom Essenz. Aber früher war die Aussage, jeder muss perfekt programmieren können, weil dann ist das eine sichere Bank. So meine ich das eher. Ja, kannst du halt lernen wie altgriechisch oder Latein, das ist gut zu wissen, so vom Grundgerüst her. Aber ich glaube, es ist nicht mehr so. Es war ja auch immer die Intention, einfach Sicherheit hinzuzufügen. So, ich glaube, es ist einfach gut, das zu verstehen. Genau wie glaube ich jeder verstehen sollte, wie ein Prompt funktioniert und wie KI funktioniert und was da die Grundgedanken dahinter sind. Und wenn ich immer das über das Thema, wenn ich über das Thema Regulierung nachdenke, dann ist das ja natürlich grundsätzlich gut, dass man reguliert oder dereguliert oder wie auch immer. Am Ende des Tages kann man aber auch sagen, dass der Markt halt viel reguliert. Und bei der Geschwindigkeit, mit der Dinge gerade passieren, dann wirst du immer etwas regulieren, was vielleicht auch schon längst irrelevant geworden ist, bei der jetzigen Geschwindigkeit und dich dadurch selber irrelevant machen. Und das ist so das Gefühl, das ich habe, wenn du dir den AI-Akt anschaust, da sollen Sachen reguliert werden, die wahrscheinlich in drei, vier Jahren dann durchreguliert sind, die schon längst einfach wurscht sind und dadurch einfach Power so dermaßen verloren geht, dass es eine Tragödie ist. Und da ist auch beim Thema Bildung, glaube ich, genauso. Da musst du einfach brutal flexibel werden, denn das ist, glaube ich, das eine Zukunftsskill, das du haben werden musst, ist flexibel sein und immer wieder Dinge auch hinterfragen und im Kontext sehen und im historischen Kontext sehen. Und dann ist, glaube ich, eine breite Bildung wichtig mit immer wieder auch flexiblen neuen Ansätzen.

Markus

Genau, ich glaube, du musst jetzt halt wirklich identifizieren, was sind die tatsächlich zeitlosen Elemente, wo du sagst, das ist komplett unabhängig davon, wie unsere Welt sich auch verändert, wie sich der Jobmarkt verändert, das ist einfach so eine Basis von Menschsein. Und dann on top einen Block, der sehr flexibel ist, basieren darf und sehr schnell sich auch verändern kann. Das wäre sicher im Bildungsbereich wichtig. Ich glaube, es ist jetzt eine Chance, es ist jetzt auch gerade auf EU-Kommissionsebene. Es wird in Mitte des Jahres eine Startup- und Scale-Up-Strategie für Europa präsentiert werden. Da hat jetzt jeder die Möglichkeit, Ideen einzubringen. Hat jeder die Möglichkeit, auch ihnen zu sagen, was aktuell nicht funktioniert. Und ich glaube, es ist wichtig, dass wir das auch als Ökosystem nutzen, diese Chance, die sich da gerade ergibt. Das ist wirklich das Momentum auf europäischer Ebene ist da. Das hat die Kommissarin auch öffentlich danach gesagt, it's time to be disruptive and ambitious. Disruptive von einem Politiker habe ich in der Form noch nicht gehört. Das ist eigentlich sehr gegen die Sprache, die da verwendet wird.

Daniel

Sagt das nicht Christian Lindner jede Woche?

Markus

Ja gut, aber Christian Lindner ist halt Christian Lindner würde ich vom tatsächlichen Machtanspruch oder auch vom Impact, den er haben kann, aktuell nicht, der macht das aus Überzeugung jetzt, weil er halt auch mit 4% dasteht. Ist halt die Realität. Das von einer amtierenden Kommissarin zu hören, ist sehr ungewöhnlich.

Daniel

Nein, ich meine, ich hoffe dafür das Beste. Ich hoffe, dass sie sich nicht alle einfach zu Tode plappern und dann fährt der Bus vorbei.

Markus

Ich muss sagen, was da schon gut ist, Andreas Linger hat sich da wirklich gut in Position gebracht. Er hat auch das moderiert am Montag und der sagt ihnen auch gerade raus, was seine Meinung ist. Für mich ist wirklich die Frage, also die wollen wirklich, es ist nur die Frage, haben sie genug Macht auf der Ebene, wo sie jetzt unterwegs sind. Wie schafft man das dann halt auch gegen 26 Partikularinteressen durchzubringen?

Daniel

Das ist immer das Grundthema. Das ist, glaube ich, immer das Grundthema, aber wir haben ja viele Möglichkeiten. Grundsätzlich. Und ich meine, ich muss ja immer sagen, bei all meiner Kritik, da ist vieles, was ich kritisch sehe, vieles, was mich brutal nervt, vieles, was mich extrem frustriert. Aber am Ende des Tages ist es, glaube ich, so, dass wir einfach so viel Historien haben und so fehlt, so viele Werte, in denen wir vereint sind. Und das muss passen. Wir müssen einfach nur durch die jetzigen, etwas unruhigen Zeiten hindurch, wo man jeden Morgen auch beim Aufstehen das Gefühl hat, oh Gott, oh Gott, was jetzt wieder passiert, wenn ein Donald Trump dann drauf kommt, dass die Ukraine vielleicht am Krieg schuld hat, wo man sich sagt, wo ist denn der schon wieder gegengelaufen? Und das meine ich damit. Das ist gerade eine komische Zeit, wenn die einen sich damit mit regulieren oder nicht regulieren beschäftigen und der andere innerhalb von einem Tag entscheidet, dass der Krieg vielleicht dann doch von einer anderen Partei gestartet wurde oder nicht. Schwierig.

Markus

Ja, also da bin ich auch wirklich überzeugt, die echte Gefahr, die da politisch gerade entsteht, ist halt, dass Politiker haben so viel Signalwirkung. Und was natürlich die Signalwirkung von Trump und Co. gerade ist, der de facto sich jetzt verbündet mit Diktatoren gegen die bisherigen westlichen Demokratien. Die Gefahr ist, dass Leute sich davon anstecken lassen, dass die Leute das Gefühl haben, das ist jetzt der richtige Weg. And ich finde so ein bisschen auch die Gefahr, gerade wenn man sich anschaut, wie Green Tech Investments gerade zurückgehen. Das darf nicht passieren. Weil ich habe nie geglaubt, dass jetzt wir es schaffen, die Klimakrise zu lösen, indem wir politisch da Mehrheiten finden. Es wird am Ende Unternehmertum, es wird Technologie brauchen, es wird neue Wege brauchen, um CO2 zu reduzieren. Aber wenn jetzt, weil gerade das politische Klima das gerade nicht so vorlebt, wenn deshalb in dem Bereich weniger investiert wird, wenn weniger Leute in dem Bereich nach Innovation suchen und da sich auch kreativ einbringen, dann haben wir echt ein Problem. Das ist das, wo ich einfach plädiere, sich nicht vom aktuellen politischen Umfeld zu sehr beeinflussen zu lassen. Das ist die echte Gefahr der Politik.

Daniel

Und du siehst aber auch, wie ernst gemeint die meisten Green und auch die meisten Diversity-Bestrebungen waren der letzten Jahre bei den meisten Unternehmen. In dem Moment, wo sich der Wind gedreht hat, sind die alle so, ja, wir auch, alles gut, brauchen wir doch nicht. Das hat man aber auch gespürt. Und das hat man auch in den letzten Jahren gespürt, dass es alles eher so eine Marketingaktivität war. Und das ist ein bisschen tragisch. Und das meine ich aber auch von, dass es nicht von Leuten mit Purpose gemacht war und Überzeugung, sondern einfach, weil es halt gerade der Wind war, jetzt dreht sich der Wind, jetzt drehen sich wieder die Segel auch entsprechend dem Wind. Ja, das ist was zutiefst Menschliches. Ist das gut? Nein. Und es zeigt, dass aber auch viele Entscheidungen auf eine sehr, sehr, sehr ideologische Art und Weise getroffen wurden. Ich werde ja nie müde, den Automobilmarkt zu besprechen, wo jetzt mittlerweile jede Woche neue Hersteller hinterherrudern und sagen, boah, das hier mit dem ganzen IV-Thema, das lassen wir jetzt doch wieder, weil wir merken, dass es nicht so klappt. Muss man sich aber auch überlegen, ob die Entscheidungen dann damals auch wirklich brauchbar getroffen wurden oder nicht. Und ob Ziele vorgegeben wurden, die realistisch waren oder nicht, von Leuten, die die Ziele vorgegeben haben, die auch wissen, was die finalen Auswirkungen waren. Und in Wahrheit muss man das, glaube ich, immer am Ende des Tages mit viel Abstand historisch betrachten. Was den Automobilmarkt betrifft, glaube ich, kann man wahrscheinlich auch jetzt schon sagen, da haben ein paar Leute Ideologie getrieben, eigentlich einer der Vorzeigemärkte Europas in den Fundamenten zerstört, aufgrund von Ideologien und nicht aufgrund von tatsächlich Zahlen, Daten, Fakten. Und jetzt sind wir viele Jahre hinterher.

Markus

Also da sind wir ja fundamental anderer Meinung. Ich glaube tatsächlich ist das Problem, dass Europa es eben nicht geschafft hat, da wirklich innovativ zu werden, anders als die Chinesen oder die Amerikaner. Und wir halt wieder probiert haben, über bestehende Strukturen Innovation zu machen, was noch nie funktioniert hat. Aber das haben wir letzte Woche schon ausführlich diskutiert. Also wer unsere Perspektiven dazu hören will, möge die letztwöchige Episode nochmal hören.

Daniel

Guter Punkt, aber es ist wirklich trotzdem nur abschließend dazu, es sind wieder zwei, drei dazugekommen, die innerhalb von einer Woche wieder zurückrudern und jetzt eigentlich ein bisschen den Scherbenhaufen dort aufräumen müssen. Einfach weil, glaube ich, dieses IV-Thema nicht zur europäischen Infrastruktur passt, die da ist. Und das ist das Thema. Und dass da Normen und Voraussetzungen vorgegeben wurden, die auch kaum erfüllt werden konnten. Und das ist ein bisschen die Challenge. Aber stimmt, vielleicht können wir da irgendwann mal ein bisschen mehr Zeit dafür nehmen, um das zu diskutieren.

Markus

Aber es ist einfach Kurzsichtigkeit von Anfang an gewesen. Ja. Also man, dass der Verbrennungsmotor ein gavrierendes Thema ist für Klimaschutz, beziehungsweise auch wie sich halt unsere Welt dementsprechend verändert, das weiß man schon sehr lange. Es ist halt so, wie sie lange halt die negativen Folgen von Tabak unter den Teppich gekehrt haben. Es wäre möglich gewesen, hier neue Industrien aufzubauen, neue Technologien aufzubauen, eine Stromindustrie aufzubauen, eine Energiewirtschaft aufzubauen, die dem auch entgegenkommt. Hat man alles versäumt. Da glaube ich, stimmen wir überein.

Daniel

Drei Tonnen SUVs, die dann irgendwie klimaneutral sein sollen, kann man schon das. Das kann nicht cradle to cradle, also End-to-end zielführend sein, sondern da ist ein Eine Kennzahl, die man, die man optimiert. Weißt du, was ich meine? Nur einen Satz dazu. Hätte man dann irgendwelche 600 Kilo Elektroautos gebaut, die einfach unfassbar aerodynamisch sind, die wahnsinnig effizient sind aus unglaublich leichten Stoffen und gesagt hätte, okay, bestimmte, äh, bestimmte Heritage, Crash-Strukturen lässt man wieder sein, bestimmte andere Komfortsachen lässt man wieder sein und baut das Grund neu auf Leichtigkeit. Cool, aber wie gesagt, du kannst mir erklären, dass ein 3-Tonnen-SUV in irgendeiner Form effizienter ist und besser fürs Klima als ein Verbrenner, der zwei Tonnen wiegt.

Markus

Ja, trotzdem ein bisschen besser ist, aber am Ende das, was entscheidend ist, es ist halt de facto, da glaube ich immer noch daran, dass wir uns etwas anderes als den Verbrennungsmotto als Kerntechnologie der europäischen Wirtschaft überlegen müssen. Und das einfach, weil ich glaube, dass dieser Markt zunehmend kleiner werden wird als Massenmarkt. Ich glaube, er wird, du hast recht, er wird sicher bestehen bleiben als Luxusgut, als Spaßelement auch. Aber du siehst es eh, wie halt China mit brutal billigen Elektroautos den weltweiten Markt flutet. Und da kommen wir europäisch mit dem Verbrenner auch nicht mit. Und das ist, ja, es ist richtig, es ist gescheitert, dass die europäischen Autobauern auf diesen Trend aufspringen. Aber was halt wirklich eigentlich gescheitert ist, dass wir es nicht geschafft haben, eine eigene wettbewerbsfähige Industrie in dem Bereich aufzubauen.

Daniel

Ja, wir haben auch schlichtweg nicht die Infrastruktur dafür. Muss man auch so argumentieren. It is what it is. Und ich glaube auch, die Convenience, die ein Auto bringt, ist mit einem Elektrowagen kaum zu haben. Ich weiß, jetzt werden Leute sagen, ja, aber hier, ich hab und ich weiß, und ja, nee, klar, logisch. Wenn du da ein Haus hast und hast dir deine E-Säule direkt vor der Nase und dann fährst du in ein Unternehmen, wo du deine Garage hast, auch cool, aber für den regulären urbanen User ist zum Beispiel ein Elektroauto in europäischen Altstädten einfach schlichtweg nicht zielführend.

Markus

Da auch wiederum der Share an mit dem Auto gefahrenen Kilometern seit Jahrzehnten mittlerweile abnehmend ist. Absolut. Und es ist einfach, also es ist kein Markt, auf dem du eine europäische Wirtschaft aufbauen kannst mehr.

Daniel

Und wie gesagt, verstehe mich nicht falsch. Ich bin ja nicht der Meinung, dass ihr dann Verbrenner haben sollt. Ich habe gar kein Auto. Weißt du, was ich meine? Ich finde einfach nur diese ideologiegetriebene Elektroauto-Diskussion ein bisschen schräg. Und es tut mir natürlich ein bisschen weh, als leidenschaftlicher Europäer zu sehen, wie sehr sich da die Automobilbauer verlaufen haben. Aber es war obvious, dass das passieren würde und das passiert gerade. There you go. Und es wird wehtun, es wird Jobs kosten und es wird uns viel Fortschritt kosten, weil man sich da so verlaufen hat. Und ja, Beispiel ist wie gesagt, Volvo sagt plötzlich, nein, sie werden jetzt doch wieder Verbrenner bauen oder werden doch wieder Hybrid bauen. Und Porsche sagt, ui, die Elektroabteilung, die lassen wir jetzt doch wieder ein bisschen mehr sein. Und die Elektromodelle, die wir bauen wollten, die stampfen jetzt doch wieder ein, weil man dann eben darauf kommt, dass zum Beispiel ein Porsche-Box da jetzt plötzlich 130.000, 140.000 Euro in der Variante kosten würde, was viel, viel höher ist, als es der Markt bereit ist zu zahlen in der Form, der es sein würde, bla bla bla. Also das eine passt mit dem anderen nicht zusammen. Ja, wenn man wieder nur Kutschen mit Motor baut und nicht eben was Neues. Aber egal. Egal. Springen wir nochmal kurz zu irgendwas Cutting Edge, weil ich sehe, die Zeit ist auch wieder schon recht fortgeschritten. Worüber müsst ihr noch reden?

Markus

Reden wir über den argentinischen Präsidenten, der CryptoScan zu viel Erfolg verholfen hat.

Daniel

Ist auch verrückt, oder?

Markus

Naja.

Daniel

Magst du nochmal ausholen? Weil ich meine, das kommt ja auch fast nie vor, dass Politiker sowas machen, oder? Man würde Trump Coin, Melania-Coin. Und da denkt er sich, gut, das mache ich jetzt auch.

Markus

Ja, wobei in dem Fall habe ich noch nicht wirklich herausgefunden, ob er daran auch persönlich beteiligt ist. Bei Trump war es ja halt ein Rugball, wo er halt der ökonomische Profiteur war. Bei Millet bin ich mir nicht sicher, ob er so dumm war, dass er darauf reingefallen ist. Ob er da schlecht beraten war oder was, aber er hat halt wirklich einen Coin promotet und gesagt, damit wird die argentinische Wirtschaft gefördert und auch Startups. Und ja, dann ist das Ding halt kurz einmal explodiert. Und dann innerhalb von Stunden gab es den Rugpile. Das heißt, es haben halt alle Leute, die das aufgebaut haben, schnell verkauft, haben damit Millionen bzw. Multimillionen gemacht und viele Leute haben ihr Geld innerhalb von wenigen Minuten komplett verloren. Und das als Präsident ist halt einfach so dumm.

Daniel

Es geht ja um Libra. Und ja, man hat es gemacht, man hat es probiert und buff. Und das ist natürlich auch immer das Problem bei Krypto. Ich bin ein Riesenkrypto-Fan, aber leider durch solche Methoden geht es immer so ein bisschen nach hinten los und das ist tatsächlich sehr schade. Und der Miley, glaube ich, war nicht direkt involviert, hat es aber beworben, wenn ich das richtig sehe. Und es spricht halt so viel für Krypto und dann aber auch so viel dagegen in so einer Situation. Und das ist natürlich ein bisschen schade. Und das Interessante ist dann natürlich auch immer, ob Krypto, weil ich meine, es wird ja gerade diskutiert, inwiefern Bitcoin in verschiedenste Staatshaushalte aufgenommen wird, dass Krypto nicht gleich Bitcoin und Bitcoin nicht gleich Krypto. Damit meine ich, das eine ist, wenn man in etwas wie Bitcoin geht, was halt schon seit Jahren am Markt ist und auch einen tatsächlichen Wert hat. Das andere ist, wenn man irgendeinen Coin kurz rausstampft und dann natürlich, da darf man sich nicht wundern, wenn das auf einmal verschwindet wie der Hawk-Coin, auch vor ein paar Monaten, der Hawk-Tour-Coin. Brauchen wir jetzt gar nicht drauf großartig eingehen, aber wenn man sagt, ey komm, welcher Idiot investiert dort Millionen in einen Coin, der nach irgendeiner Meme-Tante, die einmal über was auch immer für Praktiken gesprochen hat und dann wundert man sich, dass die Kohle weg ist. Ja gut, it is what it is. Ja. Glaubst du, wird Österreich mal so ein Coin imitieren? Den Mozart-Coin? Wie würde er heißen? Der Mozart-Coin?

Markus

Der Wolfgang, der Amadeus. Ich habe keinen Politiker am Horizont, der das machen würde.

Daniel

Wie würde Kickel sein Coin nennen? Boah, den Schilling. Sicherlich. Den Schilling, das würde er den Schilling nennen. Das wäre so genau sein Ding. Ich weiß nicht, ich glaube, der Kickel ist eher nicht so technologieaffin oder nicht so. Das glaube ich eher skeptisch. Der ist mir schon klar, dass der da irgendwie noch immer Radio hört. Vollkommen klar, aber wenn er ein Coin hätte, dann würde er den Schilling nennen, einfach aus Prinzip. Und dann würden das alle ganz toll finden, weil sie eh schon immer wussten, der Schilling ist viel besser. Und dann gibt es einen unfassbaren Rockpull und dann waren alle anderen wieder schuld.

Markus

Ja.

Daniel

Oder?

Markus

Ich habe dann gesagt, I was not familiar with the details of the project. And after having informed myself, I decided not to continue disseminating it. Wow.

Daniel

Ja gut, das ist ein smarter Move. Hast du je Little Britain geschaut? Nicht aktiv. Ich weiß, was es ist, aber. Da gibt es einen wunderbaren Charakter, das Namen mir gerade entfällt von einem Politiker, der regelmäßig sozusagen Statements vorliest, wie er zufällig Inflagranti mit irgendwelchen Herren erwischt wird. Und das hat mich immer daran erinnert, wo dann sagt, ich kannte diesen Herren nicht und bin zufällig spaziert und dann umgefallen und auf ihn draufgefallen. Bei dem Sturz löste sich meine Hose. Ja, dann liest er das halt vor. Ist ähnliches Prinzip. Aber gut, wer hätte das wissen können? Wenn der Schilling imitiert wird, seid vorsichtig, dass es keinen Rugpull gibt. Der Ragpall. Ja, der Gewinn liegt bei 107 Millionen Dollar. Ja. Nicht optimal. Ja, gut. Hätten wir das auch erledigt. Und zu guter Letzt willst du noch ein bisschen über was Positives reden? Wollen wir noch über Liquid AI reden?

Markus

Genau, wir haben zwei positive Nachrichten noch. Liquid AI, eines der AI Unicorns, eines der Foundational Models, die auf eine ganz andere Technologie als die bisherigen Sätzen, die potenziell deutlich effizienter sein kann, hat ja zwei Co-Founder mit Österreich-Bezug, Herkunft bzw. auch die haben in Österreich studiert und sind aber eigentlich mittlerweile best in US. Überlegen aber gerade, wo sie ihr Europa-Headquarter hingeben. Und da ist scheinbar Wien eine sehr prominente Option. Da setzt sich jetzt die halbe österreichische bzw. Wiener Startups dafür ein, dass sie da hoffentlich herkommen, weil das natürlich ein sehr wichtiger Faktor wäre, auch wenn es ums Talent geht, wenn es ums Standing von Österreich in dem Bereich geht. Das heißt, man probiert da den Standort so attraktiv wie möglich zu machen und auch Incentive zu setzen. Die ABA, die Wirtschaftsagentur, die Wirtschaftskammer, alle sind sie involviert und probieren da Überzeugungsarbeit zu leisten. Wenn man nach München schaut, die haben gerade das OpenAI Office announced, da tut sich unglaublich viel. Es wäre gut, wenn Wien da auch ein Statement setzen könnte.

Daniel

Definitiv. Da gab es übrigens eine interessante Diskussion, die ich da verfolgt habe. Da hat jemand gesagt, naja gut, wenn OpenAI dann natürlich kommt, dann werden natürlich auch die Preise gleich raufgehen für die Developer. Das ist aber natürlich dann auch eine interessante, wir haben natürlich darüber gesprochen, Developer braucht keiner mehr. Da geht dann natürlich der Preis wieder für alles rauf. Das ist natürlich dann der Nebeneffekt, aber es ist ja grundsätzlich was Tolles, weil da kommen dann Leute, die viel Geld verdienen, die viel Geld ausgeben und sich wohlfühlen. Und das ist ja genau das, was man eigentlich haben und bezwecken möchte. Beispiel Irland, das haben wir auch schon so oft diskutiert, was passiert, wenn da plötzlich große, tolle Unternehmen angelockt werden. Und wir stellen uns auch natürlich unser kleines Wien vor, wie es wäre ohne jemanden wie BitPanda, die zum Beispiel auch hunderte von Menschen beschäftigen mit gutem Geld und die da Know-how bringen. Wäre fein, hoffen wir aber fürs Beste, dass es passiert. Das ist die erste gute Nachricht und du hast noch eine zweite in Petto.

Markus

Genau, wir haben auch einen Rockstar der Woche und das ist diese Woche der Kamik Christa. Der hat mit seinem Startup Elio ein zwei Millionen Dollar-Investment aufgestellt von sehr namhaften Investoren, zum Beispiel der Andreas Reichl, aber auch dem X-EO von Merck, für eben eine Software, die Pharmakonzerne und dabei unterstützt, dass sie in ihren Produkten, in ihren Prozessen nachhaltiger werden. Und das finde ich eben genau auch dahingehend, was wir vorher gesagt haben, sich nicht vom aktuellen politischen Momentum anzustecken, sondern umso mehr in diese Bereiche zu investieren, halte ich für sehr sinnvoll und förderlich. Und dementsprechend da kam mir sicher der Rockstar, weil es geschafft hat, trotz des aktuellen Umfelds da so eine Runde aufzustellen. War durchaus auch die Investoren, die da eben ein bisschen gegen den Strom gerade schwimmen.

Daniel

Ja, na, ist richtig stark. Also tolles Zeichen, tolle Geschichte, tolle Person und ein klarwürdiger Rockstar der Woche.

Markus

Cool.

Daniel

Sind wir durch, oder? Allerdings. War uns wie immer eine Freude. In dem Sinne, thank you for listening. Take care, stay safe und bis zum nächsten Mal. Dankeschön und bye.