Future Weekly

#428 - Matthias Gruber über Automatisierung, Mindset & Meta Habits

Daniel Cronin & Markus Raunig Episode 428

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 53:48

Im Deep Dive hat Markus diese Woche Matthias Gruber zu Gast. Bereits mit 20 Jahren baute er seinen eigenen Standort mit einem 20-köpfigen Team auf, nahm an den Coding-Europameisterschaften teil und skaliert heute AI-getriebene Lösungen. Mit seinem Startup erreichte er in nur sechs Monaten über 200 B2B-Kunden und setzt auf innovative Ansätze wie automatisierten Telefon-Support und wiederkehrende Umsätze. Sein Moonshot? Bildung für alle zugänglich zu machen – und dabei Europa als Innovationsstandort voranzutreiben.

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Production: Christoph Nowotny
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Markus

Einen wunderschönen guten Tag, guten Abend, willkommen bei Future Week. Heute mit mir Markus und weil die auf Tag ist mit einem super spannenden Gast und das ist der Matthias Gruber. Hallo Matthias.

SPEAKER_01

Hi.

Markus

Wir freuen uns sehr, dass du bei uns bist. Und ein Blick auf LinkedIn. Matthias verrät uns, du bist Co-Founder von Fonio und Vize-Europameister im Webdevelopment und bei Sigma Square. Erzähl dir mal, was macht Fonio?

SPEAKER_01

Genau, also wir bei Fonio machen KI-Assistenten für Telefonie. Also im Endeffekt kurz erklärt, man geht auf die Plattform, kann sie da kurz seinen eigenen Assistenten sambann, kann ihn mit einer Telefonnummer connecten und schon nimmt er der Aufgaben jetzt den Telefonsupport ab oder auch ganz triviale Dinge wie, keine Ahnung, ein digitaler Anrufbeantworter, der mit den Personen redet, die die anrufen, während du nicht erreichbar bist, und bei bringenden Anliegen SMS oder WhatsApp oder sonst irgendwas schickt. Also es gibt sehr viele Anwendungsmöglichkeiten und haben wir schon sehr viel gesehen, was unsere Kunden da kreativ machen.

Markus

Das seid ihr wahrlich am Zahn der Zeit, da tut sich gerade unglaublich viel. Wie lange gibt es euch schon? Und erzähl mal, wie viele Kunden habt ihr oder wo steht sie gerade?

SPEAKER_01

Das ist gar nicht so einfach zu sagen. Also wir haben schon länger drüber gesprochen, aber so richtig, die First Line of Code war von nicht mal sechs Monaten. Das war zu der Zeit richtig, richtig spannend, weil mein Co-Founder, der hat schon ein paar Wochen an diesem Thema gearbeitet und hat schon erste Kunden an der Hand gehabt. Und wie er zu mir gekommen ist, hat er im Endeffekt schon das Produkt verkauft und dann zu mir gesagt, Matthias, wir brauchen jetzt sowas. Ihr habt das schon verkauft. Und genau in diesem Speed ist es dann auch losgegangen. Also wir haben dann eben in den ersten, zwei Monaten schon die ersten Versionen des Produkts live gehabt. Also in der ersten Version, da hat es nicht mal eine Plattform gegeben. Da haben wir diese Assistenten einfach über unser eigenes Backend baut und das sind dann gelaufen. Und das ist dann relativ gut weitergegangen. Und jetzt nach ein bisschen weniger als sechs Monaten haben wir schon über 200 zahlende B2B-Kunden. Und alles nur sehr stark über Sales, aber jetzt immer mehr eben Product Lad. Das heißt, ich glaube, das ganze Wachstum geht erst so richtig los. Und das ist wahrscheinlich einer der spannendsten Journeys, die ich so in meiner Gründerkarriere bis jetzt durchgemacht habe.

Markus

Gibt es da einen Killer-Use Case, wo du merkst, okay, die meisten eurer Kunden nutzen von dir dafür?

SPEAKER_01

Ich finde ein richtig cooler Use Case, den viele Kunden machen, ist diese Information, was der Bestellstatus von deiner Online-Bestellung ist. Also seien es irgendwelche Shopify-Stores oder sonst irgendwas. Viele Kunden kriegen halt einfach einen riesen Haufen Anrufe rein, was mit der Bestellung los ist. Und das ist natürlich super mühsam für Leute, die da alle fünf Minuten einen Anruf reinkriegen, von ihrer Arbeit gestört werden, nur um eben den Bestellstatus checken zu können. Und das kann mit Phonia halt super easy integrieren. Das heißt, man muss eigentlich nur ein API anschließen, mit dem man eben dann abfragen kann, welcher Bestellstatus da ist für Bestellnummer und damit spart man sich. Also wir haben Kunden, die sparen sich da tausende Anrufe pro Monat. Und das ist natürlich super schön, dann zu hören, dass deren Spaß in der Arbeit sie auf jeden Fall um einiges erhöht hat, seit Fonio eben bei Ihnen im Einsatz ist.

Markus

Sehr gut. Lass uns einen Sprung zurückmachen zum kleinen Matthias. Als du in die Volksschule gegangen bist, war da irgendwie schon eine Leidenschaft da fürs Programmieren, vielleicht für Customer Support, für künstliche Intelligenz, fürs Unternehmertum. Gab da schon eine Brücke dahin?

SPEAKER_01

Das ist eine super spannende Frage. Ich kann mich erinnern, dass ich schon, boah, dabei, so um die sechs Jahre begonnen habe, diese Fußball-Sticker nicht zu sammeln, sondern zu verkaufen und zu tauschen. Also ich habe mir da mit sechs Jahren schon ein kleines Geschäft aufgemacht und habe eben versucht, die Sticker, die andere Leute gerade nicht gebracht haben, gegen wertvollere auszutauschen, teilweise auch gegen Dinge, die keine Stickers haben wie irgendwelche coolen Stifte. Und hat mir dadurch am Ende einfach die Dinge verdienen können, die ich gern gehabt habe, ohne dass ich überhaupt recht viel Geld ausgeben habe dürfen. Und so ist es eigentlich mit diversen Dingen dann weitergegangen. Also mir hat dieses nennens Spiel ohne Regeln einfach sehr viel Spaß gemacht. Ich habe mir relativ schwer dann in der Schule, also nicht in der Schule notenmäßig, sondern mit Lehrern, weil Lehrer halt nach deren Kriterien bewerten, was gut ist und was schlecht ist. Während der Markt halt einfach das zulässt, was der Markt zulässt. Und dementsprechend hat man es einfach immer viel Spaß gemacht, eben mit voller Kreativität die Dinge zu machen, die funktionieren. Und dementsprechend dann halt auch solche Dinge wie, keine Ahnung, Dinge verkaufen, Dinge tauschen, alles, was man halt tun kann, wenn man noch Geld hat und nicht unternehmerisch tätig sein kann. Ich habe dann das Glück gehabt, dass ich in die IT-HTL in IPS gekommen bin, in meiner Umgebung, einer der wenigen Schulen, wo man eben schon sehr früh mit Programmieren beginnt. Und ja, dann mit den richtigen Leuten an der Klasse eigentlich schon mit 14 Jahren begonnen, erste Produkte zu bauen. Und jetzt, wo ich darüber nachdenke, wirklich Dinge, die successful sein hätten können, wenn wir es durchziehen, durchgezogen hätten. Also wir haben damals eine Haarsteuerung gebaut. Das war zu der Zeit, wo Loxon noch ganz neu war. Und da haben sie gedacht, okay, das ist alles richtig mühsam, das alles zu verkabeln. Und haben dann eben kabellose Haarsteuerungselemente gebaut, die kein X-fähig sind. Also das war zu der Zeit wirklich crazy. Das hat es nicht gegeben. Das Einzige, was uns wirklich daran gehert hat, das weiterzuführen, war ein Haufen Geld, um all diese Risiken wegzumachen, dass du eben, keine Ahnung, ein Haus abbremst und dann eben riesengroße Probleme kriegst. Aber ich denke, wenn Matthias, Michael und Simon damals 10 Jahre älter gewesen wären, dann hätte das echt eine riesengroße Chance gehabt, successful zu werden. Und genau, das war dann erste Produkterfahrung. Das erste Mal Geld mit einem Produkt habe ich gemacht, da war ich 17. Da hat mich meine Tante mich gefragt, ob ich Software schreiben kann für deren Bauernladen und ich so, ja, kann ich machen und habe mir mal überlegt, wie man das alles so macht und habe mit denen eben gesprochen. Also wirklich so ohne jegliche Theorie, wie man User-Interviews führt, einfach mal drüber gesprochen, wie dieser Prozess abläuft und habe denen eine Software geschrieben und habe dann eben meine ersten paar hundert Euro Monthly Re-Queering Revenue gekriegt. Da habe ich mir gedacht, das ist doch vollkommen verrückt. Du schreibst ein Produkt, das ist fertig, die Leute sind mega happy und du verdienst passiv Geld. Das ist richtig krass. Und ja, da habe ich einfach super viel Glück gehabt, schon so früh da reinzukommen und da eben Kunden zu haben, die einfach so happy darüber waren, wie dieses Produkt funktioniert. Das läuft, by the way, immer noch. Und ist, also ja.

Markus

Verdienst du auch immer noch damit? Ist da immer noch Recurring Revenue dahinter?

SPEAKER_01

Immer noch Recurring Revenue. Also mein rückblickender Stundenlohn als 17-Jähriger, wie ich dieses Ding geschrieben habe, war brutal hoch. Weil mit jedem Monat, wo das halt funktioniert, wird er natürlich höher und das ist halt schon cool, diese Erfahrung so früh zu machen.

Markus

Ja, das glaube ich auch, dass das von Mindset her echt wertvoll ist. Jetzt tu zwei Rückfragen dazu. Jetzt hast du gemeint, eigentlich diese Haussteuerungssoftware rückblickend, war das eigentlich, hätte das echt viel Potenzial gehabt. Und dass euch aufgehalten hat, irgendwie dass nicht das genug Geld da war, um halt auch die Risiken abzudecken. Seid ihr das damals wirklich strukturiert durchgegangen? Habt ihr damals wirklich überlegt, das zu machen und seid dann zum Schluss gekommen, na, uns fehlt eigentlich halt die Finanzkraft, um das abzusichern? Oder war das eher eine Frage auch, dass ihr euch einfach noch nicht getraut habt, sowas zu machen?

SPEAKER_01

Es war ziemlich sicher, dass wir uns nicht getraut haben. Also ich glaube, wenn ich damals schon mehr von diesem Growth-Mindset, das ich später kriegt habe, gehabt hätte, dann hätte ich es wahrscheinlich durchzogen. Aber der damalige Matthias, der hätte ja niemals davon geträumt, diese Dinge zu tun, die ich jetzt in meinem Leben tue. Also meine Ziele waren mit Abstand geringer wie das, was ich bis jetzt schon in meinem Leben machen habe dürfen. Und dementsprechend würde ich sagen, ich habe einfach nicht gedacht, dass sowas überhaupt successful sein kann. Und deswegen haben wir es dann lassen.

Markus

Und wenn du jetzt diesen Schritt machst, dass du dann das erste Mal noch wirklich Geld mit der Software verdient, war damals diese Entscheidung für Recurring Revenues, weil du hättest ja die Software auch einfach so verkaufen können. War das für dich auch ein Aha-Moment und wie bist du da überhaupt hingekommen zu dieser Entscheidung auch?

SPEAKER_01

Das waren eigentlich ganz triviale Überlegungen. Ich habe mir halt gedacht, okay, ich werde hin und wieder Dinge tun müssen. Das heißt, das wäre nervig, wenn ich da das jetzt irgendwie one-hoff verkaufe. Ich möchte nicht, dass die da irgendeinen fixen Betrag zahlen, deswegen ist dieser Betrag eben prozentabhängig von dem, was sie Umsatz machen. Dann habe ich ihnen das vorgeschlagen, so hey, würde ich das machen. Ich bin da, wenn es Probleme gibt, dafür hätte ich gern diesen Prozentanteil vom Umsatz. Und sie haben gesagt, ja sicher, das passt gut für uns. Dann müssen wir uns, keine Sagen, in den schlechten Monate machen, in die guten verdienst du genauso mit. Und so habe ich das dann gemacht und eigentlich gar nicht so wirklich nachkrechen, was das bedeutet an Revenue, aber später dann eben gemerkt, puh, das waren schon ganz gute Deals, die ich da als 17-Jäger gemacht habe.

Markus

Ja, aber halt auch smart im Sinne von, was du jetzt gesagt hast. Es ist ein Incentive Alignment. Das heißt, du bist inzentiviert, dass das Ding so gut funktioniert, dass sie guten Umsatz machen. Sie sind quasi auch inzentiviert, dass wenn es gut läuft, dass sie dann auch einen Teil teilen. Also ich glaube, da hast du schon recht. Das ist eine sehr gute Basis und kein Wunder, dass es immer noch läuft. Okay, aber das heißt, du hattest schon so erste Revenue-Streams, die jetzt bis zum gewissen Grad wahrscheinlich auch passiv sind. Es gibt einem dann immer auch Raum, wahrscheinlich mehr Dinge zu machen, für die man auch Leidenschaft mitbringt. Was war dein nächster Schritt?

SPEAKER_01

Genau, mein nächster Schritt, da war es ein bisschen kompliziert, da war ein bisschen planlos in meinem Leben und habe mich dann entschieden zu studieren. Und habe dann noch ein halben Semester, also noch ein Semester war es, gemerkt, so hey, irgendwie fordert mich das gar nicht, ich habe das alles schon in der vorherigen Schule gelernt und es wird sicher nur einiges an Zeit dauern, bis die DFH da eben der HTL aufholt. Und habe dann eben mit einem 1,0-Schnitt entschieden, so, wenn ich studiere, dann muss es schon eine schwierige Uni sein. Habe aber nicht einsteigen können, weil man bei den Unis immer nur zum vollen Jahr einsteigen kann. Und habe mich dann entschieden, eben mal zu arbeiten für dieses halbe Jahr. Es war damals die Firma Catalyst, mittlerweile hast du es Clown Flight. Und so rückblickend war das wahrscheinlich einer der wichtigsten Schritte, die ich gemacht habe. Weil in dieser Company habe ich wirklich Leute gehabt, die mein Potenzial absolut entfalten lassen haben. Also ich habe innerhalb kürzester Zeit so viel Verantwortung dort bekommen. Also nach einem halben Jahr habe ich natürlich nicht auf der Uni zu studieren begonnen, weil ich dort das Offer bekommen habe, einen eigenen Standort aufzubauen. Und das heißt, wie heute war ich da knappe 20, 21? Das ist schon richtig krass, wenn du da die Möglichkeit kriegst, sowas zu tun. Und ein halbes Jahr später dann erste Teamlead-Erfahrung. Also ich glaube, nach einem Jahr und ein paar Monaten waren es dann fast 20 Leute in meinem Tag-Team und da haben wir echt gedacht, vor ein Jahr hätte ich mir nicht gedacht, dass das möglich ist. Und ich denke, dass das wirklich einer der wichtigsten Schritte war, so in meiner Karriere. Weil ich glaube, zu dem Zeitpunkt ist mir bewusst worden, was eigentlich möglich ist, wenn du mit den richtigen Leuten zusammenest und dass es echt nichts gibt, was du nicht lernen kannst, wenn du die Zeit reinsteckst und die einfach richtig bemühst.

Markus

Ich meine, super cool, sicher auch nicht nur einfach. Aber wenn du jetzt da zurückdenkst, was glaubst du, was hast du gemacht oder was hat dich ausgezeichnet, dass dann auch Cloudflight oder damals Catalyst gesagt hat, ja, den Matthias, der kriegt nach einigen Monaten schon den Aufbau von einem neuen Standort und ein Team. Wie hast du die Leute so von dir überzeugt?

SPEAKER_01

Ich bin einfach zu ihnen gegangen und habe ihnen gesagt, gemacht, das machen. Also das werde ich wahrscheinlich auch später noch sagen. Ich bin einfach, also ich habe viel reflektiert, oder ich reflektiere wahrscheinlich unendlich viel im Vergleich zu früher und bin einfach drauf gekommen, desto klarer man weiß, was man will, desto einfacher wird das. Weil du kannst viel schneller Entscheidungen treffen, ob der Weg, den du gerade gehst, die dir wirklich hinbringt. Und du bist da in der Lage, einfach jedem zu sagen, was du willst. Und diese Leute merken sie das. Und wenn sie irgendwas ergibt, dann kommen sie zu dir und helfen dir dabei. Also ich glaube, ich habe einfach wirklich, wirklich diesen Standard aufbauen wollen. Bin dann auch eben zum Geschäftsführer gegangen und gesagt, okay, ich möchte das machen. Und er hat zu mir gesagt, ja, passt, dann machen wir das. Und das wird zwar so, also Grüße gehen raus und dann Klaus Lehner und ich habe gesagt, hey Klaus, ich habe absolut keine Ahnung von dem, was ich tue und also mach dir keine Sorgen, wenn es irgendwo Probleme gibt, dann kannst du immer zu mir kommen. Also dieses, du kannst alles machen, du hast die Verantwortung darüber, aber du brauchst da keine Sorgen machen, was schief geht, weil ich bin da bin. Das ist einfach was, was ich zum ersten Mal so richtig gespürt habe und was mich bis jetzt einfach begleitet und armen Management-Stil definiert.

Markus

Und bei CloudFight warst du dann Head of Front and Development auch, also warst du insgesamt zweieinhalb Jahre dort. Und dann haben sich eigentlich auch unsere Wege gekreuzt, weil dann bist du zum Entrepreneur Leadership Programm gekommen, als frisch gekürter Vize-Europameister im Web Development. Bevor wir jetzt über das ELP sprechen, vielleicht noch kurz, wie kamst du zur Europameisterschaft und was hat dir auf den ersten Platz noch gefehlt?

SPEAKER_01

Ah, das ist eine schmerzhafte Frage. Also ich war eben bei CloudFlech und habe mich eben diesen Fokusbereich des Frontend Developments gekümmert. Nach einer gewissen Zeit war mir dann klar, okay, vom Coding her werde ich da jetzt nicht mehr so viel lernen. Ich möchte jetzt da auch den nächsten Schritt gehen und habe mich selbstständig gemacht. Also das ist alles gleichzeitig passiert. Hab mir eben selbstständig gemacht, habe erste Kunden gesucht und parallel dazu bin ich eben zu dieser Europameisterschaft gekommen. Da ist eigentlich vorrangig ein mega guter Freund, der Hel Simon, der jetzt der CPO von Glacier ist, der Grund dafür gewesen. Ich habe gesagt, hey Simon, also wir waren damals so Sparing-Partner und die haben mir gesagt, er wird wahrscheinlich nicht antreten. Und die haben zu ihm gesagt, hey Simon, bitte gib mir die Chance, statt dir dort anzutreten. Und er hat das gemacht. Und somit waren die ersten drei, vier Monate meiner Selbstständigkeit eben zwei Tage arbeiten und fünf Tage eben Training für diese Europameisterschaft. Also ich habe das wirklich sehr ernst genommen. Und ich habe, also man kriegt das an Trainer bereitgestellt, die, das ist echt ein, auch wenn man davon nicht oft hört, das ist ein Riesending. Also gerade in den anderen Ländern wie Russland, China, für die, die machen das hauptberuflich, seit sie 13, 14 Jahre alt sind. Die machen das wirklich, die haben mehrere Leute, die da ausgebildet werden, and ein paar Monate davor entscheidet sich, wer dort mitmachen darf. Andus, ich kann dort nur gewinnen, wenn ich das wirklich ernst nehme. And der vergangenen Contests, also da kriegt man immer so diese Beispiele, ich glaube, 10 bis 15 Mal durchgemacht, ich glaube hunderte Mal Authentication programmiert. Also ich habe wirklich jeden Kniff in mir drinnen gehabt und gewusst, wenn das kommt, dann ist das der schnellste Weg. Diese Dinge muss ich irgendwie weglassen. Und genauso bin ich dorthin gekommen. Was mir am ersten Platz gefehlt hat, es hat Serverprobleme gegeben. Also möchte ich mir da rausreden. Es hat Server gegeben am zweiten Tag und somit habe ich auf meinem Rechner keine Backend-Tests laufen lassen können. Das heißt, ich habe nicht überprüfen können, ob das, was in der Code, funktioniert, während die anderen das tun haben können. Und es hat mir dann ordentlich viele Punkte gekostet. Und da ziemlich stark mein, ich weiß nicht, wie man es nennt, aber ich war stark gefordert, da irgendwie ruhig zu bleiben, weil man investiert da Monate seiner Zeit und dann ist man dort und dann funktioniert das nicht. Und du hast so noch weitere drei Tage Coding vor dir. Und du denkst, okay, Matthias, du musst jetzt ruhig bleiben. Ignorier das, sowas passiert, aber du darfst jetzt nicht aufgeben, nur weil sie sich irgendwie unfair anfühlen. Und ja, so habe ich leider den ersten Platz dann verpasst. Wobei ich sagen muss, der erste Platz, also der Vita, also der Europameister, der, der ist schon ordentlich gut, also ist schon verdient, dass er den ersten Platz macht.

Markus

Ist da dann auch eine Community, die es rund um dieses Event gibt? Also kennst du da deine Konkurrenten, sage ich mal jetzt, immer noch?

SPEAKER_01

Die Konkurrenten kenne ich nicht, aber es gibt schon viele solche Camps davor. Also alle österreichischen Leute, die angetreten sind, die kenne ich sehr gut. Wir haben sehr viele Tage gemeinsam verbraucht, viele Mindset-Übungen und Spiele gemeinsam gemacht. Und das ist schon eine sehr intensive Zeit. Also das Ganze hat sieben Tage gedauert, die man dann eben mit den Leuten dort verbringt und jeder ist eben unter Hochdruck. Also da bilden sie schon einige Freundschaften, ja.

unknown

Cool.

Markus

Ja, und mit diesem Vize-Europameistertitel in der Tasche hast du dich dann fürs ELP beworben und hast natürlich für uns für sehr positive Stimmung gesagt, weil das natürlich sehr vielversprechend auch war, dass jemand wie du da zu uns kommst. Warum hast du diesen Schritt gesetzt und was hast du dir auch erhofft aus dem Entrepreneur Leadership Programm?

SPEAKER_01

Interessant, also das ist echt eine lustige Geschichte, weil beworben habe ich mir eine Stunde bevor ich zu diesem Wettbewerb gefahren bin und diese erste Challenge habe ich gehabt, 30 Minuten nachdem ich nach Hause gekommen bin. Also es war wirklich so genau dazwischen, diese Meisterschaft. Meine Erwartungen, eigentlich die größte Erwartung war, mir einfach wieder richtig stark zu challengen. Also ich habe auch gesehen, dass da wirklich mega gute Leute drin sind, anderes, okay, diese Challenge möchte ich halt auch ausprobieren. And ich muss echt sagen, my erwartungen sind gesprengt worden. Also ich habe immer gedacht, du kannst eine Startup bauen, wenn du einfach richtig gut coden kannst. Aber ich habe relativ schnell dann gemerkt, also bei dem ersten Startup, auch wenn du richtig gut Software bauen kannst, Produkte bauen ist ein ganz anderes Ding. Und später dann auch, selbst wenn du PMF und ein gutes Produkt hast, eine Organisation zu bauen, ist richtig, richtig schwierig. Und all diese Dinge habe ich eben im ELP in sehr kurzer Zeit gelernt. Also ich muss echt sagen, jetzt Phonio zu gründen mit all dem Wissen und all den Kontakten, die ich damals beim ELP gemacht habe, das Es fühlt sich, ich möchte es nicht verschreien, aber es fühlt sich echt fast ein bisschen zu leicht an. Also ich habe mir immer gedacht, das ist so die Königsklasse, alle Dinge können müssen und dann ein erfolgreiches Venture zu bauen, aber durch das ELP habe ich das halt einfach innerhalb von Jahren alles mitgekriegt und bin da einfach immer nur sehr dankbar. Also schreibt da eh immer wieder, wenn irgendwie Dinge gerade gut laufen.

Markus

Dem Film ist doch immer wieder super Leute, die.

SPEAKER_01

Ja, und ja, das, also ich muss ja dazu sagen, viele meiner richtig guten Freunde heutzutage habe ich im ELP kennengelernt. Also ich kann mich erinnern, wir haben damals dann, also ich glaube Luisa hat, also ich weiß nicht, was Luisa gerade für eine Rolle hat, aber Luisa und ich und ein paar andere Leute haben damals dieses Hüttenwochenende ins Leben gerufen und haben sie dann eben einmal im Quartal getroffen, um eben wandern zu gehen, in die Sauna zu gehen. Und ich muss ehrlich sagen, viele meiner besten Freunde heute kommen vom ELP und allein ich schon deswegen empfehle das wirklich jedem, der da eben unternehmerisch tätig werden möchte, dorthin zu gehen, weil man einfach zum ersten Mal, zumindest für mich gefühlt, Leute findet, die eben ähnlich denken. Und das ist schon sehr schwierig, sowas zu finden.

Markus

Ja, das hast du super beschrieben. Ich glaube, diese Peergroup zu haben an Leuten, die auch groß träumen, die viel bewegen wollen, das ist viel wert und das ist genau die Idee des ELPs. Also auch für euch da draußen, wenn ihr auch ein Teil davon sein wollt, es läuft jetzt gerade wieder die Bewerbungsphase für den nächsten Integ, noch bis 31.01. auf Austrianstartups.com. Freuen uns natürlich, wenn ihr Teil davon werdet. Gut, du bist dann quasi frisch gebacken aus dem ELP heraus in dein erstes Startup gesprungen. Wie kam es dazu?

SPEAKER_01

Genau, also das ist auch alles irgendwie parallel passiert. Also ich habe eben noch Freelancing Opportunities gesucht, habe aber schon damals gewusst, ich würde gerne eben in diesen Green Tech-Bereich gehen, weil ich noch was gesucht habe, weil es mir eben mehr Sinn gibt in dem, was ich tue. Und habe dann eben Circle eigentlich als Freelancing Opportunity gefunden. Daraus hat sie aber dann relativ schnell diese Co-Founder-Position ergeben. Und ja, so schnell ist man dann in einer Founding Position und lernt, was es halt bedeutet, Founder zu sein. Eben das, was ich vorher gerade gesagt habe, es reicht nicht, richtig gut Software zu bauen. Selbst wenn du die perfekte Software brauchst, wenn du die Dinge baust, die nicht die Pains von den Kunden lösen, dann bringt das nicht recht viel. Und nach knapp einem Jahr habe ich dann gemerkt, okay, ich könnte jetzt natürlich voll da weiter durchziehen, aber ich habe das Gefühl, mir fehlen gewisse Grundlagen, speziell in Product und Management, mit denen ich eben dann, wenn gewisse Dinge funktionieren, dann später die Probleme lösen kann. Und habe mir dann eben entschieden, diesen Schritt zurück, um zu machen, was natürlich super schwierig war zu dem Zeitpunkt, aber für die Long-Term, für den Long-Term-Success einfach für mich Sinn ergeben hat, eben dort wieder zu gehen und mich eben in eine Position zu begeben, wo ich wirklich Product Focus und das Potenzial recht schnell auf eine Managementposition bekomme. Und das war dann eben Platomics, wo ich die letzten, ich glaube, fast zweieinhalb Jahre war. And this was an opportunity, wo ich einfach unglaublich viel mitgenommen habe. Die übrigens auch über das ELP bekommen. Also an anderer ELP-Fellow hat mir eben gesagt, ja, Platomics sucht da jemand, and ohne das ELP hätte ich auch diese Opportunity gar nicht mitbekommen. Und ja, das waren zwar zweieinhalb Jahre schon richtig harte Jahre. Also wir haben praktisch ein Pivot durchgeführt und den auch recht successful würde ich sagen, gemacht. Und meine Position hat sie relativ schnell von einer Produkt und ziehe das neu auf zu. Ich manage Leute und am Ende dann, die Leute managen. Also eine Executive Position mit fast 100 Leuten im Product Engineering und Designer geben. Und da hat sich relativ schnell so mein Alltag verändert. Also so eine IC-Product oder Engineering-Position kann man wirklich nicht vergleichen mit so einer Executive-Position, wo du einfach wirklich sehr langfristig denkst, wo einfach mal ganz andere Themen so ein Problem werden, wie, keine Ahnung, wie schaffe ich es, dass wir uns auf Ziele einigen und dass diese Ziele für die ganze Company klar sind, sodass jeder da wirklich sein Bestes geben kann, um eben diese Ziele weiterzubringen. Wie können wir uns strategisch in einer Position begeben, in denen wir langfristig erfolgreich sind? Und wie kann ich dafür sorgen, dass wir oben im Management schnell merken, wenn es eben irgendwelche Informationen kommen, die das widerlegen? Also das waren wirklich super spannende Zeiten und ich glaube, also im Nachhinein würde ich echt sagen, so ohne diese Erfahrung würde ich nicht Kunden wollen. Weil spätestens dann, wenn ich an Product Market Fit erreiche und dann in dieses Scaling und eben Company Building übergehe, müssen diese Skills entweder da sein oder du lernst das am Weg. Und das ist schon ordentlich hart. Also da beneide ich niemanden, der das zum ersten Mal macht und dann eben gleichzeitig lernen und tun muss und bin froh, dass ich diese Dinge schon mitnehmen, der auf ins Herzige Venture.

Markus

Ja. Jetzt hast du grundsätzlich davor, Circle, das war schon noch eher in der Frühphase, auch sage ich einmal, jetzt noch nicht mit den riesigen Ventures-Summen, aber Platomix, da war da schon sehr, sehr viel Geld auch da hinten. Das ist ein richtig großer Venture Case. Und war aber genau auch in einer Zeit, wo sich so ein bisschen der Wind gedreht hat. In der Startup-Szene, wo das Finanzierungsumfeld härter geworden ist. Also sicher auch keine einfache Zeit in so einem Setup zu sein. Wie ging es dir damit persönlich? Auch es ist ja schon viel Druck in einer Managementsituation da. Und ist dann etwas auch, würdest du, wenn du jetzt, ich mein Phonio ist ein gutes Beispiel, ich glaube, bis jetzt, korrigiere mich, wenn das falsch ist, seid ihr putzschreibt, ist das etwas, wo ihr sagt, das soll auch so bleiben in Zukunft, weil eigentlich willst du da voll den organischen und auch sehr persönlich getriebenen Weg gehen, oder sagst du, wenn das Setting passt, dann ist schon Venture Money auch für Fonio eine Option?

SPEAKER_01

Das ist eine wirklich sehr gute Frage, über die Daniel, also mein Co-Frau und die sehr viel sprechen. Wir haben bei Fonio, ich glaube, ein besseres Angebot kann man eigentlich nicht kriegen. Also so, wenn man sie so die Weltklasse wie sie es ansieht, dann sind wir davon eben mit ein oder zwei im Gespräch und das ist schon, keine Ahnung, es fühlt sich manchmal so an, wie als hätte mir jemand da das Geschenk gegeben, den Startup-Traum zu leben. Gleichzeitig bedeutet das natürlich, jetzt eben so ein Venture Case anzunehmen, dass man halt eingehen muss, dass die next 10 Jahre deines Lebens stark davon getrieben sind, wie dieses Unternehmen läuft. Und wir überlegen uns jetzt eben gerade, was es eben für uns persönlich und auch fürs Startup bedeuten würde, diesen Schritt zu machen. Und wozu wir das Geld verwenden könnten. Also es macht ja keinen Sinn, Geld aufzunehmen, wenn du das nicht wirklich brauchen kannst. Ob es Konkurrenten gibt, die eben potenziell schneller sind, wenn sie da mehr Geld haben. Also all diese Dinge gehen uns da gerade durch den Kopf, aber ich würde es auf keinen Fall ausschließen, diesen Weg zu gehen. Und wenn wir denen gehen, glaube ich, dann könnte das schon ziemlich crazy werden.

Markus

Cool. Sehr spannend. Jetzt hast du schon gemeint, knapp zweieinhalb Jahre bei Platomix. Wie kam dann die Transition zu Fonio? War das fließend? Hat sich das schon so nach und nach entwickelt? Wie hast du auch deinen Co-Founder kennengelernt? Da stand, glaube ich, dann noch einmal eine Community, die international spannende Leute zusammenbringt dahinter, oder?

SPEAKER_01

Genau, also die Community, über die den Daniel kennengelernt habe, nennt sie Sigma Squared. Ich habe die sind Österreich eigentlich relativ groß über den Mischer geworden, der eben aus Österreich kommt und Präsident von Sigma Squared war und jetzt eben von Heizmer der Co-Founder ist. Und habe das eben gesehen und habe eben gewusst, okay, das ist schon richtig, richtig schwierig, da reinzukommen. Und trotzdem wäre das halt richtig cool, eben Leute zu kennen, die halt nochmal ein Stück extra weiter gehen wollen. Ich habe mich dann über die EVA Eck, über das ELP kennengelernt, nominiert worden, habe mich dort beworben und dann halt die Absage bekommen. Also gesagt, so, hey Matthias, es tut uns leid, aber du bist einfach nur nicht so weit. Und Matthias hat halt gewusst, ja, ich stimme Ihnen zu, ich bin noch nicht so weit. Aber Leute, ich sage euch was, ich denke, jetzt ist der richtige Punkt, um eben mit diesen Leuten connected zu sein, weil die werden so weit sein, und dann ist es sehr wichtig für mich mit diesen Leuten eben schon in Kontakt zu sein. Und so habe ich wie schon öfter in meinem Leben, nee, es passt nicht, okay. Und habe über das dann eben die ganzen österreichischen Kunden kennengelernt, eben dann auch den Daniel, der dann jetzt ein frühes Startup geexited hat, und das zufällig halt gerade auch mit meiner Timeline gut zusammenpasst hat. Ich habe dann eben auch noch so zweieinhalb Jahren bei Platomics gemerkt, okay, diese Executive-Rolle ist definitiv etwas, wo ich noch mega viel lernen kann. Aber irgendwie geht mir das einfach total ab, um so die kleinen Dinge zu tun und wirklich hands- und Dinge zu bauen. Und ja, habe mich dann entschieden, dort zu gehen und war dann genau fünf Tage in Salzburg mit meiner Freundin auf Urlaub. Und dann ist es schon mit dem nächsten Ding weitergegangen. Auch mehr, weil der Daniel schon so einen Stress gemacht hat zu starten. Ich wollte mir eigentlich ein bisschen mehr Zeit zwischen diesen Dingen nehmen. Aber ja, es ist eigentlich praktisch keine Zeit vergangen und gleich direkt das nächste gestartet worden.

Markus

Fein. Okay, und du hast vorher schon gemeint, okay, es war schon vorher so ein bisschen, Daniel hat schon ein bisschen mit dem Thema sich beschäftigt und hat dann schon vielleicht erste Verkäufe gemacht, die es dann auch zu bauen gilt. Wie seid ihr dann wirklich auch an sowas wie Produktarchitektur angegangen? Weil ich meine AI ist ja jetzt, das ist ja schon auch ein Thema, wo eine Substanz dahinter stecken muss. Das muss ja funktionieren, das muss so funktionieren, dass Kunden auch zufrieden sind, sonst hätten sie ja jetzt nicht 200 Kunden nach einem halben Jahr. Warst du vorher schon durch deine bisherigen Startup-Erfahrungen im AI-Thema drin? War das etwas, was du einfach aus Interesse nebenbei halt dir angelernt hast? Wie bist du da rangegangen?

SPEAKER_01

Ich glaube, ich habe einen wichtigen Schritt jetzt vergessen, es war eigentlich nicht eine Woche dazwischen. Aber wenn man es mal so rückblickend macht, ich habe schon damals bei CloudFlight, also damals, wo EI eigentlich noch gar nicht so cool war, haben wir ein AI-Projekt gemacht. Also wir haben für Happy Photo einen EI-Fotobuchdesigner gemacht. Und das war eigentlich, also im Nachhinein ist mir aufgefallen, als ich schon sehr früh eigentlich vergleichsweise Kontakt mit AI gemacht habe. Also eben schon so vor sechs Jahren ungefähr müsste das gewesen sein. Aber das erste Mal, was ich mit AI gemacht, bin dann eben zu Circle gekommen. Es war auch wieder AI im Forecasting. Habe dann aber andere Freelancing Opportunities auch noch gehabt, wo es eben AI in verschiedenen Bereichen war. Und ein Monat bevor, also es hat einen Monat dazwischen gegeben, das hat es mir jetzt eigentlich gar nicht aufgefallen. Also einen Monat zwischen Platomics und dem jetzigen Venture habe ich tatsächlich mit Glacia ein kleines Projekt gestartet. Eben Grüße an Simon Hell und den Raini und den Andi. Und das war richtig cool. Also wir haben uns versucht, mit AI eben im Regulatory-Bereich Dokumente und Pläne zu generieren. Und da habe ich mich so richtig reingeschmissen in was kann AI und wie kann ich eben AI leveragen. Und das war so cool, weil damals hat es nur kein O1 oder so gegeben. Da war O4 und O4 Mini halt das Letzte, was rausgekommen ist. Ich habe mir halt diese ganzen Papers durchgelesen und angeschaut, okay, die Möglichkeit, wie wir das wirklich leveragen können, ist, wenn wir wirklich so Agents bauen für die verschiedenen Teilbereiche und dann die eben so kombinieren. Und haben dann mehr oder weniger so eine Agent baut, die auf mehrere Sub-Agents zugreift, so wie One das eigentlich jetzt macht. Und das war schon heftig. Also das praktisch, also zu dieser Zeit hat sie so viel, ah, jetzt noch, es tut sie so viel und einfach zu sehen, dass Wochen später genau diese Dinge, die wir da gebaut haben, eben von OpenAI rauskommen, das war schon richtig cool. Und mit diesem Wissen, das ich da mitgenommen habe, habe ich mich dann schon sehr confident gefühlt, um eben Phonio zu starten. Ich habe natürlich noch nicht so viel Ahnung von Telefonie in diesem ganzen Bereich gehabt, aber auch da bin ich relativ schnell reingestartet und ja, so haben wir relativ schnell an dieses Ding gebaut und bin schon mega happy mit dem, was wir so schnell hinkriegt haben.

Markus

Ja, also 200 B2P-Kunden in sechs Monaten ist auf jeden Fall sehr impressive. Eines der new and upcoming Shooting Stars zur österreichischen Startup-Szene, definitiv. Wir haben jetzt kurz schon über das Thema Finanzierung gesprochen, dass da natürlich auch externe Einflüsse relevant sind, was gibt es da für Konkurrenten? Letzte Woche, glaube ich, haben wir über Bordi berichtet im Call, die halt auch ein Phone Agent sind, da geht es um den Use Case neue Leute kennenlernen und quasi so sein Netzwerk ausbauen. Wie siehst du generell die Wettbewerbssituation da? Es ist ja hier auch immer das Thema. Kann man als kleiner Player hier überhaupt bestehen neben den großen Tech-Giganten? Wie siehst du euren Wettbewerb?

SPEAKER_01

Das ist eine super spannende Frage. Ich muss sagen, also wir haben von Anfang an gewusst, in diesem Space wird sie brutal viel tun. Also da wird aber auch mega viel kommen. Und haben zu Beginn eigentlich mal geschaut, okay, was passiert da? Also ist es ein Case, den wir verfolgen wollen. Und haben einfach relativ schnell gemerkt, dass ja eigentlich wenig Leute wirklich auf diesen deutschsprachigen Case fokussieren. Und die meisten dieser Produkte, die da draußen sind, einfach wirklich katastrophal funktionieren für die deutsche Sprache. Und wir uns deswegen eben auf diese mieshörende Anführungszeichen, den Dachraum eben fokussiert haben. Und das läuft bis jetzt wirklich gut, weil eben wenig Leute diesen Fokus darauf setzen und diese ganzen Standardmodelle da einfach nicht gut funktionieren. Und ich muss auch dazu sagen, also das ist für mich immer wieder eine große Überraschung. Also wir haben eine Konkurrenz, die haben achtstellig Funding und das sind da schon seit Jahren dran. Aber wir haben da echt relativ gut mittlerweile Feature Parity aufgeholt. Und ich verstehe es nicht. Also es würde mir immer schon, weil ich jetzt da gesehen habe, wie so größere Startups laufen. Also es ist wirklich, ich habe das Gefühl, wenn du eine kleine Anzahl von Leuten hast, die wirklich krass gut sind in dem, was sie machen. Und AI leveraged das Ganze halt nochmal um einige Stufen höher. Wenn du das hinkriegst, dann geht Productivity durch die Decke. Und da finde ich auch den Eric Steinberger mit Magic hat aber so krass. Also ich habe damals mit ihm einen Call gehabt und da hat man darüber gesprochen, eben Unicorn mit weniger als zehn Leuten zu bauen. Und jetzt denke ich mir so, nee, das ist möglich. Also es gibt so diese, und das ist am Ende gibt es diese Kategorie mit Predictions. Es gibt so diesen Artikel von NFX von the three person startup or the three person unicorn. And I think that this früh or später passiert. Also AI ermöglicht halt einfach, wie uh Navalra Vicant beschreibt, deine Urteilsvermögen, also these Entscheidungen, die du triffst, halt einfach krass zu leveragen. And when du halt einfach gute Entscheidungen triffst, and this can eventually funding, AI and vielleicht einer kleinen Anzahl von Personal nur leveraged, dann sind do ganz, ganz verrückte Dinge möglich. Und ja, deswegen fühle ich mich eigentlich auch als kleiner Player jetzt in diesem Bereich nicht irgendwie gefährdet, sondern ganz im Gegenteil. Ich sehe das halt als Vorteil in diesem Bereich, in dem du gefühlt alle paar Monate wieder komplett überdenken musst, was du tust. Mit einer kleinen Anzahl von Leuten kannst du da halt viel schneller darauf reagieren. Und ja.

Markus

Ja, du hast schon recht. Die Agilität der kleinen Strukturen ist auch ein großer Vorteil und wenn man das erkennt, kann man auch sehr viel in einem kleinen Rahmen bewegen. Wenn du jetzt nochmal so ein bisschen in die Zukunft wächst, mit Fonio, aber auch mit dir. Wo siehst du dich, wo siehst du Fonio in fünf Jahren? Ist trotzdem der Case, dann bleibt das euer Scope? Wollt ihr breiter werden? Wollt ihr schauen, was am besten funktioniert und fokussieren? Wie seht ihr da eure Entwicklung auch?

SPEAKER_01

Also ganz grundsätzlich für mich persönlich ist eigentlich relativ klar worden in letzter Zeit, dass das sicher nicht das letzte Startup ist, das ich gründere. Also ich habe ein bisschen meinen Modus, in dem ich arbeite, verändert, von ich muss irgendwie da durchhusteln und schnell irgendwie das nächste Ding successful machen zu. Die Chance, dass ein Startup successful ist, also dass ein einzelnes Startup successful ist, ist ja eigentlich gar nicht so hoch. Aber wenn du es schaffst, dass Gründer eben öfter zu gründen und jedes Mal aus diesen Dingen zu lernen, und da gibt es ein super interessantes YouTube-Video von Daniel Dippold mit der Mathematik hinter Startups, dann kriegst du, wenn du das wirklich langfristig durchmachst, eigentlich ziemlich safe irgendwann ein Exit hin. Und deswegen treffe ich meine Entscheidungen und arbeite eigentlich so, dass ich das die nächsten 30, 40 Jahre machen kann, weil es auch genau das ist, was mir Spaß macht. Also habe lange gebraucht und mir oft selbst belogen, was ich tun möchte. Aber mittlerweile bin ich ziemlich genau dort. Und von dem her, das Startup ist schon stark davon getrieben, wie ich arbeiten möchte und wie ich diese Company aufbauen möchte. Und solange ich das mache, habe ich halt auch gefühlt und endlich Energie, diese. Dinge zu tun. Und von dem her, um diese andere Frage zu beantworten, natürlich oder natürlich IPO, Exit, diese Dinge sind natürlich immer das Ziel. Wenn es nicht funktioniert und eine profitable Company trotzdem wird, dann ist es natürlich auch mega cool. Am Ende des Tages macht es mir einfach mega viel Spaß, Produkte mit richtig coolen Leuten zu bauen. Und ich werde die Entscheidungen einfach so treffen, dass wir diese Company genauso weiterführen können. Dass da weiterhin mega coole Leute daran arbeiten, dass das Produkt, das wir bauen, richtig cool ist und dass wir eben den Kunden wirklich dabei helfen, ihre Probleme zu lösen. Und denke, solange das deine Ziele sind, dass du eben, und das ist so spannend, dass du nicht irgendwie so, keine Ahnung, wenn ihr irgendwas erreicht, dann wird alles besser im Kopf hast, sondern wenn ihr es schafft, dass ich weiterhin so viel Spaß an dem habe und diese Company weiterhin so successful ist mit dem, was sie tut, dann wird sie auf natürliche Weise irgendwann gewisse Dinge erreichen und genauso möchte halt auch mein Leben führen. Es wird keinen magischen Zeitpunkt geben, wo du plötzlich glücklich bist, dann alles besser ist. Du musst halt einfach jetzt schon damit beginnen, diese Dinge so zu tun und ja, sehr philosophisch, also ja, Ziel auf jeden Fall. Irgendwann Exit zu machen, aber mehr so um ein Ziel zu haben und den Weg dahin eben richtig zu genießen.

Markus

Und eine letzte Frage, bevor wir zu unserer Speedround kommen. Weil es uns, glaube ich, alle gerade auch ein bisschen beschäftigt. Jetzt haben wir zwei AI-Unicorns mit österreichischen Co-Foundern und beide sitzen eigentlich in Amerika. Ist das etwas, worüber ihr spricht auch im Team? Seid ihr happy in Europa, wollt ihr hier bleiben? Oder ist das schon auch etwas, wo ein Teil von euch sagt, na eigentlich die Party findet da drüben statt und was machen wir hier in Good Old Europe?

SPEAKER_01

Das ist eigentlich was, wo ich, also ich bin nicht so der aktive LinkedIn-Poster, aber ich bin schon stark davon überzeugt, dass Europa das Zeug dazu hat, da wieder vor den USA zu sein. Und ja, wir haben uns da selbst aber Dinge ein bisschen schwieriger gemacht mit Regulatorik und keine Ahnung was. Jeder von uns weiß, wie aufwendig es ist, ein GmbH in Österreich zu gründen. Und welche, keine Ahnung, steuerlichen oder sonst irgendwelchen Nachteile man da hat. Aber ich habe das Gefühl, dass sie da richtig viel bewegt. Also ich bin da nicht nur mega optimistisch, ich bin da überzeugt davon, dass wir in Europa da früher oder später wieder vorne sind. Und dementsprechend ist es mir eigentlich sogar sehr wichtig, da in Europa zu bleiben. Vielleicht, also es gibt natürlich schon Überlegungen, dass Österreich vielleicht nicht der richtige Standort ist, weil es halt viel Talent in, keine Ahnung, Berlin, London, überall gibt. Aber auch da bin ich der Meinung, Remote funktioniert richtig gut. Und das ist wieder das, in welchem Modus kann ich langfristig in meiner besten Version arbeiten? Und ich muss dazu sagen, diese Personen, die da in meinem privaten Leben um mich sind, die geben mir richtig, richtig viel Energie. Und jetzt zu sagen, hey, ich kann da, keine Ahnung, 10, 20, 30 Prozent mehr Success Wahrscheinlichkeit rausholen, indem ich all diese Dinge aufgebe und hinziehe, das machte mir auch keinen Sinn. Weil habe ich schon oft genug in meinem Leben gemacht, diesen Trade-off, Business eben, also Freizeit and Beziehungen einzutauschen gegen Business Success, aber am Ende des Tages war es nicht richtig. Also, ja, um diese Frage kurz zu beantworten, wie ich glaube an Europa und ich werde auf jeden Fall da bleiben. Das ist was, wo ich eigentlich nicht glaube, dass ich meine Meinung in den nächsten Jahren ändern werde.

Markus

Das hören wir sehr gerne. Hört, hört. Und das bringt uns zu unserer Speedrun. Wenn du da jetzt zurückblickst auf deinen bemerkenswerten Weg, was ist dein größtes Learning?

SPEAKER_01

Das ist eine spannende Frage. Ich würde sagen, es sind zwei Dinge. Erstens mal, das habe ich eh schon vorher gesagt, desto klarer du weißt, was du willst, desto einfacher ist der Weg dahin. Und das klingt so simpel. Also es klingt fast schon trivial und wenn es in einem Buch steht, dann blättert man darüber, ja, keine Ahnung. Aber es ist so wichtig. Und damit meine ich nicht nur, keine Ahnung, ich möchte ein Startup-Exit machen, sondern wie soll der Leben bis dahin ausschauen? Mit welchen Leuten möchtest du zusammenarbeiten, welche Arbeit möchtest du machen, wie viel Zeit möchtest du arbeiten, was ist da in der Freizeit dahin wichtig, desto klarer du alle diese Dinge weißt, desto besser kannst du die Entscheidungen treffen. Und dementsprechend empfehle ich jedem wirklich, und zwar wirklich, wirklich, viel Zeit damit zu überbringen, was man wirklich will und schnell die Richtung zu ändern, wenn es nicht funktioniert. Und das zweite ist eben brutal viel zu reflektieren. Also ich habe vor knapp einem Dreivierteljahr damit begonnen, meine Zeit auf fünf Minuten genau zu tracken. Und das ist wahrscheinlich einer der krassesten Productivity-Hacks, den ich jemals begonnen habe. Ist super mühsam, super kontraintuitiv, aber rational gesehen, desto schneller diese Rate an Verbesserungen ist, die du machst, desto schneller reichst du einfach Level, die man sich absolut nicht vorstellen kann. Also ich möchte ein kurz ein Beispiel geben, weil ich es einfach so verrückt finde. Der Unterschied, ob du jetzt 10.000 Euro kriegst, die 2% pro Monat wachsen, also versus eine A Million, die der Wert direkt gibt, die nur A Prozent pro Jahr wächst, ist auf 50 Jahre gesehen, circa, ich glaube, 1,8 Millionen bei der A Million zu 1,5 Milliarden. Also im Endeffekt, egal wo du startest, desto öfter du diese Chance nutzt, um dich selbst zu verbessern, desto schneller kommst du an Punkte, wo die Leute einfach nicht verstehen können, wie es möglich ist, dass du an diesen Punkt kommst. Und deswegen, wenn du ein klares Ziel hast und richtig oft reflektierst, was du eben besser machen kannst, um da hinzukommen, dann kannst du Dinge erreichen, an die du selbst jetzt noch nicht mal glauben kannst.

Markus

Also wer sich vorher gefragt hat, was du Matthias mit Growth-Mindset meint, dann glaube ich, war das ein schönes Beispiel. Da war jetzt durchaus auch schon ein Lifehack drin, aber ich frage trotzdem noch, was ist dein bester Lifehack?

SPEAKER_01

Ich würde sagen, der richtig viel bei meinem Leben verändert hat, ist einfach, jeden Tag in der Früh eiskalt duschen zu gehen. Klingt auch richtig, richtig blöd, aber die Willenskraft, die du aufbaust, wenn du das jeden Tag machst, also es wird ja nicht besser. Jeden Tag in der Früh ist es einfach wieder super kalt, zumindest für mich. Also ich habe mich nie daran gewöhnt. Und jeden Tag, an dem ich irgendein anderes super unangenehmes Event habe, denke ich mir so, ist es wirklich nur unangenehmer wie eiskalt duschen. Man kann es durchziehen. Und ich bin wirklich, also manche Leute finden es fast lächerlich, aber ich bin super stolz drauf. Ich ziehe das seit 2019 jetzt durch. Eben Tag, an den Tag, wo ich mit 39,5 Covid gehabt habe, ich bin eiskalt duschen gegangen und ich habe so grosse confidence in my disziplin. Also wenn ich ein neues Habit machen möchte, dann funktioniert das instant, weil ich das einfach an diesen Habit binden kann. Und ich weiß, wenn ich was will, dann geht das. Und von dem her, einfach diese kleine Sache durchzuziehen und immer daran zu bleiben, das ist ein richtig krasser Lifehack. Und generell Habits aufzubauen. Also ich möchte nur ein zweites Beispiel geben, weil das auch so cool finde. Ich habe einfach mal einen Spaß probiert, wie viel Zeit eigentlich kostet, einen Handstand zu lernen. Ich habe einfach bei jedem Training, also ich trainere viermal in die Woche, habe ich fünf Minuten, also drei Versuche, in Handstandtraining investiert. Es hat circa anderthalb Jahre dauert, aber das Zeitinvestment auf anderthalb Jahr ist wirklich nicht groß. Und dann habe ich nicht nur einen Handstand können, sondern eben Handstand-Push-Ups. Und es ist einfach so absurd, was möglich ist, wenn man einfach über längere Zeit einen kleinen Teil seiner Zeit investiert. Und wenn man diese Habits aufbauen kann, und dafür ist dieser Meta-Habit mit eben Eiskaltuschen so krass, dann kriegt man eben genau das hin, was ich meine, mit super viel Verbesserung über lange Zeit.

Markus

Nice. Ein Metahabit ist natürlich ein sehr spannender Scope. Hast du eine Buchempfehlung für uns?

SPEAKER_01

Ich habe verschiedene Buchempfehlungen für verschiedene Stages. Ich glaube, eines der wichtigsten Bücher, die man halt lesen sollte, ist Atomic Habits. Das ist eines der bestgeschriebenen Bücher, das ich jemals gelesen habe. Also es liest sie so gut. Und wenn man das umsetzt, dann ist es einfach einer dieser Key-Elemente, die man halt einfach meiner Meinung nach irgendwann mal lernen muss. Was mein Leben dann auch noch stark verändert hat, ist der Almanach von Naval Ravikant. Das hat eben Long-Term Thinking stark beeinflusst, wie wichtig eben die Fähigkeit ist, gute Entscheidungen zu treffen, eben sein Urteilsvermögen zu stärken. Und generell diese Ansicht von, wenn ich 16 Stunden am Tag spiele, während sie das für andere Leute anfühlt für Orwell, dann werde ich immer derjenige sein, der das länger durchsteht und dabei gewinnt. Und dementsprechend habe ich halt auch begonnen, noch was zu suchen, was er für mich anfühlt für Spielen. Also diese zwei Bücher sind Wahnsinn und aktuell verbringe ich halt viel Zeit mit Charlie Manga, Warren Buffett, Ray Darlio mit dem Treffen von Entscheidungen, mentalen Modellen und wie man das halt langfristig wirklich nailen kann. Ja, also diese Bücher und diese Autoren sind schon richtig, richtig cool.

Markus

Hast du ein Lieblingsprodukt?

SPEAKER_01

Boah, ich habe über diese Frage nachdacht, das ist super schwierig. Wenn ich es auf ein Produkt runterbrechen müsste, würde ich sagen, das Produktbuch ist schon richtig heftig. Also Informationen zu Generationen weiterzutragen. Das hat dann schon gescheit viel weiterbracht als Menschheit. Aber nachdem das ein bisschen abstrakte Antwort ist, würde ich sagen, ich bin schon richtig happy mit meinem MacBook. Also verbringen richtig viel täglicher Zeit damit und es ist einfach mega cool. Also das ist einfach genauso, wie ich das gern hätte. Es gibt eigentlich nicht wirklich was, was mir daran stört und ich werde da wahrscheinlich dranbleiben. Obwohl ich gar kein iPhone habe.

Markus

So, und jetzt stell dir vor, du wachst morgen auf und das ist ja gar nicht mal so unrealistisch und du hörst, dass Donald Trump jetzt weltweit den Buchdruck verboten hat und auch das militärisch durchsetzen will. Was ist dein Lieblingsschimpfwort?

SPEAKER_01

Ich schimpfe eigentlich nicht. Deswegen ist diese wahrscheinlich verdammt.

Markus

Verdammt, na gut. Was gibt es eigentlich? Das hatten wir glaube ich auch noch nicht. Hier, insofern bist du auch hier ein Pionier. Das heißt, mit einem herzhaften verdammt gehen wir zu unserer letzten Rubrik und das sind natürlich Moonshots und Predictions. Du hast vorher schon eine Prediction angeschnitten. Was genau brauchen wir von dir? Einen Moonshot, eine große Vision für die Zukunft, die du für sehr wünschenswert hältst, so wie damals JFK gesagt hat, in der nächsten Dekade bringen wir jemanden auf den Mond. Und eine Prediction, von der du fälsen fest überzeugt bist. Etwas, was jedenfalls passieren wird, glaubst du?

SPEAKER_01

Boah, das ist eine wirklich schwierige Frage. Ich glaube, da müsste man mehr Zeit zum Überlegen nehmen. Ich glaube, wenn ich mir irgendwas wünschen könnte und es könnte vielleicht eine große Vision sein, dann wäre es wahrscheinlich der Wunsch, dass jeder Zugang zu richtig viel Bildung hat. Weil ich das Gefühl habe, dass so ziemlich alle Probleme, die wir haben, auf das irgendwo zurückzuführen sind. Und wenn ich die Möglichkeit hätte, jedem da Zugang zu geben und auch Leuten, die Zugang haben, jetzt nicht irgendwie durch Medienmanipulation diesen Zugang schlecht rede, dann glaube ich, würde es sehr vielen Leuten sehr, sehr gut gehen auf dieser Welt. Und ja, ich glaube, müssen wir natürlich überlegen, wie das passieren könnte, aber ich habe da noch nie so genau drüber nachgedacht. Ja. Prediction, also ich habe es eh schon gesagt, ich bin schon gespannt, wenn das erste Three-Person Unicorn, vielleicht gibt es das auch schon, kommt, und dann wann das erste One-Person Unicorn kommt. Also ich spiel immer wieder im Kopf damit, so wie sowas möglich, wie kann man all diese operational tasks irgendwie an AI übergeben, dass das funktioniert und du wirklich so gut wie keine Mitarbeiter hast, das ist dann echt krasse Gedanken, aber ich bin super gespannt, wer es schafft und wie sie das schafft. Und also natürlich, vielleicht wird es irgendwer geben, der das irgendwie so aufgeblasen hinbekommt mit einer krassen Bewertung. Aber jemand, der wirklich ein funktionales Startup, also wirtschaftlich erfolgreich hinkriegt als One- oder Three-Person-Team, das wird schon heftig, glaube ich.

Markus

Cool. Matthias, vielen Dank für das Mitnehmen auf deinen wirklich bemerkenswerten Weg. Vielen Dank auch euch da draußen fürs bis zum Ende dabei bleiben. Wir wünschen euch einen super Start in die neue Woche und hören uns wieder am Donnerstag mit dem. Dankeschön.