Future Weekly

#422 - Jahresrückblick 2024

Daniel Cronin & Markus Raunig Episode 422

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0:00 | 1:01:32

🇪🇺 Europa wacht auf 
🥕 Tech entdeckt Populismus 
🧠 Superintelligence Race 
🔥 Crypto Bullen am Vormarsch 
🏄‍♂️ Founder Mode vs Founder Fatigue 
👻 VC-Funds unter Exit-Druck 
🔮 Predictions für 2025 

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Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com 

Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Daniel

E wunderschönen guten Morgen, guten Abend, gute Nacht und hohoho, ihr Kinderlein, kommet doch alle her. Höre den Podcast, denn wir reden über ein möglicherweise erwachendes Europa, über Tech und Populismus, über den Super Intelligence Race. Das eine hat mit dem anderen übrigens relativ wenig zu tun. Wir reden auch ein bisschen über Krypto, wir reden über Founder Mode, wir packen gemeinsam Geschenke ein und wir reden über VC-Fonts unter Druck und erzählen uns gemeinsam unsere schönsten und liebsten Weihnachtsgeschichten. Einer von diesen Dingen war übrigens nicht ganz wahr, aber du musstest dir als ganzes anhören, denn du weißt, die Auflösung kommt in der letzten Minute, aber du kannst nicht vorspulen. In dem Sinne, Merry Christmas, Kinderchen. Auf los, geht's. Los. So, ich hätte ja gesagt, los geht's mit den News, aber Markus, ich muss dich einmal fragen, wie lange haben wir zwei uns jetzt eigentlich nicht mehr gehört? Drei Wochen. Drei Wochen. Du weißt das aber auch genau, das heißt, du hast mich vermisst. Das ist gut. Auf jeden Fall. Ich weiß das so gar nicht mehr. Ja, warum war ich eigentlich so lange weg? Man hört es vielleicht noch ganz leicht. Ich hatte einfach richtig eine fiese Lungenzündung und dann nochmal on top eine richtig fiese Sinusitis obendrauf. Sinusitis ist, wenn man glaubt, der Kopf explodiert gleich. Es war unfassbar, was da so alles in meinen Kopf reinpasst. Also nicht so an Hirn, sondern an Dingen, die man noch nicht drin haben will. Und ich meine, ich habe schon eine Reihe von diesen Dingern gehabt, aber das war eine andere Baustelle. Ich muss das jetzt mal so sagen. Ich hoffe, da kotzt jetzt nicht immer gleich sein Weihnachtsessen aus oder so, aber das waren Literweise, die da rausgekommen sind. Es war wirklich, hattest du das schon mal, dass du dir so lange die Nase ausschnupfst, dass du irgendwann denkst, ich habe jetzt keinen Bock mehr? Das kann doch nicht einfach so weitergehen.

Markus

Na, bei mir ist eher der Husten, das sich meistens lange zieht.

Daniel

Ja, den habe ich auch noch. Also man hört ihr noch immer, also nach drei Wochen, dass die Stimme noch immer angegriffen ist, aber es war unfassbar und so, ja, es war krass. Muss ich echt so sagen. Aber geht es dir jetzt schon etwas besser? Ja, ja, aber tatsächlich ist es so, also wirklich seitdem wir uns das letzte Mal gehört haben, wirklich auch Landunter war nicht mehr draußen. Also ich war jetzt quasi vor ein, zwei Tagen das erste Mal wieder so halbwegs draußen, schon mich noch immer irre. Und der Aura-Ring sagt mir seit zwei Tagen, dass ich wieder Normenwerte habe. Also nicht Normwerte, aber nicht mehr quasi dieses Symptom-Dingsti-Bumsti. Das war schon, das war schon wild. Und dazwischen noch dazu ein riesen Workshop, den ich hätte machen müssen, wo ich dann meinen Kunden quasi am Abend anrufe und sage, du, schau. Ich hab da jetzt eine Lungenentzündung, das ist echt doof. Und Gott sei Dank, den coolsten Kunden, you know who you are, die sagen, okay, das ist Mist, dann schalten wir halt auf Remote um. Oder willst du machen? Ich will gesagt, nee, mach mal. Und dann haben wir Remote gemacht. Und dann am Nachmittag noch eine Keynote und am nächsten Tag nochmal drei Stunden auf der Uni auch nochmal Remote. Wie man halt so eine Lungenentzündung auch begeht. Und dann halt so richtig.

Markus

Richtige Gesundheit, ne?

Daniel

Ja, aber du weißt, es ist so quasi auch, wenn du halt selbstständig bist und zwei Monate an einem Projekt arbeitest und dann noch dazu, du willst es ja auch machen und du hast ja Bock drauf. Also es war dieser eine Workshop, die Keynote war auch cool. Und dann am nächsten Tag war, ich habe es, glaube ich, in unserem letzten Podcast mal erwähnt, dass ich eine Lehrveranstaltung, unter anderem mit dem Peter Keins, deinen oder anderen kennt ihn, vom Entrepreneurship-Institut, wo wir den gesamten Ideation-Prozess anstatt in einem Semester in zwei Tage reingepackt haben. Und es hat funktioniert. Und das waren aber quasi die Abschlusspitches. Also, also von euch, Studenten, Studentin, die ihr zuhört, ihr wart Bombe, die war einfach so killer motiviert. Und weißt du, da will ich auch nicht im Bett liegen und mir denken, nee, das höre ich mir nicht an. Und dann haben die mir das extra quasi auf Remote dabei sein konnte. Und das war übrigens unfassbar. Da müssen wir irgendwann mal so separat darüber reden, aber wirklich krass. Stell dir mal vor, in zwei Tagen, du hast noch nie von Entrepreneurship gehört und in zwei Tagen so alles so an den Basics, die man hört, plus AI on top und die Ergebnisse waren vergleichbar mit einer mit all den anderen gängigen Lehrveranstaltungen, die man sonst ein Semester macht. Das war krass. Auf jeden Fall habe ich mir nicht unbedingt viel Zeit zum Ausruhen genommen und dann kam halt die Keule danach nochmal so richtig ordentlich. Ja, und wenn man dann einfach nur in so einem Raum liegt und weder Bock hat aufs Handy zu schauen, noch sich was anzuhören und eigentlich nur auf den Jäger wartet, der den Gnadenschuss setzt. Dann wird es ja Zeit, dass du wieder mal gelüftet wirst. Genau das, in den großartigen Worten einer unserer Hörer. Jetzt ist er länger nicht gelüftet worden, oder? Hab einen betrunkenen Pikachu gesehen am Sonntag. Bitte was? Zu geil. Ich habe vom Öfall Brot geholt. Hatten wir auch mal in unserem Podcast vor langer Zeit. Und seitdem bin ich übrigens Riesenfan davon. Und es ist so die Tradition, dass wir dann öfter Brot holen vom Öfall. Sonntag 8 Uhr morgens, da sind eigentlich auch nur eben Hundebesitzer, Eltern oder oder Spezialisten unterwegs. Er siehst so aus der Entfernung so ein Typ, wo ich mir denke, was ist mit dem? Also richtig wirklich Schlagseite nach links, Schlagseite nach rechts. Und dann denkt sich, okay. Und je näher der gekommen ist, was hat denn der am Kopf? Da hat der so Pikachu-Uhren. Noch näher sich, der ist als Pikachu geschminkt. Er hatte auch so einen komischen Overall an und hat dann noch dazu einen Pikachu-Rucksack. Und der Typ war um 8 Uhr morgens Lattenstramm, ratzevoll. Das war so ein richtiger Walk of Shame, denke ich mir. Also, ob der mit so einem anderen Pikachu rumgemacht wird, man weiß es nicht. Ist beeindruckend. Lass uns über den Podcast reden.

Markus

Das war jetzt genug. Gutes Intro für unseren Jahresrückblick.

Daniel

Ja, ich denke mir auch. Ja, wie war denn das Jahr? Also durchschnittlich, oder? Ist nichts Aufregendes passiert? Überhaupt nichts.

Markus

Jahr.

Daniel

Ja, es ist so wieder eins dieser Jahre, oder? Man denkt so, 2025. Chill. Mach mal, mach mal, mach mal gesetzt. Wo wollen wir anfangen? Was würdest du gerne machen, wenn du so an 2024 zurückdenkst, was sind so die Themen, die dich bewegt haben? Was sind die Themen, die dich beschäftigt haben? Wollen wir gleich über AI reden oder wollen wir erst über andere Dinge reden?

Markus

AI, für mich schwingt ja AI über allem irgendwie so drüber. Ich glaube trotzdem, was für mich so das Mantra des Jahres war, ist eigentlich ein wahrscheinlich hauptsächlich böses Erwachen, das wir hier besonders in Europa hatten. Ich glaube, das war schon, hat sich durch viele Bereiche gezogen, sei es durch die Trump-Wahl, wo halt einfach klar war, okay, jetzt müssen wir auf eigenen Beinen stehen, sei es durch den zunehmenden wirtschaftlichen Krisenfall der klassisch europäischen Industrie, die halt einfach an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt hat, einerseits durch ein Geschäftsmodell, das so nicht mehr funktioniert, das lange auf der Basis von russischer Energie dafür gesorgt hat, dass der Innovationsdruck nicht ganz so hoch war und das hat gebraucht bis jetzt, dass man das richtig erkannt hat und jetzt gibt es dieses böse Erwachen. Und da bin ich durchaus, einerseits habe ich viel Respekt davor, was das mit der Gesellschaft macht und die Gefahr, dass uns das halt in totalitäre Verhältnisse wieder bringt. Andererseits sehe ich aber auch dieses Erwachen als notwendig an, weil das ist eigentlich das, was wir in den letzten Jahren gepredigt haben, dass wir aufwachen müssen, dass es so nicht weitergehen kann, dass uns unsere Zukunftsbranchen in Europa hier eigentlich fehlen, dass wir beim Thema Technologie nicht vorne mitspielen, dass wir überhaupt keinen Leibal haben. Und ich habe das Gefühl, dass zumindest diese Überzeugungsarbeit ist vielleicht jetzt nicht mehr ganz so notwendig, weil das bei den Leuten angekommen ist, dass hier wirklich Alarmstufe rot ist.

Daniel

Jein, ich sag mal Jein. Das würde ich challengen. Ich glaube, es ist angekommen beim kleinen Kreis. Und was ich ganz kritisch finde, so richtig kritisch, ist folgendes. Wir haben das letzte Mal, als wir aufeinander getroffen sind, haben wir so gemeinsam so ein bisschen die Erkenntnis geboren, dass eigentlich Europa unter dem Innovators Dilemma leidet. Richtig, es ging uns eigentlich zu gut und man probiert sozusagen Schritt für Schritt aus dem Ganzen rauszukommen, nicht zu aggressiv, nichts Neues machen, so mit dem klassischen Weg. Und in Wahrheit stößt man aber völlig an und hat diesen Weg so ein bisschen verabsäumt, ein bisschen in radikalere Richtung abzubiegen. That being said, radikal gibt's, wenn man es so politisch betrachtet, eigentlich nur einen sehr negativen Weg. Und es gibt aber keinen positiv radikalen Weg. Und es gibt eigentlich gerade kein wenig gangbare Wege raus aus dem ganzen Thema. Und da ist ein Terminus, der mir aufgefallen ist, der mir sehr, sehr große Bauchschmerzen macht, den ich jetzt immer mehr auf Social Media sehe. Und das ist der Terminus Altparteien. Ich weiß, den gibt es schon eine Weile länger. Aber wenn plötzlich sehr schnell so ein Terminus wie Altparteien kommt, der sehr populär wird, dann merkt man, da ist ordentlich was am Dampfen. Und dass es eigentlich keinen positiv-radikalen Weg außerhalb unserer kleinen Bobble gibt, das ist schon sehr schwierig, weil wenn du den Menschen auf der Straße fragst, dann wird das da hören, ja, die einen machen ja nichts und die anderen, ah, weiß ich nicht. Aber es gibt keinen Ja, hier, da sind die, die sind toll. Wenn wir die wählen würden, dann wäre es super, sondern es gibt die einen, die aus Frustration gewählt werden und die anderen, die aus, was ist denn da noch? Das ist nicht gut. Das ist richtig nicht gut. Da muss was passieren. Ich weiß, da ist viel Potenzial, aber man sieht das gerade, wie so ein Zeit über dieser Autounfall sich da langsam entwickelt. Ist tragisch.

Markus

Ja, also ich teile die Meinung, dass es auf einer politischen Ebene gerade sehr dunkel ausschaut und da wenig Grund für Hoffnung da ist. Gleichzeitig habe ich gelernt für mich, dass es oft gesünder ist, sich auf nicht dieser Ebene zu bewegen, sondern halt auf einer technologischen, auf einer, wo man etwas bewegen kann.

Daniel

Stopp, da muss ich dich challengen. Aber das ist ja gerade das Problem, oder? Dass wir alle so sagen, ja, boah, die Politik, da ist aber sowas von der Zug abgefahren. Lassen wir die mal. Und da öffnet man aber all den Leuten Tor und Tür. Und dann kommt zum Beispiel immer wieder Elon daher und sagt, hier die AfD, die finde ich aber nicht schlecht. Oder wie auch immer der es halt in Elon-Talk gesagt hat. Und die AfD sagt, ja, wir, wir sind hier neu, wir hören jetzt und die FPÖ, naja gut, die sind halt auch Altpartei und ich weiß nicht, kann Kickel Englisch? Würde der das verstehen, wenn Elon da? Weiß ich nicht. Aber biege ich jetzt mal nicht zu stark ab, aber das ist halt schon, das ist halt schon echt übel, dass es da keine coole, liberale, wirtschaftsnahe, weltoffene Partei gibt, die sich schnell wie ein Lauffeuer entwickelt und wirklich europäisch vereintbar sieht, außerhalb unserer Tech Bubble. Ich weiß EU Inc. und all diese Dinge und das finde ich super geil und ich glaube auch dran. Aber so außerhalb. Ja, hier. Sieh den Karren aus dem Dreck. Sag was Gutes.

Markus

Nein, ich glaube, es ist halt wirklich das Dilemma unserer Demokratie in einem Zeitalter von Social Media und verkürzten Messages und Kickbait, algorithmischen Feeds. Du bekommst halt, das ist eine komplexe Welt und es gibt keine produktiven, einfachen Antworten. Es gibt die Verkürzung, die halt ja oft durch Hetze oder ähnliches besteht, wo wir die Auswirkungen sehen. Und es ist, fürchte ich, einfach, es ist meine traurige Überzeugung, dass es sehr schwierig ist in dem Wettbewerb, so wie er aktuell auf der Plattform ausgetragen wird, dass es da sehr schwierig ist zu bestehen mit progressiven, konstruktiven Ideen. Und ich glaube, genau deshalb, was es braucht, ist neue positive Narrative. Und da finde ich eben EU-Ag oder beziehungsweise EU-Inc., das ist eine gute Richtung, es ist auch eine gute Richtung, dass mit dem Draghi-Report und dem Letter Report auf einer europäischen Ebene da jetzt, sage ich einmal, das notwendige Fundament geschaffen wurde, dass auch in einen bürokratischen Bereich eine Bewegung reinkommt. Aber meine kleine Überzeugung ist, um wirklich die Massen zu bewegen auf einer demokratischen Ebene, wird es einen gewaltigen Produktivitätssprung brauchen und dadurch wieder ein, ja, ich sage mal, die Zündung für ein Wirtschaftswunder, ein stärkeres Wirtschaftswachstum. Ich halte das für nicht unrealistisch, dass das passieren wird. Aber dann müssen wir halt genau da den Schalter umlegen in Europa und auch mitspielen. Da sehe ich halt schon aktuell ein Erwachen und da sehe ich auch eine Perspektive, dass das durchaus passieren kann. Natürlich kann sein, dass gleichzeitig eben dieser populistische Machtwechsel in zu vielen Ländern jetzt in Europa passiert und dadurch die Rahmenbedingungen eigentlich geschaffen werden, wo wir nicht auf Bildung setzen, wo wir auf viel korrupte Regimes setzen, die eher rund um ihre Freundalwirtschaftskreise probieren sich halt irgendwelche Pfunde zu erhalten und denen, sag ich mal, die Gesamtentwicklung von Europa jetzt nicht so wichtig ist, sondern halt immer im eigenen Schribergarten denken. Das ist ein Risiko.

Daniel

Ich denke gerade die ganze Zeit, was passieren würde und wie das passieren würde. Weil also für mich zum Beispiel noch immer so ein Grundthema, also auf allen Ebenen, die wir diskutieren, ist ein bisschen so, dass es einfach sich um Narrative und Ideologien immer dreht. Und dass deswegen wahnsinnig viele Menschen sich einfach aus dem Diskurs rausziehen, egal welches Thema es gibt. Und das müsste man wieder so ein bisschen auflösen und so ein bisschen aufheben und dann auch zum Beispiel das Politikertum ein bisschen leichter wieder machen. Oder auch das politische Menschsein ein bisschen einfacher wieder machen und auch ganz ehrlich sagen, schau, nur wenn du zu einem Thema Erstellung beziehst, heißt das nicht, dass du dann automatisch alle anderen Sachen aus dem Thema gut findest. Weißt du, wenn zum Beispiel, ich bin kein Fan von Elektroautos, stimmt. Ich bin trotzdem ein super liberaler Mensch, der an Europa glaubt. Weißt du, was ich meine? Oder ich reg mich mal über ein Fahrrad auf. Ich bin kein großer Fan von Fahrradfahrern, die gegen die Einbahn fahren. Dann kommen andere und schwingen sie gleich mit der Keule rum und sagen, ja, aber weil du ja keine Fahrräder magst. Ich habe irgendwann mal gesagt, Fahrräder sollten Nummernschilder haben. Da haben mir einige Leute geschrieben, ich bin ein Faschist. Ey, nur weil ich sage, weil du meinen Hund fast überfahren hast, sollte man ein Nummernschild auf deinem Elektrofahrrad haben, das 50 gegen die Einbahn fährt. Und dann kommt gleich die Keule. Und jedes Mal, wenn ich mir dann überlege, sage ich was über Fahrräder ich mir, ach, da kommen wieder die drei, weißt du, aus dem Achten, dann schwingen sie da wieder ihre Keule. Überlege ich mir. Wo ich mir denke, eigentlich sollte ich mir das doch gar nicht überlegen. Wie hat das eine mit dem anderen zu tun? Ja, er ist lange nicht gelüftet worden. Und das wäre ja einfach ganz wunderbar, wenn man da so ein bisschen entspannter werden würde. Und das wäre natürlich cool. Wie macht man das? Einfach Social Media abdrehen. Das ist ganz einfach. Weil all die, die sich dann immer aufregen, können sich ja nirgendwo mehr aufregen. Weißt du, was ich meine? Das wäre das Einfachste. Vielleicht müssen wir. Hier ist die Idee. Hier, das machen wir. Wir klugen Gründerinnen und Gründer, ihr tun uns zusammen, aber wir hacken das Internet. Wir machen die DSGVO einfach noch so ein Stückchen fiese. Ja, und dann kommt ihr gar nichts mehr rein von dem ganzen TikTok und Instagram. Ein Monat? Und dann ist den Kind so fad, dann lesen die alle wieder und gehen Fahrrad fahren. Aber weil sie gelesen haben, fahren sie in die richtige Richtung. Und wenn ich mich aufregen will, passt das.

Markus

Das würde zu gewaltigen Entzugserscheinungen der Gesellschaft führen, wenn du da jetzt Social Media abdrehst und ich glaube, dann. Da kommt der nächste Geburtenboom.

Daniel

Ist doch ganz einfach, anstatt dass sie nebeneinander auf der Parkbank sitzen auf ihrer Handysterren, dann befummeln die sich alle, sind sie ein bisschen entspannter und dann ist auch gut.

Markus

Ich möchte aber schon sagen, es sind auch Punkte, die bei Social Media positiv sind. Dass dann halt ein paar Medien sind, die wieder die allgemeine Meinung vorgeben, ist halt auch nicht immer gut, zumal die ja auch irgendwie durch Inseraten Korruption etc. vielleicht nicht immer ganz neutral sind. Aber ja, der negative Einfluss von Social Media auf unsere Demokratie ist unbestritten und da gehören Lösungen.

Daniel

15 Minuten im Podcast und ich habe das Thema schon so gehijakt. Das ist fantastisch. Ja. Und nun? Ja. Find lieber leid. Im Übrigen, wenn einer von euch auf YouTube zuschaut und sich denkt, ist er jetzt zu Messi geworden? Nein, das ist einfach. Heute nehmen wir auf am 23. Dezember und in diesen Boxen sind einfach eine Tonne von Dingen, die noch verpackt gehört werden müssen. Nur so als Erklärung.

Markus

Ich habe noch nicht eingepackt. Aber wenn unsere Zuhörer zuhören, dann ist natürlich das alles schon verpackt und wahrscheinlich auch wieder geöffnet. Und das wird dann, glaube ich, am 26. sein am Donnerstag. Insofern.

Daniel

Ja, sind wir unserer Zeit voraus. Das sind wir immer. Im Übrigen, wenn ihr es jetzt am 26. hört und ich denke, das ist aber nett von denen, dass die den 23. damit verbringen, für uns Podcasts zu machen. Stimmt? Deswegen könnt ihr einfach eurer Tante mal sagen, Tante, wenn du was Gutes tun willst, lad doch mal alle Folgen runter. Dann können wir den Algorithmus so ein bisschen anpimpern. Und vielleicht kommen wir dann so und finden neue Leute. Oder? Man könnte ja jetzt mal der Oma, der man gerade das Handy eingerichtet hat, und quasi dem Onkel, dem man das Internet wieder installiert hat, einfach mal so alle Future Weekly Folgen runterladen.

Markus

Also ich finde es besser, als dass wir dann nutzlose Downloads haben. Vielleicht wird das ein bisschen den Algorithmen verbessern. Aber ich finde es besser, wenn man seinen fünf besten Freunden von Future Weekly erzählt, wenn man es gern hat und die vielleicht mal reinhört. Ja, am 26.

Daniel

hast sie nicht bei dir. Am 26. hast du halt die Leute, die du einmal im Jahr siehst und die sagen, und wie ist es mit der Uni? Da bin ich schon mit fertig seit 15 Jahren.

Markus

Ah, okay. Also komm. Ich bin mir sicher, verbringen viele Leute den 26. auch mit guten Freunden oder deinen engsten Familienmitgliedern. Also kann man schon Weihnachten auch schon machen.

Daniel

Was machst du am 26.

Markus

Am 26. bin ich trotzdem essen bei meinem besten Freund.

Daniel

Ah doch. Na gut, dann soll der beste Freund einfach die Erbtante anrufen und sagen, hier, Hildegard, lad das runter. Spaß. Keine Ahnung, Hildegard ist gerade so ein Name, den ich echt gut finde. Gut, Markus, fokussiere mich.

Markus

Ja, wir reden jetzt über, wie könnte es anders sein, Elon Musk? Entschuldigung. Denn die Tech-Welt hat den Populismus für sich entdeckt. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das, wie du vorher schon gesagt hast, aus ideologischen Gründen passiert, weil Elon einfach ein überzeugt ist, dass eigentlich so ein bisschen borderline rechtsextrem unterwegs ist und AfD cool finden und so, oder ob das einfach ganz brutaler, berechnender Opportunismus ist, dass er sagt, das ist jetzt halt aktuell die Dynamik, die es in der Welt gibt. Da gibt es einen Zuzug diesen Parteien. Diese Parteien haben noch nicht die großen Strukturen der anderen. Das heißt, ich komme viel schneller an die relevanten Leute ran. Wenn ich mich mit denen einschleime und nett bin, komme ich in Machtpositionen, kriege für mich meine Aufträge. Und ja, wenn das der Fall ist, dann hat das natürlich in Amerika recht gut funktioniert.

Daniel

Ich meine, Donald Trump hat in einer Rede gestern oder vorgestern kurz angeschnitten, dass nein, Elon ist noch nicht der Präsident. Einfach weil so viele ihn nach Elon fragen und er so viel Sichtbarkeit hat. Ich bin mir tausendprozentig sicher, dass der keine Ideologie hat, sondern dass er genau diese Hardcore, wie baue ich ein Monopol auf, verfolgt, wie all seine alten Bodys aus der alten Paypal Mafia. Ja, Paypal Mafia. Es ist genau Zero to one, weißt du, es ist genau diese Ideologie. Und natürlich, wenn er eine AfD zum Beispiel stärkt, dann weiß der, die werden ihn nicht vergessen und sollte er helfen, dass sie irgendwo gewählt werden und dann will er irgendeine neue Fabrik bauen oder irgendeine neue Regelung, dann kann er das relativ einfach beeinflussen. Und ich wäre nicht überrascht, wenn die nicht algorithmisch auch auf Achsen Unterstützung kriegen könnten. Mit Einhörer auch geschrieben, ja, ja, und das ist er auch scheinbar, wie heißt da denn der Irre in England, der Nigel Farage irgendwie mit 100 Millionen unterstützen will. Das war mir nicht geläufig. Same thing. Und so kann er sich immer genau diese kleinen Sheriffs raussuchen, mit denen er da was macht. Und das ist, dass es wild. Spannend ist natürlich auch das Spannungsverhältnis zwischen Trump und Elon, weil das sind natürlich beide gigantische Egomanen und ich glaube, Donald ist jemand, der ganz, ganz, ganz schnell da auch mal umschwingen kann. Der hat ja heute irgendwie announced, dass er einen Panama-Kanal will. Hast du das schon mitbekommen?

Markus

Nein.

Daniel

Der hat ernsthaft, er will den Panama-Kanal zurück. Er will ihn zurück. Der hatten ihn nie unbedingt, oder? Also ich glaube nicht, dass die USA den Panama. Oder hatten sie kurzfristig ihn sozusagen in der Schutzfunktion? Das könnte sein, als er gebaut wurde. Aber irgendjemand kann das googeln und sagen, was komplett falsch. Aber er will, dass der Panama-Kanal jetzt amerikanisch wird. Und natürlich Panama. Sagt, dude, wir sind ein Land. Das kannst du jetzt nicht einfach so sagen. Aber ja, das hat er tatsächlich in der Rede gesagt. Panama-Kanal. Genau, wann ist denn der gebaut worden? Ich glaube, der war irgendwann kurz amerikanisch geschützt. 1881 begonnen. Ja, auf jeden Fall zurück zu ihm. Ich glaube, es könnte ganz schnell mit ihm und Elon auch wieder in eine andere Richtung losgehen. Aber bei Elon ist das einfach super, super, super böse berechnend. Aber interessant ist natürlich auch, wie dann auch einige Leute, die, die aus unserer Welt kommen, sehr schnell sagen, ja, man muss halt nicht Trump mit Trumps Politik vertauschen, was natürlich eine interessante Sichtweise ist, weil eins ist, sagt man, eins muss man dem Donald lassen und dann los geht's. Aber interessant ist natürlich, für viele Menschen bedeutet Donald einfach gerade jetzt Wohlstand. Und wer an der Börse investiert ist, wer in Krypto investiert ist, denkt sich, oh, oh ja, mach weiter, mach weiter, Donald. Und in dem Moment ist das natürlich etwas, wie man sich sehr schnell sich eine ganze Menge Leute ins Boot holen kann. Ja.

Markus

Wie nachhaltig das Ganze ist natürlich eine andere Frage.

Daniel

Aber es ist ja den meisten egal.

Markus

Tu, ich glaube, viele Leute, es ist nicht egal, ob dann in zwei Jahren immer noch der Kurs dort ist, wo er sein soll. Also ich glaube, das dann zu timen, wenn man aussteigt, ist auch nicht so einfach. Aber die Kurzfristigkeit im Denken von vielen ist jedenfalls ein Problem. Elan war ja auch durchaus ein Beispiel jetzt für ein paar deutsche Tech-Größen oder Tech-Bekanntschaften, ob man sie als Größen sieht, ist eine andere Frage, aber zum Beispiel Frank Thelen hat da doch gemeint, na, da könnte man doch auch in Deutschland sowas werden, ein Dosch machen und er hätte da Ideen, wer da in Frage käme. Kann man schon denken.

Daniel

Bemerkt. Ich meine, man muss natürlich an einer Stelle eins sagen. Ich meine, es geht natürlich ganz in Line mit dem, was wir auch sagen, dass man eigentlich mal radikal alles umbauen muss. Muss man ja auch. Und eigentlich muss halt all die ganzen Bürokraten, die seit 1837 dort reingeboren worden und auch nie verändert werden können, weil sie dann in irgendwelchen Innungen sind. Weißt du, was ich meine? In der Dosenöffner-Innungung und deswegen blockieren sie irgendwie Amazon, bla bla. Eigentlich müsste man sagen, so, und ab jetzt ist vorbei und jetzt machen wir das Ding nochmal neu. Und das muss man manchmal auch so machen. Es ist wie wenn man ein Haus saniert. Oder irgendwann muss man einfach sagen, jetzt haben wir das Haus so lange saniert, jetzt wird das entweder Denkmalschutz, dann ist es auch okay, oder man muss sagen, um wirtschaftlich effizient zu arbeiten und es an die Neuerung anzupassen, ist der effizienteste Weg abreißen, neu bauen. Nach bestehenden Technologien. Das heißt, das ist, finde ich, etwas, das muss man eigentlich gar nicht bestreiten, dass es smart ist. Das ist allerdings wahrscheinlich so wie mit Elon, ist so absolut total menschenunwürdig und über Nacht und auch nicht langfristig geplant. Das ist wieder ein anderes Thema. Und eigentlich müsste man wie jedes Unternehmen auch einen Apparatus schaffen, der flexibler wird und der regelmäßig neu konstruiert wird, um noch flexibler und noch flexibler zu werden. Und das muss jeder machen. Und das ist etwas, wo man eigentlich sagen kann, das ist eine Realität, der man eigentlich gar nicht entfliehen kann. Und je später man es macht, desto größer wird der Schmerz. Ob das aber ein Elon oder ein Frank Telen oder irgendein AfDler machen soll? Nee. Nee, nee. Und das ist ein bisschen die Problematik.

Markus

Naja, und das ist, glaube ich, schon eine systematische Problematik, weil auch der Grund, warum unser staatliches System so rigide und unflexibel ist, ist natürlich, dass wir daraus gelernt haben, was im Dritten Reich passiert ist, dass es sehr schnell möglich war, halt eine Verfassung umzuschreiben und halt den Kopf, den Staat auf den Kopf zu stellen. Aber ich glaube, der ist schon bewusst, dass es halt auch nicht schnell möglich ist, einen Staat umzudrehen, damit man genau solche Dinge verhindern kann und etliche Sicherheitsstrukturen einbaut. Du hast aber natürlich recht, dass da, und da stimme ich ausnahmsweise auch mal mit Trump überein. Der Deep State gibt es bis zu einem gewissen Grad. Das ist für die tausend Interessensvertretungen, die alle irgendwie ihre Bründe schützen. Das ist am Ende für die Gesellschaft nicht negativ. Und das tut uns weh. Da geht viel auch von der wirtschaftlichen Power eines Landes verloren in diesen Molochen. Und dass sich da was ändert oder ändern muss, da hast du vollkommen recht, da sind wir, glaube ich, auf Linie. Aber ja, ich weiß nicht, ob eine radikale Veränderung, ob das realistisch durchbringbar ist, ohne zu viel kaputt zu machen. Ich glaube, wir haben halt versäumt in den letzten Jahrzehnten und da glaube ich, gebe ich dir wieder recht, man muss es schaffen, dass der Staat grundsätzlich iterativ sich kontinuierlich verbessern kann und nicht kontinuierlich tiefer und tiefer wird und alles verschlingt. Das ist, glaube ich, eher das, was man systematisch anpassen sollte.

Daniel

Und ich meine, da ist das Thema, es gibt einfach viele Dinge, die teilweise existieren, weil es in der KMK-Zeit so entschieden wurde oder weil es in der Nachkriegszeit so entschieden wurde und dann entschieden wurde, dass da ist der beste Weg, den man 1945, 55 oder gar 63 oder wann auch immer für gut befunden hat. Und da muss man einfach sagen, man muss einfach regelmäßig, glaube ich, festhalten, dass das nicht immer der optimalste Weg ist. Da habe ich eine Unzahl an Beispielen, die man bringen kann, wie sich einfach Technologien oder auch Prozesse verändern, verändern müssen. Und wenn man das nicht tut, dann hat man einfach so einen Lag, dass man nicht mehr rechtzeitig und brauchbar entscheiden kann. Ja klar. Und du hast natürlich recht, durch die Verankerung zum Beispiel, dass nie wieder so etwas passiert, wie es im zweiten Welt, also nicht im Zweiten Weltkrieg, sondern mit 33 und im Anschluss etc. pp. passiert ist. Stimmt? Aber trotzdem muss man auch akzeptieren, wenn man das nicht tut, weil man dann irgendwann überrollt und alles war für die Cuts. Und das ist halt ein riesiges Thema und dass es wieder dieses Ideologische, das so mitschwingt. Ein schönes Beispiel, es hat nicht so mit dem Thema zu tun, aber irgendwie doch. Stell dir mal vor, heutzutage mit Social Media, der ganzen Neidgesellschaft, Fast Fashion, Druck auf einzelne Familien, Mode kostet unfassbar viel. Man würde sagen, denken wir doch mal wieder nach über Schuluniformen. Das würde es sehr einfach machen für die Eltern, für die Kinder. Alle werden sie relativ gleich. In England weiß man, man sieht die Schuluniform, weiß, welche Schule es ist, auch wenn man danach der Schule sich nicht benimmt, gut. Aber es ist logisch, dass zum Beispiel in Deutschland, bestimmt so auch ein bisschen gerade in Österreich, Leute sagen, nee, Uniformen finden wir echt doof. Wegen 33 bis 45. Und dass es dann aber kategorisch abgelehnt wird, obwohl es vielleicht ein besserer Weg wäre in vielen Fällen, dass man nicht einmal drüber nachdenken kann, das ist schon immer so ein bisschen noch. Und Franktilen gehört nicht in die Regierung.

Markus

Ich meine, das Problem ist, wo führt das hin? Es führt in eine Oligarchie. Es ist wirklich so ein bisschen der Weg zurück ins Mittelalter, wo es den Herrscher gibt und sein Netzwerk rundherum, was besonders viel Macht dann auch natürlich auch viel Impact haben kann. Also Macht bedeutet ja auch, man kann gestalten und das kann man auch positiv nutzen, aber grundsätzlich wäre das meines Erachtens schon trotzdem einen Schritt zurück. Und dementsprechend hoffe ich, dass da die Tech-Welt andere Wege findet, wie sie den Impact erzielen kann, den sie erzielen wollen. Was ich glaube, was dabei helfen kann, ist natürlich der technologische Fortschritt im Bereich künstliche Intelligenz, weil das ist einfach ein Mittel, mit dem man Wachstum wirklich befeuern kann. Also das ist schon ein Produktivitätsgewinn, dadurch entstehen kann, der viel bewirken kann.

Daniel

Aber es wird mit KI wieder das passieren, wie immer. Heißt du, einige wenige werden lernen, damit umzugehen und das begreifen und für sich nutzen und alle anderen werden dem ganzen Prozess folgen. Und ich glaube, dass die Zäsur zwischen Arm und Reich und quasi aktiv im Sitz sitzen und steuern und gesteuert werden, noch stärker wird dadurch. Aber ich glaube, du noch weniger brauchst, die aktiv eingreifen. Und das ist gonna be a challenge. Das ist eine große Challenge. Und wenn du das dann weiterdenkst, das heißt, dass viel Frustrationspotenzial, zumindest in den nächsten fünf oder zehn Jahren, von denen, die dann quasi ein bisschen durch die Finger schauen, was das Thema betrifft. Und das ist natürlich demokratisch gesehen, dann auch wieder eine Challenge. Hohes Frustrationspotenzial, Umschwung von Jobs, Ausweglosigkeit, und dann kommen sie die Ten Exer dieser Welt. Challenging Times.

Markus

Aber ich glaube, es muss nicht unbedingt automatisch heißen, dass es da so viele Verlierer gibt. Ich glaube, man kann das schon halt auch einfach, wenn du sagst, okay, du nutzt die Power von AI, um halt auch zusätzliche Produktivität zu ermöglichen, auf Basis von dem, was schon da ist, aber das halt effizienter zu machen und dadurch den Output zu erhöhen, dann glaube ich, ich verstehe schon, wo du hin willst und natürlich wird es AI-Layoffs geben und es wird für die, die da betroffen sind und die sich reorientieren müssen, Zach und das ist Konfliktpotenzial. Aber ganz grundsätzlich, und darüber haben wir auch schon oft gesprochen, es ist schon besonders auch für die repetitiven, nervigen Tasks, wo AI mehr und mehr halt übernehmen kann. Es bringt uns vielleicht ein bisschen mehr zurück zum Menschsein und das, was es da halt auch in diesem Jahr wieder an Durchbrüche gegeben hat bei diesem Rennen. Eins gab es der Space Race. Mittlerweile ist es sicher eher das Super Intelligence Race, was es gibt, sowohl geopolitisch, aber auch zwischen den Tech-Giganten. Da sind schon Durchbrüche jetzt auch passiert, die einfach ganz andere wissenschaftliche Abläufe nochmal ermöglichen, die den wissenschaftlichen Fortschritt noch einmal viel beschleunigen werden in den kommenden Monaten. Und das kann uns schon in eine Position bringen, wo ja, dann auch wiederum der ökonomische Abseite, der dadurch entsteht, halt irgendwie allen zugänglich gemacht werden muss. Aber das ist schon eine deutlich komfortablere Position, in der dann halt auch Entscheidungsträger sind, wenn sie viel zu verteilen haben. Ich habe eine Idee.

Daniel

Du bringst mich auf was. Jetzt denken sie wieder, oh Gott, oh Gott, oh Gott, oh Gott. Stell dir vor, du gehst zu einer Wahl. Ich bin ja immer sehr kritisch. Ich bin ja der Meinung, dass die Demokratie gerade sehr, sehr, sehr am Ende ihrer Laufzeit steht, weil einfach wahnsinnig viele Menschen wählen, die eigentlich gar nicht wählen sollten und gar nicht begreifen, was sie wählen. So, stell dir vor, vor jeder Wahl musst du halt drei Fragen beantworten. Wenn man sagt, was willst du denn du? Dann sagst du, ich will dies, ich will jenes und überhaupt will ich das. Cool, und wen wählst du? Und gäbe es dann eine KI, der du traust, die dann einfach abstrahiert, was das für dich bedeutet in drei, fünf oder gar zehn Jahren. Das wäre überaus interessant, dass es Szenarien bildet, die jeder Mensch überprüfen könnte mittels einer KI, dass sie eigentlich verstehen, was sie wählen und was sie nicht wählen. So ähnlich wie als dann nach dem Brexit die Leute erstmal gegoogelt haben, was heißt denn jetzt der Brexit so wie jetzt wirklich, wirklich, wirklich? Das wäre schon cool. Super einfach gedacht.

Markus

Also sowas wie Wahlkabine, aber mit KI, oder?

Daniel

Korrekt. Zwei Spiel, wenn du sagst, hier die doofe EU, die hat mir genau gar nichts gebracht. Du bist ein richtig wütender Bauer, irgendwo in Untertupfenhausen und bist richtig sauer auf die Karte. Also die EU hat den Bauern schon vielleicht. Warte, warte, warte. Aber du bist halt, du hast halt gelernt von einem FPÖ-GAU-Leiter, hätte ich jetzt gesagt, von einem FPÖ-Dorfleiter, dass die EU total böse ist und musst aus der EU raus, raus aus den Knebelverträgen. Anna bist du halt dafür, weil Knebelverträge willst du nicht. Du wolltest schon immer mal denen da oben sagen, was du so denkst. Also wählst du die raus aus den Knebelverträgen Partei, wer auch immer die jetzt sind. Na gut, das war jetzt zu naheliegend. Ja, und dann sagt ihr halt plötzlich eine KI, der du vertraust. Die müsste man halt anders nennen. Jetzt nicht künstliche Intelligenz, sondern irgendwas, was appealing ist dafür. Wotans wissen. Nein, Spaß, Spaß, Spaß. Das habe ich nicht gesagt. Und dann sagt er es, naja, schon, Hubert, du weißt schon, dass du vor 17 Jahren den Hof verloren hättest, wenn die EU nicht alles subventionieren würde, was du machst. Und außerdem die Preise wären so und so und das würde passieren. Und außerdem könntest du am Sonntag keinen Fußball sehen. Willst du das? Weißt du, was ich meine? Du sagst, was ist dir denn wichtig? Mein Papier, mein Hof, das Fußball.

Markus

Ja. Ja, ich meine, das ist eine interessante Idee. Es ist halt schon, boah, also das auf einer sachlichen Ebene runterzubrechen, das ist halt schon wieder eine ziemliche Challenge.

Daniel

Ich glaube, das kann man. Also ich glaube, das kann man vielleicht noch nicht, aber wenn man mal sowas einfach basteln würde, dann wird es sein. Es ist ja wirklich so. Ich meine, zum Beispiel, wer hat Obamacare weggewählt? Die Leute, die es am meisten gebraucht haben. Wer hat von dem Brexit am meisten darunter gelitten? Genau die, die rausholten. Und einfach sagen, schau, wenn du die willst, dann passiert das mit dem, was dir wichtig ist. Willst du das? Und man sagt, ja, das will ich, das wäre doch einfach ganz cool. So ein bisschen Szenarien. Aber in einer Sprache für jeden Einzelnen individuell runtergebrochen. Und das kann man, glaube ich, schon halbwegs schnell machen. Könnte man machen, wenn es freiwillig ist. Wir müssten dafür natürlich einen Computer haben.

Markus

Ja, und das ist, also das so zu machen, dass es halt nicht tendenziös ist, ist, glaube ich, echt tricky. Aber ja.

Daniel

Da macht es halt die Tagespresse und dann ist es auch nah genug dran. Gut. Übrigens, 1999 ging der Panama-Kanal zurück von den USA offiziell an Panama. Na bitte. Ich habe übrigens nicht gegoogelt, sondern ChatGPT gefragt. Ich bin jetzt einer von denen.

Markus

Das könnte aber auch halluziniert sein. Das ist tatsächlich immer noch ein Problem, um jetzt von der Politik auf die technologische Ebene zu kommen. Es halluziniert immer noch. Es wird schon deutlich besser, und zwar graduell. Und es gibt natürlich besonders jetzt auch für spezifische Use Cases in Richtung Programmieren und Mathematik und Code gibt es auch in diesem Jahr wieder bemerkenswerte Durchbrüche. Jetzt, gerade letzte Woche mit OpenAI O3. Das ist schon sehr nahe an AGI dran. Hat für viel Hype gesorgt. Gleichzeitig zeigt sich in der Welt der künstlichen Intelligenz immer mehr. Die Energiekosten wären ein limitierender Faktor. Da gibt es die eine Variante, dass man jetzt halt anfängt, zusätzliche Energieproduktion direkt als Tech-Unternehmen sich auf die Fahnen zu schreiben. Oder eben man arbeitet an neuartigen Modellen, die effizienter sind und weniger Energie verbrauchen. Auch da gibt es einige Player. Wir nähern uns diesem Thema Superintelligence an. Es ist schon noch ein Weg und es ist immer noch unklar, wie lang dieser Weg brauchen wird. Aber es ist eine wirklich aufregende Zeit und das, was gleichzeitig cool und traurig zugleich ist, ist, Österreich spielt dabei auch eine Rolle. Ich würde es jetzt mal als AI-Export Champion titulieren. Zwei der 30 bestfinanzierten AI-Unternehmen weltweit kommen eigentlich aus Österreich, haben ihre Offices aber mittlerweile hauptsächlich in Amerika mit Magic und Liquid AI. Aber es zeigt zumindest, wir produzieren kluge Köpfe. Wir müssen vielleicht noch ein bisschen bessere Rahmenbedingungen schaffen, damit die auch hier bleiben. Ja.

Daniel

Ich muss nur ganz kurz das erste Thema aufgreifen, muss du meinst mit der Halluzination. Das haben wir in unserem Kurs auf der WU übrigens ganz genauso gesehen. Wir haben sieben, acht verschiedene AI-Tools parallel benutzt, auch gegenchecken. Und da war immer wieder ganz wilder Kram dabei. So bei ganz simplen Sachen wie Tam Samsung-Modelle, wo man auch sagt, neueste Chat-GPT-Modell benutzen, erklär mir, wie du darauf gekommen bist, sag es mir Schritt für Schritt und auch mit Personas und du hast unfassbar unterschiedliche Ergebnisse. Also da muss man immer erhobenen Zeigefinger, also wenn Hubert jetzt nochmal die EU challengen will, das kann halluzinieren. Ich habe auch jemand gefragt, wer ist der Co-Gründer von Austrian Startups. Da bin ich nicht aufgeführt worden. Da habe ich gefragt, wer bin ich denn? Und da stand drin, ich bin der erste Mitarbeiter und hätte zwei Startups gegründet, die ich kenne, habe ich aber nichts mit zu tun, aber es klang unfassbar gut. Weißt du, was ich meine? Deswegen mit dem Panama-Kanal, das ist jetzt okay. Die anderen Dinge, die du gerade aufgeführt hast, ich meine, wo fängt man an, wo hört man auf? Nehmen wir mal das Magic und Liquid AI, um die beiden aufzugreifen. Das ist ja genau das Problem. Du hast eine exzellente Ausbildung hier. Du hast unfassbar smarte Köpfe. Mit hier meine ich nicht nur Österreich, sondern in der EU, die aber eine Petrischale hier haben, aber das Wirkliche, der wirkliche Nährboden ist nun mal nicht hier. Und das ist das alte Spiel. Das haben wir auch in den letzten 795.000 Folgen genauso besprochen, was das bedeutet. Aber am Ende des Tages ist es rein wirtschaftlich betrachtet so ja, schön für die. Kommt auch hierher, ab und zu kann man sich damit schmücken. Das ist super, aber weder Steuergelder noch Wirtschaftskraft von ihm bleibt dann nun im Land, sondern die ist woanders. Und das ist ein bisschen genau dieser Faktor, nochmal den Arnold-Faktor. Das ist halt ein bisschen schade, dass das passiert. Weil man könnte natürlich, wenn du einen Arnold zu Hause hast, der brav zu Hause trainiert, hast du plötzlich noch auf den Fitnessstudios und einen Haufen anderer solche Schränke und dann hast du halt wirklich ein Ökosystem. Und so hast du halt nur ein Arnold-Museum irgendwo in der Nähe von Graz, wo dann ein Schulfreund sagt, der Arnold war super. Und das ist halt schade. Und das ist das, was wir am Ende des Tages haben, gerade mit Liquid AI und Magic und Co. Irgendwelche Leute, die sagen, ich kenne den und der war super und dann kommen sie hier für einen Talk und was weiß ich nicht. Das ist Mist. Und weißt du, was so unfassbar interessant ist? Nenn mir drei herausragende chinesische AI-Founder. Drei, zwei, eins. Der chinesische Staat, ja.

Markus

Das ist wahrscheinlich der einzige wirklich relevante KI-Founder dort.

Daniel

Aber hier ist das krasse, dass wir sagen, ja, die Chinesen. Und die Chinesen machen aber so unfassbar viel und wir kennen niemanden davon. Wir haben kein Amradar, wir wissen das nicht, was passiert. Wir wissen aber einfach unfassbar viel Fokus durch den Staat, unfassbar viel Budget, unfassbare Manpower und unfassbar fiese Algorithmen, die machen dürfen, was wir niemals erlauben würden. A bit spooky.

Markus

Aber auch da wieder spannend, weil das ist ja jetzt schon wieder ein bisschen wie im Space Race der Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Gesellschaftsmodellen. Weil ja, China, das ist halt ein staatliches Projekt, da wird unfassbar viel Geld reingesteckt, da wird sicher jegliche Limits ausgereizt, was erlaubt und möglich ist. Es stark hinter, passiert hinter den Kulissen, für die meisten Leute weder greifbar noch nutzbar. Und auf der anderen Seite das amerikanische Modell, wo das Ganze halt ein Wettbewerb der unterschiedlichen Tech-Konzerne ist, die das offen austragen, wo die Modelle für alle nutzbar sind, mit den Vor- und Nachteilen dieser Modelle, muss man auch sagen. Also es ist jetzt schon auch irgendwo bei diesen ganzen Security-Diskussionen kommt natürlich auch immer wieder das Argument, naja, super, wenn das für alle zugänglich ist und überhaupt, wenn das dann Open Source ist wie das Metamodell, ist ja nur eine Frage der Zeit, bis das dann halt auch irgendwie Leute für nicht so positive Zwecke nutzen. Also das wird auch hier wieder spannend, welches Gesellschaftsmodell sich durchsetzt und was das auch für die Welt bedeutet.

Daniel

Und weißt du, was das Traurigste dran ist, wenn du die Space Race-Analogie nimmst, für die, die YouTube, schau mal auf meinen Pallover. Ich habe einen NASA-Pallover an. Weil ich NASA cool finde. Und sieht man nicht, steht jetzt hinter lauter Amazon-Paketen. Hinten drin ist ein Bild von Boss Aldrin, aufgenommen von Neil Armstrong. Cool. Ich kenne doch einen europäischen Astronauten vom Namen, aber Fotos kaufen kann ich nicht von dem. Die chinesischen kenne ich jetzt auch nicht und die russischen außer Juri Gagarin. Aber das ist halt immer das bisschen traurige, wo ich als Europäer immer zuhöre und denke, hm, wo sind wir? Ja, du hast vollkommen recht. Ja, das ist der Moment, wo man dann einfach so sich den dritten Punsch reinknallt am 26. sagt, Hildegard, ich komme gleich, lass das Internet in Ruhe, Mudi. Musstest du schon mal das Internet reparieren für deine Eltern? Natürlich.

Markus

Oder? Das ist regelmäßig so. Und das ist eigentlich interessant, weil ich habe ja zwei Halbgeschwister, die sind noch im gleichen Haushalt und könnten meines Erachtens auch diesen Job übernehmen, aber das ist ja so wieder eine Digital Nativeness Frage. Das für Computerprobleme, da können die sich eigentlich gar nicht so aus. Die Handschuh-Generation, die Handy-Generation komme immer noch ich zum Anschluss.

Daniel

Ja, aber es ist halt wie mit Autofahren, oder? Also so Kupplung und Joke und irgendwie so langsam warm fahren, bis das Öl im Getriebe gut ist, das können die Tesla-Piloten auch nicht mehr. Das Update hat nicht geladen. Ist zu kalt, die Reichweite. Eine Steckdose ist zugefroren.

Markus

Ich möchte sagen, das Engineering Knowledge, um mein Auto gut in Gang zu bringen, das fehlt mir tatsächlich auch. Ich glaube, die hatten Leute, die gehen halt zu ihrer Werkstatt und die machen das Zeug und sonst kennen sich überhaupt nicht aus, warum mein Verbrennermotor so funktioniert, wie er funktioniert. Ja, wegen dem Zündschloss.

Daniel

Spaß. Ich hatte früher ein Auto, das war so geil, das muss ich eine Minute erzählen. Da habe ich mein erstes Auto selber gekauft und zwar nicht mit Hirn, sondern stock weg. Tiefer. Das Ding hatte fünf Vorbesitzer, aber ein Audi 80 Quattro, zwei Liter Einspritzer. Fünf Vorbesitzer. Erster Vorbesitzer war eine Leihwagenfirma und das Ding war einfach ab so fünf Grad und drunter ist er einfach nicht angesprungen oder Ladehilfe. Und all meine Freunde in der Umgebung, wenn wir was gemacht haben, die wussten, sie müssen einfach erstmal zu mir kommen und mir mit Starterkabel Starthilfe geben. Das war einfach dieses Auto, es war zu geil. Wenn er lief, war geil, aber ja, Laderkabel lag dann immer im Fußraum, um das griffbereit zu haben. Viel an drüber.

Markus

Vielleicht ist das auch ein guter Punkt, dass wahrscheinlich die Leute, die wirklich früher ein Auto hatten, also ich sage jetzt mal, eher im ersten Teil des 20. Jahrhunderts wahrscheinlich konnten die sich auch noch wirklich auskennen mit der Technologie. Und irgendwann ist das dann so optimiert für den User, dass man überhaupt nicht verstehen muss, was da dahinter passiert.

Daniel

Ist aber genau das Thema. Ich hatte früher um eine Grafikkarte, hatten vor allem mit einem Lötkolben irgendwie zwei Punkte gesetzt und dann hatte das Ding irgendwie doppelt so viel Power. Unfassbar cool. Uns läuft ein bisschen ja die Zeit davon, weil du musst eigentlich relativ trennscharf bald gehen. Ich auch bald. Wir können beide noch ein paar Minuten dazugeben, aber auch nur, wenn du nicht nur Hildegard, sondern auch Onkel Hubert sagt, hier, aber alle Folgen runterladen. Aber wirklich auf dem Handy, auf dem iPad, auf dem Computer und auf den Roombar-Staubsauger. Und wir können noch ein, zwei Themen machen, wenn du Bock hast. Ja.

Markus

Reden wir über einen Founder-Mode.

Daniel

Ja, ja. Du willst gar nicht über Krypto reden. Krypto haben wir schon gemacht, oder?

Markus

Machen wir am Ende. Wir sind eher alle. Happy Peppy und gute makroökonomische Indikatoren mit. Hast du am Boden gekauft? Hast du nachgekauft? Als es richtig blutig war. 8 Dollar kostet Averaging ein bisschen was halt die ganze Zeit. Ich probiere da kein Market Timing, das ist ja nicht seriös.

Daniel

Als das Ding so richtig am Boden lag, ich habe mir ein bisschen nachgekauft und das ist jetzt ganz okay. Aber man muss halt aussteigen, ist immer das Gute. Im Bullenmarkt hat jeder Plus und dann verpasst wieder jeder.

Markus

Halten einfach, wie bei allen Investments, kein Market Timing, Daniel. Es funktioniert nicht.

Daniel

Du weißt, irgendwo übergibt sich gerade Michi Ionita. Der hat es gespielt. Okay, hätten wir das auch geklärt. Do your own research. Michi Ionita übrigens ein sehr smarter Kryptokollege. Founder Mode versus Founder Fatigue, da möchtest du noch ein bisschen drüber reden.

Markus

Ja, ich finde, das war schon ein relevantes Thema, das uns das Jahr begleitet hat. Einerseits Founder Mode, so ein bisschen die Erkenntnisse, die alten Management Blueprints funktionieren halt auch nicht immer. Und Founderled Companies haben schon etwas Besonderes und auch echt Alpha im Vergleich zu anderen Companies einfach gewisse Wettbewerbsvorteile. Gleichzeitig auch die andere Seite der Medaille, die in diesem Jahr mehr und mehr zum Vorschein gekommen ist, nämlich Founder Fatigue. Also mehr und mehr Gründen, denen auch zunehmend die Luft ausgeht, weil es halt ja irgendwie kein Licht am Ende des Tunnels gerade gibt, weil die Rahmenbedingungen, also das makroökonomische Umfeld, ziemlich zar ist. Und da halt immer der zu sein, der dann das Team wieder motiviert und den Silberstreif am Horizont sieht, das geht auch an die Substanz. Und das ist, glaube ich, schon auch die spannende Diskussion, die es dieses Jahr in der Szene gab. Wie sehr ist gut, dass viele Startups sehr abhängig sind von den Gründern und ist das halt auch einfach das, was sie besonders machen, dass man so eine Company damit auch inspirieren und zu schnellen Entscheidungen treiben kann. Andererseits aber auch, wie sehr ist das ein Risiko, wie sehr ist das etwas, was Startups sehr schnell herumbringen kann.

Daniel

Kann ich eigentlich fast nichts dazu sagen. Weißt du, ich glaube, es ist, wir haben so viel darüber diskutiert. Und ich glaube, diese Founder Fatigue ist wie sagt man auf Deutsch, so ein Compounding Problem. Weißt du, wie ich das meine? Es ist nicht ein eindimensionales Problem, das gerade jetzt entsteht, sondern das Ergebnis von Jahren von Multikrisen in einem einfach unfassbar unsicheren Environment, was einfach Spuren bei Leuten hinterlässt. Und dieses Founder Fatigue hätte es vor zehn Jahren wahrscheinlich in der Form auch gegeben, aber nicht so extrem. Und das ist, glaube ich, einfach ein riesen, riesen, riesenthema. Und wie du sagst, ich meine, es wie wenn du ein Marathon läufst und jedes Mal, wenn du glaubst, jetzt ist es so langsam so weit, sagt jemand, aber wo das Ziel ist, das wissen wir jetzt auch nicht so ganz. Aber nur hier ist es jetzt nicht. Und wo man aber gesagt hat, all die Wochen lang, musst noch um die Ecke und über den Berg und dann bist du da. Und dann bist du oben auf dem Berg und sagt jemand, ja, also wir haben gerade gehört, hier ist es auch noch nicht und mach einfach mal weiter. Und das ist halt, das ist halt auf Dauer einfach übel. Und du musst allen sagen, mach nochmal weiter. Das ist nochmal, also nach dem nächsten Berg ist es. Und deine Leute sagen dir, ja, das hast du auch schon drei andere Berge gesagt. Und du weißt aber, stehen bleiben kannst du nicht, aber irgendwann ist halt auch der Schuh mal durch und irgendwann ist selbst bei den Motiviertesten das ein Thema. Man kann einfach nur sagen, schau, stehen bleiben ist auch keine Option, weil für mich ist ja gerade so Frühphasengründung ist ja wie Free Climbing. Weißt du, ich meine, du kletterst halt schnell und agil an steilen Berg rauf, hast aber kein Netz und hast keine Sicherheit. Und wenn du oben ankommst, hast du gewonnen. Aber don't stop und don't look down. Und wenn du halt loslässt, ist halt nichts mehr da. Und das ist halt einfach ein Thema, das belastet. Und wenn du aber links und rechts immer wieder andere Leute runtersegeln siehst, dann denkst dir auch, boah, das ist schon ein bisschen Nervenaufreiben, was ich mache. Und da kann man immer nur sagen, was kann man dagegen tun? Ein bisschen langsamer gehen. Ab und zu mal die Armel ausschütteln und nicht probieren zu sprinten. Das klingt so doof, aber wenn es halt hart wird, geh trotzdem weiter. Geh da Stückchen langsamer weiter, aber geh weiter. Bleib nicht stehen, schau nicht runter, geh weiter, geh weiter, such nach einem Sicherungsseil, geh weiter. Und es ist auch okay, wenn du sagst, du wirst müde. Ist auch okay. Ist auch völlig okay. Und ich glaube, das Beste ist, wenn man anderen auch mal erklärt, wie müde man ist. Und dann kommen die dazu und sagen, hatte ich auch. Kein Thema, ich hab's geschafft. Aber es ist übel, es ist übel, gerade wenn du alleine in der Steilwand hängst. Das tut nicht gut. Und du kommst aber draußen, haben auch andere gemacht. Und ich glaube, nur nie vergleichbar. Weißt du, du machst es bei 45 Grad und hast noch irgendeinen fiesen Regen von oben und noch einen Wind. Und die anderen haben es halt bei 25 Grad und einen Lüftchen gemacht. Ja, einfach weiter. Einfach weiter.

Markus

Ja, einfach weiter, das ist sicher auch das, was sich die Investoren aktuell denken, weil das ist, glaube ich, auch noch so ein Trend, der im letzten Jahr klar spürt, war, da gibt es jetzt schon einen starken Exit-Druck. Also wie sie fand es, da ist jetzt einfach die Laufzeit eigentlich am Ende, ist ja oft für zehn Jahre geplant. Und wenn die jetzt nicht die großen Exit generieren können, die sie eigentlich brauchen, die sie auch am Papier vielleicht schon signalisiert haben, dann tut das weh, weil dann tut es das Zähne insgesamt weh, weil das bedeutet, es gibt auch das Kapital, die Rückflüsse, die durch große Exits entstehen, die gibt es nicht, um neue Investments zu tätigen, jetzt auf der LP-Ebene. Deswegen ist DPI gerade die ganz zentrale Kennzahl für viele Fans, wie schaffen sie es, möglichst viel Kapital, das sie bekommen, auch haben, auch zu distributen. Und da ist viel, viel Hoffnung auf dem nächsten Jahr aktuell. Also das Thema, dass sich das IPO-Window vielleicht öffnet, das ist sehr präsent und da glaube ich, würde die ganze Szene ein bisschen dann auch wieder in Schwung kommen.

Daniel

So, jetzt einmal Luft anhalten und jetzt musst du erklären, was DPI ist. Distributed to pay. Das ist aber das muss man nicht unbedingt kennen, sollte man aber mal kennen. IPO, glaube ich, kennt man mittlerweile on Co, aber DPI, was ist denn das?

Markus

Distributed to pay-din ist eben, wie viel ein VC-Fund auch wirklich returnt an die Leute, die ihnen Geld geben. Also die LPs, das sind die Partner, die einem VC-Fund Geld zur Verfügung stellen, dass der das dann innerhalb von normalerweise halt einer Laufzeit von ungefähr zehn Jahren in Startups investiert und Returns generiert. Also er muss dann auch wieder aus diesem Startup irgendwie rauskommen, also einen Exit erzielen, seine Anteile wieder verkaufen, idealerweise natürlich mit einem Multiple, das heißt für mehr Geld also investiert hat. Das funktioniert nicht bei allen, aber bei einigen schon und idealerweise bei 1,2 sogar wirklich gut, sodass das hundertmal mehr oder tausendmal mehr wert ist als das, was man am Anfang investiert hat. Und wenn dieses Geld dann tatsächlich auch als Liquidität, also als Cash kommt, dann kann man das auch wieder an seine Partner ausschütten. Und während am Papier einige wie Sie von uns sogar ganz gut dastehen, ist es oft so, dass sie halt aktuell diese Buchgewinne, die sie haben, nicht realisieren können, weil es eben ganz schwierig ist, aktuell Anteile an Startups zu verkaufen. Das ist, wenn dann, sag ich mal, besonders die erfolgreichen. Also man kann schon irgendwie so einen Halbgarn-Exit hinbringen, wo halt die, das ist jetzt nicht der übergroße ist, aber so zum Beispiel die Börsengänge, das war in den letzten zwei Jahren halt wirklich ein toter Markt. Und da gibt es Hoffnung, da gibt es einige große Unternehmen in dem Bereich, die das jetzt planen für nächstes Jahr. Das heißt, da könnte endlich die dringend notwendige Bewegung entstehen.

Daniel

Ich sehe mal dieses Bitpanda-Gerücht. Ob das wirklich passiert, wäre ich neugierig. Und ob es eine europäische Börse dann wäre. Das wäre das nächste Thema. Müsste es eigentlich sein, so glühende Europäer wie sie sind, aber die europäischen Börsen haben sich auch nicht unbedingt mit rumbekleckert. Aber das ist ein anderes Thema, wenn ich auf die Uhrzeit schaue. Weil wir müssen ja noch beide Geschenke einpacken. Was wollen wir noch machen? Sag dicht, machen. Ich weiß nicht. Ihr könnt jetzt nochmal rumgehen und bei den Verwandten, die jetzt mittlerweile ratzevoll schlafen, weil sie so viel Punsch getrunken haben, einfach mal Handy raus, alle Folgen runterladen, Daumen raufgeben. Ist kein Thema. Das ist so wie früher bei den iPhones, wo die Leute sagen, warum ist da YouTube drauf? Das ist ja tierisch in die Hose gegangen, als das pre-installed war. Überall ist halt Future Weekly drauf. Einfach mal bei Folge ein starten und einfach laufen lassen. Wollen wir noch eine Minute über Krypto reden?

Markus

Ich fände es eigentlich gut, wenn wir zum Abschluss jeder noch eine Prediction machen fürs nächste Jahr im Sinne von der alten Future Weekly Tradition. Machen wir das. Magst du deine erste Prediction machen? Gut. Eine Prediction hast du vorher schon gesagt. Ich glaube, Elon vs. Donald, das würde ausbrechen, das wird ein ziemlicher Bitchfight werden. Aber das ist ja jetzt nicht meine große Prediction. Ich glaube, was leider ein zunehmendes Problem sein wird, was uns beschäftigt, ist, dass jetzt die AI-Scams so gut werden, dass das zu einem tatsächlichen nationalen Security-Thema wird. Dass viele Leute, die auch in unseren Kreisen unterwegs sind und sich eigentlich für technologisch sehr versit halten und nicht glauben, dass sie auf sowas reinfallen könnten. Dass die an Opfer solcher Attacken werden. Ich glaube, dass die Technologie mittlerweile so ausgeklügelt ist, dass es unglaublich schwierig ist, das zu durchschauen. Und dass das ein ökonomischer Schaden wird, der wirklich substanziell wird. Plus, ich glaube, der wird auch geopolitisch mitspielen, dass gewisse Akteure das ganz auch proaktiv ausnutzen.

Daniel

Ja, es ist scheiße. Ich mag die Prediction, aber ich gebe dir vollkommen recht. Und die sind jetzt schon ziemlich gut. Und dann noch eine Ladung AI on top, dann ist es wirklich übel und wirklich schlimm. Ich kenne auch ein, zwei Leute, denen das halt sehr nahe gegangen ist, die solche Anrufe bekommen haben, wo es schon ganz gut gemacht waren, Leute, die nicht ganz so darauf vorbereitet waren, ist eine Tragödie. Meine Prediction, ich habe zwei. Die erste ist, es wird ein wirkliches, sehr herausforderndes Jahr für Europa. Ich glaube, es wird noch die eine oder andere Regierung sehr kriseln, sehr bröckeln und es wird alles so ein bisschen noch stärker nach rechts rücken. Oder nochmal Ampel, Ampel, Ampel, Ampel, was nur die rechten Regierungen nochmal mehr stärken wird. Das ist einfach nicht einmal eine Prediction, das ist so offensichtlich. Was aber hoffentlich den Druck auf alle anderen stärker macht, in der Hoffnung, dass sich da etwas rauskristallisiert, vielleicht eine pro-europäische Bewegung, eine pro-europäische Partei. Vielleicht gibt es ja eine einigende Partei. Vielleicht muss man da nicht in jedem Land wieder sein eigenes Süppchen kochen. Das wäre ja schön. Jetzt kann man sagen, warum es nicht geht, cool. Aber vielleicht wie genau in dem Sinne, dass man sagt, ja, warum denn nicht? Das würde mir wahnsinnig gut gefallen. Ich habe natürlich von Politik keine Ahnung. Ich stelle mir es irre einfach vor. Aber es wäre schön, ein vereinter europäischer Markt basieren auf einer vereinten europäischen Partei, die radikal Sachen neu und besser macht. Das wäre wahnsinnig schön. Und die zweite Prediction ist, wenn du jetzt noch zuhörst, dass 2025 wird dein Jahr. Es ist ganz einfach. Das liegt an dir, dass es dein Jahr wird und du wirst es zu deinem Jahr machen. Obwohl es schwierig ist und obwohl es eine Menge Herausforderungen gibt, wissen wir, dass unsere Hörerinnen und Hörer, die an dieser Stelle noch zuhören, die Leute sind, die wirklich mit dem Kopf durch die Wand gehen, die Dinge machen, von denen jeder weiß, warum sie nicht funktionieren und ihr macht sie trotzdem. Und das ist eben das Coole daran. Und das Schöne ist, als alter Statistiker, es gibt so viele Statistiken, die gegen Dinge sprechen. Und das Coole ist, aber all die großen Errungenschaften der Welt sind eigentlich statistisch gesehen fast unmöglich gewesen. Und alles hat immer dagegen gesprochen und trotzdem hat es immer irgendwo funktioniert. Und wenn ihr mir das nicht glaubt, googelt da mal so ein bisschen nach. Bei fast allen Neuerungen war es so, dass jeder wusste, dass es nie funktioniert und es hat trotzdem jetzt so funktioniert. In dem Sinne, habt ein unfassbar geniales Jahr, habt ein großartiges Jahr, packt es mit beiden Händen an, lasst es nicht los, macht was draus und passt auf euch auf. So einfach und ladet, wie gesagt, alle Folgen runter einfach bei random Leuten. Geht in den Apple Store und ladet die einfach runter. Ist einfach so. Je mehr diese Folge jetzt hören, desto besser ist es. Da haben wir vielleicht schon die Europäische Partei schon bald gegründet. Würdest du da eigentlich in so einer europäische Partei das dann machen?

Markus

Na, gibt es ja schon. Ich glaube, es scheitert nicht an, dass es nicht so was ich schon gäbe, aber warum kennst du es? Damit genug Leute zu mobilisieren, ist sehr schwierig.

Daniel

Es ist wahrscheinlich ja wieder so eine Fahrradpartei oder sowas schon.

Markus

Du hast dich gerade beschwert, dass alle immer nur in Schubladen gesteckt wird.

Daniel

Jetzt machst du genau das gleiche mit der Fahrrad. Das sind solche, die sagen, wir wollen vereinten Markt, wir wollen alles mit Lastenrädern machen. Und alle essen nur noch Dinkelbrot. Ich finde Dinkelbrot übrigens super.

Markus

Hast du nicht mit gerechnet mit dem Schmerz? Tanja macht seine Hausaufgaben, googelt ein paar europäische Parteien. Gibt es ja wirklich eine, die das liberale Werte über ganz Europa probiert zu vertreten? Im nächsten Jahr gibt es einen Quiz und der Tana darf uns berichten, wie die Parteienlandschaft auf der Ebene ausschaut und welche Partei ich vielleicht gemeint haben könnte. Und das sieht man ja vielleicht in seinem Hintergrund auch farblich. Wobei nicht ganz. Könnte auf europäischer Ebene nochmal ein bisschen dunkler sein, so viel sei gesagt. Aber das ist alles Zukunftsmusik.

Daniel

Achso, meinst du, solche? Nein, ich meine was Neues. Also ich meine nicht so ein irgendwie alle. Nein, zwischen 1976 und 2014 gegründet wurden. Ich meine sowas Europa der souveränen Nation, rechtsextrem, nein, die möchte ich nicht. Allianz der europäischen Linken, nein, die möchte ich auch nicht. Gibt es denn noch nicht eine gute?

Markus

Also ich habe jetzt einmal auf Volt A aufgespielt, um das, das ist natürlich unser Quiz fürs nächste Jahr aufgeflogt. Aber so was du vorher gesagt hast, wäre jetzt so mein Bauchgefühl, dass die wahrscheinlich dir entsprechen können. Ohne dass ich dir mich jetzt super viel eingelesen habe. Aber das, was ich einfach oft bei solchen Punkten finde, ist, es gibt für so viele Sachen schon Parteien. Das, was sie halt alle daran scheitern, ist, dass sie die Marktdurchdringung bekommen mit den Themen, die nicht hyperpolarisierend sind. Und deshalb sage ich ja auch. Weißt du was?

Daniel

Wollte ich gerade sagen, ich gehe da genau in Linie mit dem, was du sagst. Ich glaube, es ist zu oft, dass ich dann auch wieder in das alte Denkmuster verfeile. Nee, aber es muss halt etwas geben, womit man Menschen in eine Richtung führen kann und Sachen machen kann, die nicht tyrannisch sind, die nicht diktatorisch sind. Da sind wir uns einig. Und das ist das Thema und da sehe ich gerade ein bisschen die Challenge. In dem Sinne, passt auf euch auf. Take care. Stay safe. Und ich freue mich, wenn wir uns im neuen Jahr sehen. Dann am gesagt, zweite Jänner-Woche. Ja, das ist jetzt übrigens nur für die Hardcore-Fans, wenn ich sehr geil finde. Supi. In dem Sinne, take care, stay safe und bis zum nächsten Mal. Dankeschön. Bye-bye.