Future Weekly

#56 - Christmas Special - Der Jahresrückblick 2020

Daniel Cronin, Markus Raunig Episode 56

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In Folge #23 von Future Weekly hat Daniel die Prediction abgegeben, dass wir mal die besten und schlechtesten Predictions des Podcasts Revue passieren lassen werden. Da zumindest diese Vorhersage einfach zu bewahrheiten ist, haben wir diese Weihnachts-Special ganz ins Zeichen der Predictions des Jahres 2020 gestellt.

Doch nicht nur in dieser Hinsicht ist die vorliegende Podcastfolge besonders. Um sicherzugehen, dass eure Familien euch nicht die Airpods aus den Ohren ziehen müssen, weil ihr beim Weihnachtsessen dem Podcast lauscht, erscheint sie bereits einen Tag früher.

Außerdem gibt es uns heute auch das erste Mal mit Bild zu sehen. Wenn ihr uns Daniel & Markus in voller Pracht sehen wollt, während sie sich über ihre besten und schlechtesten Predictions amüsieren, schaut einfach auf dem AustrianStartups Youtube Channel vorbei.

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Du hast Feedback, Ideen, Moonshots oder Predictions zu den heutigen Themen? Schick uns deinen Text oder ein Soundbite an podcast@austrianstartups.com und werde ein Teil der nächsten Episode.

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Redaktion & Produktion: Jeremias Brändle, Julia Kruslin, Zlatimira Kuzmova, Johanna Einsiedler

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Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Production: Hanna Moser

Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Daniel

Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend oder auch gute Nacht und herzlich willkommen zum Future Weekly, dem Startup-Podcast mit mir, Daniel und dem lächelnden Markus. Markus auf der anderen Seite. Ja, du bist gerade wahrscheinlich zu Hause mit dorthin und du bist Zeitzeuge von einer ganz besonderen Entwicklung. Denn wir sind jetzt das erste Mal auch in Bewegbild zu haben. Denn wir haben uns gesagt, na gut, das Jahr endet und wir starten mit neuen Dingen. Denn wir entschieden uns nicht nur den Podcast aufzunehmen, sondern auch gleich uns dabei ein bisschen zu filmen, um es für dich angenehmer zu machen. Das heißt, wenn du gerade spazieren bist und denkst, mein Gott, ich würde den beiden gerne mal ein bisschen über die Schulter schauen. Geh auf YouTube, such nach Austrian Startups und dort findest du genau diesen Podcast auch mit Video und Bewegbild. Ja, wenn du eh schon dort bist, dann siehst du es sowieso, was haben wir heute vor? Das ist ein Weihnachtspecial. Denn es weihnachtet sehr, aber das weißt du sicherlich auch. Und was wir machen ist, wir haben ein bisschen zurückgeschaut. Besser gesagt, unser Team hat ein bisschen zurückgeschaut und gesagt, ja, was waren denn die besten Moonshots und Predictions des letzten Jahres? Und was waren auch die, wo die beiden Herren aber sowas von dermaßen daneben geballert haben? Ja, und genau die werden wir uns ein bisschen gemeinsam ansehen und ein bisschen über the good, the bad and the ugly vomit mit Future Weekly reden. Wir freuen uns natürlich über deinen Feedback-Podcast at AustrianStartups.com. Markus, ich würde sagen, auf los geht's los, oder?

Markus

Here we go.

Daniel

Here we go, los geht's. So, diesmal live in Farbe, oder?

Markus

So schaut's aus.

Daniel

Mehr oder weniger farblos oder farbboll. Das ist die Sache, jetzt wissen wir gar nicht, wo wir hinschauen wollen. Wir haben uns gedacht, wir machen diesmal ganz was Besonderes und machen ein Christmas Special, wo wir ein bisschen reflektieren über ein doch durchaus eher spezielleres Jahr. Lief ja doch ein bisschen anders, als wir uns so gedacht hätten. So ist es vorm Jahr. Ja, ja. Ich glaube, hätte damals jemand diese Prediction gemacht, dass dieses Jahr so läuft, wie wir uns das gedacht hätten, also wie es war, puh. Ja, hätte ich nicht sehr ernst genommen. Hätte ich als Trump-Unterstützer gesagt, komm, komm, geh in die Ecke, du Spinner, und ja.

Markus

Kannst du uns anhören, was du wirklich gesagt hast?

Daniel

Oh Gott, habe ich irgendwie sowas in die Richtung gesagt? Ja, hören wir uns mal an, was ich gesagt habe. Was meine Prediction für das Jahr 2020 war. Gott sei Dank ist es. 2019, Ende eines Jahrzehnts, Ende eines Jahres. Wie das Ende bringt einen Anfang. Wir das 20er, die wilden 20er. Die Roaring 20s, das ist aber ganz geil, glaube ich. Schauen wir mal, was da passiert.

Markus

Wir haben geschaut, was passiert, ha?

Daniel

Aber das Oberfläche. Weißt du, ich habe mir instinktiv gedacht, ja, die wilden 20er, weißt du, immer so zählt und sagen, ja, die beschissenen 20er. Nein, Spaß. Sehr eigenes, ja. Roaring waren die nicht, die waren fucking insane. Puh. Also ich habe ja, als ich die Roaring 20s damals gesagt habe, hatte ich so ein Bild von, ja, ich weiß nicht, The Great Gatsby in mind und Konjunktur, Aufschwung, Neuanfang. Neuaufanfang war wohl richtig, aber sonst war das so ein bisschen ausbaufähig. Wie hältst du das ja so in Retrospektive, in Erinnerung?

Markus

Ja, insane trifft schon gut, ja. War schon ziemlich anstrengend, finde ich. Also es ist halt schon über Monate hinweg immer wieder Pläne umschreiben müssen, immer wieder sich wieder anpassen müssen an eine neue Situation, das zehrt. Das ist natürlich irgendwie auch cool, wenn man dann sieht, dass Dinge auch anders funktionieren und dass man es schafft, mit einer neuen Situation auch umzugehen. Aber ja, es war kein einfaches Ja, definitiv.

Daniel

Nee, da gebe ich dir recht. Und was ich halt so interessant finde, wie ich das Jahr Revue passieren lasse, ist immer so meine frühe Erinnerung, wie wir dann bei dir gesessen sind und dann immer mal wieder auf Twitter so ein paar Zahlen ausgetauscht haben, so als die ersten Covid-Zahlen gekommen sind. Das ist schon ein sehr krasses Jahr, das wir da hinter uns haben. Und dann habe ich noch unten gesehen, wie es immer näher kommt. Und dann kamen die ersten zwei Fälle und ich habe mir gedacht, ja, aber nee. Und dann weiß ich noch, wie ich selber dann die ersten Masken bestellt habe. Und ich habe mir gedacht, jetzt drehst du aber selber ein bisschen durch. Jetzt bist du schon so ein bisschen so ein Prepper irgendwie. Nee, aber weiß ich nicht. Und dann weiß ich noch, dann waren meine Frau und ich das erste Mal im Supermarkt nicht. Und ich habe gesagt, komm, lass uns Masken aufsetzen. Noch dazu haben damals die Masken ja auch nichts gekostet. Und da gab es so FFP, also normale Masken, FFP2, FFP3. Ich habe keine Ahnung gehabt, wie man das so ist, wenn man einkauft, dann nimmt man ja, ich nehme alles und scharf, FFP3. Und das sind ja auch die richtig fiesen Masken. Und dann waren wir dann das erste Mal einkaufen, waren die einzigen mit Maske und die FFP3 lässt sich ja auch nicht so gut atmen. Und obwohl wir beide relativ fit sind, wir haben geschnauft, also ich zumindest und geschwitzt und der Bart kam an jeder Ecke und Ende raus. Und die anderen haben uns angesehen, wie, naja, wie halt im Februar oder Anfang März zwei Leute, die plötzlich Masken tragen. Und alle anderen haben gesagt, was sind das denn für merkwürdige Leute? Wir haben auch Handschuhe dazu getragen, wo wir nicht wussten. Sehr schräger Moment. Und dann weiß ich noch, dass wir zwei uns nochmal unterhalten haben und gesagt haben, du, lass uns doch nochmal treffen. Und wir hatten ja quasi so Mikros im Partnerlook und du hast mir dann eins dieser Mikros vorbeigebracht. Und ich habe mir auch gedacht, vielleicht sind wir auch übervorsichtig, weil wir sehen uns ja sicher in zwei, drei Wochen wieder. Ja, da sind wir so ein bisschen daneben gelegen, glaube ich. Sehr wildes Jahr. Und dann habe ich noch eine zweite Erinnerung, als es dann losging, dann wurden überall Warnschilder aufgehängt. Du kannst dich vielleicht daran erinnern, wo dann stand, halten Sie Abstand, gehen Sie bla bla bla. Und ich hatte plötzlich so ein Bild vor Augen, wie ich dann irgendwann mit meinen Kindern, die es noch nicht gibt, sozusagen irgendwann in 15 Jahren im Museum bin und hatte so eine Vorstellung und dann denen erzähle, ja, das war früher, das war eine schlimme Zeit, da haben wir alle Abstand gehalten und die interessiert es so gar nicht, die sich denken, oh Papa, erzähl mir das nicht, das will ich doch nicht wissen. Und wie man dann plötzlich so vor diesen Bildern steht, die so viel bedeutet haben und plötzlich so distant sind. Und das ist, glaube ich, auch so ein Mindset, das mir sehr auch geholfen hat, durch diese wilde Zeit zu kommen, einfach zu denken, okay, es wird vorbeigehen. Und ich musste ein bisschen dann an die Großelterngeneration denken, die durchaus, oder bei allen die Urgroßeltern, die dann durchaus noch fordernde Zeiten, forderndere Zeiten, dass sie es rausbringen, erlebt haben. Und habe dann auch erst richtig ansatzweise verstehen können, wie schlimm das gewesen sein dürfte, verglichen mit, ja, wir müssen halt zu Hause bleiben. Und was hast du gemacht? Ich habe nichts gemacht. Absolut gar nichts. Ja, ja, das kriegen wir schon ganz gut hin. Wobei auch da muss ich sagen, eigentlich nichts haben wir ja nicht gemacht. Wir sind ja relativ schnell in die Offensive gegangen und haben da unsere Home-Setups aufgebaut und Kisten gestapelt, Notebooks draufgestellt und haben uns ja mit Hack the Crisis eigentlich sehr schnell auch wieder Momentum gegeben. Und ich muss auch sagen, mit Hack the Crisis, aber auch unser Podcast einfach so in den ersten paar Wochen der Unsicherheit einfach auch immer so eine Art emotionalen Leuchtturm gegeben. Und ich glaube, wenn man sich in ein paar Jahren sich mal so die Podcasts anhört aus der frühen Zeit, also ich weiß, ich werde in meiner Stimme auch sicherlich hören, wie mich die Dinge beschäftigt haben und verändert haben. Und dann ist eine Sache sehr lustig. Ich habe die Tendenz, immer mitzuschreiben, was wir dann so zu besprechen. Du kennst mich ja, ich bin ja vorher nicht so der mit dem großen Plan und dann währenddessen schreibe ich mit. Und meine Challenge ist im Nachhinein die Zusammenfassung. Und das Interessante ist, wenn man sich diese Zettel anschaut, die übrigens mal ein großartiges Buch werden würden, wenn wir da mal unsere Memoiren gemeinsam schreiben, wie so ein altes Ehepaar. Der Zettel von dem ersten Remote Podcast ist wahnsinnig unstrukturiert. Und ich kann sehen, mein Kopf war nicht dabei. Ich war also schon, aber irgendwie I was not in a happy place. Und dann ist wieder mehr Struktur gekommen. Wie war es bei dir?

Markus

Ja, ich glaube, wie jeder war ich ziemlich overwhelmed am Anfang. Aber wie du schon richtig gesagt hast, ich war dann auch beeindruckt, wie schnell halt besonders in unserem Umfeld Startups reagiert haben und ja, dann alle gemeinsam angepackt haben und in irgendeiner Form schon auch die Chancen, die mit so einer Krise hergehen, wahrgenommen haben. Wir haben da auch, also im Prinzip, unser Team hat in der letzten Woche einige unserer besten und schlechtesten Predictions und ein paar unserer mutigsten Moonshots herausgesucht und da ist schon einiges dabei, was wir auch verzapft haben im letzten Jahr.

Daniel

Boah, ich bin so gespannt.

Markus

Aber ja, ja.

Daniel

Du hast es ja schon gehört.

Markus

Ich habe es schon, ich habe schon vieles gehört, aber auch bin auch schon gespannt, was dann tatsächlich gestimmt hat oder nicht.

Daniel

Ja, das ist die Idee. Wir wollen quasi ja live und in Farbe die Hosen runterlassen und uns selber die besten und schlechtesten Moonshots und Predictions anhören und Stellung beziehen dazu.

Markus

So ist es. Schauen wir mal, ob es noch viel Stellung zu beziehen gibt.

Daniel

Ja, ich bin gespannt, was ihr da so im petto habt.

Markus

Naja, es war jedenfalls ein Jahr, das definitiv von Corona geprägt war, ein Krisenjahr. Und lassen wir mal kurz schauen. Wir haben zum Beispiel Ich fange vielleicht auch mit einer Prediction an. Ich glaube, irgendwann in den nächsten Jahren wird es wirtschaftlich ordentlich krachen und es wird sich viel verändern. Und ich glaube, da wird sich die bestehende Wirtschaft einiges von der Startup-Szene abschauen. Besonders was Effizienz und Leistungstransparenz angeht. Das war Prä-Corona.

Daniel

Aber mein Freund, da warst du aber sowas von drauf. Also damit hast du eigentlich schon das Spiel gewonnen. Es wird ordentlich krachen. Jawohl. Die bestehende Wirtschaft wird lernen müssen von Startup-Methoden, gerade was Effizienz betrifft. Remote hast du nicht gesagt, das heißt, es gibt einen Abzug in der B-Note. Alter Schwede, hast du recht gehabt. Wann hast du das gesagt vor Corona?

Markus

Ja, das habe ich noch im Februar gesagt. Allerdings nicht jetzt mit der, ich habe das, glaube ich, eher auf die Finanzmärkte eingespielt. Also ich dachte, dass es da crashen wird, womit wir komplett falsch gelegen sind, aber da werden wir nachher eher auch noch dazu kommen. Aber ja, Krise hat jedenfalls gestimmt.

Daniel

Ja, aber sowas von. Und ich meine genau das mit den Learnings, ich meine das Thema Remote und das Thema plötzlich all die ganzen Software reinziehen. Ich meine, Zoom, Zoom, was war Zoom vor der Krise? War Zoom irgendwas. Und plötzlich haben sie alle gesoomt wie die Könige. Es gibt sogar den Begriff Zombies für die Generation, also von Zombies und Zombies, habe ich zumindest gesehen. Boah. Und dann natürlich das Wort des Jahres, kannst du mich hören? Kannst du meinen Screen sehen? Du bist doch stumm. Das ist wirklich das. Ich müsste ja sagen, bei EU vs. Virus war so einer meiner ersten lustigen Momente war. Und wie gesagt, mein großes Home-Setup ist unter anderem jetzt schaut das ja schon ganz toll aus. Ich habe ja dank meiner großartigen Frau gerade ein weltklasse Upgrade bekommen zu Weihnachten. Thank you so much. Aber mein erstes Setup war dann eigentlich im Prinzip Notebook auf einer Kiste und dahinter halt, ich hatte gerade vorher ein Ringlicht bestellt und der erste, den ich dann interviewt habe, oder einer der ersten, war einer der Prinzen aus den Niederlanden. Ich meine, wann interviewt man schon mal einen waschechten Pinzen? Und das Lustige war, der Kerl dürfte auch das allererste Mal in seinem Leben so einen Zoom-Core gehabt haben. Denn er war genau ab hier sichtbar. Ich habe quasi nur seine Stirn gesehen und musste dann sagen, Your Highness, um, Your Highness, please, please lower your screen. Und dann kam, can you hear me? Und das war dann quasi dort unten. Can you hear me? He said, Yes, but I can't see you, Your Highness. Please lower your screen. Yes, more. Yes, more. Yes, yes, yes. Now we've got you. Weltklasse Start. Und dann eben, can you see me? Can you hear me? Yes. Good. Weltklasse. Joa, das Jahr des Zooms eigentlich. Okay, aber da hast du aber sowas von getroffen. Weißt du was, ich gebe dir mal, ich gebe dir mal ein Strichhöh für diese Prediction. Machen wir so eine Art Scoring, okay? Ich mache einen Markus und einen Daniel und du kriegst jetzt mal ein Plus dafür. Ich weiß noch nicht, wie das Scoring genau aussieht, du kriegst mal ein fettes Plus dafür.

Markus

Okay. Ich glaube, dann hören wir uns mal vielleicht ein weiteres Plus an, weil wir jetzt schon über Remote Work gesprochen haben. Da hattest du auch mal was zu sagen.

Daniel

Was heißt, da hatte ich auch mal was zu sagen.

Markus

Und dass da so Companies wie Zoom oder Skype oder Grape oder ähnliche, die Videokonferenzen machen, auch langfristig davon profitieren. Okay, das war ich, da haben meine Notizen nicht gestehen.

Daniel

Gibst du zu, da hast du das Ganze gelingt, dass es hier Fake News. Hat er alles sich zurechtgelegt, dass er gut aussieht. Oh ja, da hast du auch recht gehabt.

Markus

Eine Headstart, ja. Aber es schaut wirklich so aus, als würden viele jetzt da hängen bleiben, auch bei gewissen Themen. Also zum Beispiel Google hat schon angekündigt, dass sie zumindest mal fürs nächste Jahr auch komplett noch Flexibilität geben werden. Und einige haben sogar auch schon gesagt, es wird für immer so bleiben, dass es möglich ist, Homeoffice zu machen, komplett flexibel und dass es keine Anwesenheitspflicht mehr im Office gibt. Definitiv ein Game Changer hier.

Daniel

Ich finde auch, und es ist natürlich auch eine Effizienzfrage. Ich meine, ganz klar, dieses, du kannst zu Hause bleiben, kannst arbeiten, kannst dein Ding machen, du kommst halt zusammen, um gewisse Meetings abzuziehen. Aber vor allen Dingen, was ich so fein finde, ist, dass diese Meetingkultur, diese elendige Meetingkultur, glaube ich, in vielen Unternehmen endlich aufgebrochen wurde, weil sie man es ehrlich, Meetings. Und ich kenne es von mehreren Großkonzernen, sorry, mit denen ich arbeiten durfte, wo man dann einfach ein Meeting nach dem anderen hat und die Hälfte ist eh erstmal Vorstellungsrunde und dann kommt Mittagessen. Come on. Und die Leute arbeiten, glaube ich, stark oder wesentlich effizienter, wenn sie zu Hause sind, weil es gibt ja auch andere Dinge zu tun. Und natürlich das, ja, und ich meine, das Leidige irgendwo hinfliegen für ein Meeting. Was im ersten Satz so cool ist, und ich weiß noch, die ersten dieser Meetings fand ich einfach Weltklasse. Ich glaube, es geht jedem von uns so, wenn du anfängst zu arbeiten, dann darfst du mal eben für ein Meeting nach Berlin fliegen oder Frankfurt. Du kommst ja vor der geilste. Aber beim fünften oder beim zehnten Mal macht das halt irgendwann echt keinen Spaß mehr. Und dann die Vorstellung, dasselbe zu machen, aber eben vom Office aus oder von zu Hause aus, ist schon Gold wert, muss ich wirklich sagen.

Markus

Ja, nein, also ich glaube, auch einfach die Infrastruktur, die dadurch jetzt mal angeschafft wurde in den Unternehmen, auch die Erfahrungswerte, dass man halt jetzt mehr und mehr dann doch irgendwie mit Zoom und Co. umgehen kann. Ich glaube, ja, es wird ein sehr starkes Zeichen von Commitment sein, wenn man in Zukunft noch irgendwo hinfährt, um sich zu treffen, irgendwo hinreißt, um sich zu treffen.

Daniel

Ja. Und ich meine, auch die Effizienz, ich meine, auch so, wenn wir unseren Podcast nehmen, wir haben uns ja davor, vor Corona immer persönlich getroffen, dass wir im Prinzip immer ein halber Tag. Das war immer so mit Aufbauen, Treffen, bla bla bla, bis man auf Tempo kommt. Eh schön, nicht falsch verstehen, super toll. Und so ist es dann natürlich schon. Man kann halt wesentlich effizienter das machen. Und mit den Tools, die wir jetzt zur Verfügung haben, kann man es auch fast so gut abbilden. Fast so gut. Aber ja. Aber du führst mit zwei großen Plussen, bei mir ist noch ein großes Null. Ja.

Markus

Ja, also wir suchen uns jetzt mal was raus, wo du.

Daniel

Podcast at AustrianStartups.com, wenn du der Meinung bist. It's a rigged election, it's rigged, Fake News.

Markus

Massively rigged. Kommen wir mal zu einem Thema, was uns auch dieses Jahr sehr stark begleitet hat, nämlich Subscriptions. Wir haben immer wieder darüber gesprochen, dass ja irgendwie vielleicht auch bedingt durch mehr digital das Thema Subscription als Businessmodell viel relevanter geworden ist. Und da hast du schon im Frühjahr Folgendes gesagt.

Daniel

Fang gleich mal an mit einer Prediction, die eigentlich auch zu einem hohen Shot werden könnte. Ganz klar, wir haben heute darüber gesprochen, über Subscription Models. Und die sind ganz einfach, die benutzen wir schon in vielen Bereichen schon, ob es öffentliche Nahversorgung ist, öffentliche Nahversorgung, öffentlicher Nahverkehr oder Lebensmittelversorgung, macht das total Sinn. Wie gesagt, ganz klar, dass man dann zum Beispiel bei den Wiener Linien da schon etwas hat. Das macht aber auch Sinn im Lebensmittelbereich. Es geht aber immer, immer, immer weiter. Und ich glaube, es wird Qualität nach oben treiben und schlechte Qualität rausbringen. Und es wäre natürlich auch ganz fein, es in vielen, vielen anderen Bereichen zu haben. Das macht Sinn, das ist, glaube ich, konsumentengetrieben. Das könnte man sich auch genauso gut wahrscheinlich auch mit Wahlärzten vorstellen, mit anderen Dienstleistungen wie Beratung und Co., wo man natürlich auch schon Retainer und Co. hat, aber das glaube ich noch ein bisschen zuzuschärfen. Macht einfach ganz, ganz, ganz klar Sinn, Services zu haben, die man möchte, die man mitgestalten kann und die man auch glücklich zahlt. Ja, ganz klare Prediction. Ja, aber so klar ist die Prediction auch nicht. Ich finde, ich ruder da noch so ein bisschen rum. Ja, es kommen halt Subscriptions. Aber die sind wirklich gekommen.

Markus

Es hat ja zum Beispiel im Herbst dann auch Apple ganz klar angekündigt, dass das, oder nicht nur angekündigt, die haben jetzt ein Software Bundle als Abo dabei. Dann haben wir ja auch quasi gesagt, hey, da könnte auch Hardware vielleicht einmal reinkommen. Da ist dann, ich glaube, zwei Wochen später ein österreiches Startup mit dem Thema rausgegangen und hat ein Hardware-Bundle für Apple-Produkte geschnürt. Stimmt. Also da sehen wir schon, dass viele sich auch auf das Thema stürzen. Wir haben auch gesehen, dass im Medienbusiness, also einige große Journalisten in den Staaten sind, haben ihre Zeitungen verlassen und haben stattdessen Newsletter gemacht, wo sie halt monatliche Beiträge von ihren Abonnenten bekommen. Da tut sich schon viel in dieser Richtung.

Daniel

Also ich glaube ja persönlich, dass diese Richtung erst richtig spannend wird, wenn die Automobilhersteller drauf springen. Also wenn es um Mobilität geht. Das ist ja noch immer mein Lieblingsthema. Und das nervt mich noch immer fundamental, dass da nichts passiert. Und auch immer auch im Kontext, wenn du Neuwagen kaufst, nehmen wir mal eine runde Zahl, sagen wir mal, du kaufst ein schönes, gut ausgestattetes, deutsches Mittelklasse-Auto mit ein bisschen Schnickschnack, da bist du ja mal schnell bei 60, 70k. Machen wir mal 100, nur um es zum Spaß gesagt zu haben. Und wenn du denkst, dass du einen Wertverlust von mindestens 30% in Jahr eins hast, 30%, sagen wir mal 100.000 Euro, hast du ein Auto, das nach einem Jahr 70.000 Euro wert ist, ob du es gefahren bist oder nicht, holy shit, du schmeißt einfach 30.000 Euro aus dem Fenster, boom. Und ich denke, dass dann immer mehr Leute sagen, wenn dann kommen ein Neuauto, brauche ich auch nicht. Aber für Mobilität, etwas zu zahlen, die ich on demand habe, aber über eine Subscription-Fee abrechne, das wäre schon wahnsinnig smart, wo du dann verschiedene Modelle hast. Das gibt es ja schon im Ansatz, aber ich verstehe nicht, dass sie es nicht schnell machen. Und im Corona-Jahr wäre es perfekt. Ich meine, die haben Autos, die auf Halde stehen, ohne Ende. Sie produzieren natürlich, Economics of Scale müssen greifen, sie produzieren wie die Könige und die Leute kaufen keine neuen Autos, wollen aber Mobilität kaufen der alten Schrottkisten. Dass man da nicht schnell reagiert, kann ich nicht nachvollziehen.

Markus

Tatsächlich gibt es auch ein österreiches Startup, das das jetzt seit einigen Monaten anbietet.

Daniel

Das sind aber, glaube ich, eher so auf E- und kleinere Autos bezogen. Das sind diese, diese, diese, diese. Genau, ich weiß schon, welche du meinst, aber dass die Hersteller das nicht machen. Und den Herstellern droht dadurch die Nokia-Falle. Damit meine ich einfach, dass sie tolle Hardware bauen, aber sie werden als Hersteller vollkommen egal. Und da muss ich mich aus dem Fenster lehnen, ich liebe Autos, wie jeder, der eine Minute zuhört, auch weiß. Aber ganz ehrlich, gerade wenn du dir die deutschen Premium-Hersteller anschaust, da sind schon viele Ähnlichkeiten zwischen den Produkten. Und die laufen wirklich Gefahr, austauschbar zu werden. Und wer auch immer jetzt schnell reagieren würde, wäre schon ganz smart, muss ich ganz ehrlich sagen. Also Subscription-Based, das wäre schon gut, hätte ich schon Bock drauf. Na gut, mit so einer langen Erklärung krieg ich zumindest ein Plus.

Markus

Du kriegst ein Plus. Du kriegst jetzt noch gleich einen Plus, weil das nächste Thema hast du sehr stark sehr früh predicted. Wir haben in diesem Jahr viel über TikTok gesprochen. Uiuiui, jetzt bin ich gespannt, was da geht. Jetzt bin ich nämlich gespannt, weil in den letzten Monaten hat sich dann eher so abgezeichnet, dass du eher ein TikTok-Kritiker geworden bist. Absolut. Ich da eher noch immer TikTok-Zug aufgesprungen bin. Aber im Dezember 2019 hat sich das noch ganz anders angehört.

Daniel

Seit 2020. Und ich möchte noch keine Prediction machen, aber ich mache es trotzdem. Ich glaube, 2020 wird das Jahr von TikTok, von TikTok richtig mächtig einschließt, weil ich merke bei mir einfach schon so eine extreme Facebook- und Instagram-Müdigkeit.

Markus

Früh erkannt.

Daniel

Ja, ja, ja. Also aber das ist so einschlägt, dass man The Donald persönlich das Ganze zu einem geopolitischen Thema macht, hätte ich ja auch nicht angenommen. Aber TikTok 2020, man müsste ja eigentlich auch sagen, das Aufblühen und fast das Sterben von TikTok.

Markus

Ja, also da muss ich dir wieder, also ich glaube nicht, dass TikTok stirbt noch nichts, aber gut, das können wir dann nachher vielleicht noch besprechen. Aber wie du richtig sagst, das Ganze ist dann auch politisch geworden. Und da haben wir dann im Mai was dazu gesagt. Ich glaube auch, dass TikTok entweder massiv in irgendeiner Form eine Abgrenzung zu China herstellen muss, was vermutlich nur durch einen Verkauf klappen würde, oder dass tatsächlich auch Amerika nachzieht und TikTok verbietet. Sollte das passieren, ist meine Prediction auch, dass dann Competitor, also Google und Facebook, massiv in diesen Space eingehen werden und ganz stark sich probieren zu positionieren, wenn dieses Verbot kommt, dass das die Alternative ist.

Daniel

Ja, aber sehr smart. Das war schon richtig. Ich meine, da sollte ich dir ja fast noch ein Plus dafür geben. Siehst du, wir sind schon fast übrigens, wir sind übrigens schon fast Profi-YouTuber, jetzt nur noch 20 Minuten. Ich habe schon gedacht, das wäre so ein geiler Title, wäre Startup is Reacting to Bold Predictions. Das wäre doch mal so ein Title, oder? Müssen wir mit Mich Ionita reden, dass er uns so ein richtig bold Title gibt. Da machen wir beide so ein Shocking-View.

Markus

YouTube Growth Hacking, da haben wir einen echten Experten. Ja, da haben wir. Da muss man alles irgendwo her. Der YouTuber-Blick.

Daniel

Am I going to die or not? Nee, aber da warst du halt auch ziemlich am Punkt wieder. Ich finde auch, wenn man würde man so eine Art Fieberkurve machen zu unser TikTok-Thema, war TikTok echt ein paar Monate lang, ein paar Podcast-Folgen lang genau immer unser Thema. Und dann haben wir es vergessen.

Markus

Ja, und es waren auch super Hörerzahlen. Also wir haben uns angeschaut, welche Episoden am meisten gehört wurden und die, wo wir TikTok voll im Fokus hatten, hatten, waren einige der erfolgreichsten sogar.

Daniel

Das waren wahrscheinlich die Eltern, die gesagt haben, was ist los mit meinen Kindern? Weil ich habe dann immer wieder gefragt, wer von euch macht eigentlich, benutzt eigentlich TikTok? Und da hat man die Antwort, ich nicht. Aber meine Kinder, und dann war immer, wie alt sind die Kinder? Zwölf, dreizehn? Und am Ende war, lass mich raten, nicht für dich, sondern für deine Kinder, zwölf, dreizehn. Ja, Markus, solche Dinge gefallen dir, weil du sagst ja auch immer wieder, es ist nicht deins, außer du schaust es dir an, du kippst voll drauf rein. Ich halte dich ja für ein sehr kluges Kerlchen. Aber was dich da bei TikTok so begeistert, also ich.

Markus

Ja, du. Ich finde das so sehr gut. Wenn du es öffnet, kannst du es sofort wieder zumachen.

Daniel

Ja, sehr gern sogar. Weil ich sehe da immer nur irgendwelche Hüpfdollen, die irgendwelchen Blitzern machen und dann rumhoppeln und ich weiß nicht was.

Markus

Und dann streich's weg und dann wird irgendwann, weiß nicht, Formel 1-Content kommen oder irgendetwas, worauf du dann reagierst und dann schaust du und dann wahrscheinlich jetzt mit Eye-Tracking wird sehen, wie deine Augen groß werden und dann zeigt sie nur mal solche Zeug an. Da bin ich ja ein sehr einfacher Kandidat.

Daniel

Das stimmt. Ich höre einen Motor, ich bin glücklich. Das ist immer so. Ich habe vor zwei Wochen mit Red Bull dieses Format aufnehmen dürfen, Red Bull Basement. Und da waren so Zwischensegmente, wo es dann Interviews gab und eins davon war mit Christian Horner, dem Red Bull-Teamchef. Und für mich ist es einfach so, ich sehe Formel 1 Autos, ich bin glücklich. Und ich war einfach so begeistert und so wieder abgelenkt. Ich habe echt 30 Sekunden gebraucht, mich wieder zu fokussieren auf den eigentlichen Inhalt dieser Live-Sendung, die ja, wie gesagt, live in 36 Ländern zu sehen war. Nee, ich muss mich erstmal freuen wie ein kleines Kind, weil ich kein Auto sehe. Das ist einfach vorbei. Und habe mich dann wieder thematisch verloren. Aber das passiert. Ja, was soll's. Okay, das heißt, jetzt habe ich mich wieder so ablenken lassen. Das heißt, es war aber wieder ein Volltreffer eigentlich mit TikTok.

Markus

Ja, bis auf Google hat es gestimmt. Also Facebook ist stark reingegangen mit Reals und die regulatorischen Themen haben gestimmt. Google ist noch nicht aufgesprungen, interessanterweise. Aber im August, als das Ganze dann ganz konkret geworden ist mit der Regulierung, hast du wieder einen Volltreffer erwischt, weil du hast Folgendes prediktet.

Daniel

Ich glaube, TikTok wird am 15. September nicht gekauft. Was dann passiert? Ich glaube, es wird später gekauft. Ich glaube, die politische Komponente ist zu schwierig, zu unsicher, weil bei so einer riesigen Acquisition, wenn ein Donald Trump sich da so reinbringt, wird er es zu stark in seinen Wahlkampf reinziehen. Und ich glaube halt, das ist etwas, das möchte keiner von den Leuten, die dort überwählt sind, dass der Donald dabei ist. Alle paar Tage neue Haarstrahlende Themen von ihm. Plus, angenommen, Joe Biden würde gewinnen, was wir natürlich alle sehr, sehr, sehr, sehr hoffen, könnte ich mir vorstellen, dass viele dieser Deals null und nichtig wären. Das wäre mir als Gründungsteam, als Verhandlungsteam einfach viel zu unsicher. Ja gut, das ist mal ein fettes Plus. So ist es. Muss ich so sagen. Muss ich wertfrei anerkennen, also einen Volltreffer. Wie gesagt, schreibt auch dazu podcast at AustrianStartups.com, wenn ihr es anders seht. Ihr könnt uns auch euer ganz persönliches Scoring schicken. Im Übrigen, falls ihr jetzt nur gerade beim Podcast zuhört, es gibt auch ein Video, das wir gerade jetzt aufnehmen, also so der Gott der Technik möchte. Das ist dann auch die Hoffnung, oder? Ich meine, wir gehen mal davon aus, das wird schon passen. No pressure, Markus, aber wir glauben an dich. Wobei wir auch gesagt haben, das müssen wir jetzt auch endlich mal machen, oft angekündigt, jetzt delivered. Deswegen auch ein paar Referenzen zu YouTube heute, weil ab jetzt sind wir YouTube-Stars. Shocking. YouTube is revealing the truth. Months before it happens. Eine Million Views. Das müssen wir mindestens haben. Nein, aber ich finde das schon interessant, dem zuzuhören. Und wenn ich dieser Prediction zuhöre, finde ich es aber noch haarsträubender, dass wir in Wahrheit über den damalig amtierenden US-Präsidenten gesprochen haben, der sich in so ein Thema einbringt und mit seinen Oberflächlichkeiten dort belangt. Und ich glaube immer, dass man in ein paar Jahren hört, eigentlich sollte ein US-Präsident sich nicht mit solchen Sachen beschäftigen. Und ich weiß noch auch, wie groß die Hoffnung war, dass Joe Biden bitte, bitte, um Gottes Willen diese Wahl gewinnt. Und daran muss ich mich ein bisschen zurückerinnern, wenn ich das höre. Noch mehr als die Prediction per se ist, dieses Gefühl, mein Gott, was ist, wenn der nicht gewinnt, der Kerl?

Markus

Ja, und es gab ja, also wir hatten ja genau unsere Podcastaufnahme mit der Maggie, hatten wir ja genau in diesem Fenster der, weiß nicht, 15, 15 Stunden, wo es gerade so wirklich ausgeschaut hätte, als würde er, würde Trump wieder gewinnen. Oh mein Gott, das war eine Katastrophenstimmung, ja. Auch ein Zeitzeugnis, dieser Podcast, glaube ich.

Daniel

Boah, Wahnsinn, ja. Also das war, das hat mich wirklich, also ich bin aufgewacht und ich war deprimiert. Und ich hatte auch keinen Bock irgendwie drauf. Und ich weiß, es gab so zwei Momente meiner professionellen Karriere, das war der Podcast und genau die Legislaturperiode vorher, als es hieß, Trump hat gewonnen, ich musste auf eine Bühne, ich sollte eine Moderation halten, oder eine Keynote, ich weiß nicht, ich bin auf die Bühne gegangen und ich hatte keinen Bock. Ich habe auch dem Publikum gesagt, es tut mir leid, aber ich bin richtig schlecht gelaunt. Ich kann nicht glauben, dass dieser primitive Mensch gewonnen hat. Das einzige Mal meine Karriere, wo ich nicht die Contenance wahren konnte. Ja, Gott sei Dank hat dieser irre verloren. Er sieht es noch immer nicht so. Es ist unglaublich, wenn man ihm auf Twitter folgt und das tue ich. Er schreibt ja noch immer jeden Tag, wir werden da gewinnen. Erinnert mich ja ein bisschen an, ich weiß jetzt nicht, ob ich das jetzt sage, weil das dann irgendwie komme ich ins Gefängnis, aber du weißt, den Bärtigen, der in Berlin 45 noch immer daran gedacht hat, dass er noch durch eine große Zangbewegung den Krieg doch noch gewinnen wird. Ist unfassbar. Ich meine, das zeigt eigentlich, was er für psychologische Probleme haben muss. Und jetzt, äh, anyway, freuen wir uns, dass das Kapitel bald erledigt ist. Glaubst du übrigens, ja, es gibt übrigens Leute, die glauben, dass er nach Mar Lago fährt, dort wieder golft und einfach nicht wiederkommt. Dass er sich quasi die Schmache erspart, zurückzukommen und das Haus dann zu verlassen. That's a prediction.

Markus

Ja, wahrscheinlich gar nicht so schlecht. Er weiß nicht, ob es eine formelle Übergabe geben wird. Das wäre schon für ihn eine große Niederlage, glaube ich.

Daniel

Weil traditionell macht der US-Präsident ja eher das und schreibt seinem Nachfolger einen schönen Brief, macht er etwas Feines und macht es ja gentlemanlike. Ja, aber es brauchen wir uns jetzt eher nicht zu erwarten von Donald. Aber gut, man darf gespannt sein, wie es dann letztendlich läuft.

Markus

So ist es. Schauen wir mal, wo das alles hinführt noch.

Daniel

Was hast du noch so in Petto? Bis jetzt waren wir ja einfach nur tiptop.

Markus

Ja, also ich meine, wenn wir nochmal einen Abstecher in Richtung Corona machen. Ich glaube, unser US-Wahl-Podcast war ein Zeitzeugnis, wo wir Dinge schlechter eingeschätzt haben als möglich. Oder als das am Ende rausgekommen sind. Es gab aber auch in die andere Richtung. Denn man glaubt es derzeit kaum. Im Frühjahr gab es einen Zeitraum, wo Österreich sehr, sehr gut unterwegs war, was die Infektionszahlen angegangen ist. Und damals haben wir ja gesagt.

Daniel

Sprich, bei uns sieht das mal mit Corona recht gut aus. Haben wir eine unendlich große Möglichkeit, tatsächlich ein bisschen in Power Position zu kommen. Voraussetzung ist allerdings Nummer eins, wir halten uns an die Regeln und gehen nicht gleich am ersten Tag im Park mit allen, sondern Schritt bei Schritt. Und zweitens, wir haben aber auch den Mut und die Risikobereitschaft, neue Dinge zu tun und mitgestalten zu wollen. Da haben wir uns nicht so richtig dran gehalten, nicht wahr? Ja, scheiß. Da fällt mir nichts anderes ein. Ja, also da haben wir verkackt. Fleisch abgebogen irgendwo. Da gibt es ja meinen großen, ja es gibt ja meinen großen Helden Heinz Prüller, den großen ORF-Moderator, und Heinz durfte einmal bei einem Autorennen mitfahren und Heinz war top motiviert. Und Heinz hat beim Start so nervös, dass er statt den ersten Gang den Rückwärtsgang reingelegt hat. Und man muss dazu sagen, bei der Ehrenrettung, bei Rennwagen, ist oft nicht vorne links der erste Gang, sondern der Rückwärtsgang ist so eine Dog-Leg-Schaltung. Und ungefähr so haben wir das dann auch gemacht mit unserem Vorsprung. Wir haben mal sauber den Rückwärtsgang reingelegt und sind mal rückwärts durchs ganze Feld geballert und dabei haben uns noch überschlagen Feuer gefangen und ich habe keine Ahnung was. Das ist mir richtig versaut. Und also schockierend versaut.

Markus

Ja, da stehen wir heutzutage nicht mehr so gut da. Ich habe aber auch ein paar.

Daniel

Da hast du aber ein schönes Schmuckstück ausgegraben. Da freue ich mich ja das zu hören. Es hat unser Team ausgegraben. Die guten und die schlimmsten. Ich liebe euch dafür, dass ihr es gemacht habt. Ich muss ja erstmal sagen, großartig, dass wir mittlerweile ein Team haben, die das halt auch machen. Und da ist es aber ein Schmuckstück, das habe ich schon wieder verdrängt. Eigentlich müssten wir da so ein extra Minus geben, oder?

Markus

Also ich werde jetzt auch ein paar Minus kassieren und du kriegst ein Plus. Wir hatten eine, wo wir tatsächlich gewettet haben. Und ich meine, die ist noch nicht hundertprozentig vorüber, diese Prediction, die ist erst im März vorüber, aber es schaut gut für dich aus.

Daniel

Aber ich muss mal ganz kurz erst eben aufgreifen, haben wir aber sowas von daneben geballert. Ich meine, wir haben gesagt, ist die Möglichkeit da. Wir haben Gott sei Dank nicht gesagt, dass wir sie nutzen werden, aber holy shit, haben wir die absolut gar nicht genutzt. Das ist so, der Fußball rollt vors Tor, der Torwart liegt irgendwo 10 Meter entfernt und bindet seine Schuhe zu und wir laufen auf das Tor zu. Ja. Motorschaden. Motorschaden rutschen aus, fallen auf den Ball Gesicht voran und nocken uns selber aus. So ungefähr. Jetzt bin ich gespannt, was du hast.

Markus

Wir haben ja auch viel über Big Tech gesprochen. Das hat uns ja lange begleitet. Und ganz früh in 2020 gab es da ein bisschen Unruhe bei Twitter. Ich bin mir ziemlich sicher, dass über kurz oder lang nicht mehr CEO von Twitter sein wird. Und wenn wir in einem Jahr da sitzen, wird es mich sehr wundern, wenn das immer noch so ist. Ist das die erste Prediction?

Daniel

Das ist die erste Prediction für heute. Also Markus, du sagst heute in einem Jahr, 12. März, jetzt habe ich es richtig mit dem Datum, 12. März 2021, Jack Dorsey ist kein Twitter-CEO mehr.

Markus

Davon gehe ich aus. Allein, dass man da schon ein Komitee aufsetzt, das klingt mir halt schon sehr nach. Wir bauen das jetzt so auf, das ist schön, alle gemeinsam und alle im Guten, aber. Ich halte dagegen. Ich halte dagegen und ich wette mit dir um ein Corona.

Daniel

Also das Bier, um ein Corona, dass der dann noch immer im Office ist. Naja, jetzt schaut zu ab und müsste ich dir falt an Corona spendieren. Markus, als fairer Gewinner mache ich nur. Loser, Loser, nein Spaß. Ja, ich freue mich auf das Corona. Ich freue mich drauf, wenn wir es trinken. Ja, da, aber warst du aber auch sehr selbstsicher, dass er weg ist. Aber es gibt ja noch, es gibt ja noch ein paar Monate. Was war denn da los? Was war denn da los, mein Freund?

Markus

Ja, ich könnte mich jetzt natürlich auf Corona ausreden und dass man natürlich in so einer Situation dann jetzt keinen Führungswechsel einstellt. Aber wer weiß, vielleicht hat er ja auch wirklich dieses Komitee, was da eingesetzt wurde für das langfristige Leadership von Twitter, überzeugt, dass das über ihn läuft. Damals hat es sehr stark für mich danach ausgesehen, als würden die vorbereiten, eine langsame Übergabe. Und ja, es scheint so, als sind Dinge anders gekommen.

Daniel

Scheinbar, ja. Ich meine, dann kam Corona und ich glaube, Twitter hat natürlich durch Corona subjektiv, ich habe keine Zahlen gesehen, aber nur subjektiv empfunden, stark profitiert, einfach als auch Informationslieferant für Leute, die da ganz neugierig sind, was passiert. Nummer eins, Nummer zwei, die haben natürlich auch klar Dinge gemacht, um ihre um ihre Nutzung voranzutreiben. Dass man einfach nicht nur retweeten kann, es gab dann auch diese Story-Modelle, die ich noch immer nicht ganz nachvollziehen kann, aber gerade dieses nicht einfach retweeten, mehr Fokus auf Content und natürlich großartig der Moment, wo Twitter angefangen hat, Donald Trump zu markieren als nicht trustworthy oder wie es hieß. Sauber. Während Mark Zuckerberg gesagt hat, nee, nee, nee, ist alles gut, ist alles gut. Haben die gesagt, ist nicht, ist nicht gut. Und ich glaube, dadurch haben sie sich natürlich emotional sehr gestärkt, sehr gestärkt. Und Jack Dawsey hat natürlich dann auf seine Berechtigung als echter Leader in Krisenzeiten bewiesen. Stark, freue mich, dass du daneben gelegen bist. Spaß.

Markus

Ja, also man muss sagen, bei Big Tech gab es ein paar Big Wins und ein paar Big Losses. Aber es war hauptsächlich ich. Bei Big Tech hast du dich eher zurückgehalten.

Daniel

Aber ja. Ja, ich wollte gerade sagen, wenn du dich so aus dem Fenster lehnst, dann, das ist aber auch mutig.

Markus

Nimmst du es an?

Daniel

Ich nehme das Corona an. Ich mache mal ein Corona.

Markus

Ein Corona für den Daniel.

Daniel

Plus eins.

Markus

Ja, Amazon war besser. Und ich glaube, das wird für sie ein Startschuss sein für das ganze Healthcare-Thema, wo sie einen riesigen Vertical haben, wo sie mit ihrer Effizienz und ihrem Zugang sehr, sehr viel bewegen werden können. Und die Prediction ist, wenn wir jetzt auf Amazon zurückkommen, nachdem ich da beim letzten Mal einen Treffer geladen habe, werde ich gleich nochmal probieren. Ich glaube, dass das ein erster Schritt ist. Ich glaube, dass dieses dazu führen soll, dass sie sich positionieren in dem Bereich und auf Basis dessen in den Versicherungsbereich reingehen.

Daniel

Ja, das war schon ganz gut.

Markus

Ja. Healthcare ist tatsächlich wahr geworden. Versicherungen testen sie jetzt gerade erstmal nur mit Ihren Mitarbeitern spezifisch, aber es scheint nicht schlecht zu sein. Die Chancen stehen, glaube ich, nicht schlecht, dass das wahr wird.

Daniel

Super smart. Und ich glaube, gerade auch in Ländern, wo es eben nicht ist, wie in Österreich oder Deutschland, wo es eine hohe Versorgungslage gibt und eine hohe Dichte, ist das natürlich Weltklasse. Und ich meine, wie Jeff Bezos immer so schön sagt, ist mir sein Name gerade nicht eingefallen. Ja, unfassbar. Hier der Dings, der Reiche da mit der Glatze. Weißt du hier? Der Dings, nicht der von Facebook. Er sagt natürlich immer so schön, ja, your margin is my opportunity. Und ganz ehrlich, ich meine, dieser Spruch ist Weltklasse. Und er hat natürlich eine Kriegskasse, da kann er jede Margin ausbieten. Und es funktioniert einfach. Es funktioniert einfach Weltklasse. Saugefährlich, das wäre mir nie müde zu erwähnen. Aber eben super smart. Stell dir vor, da möchtest du irgendwann was bestellen, was teures. Und dann sagt Amazon, are you sure? Because based on your health, you're probably not gonna be able to pay it back. Das ist fein, oder? Dann siehst du halt, wie lang dein Kredit ist. Laufzeit, 36 Monate, 24 Monate oder dann doch drei Wochen, weil du zu alt bist. Spaß. Naja, wir spannend. Spannend, aber saugefährlich. Ich bin übrigens auch gespannt, und das ist eine Prediction, irgendwann werden die Dinger zerschlagen werden. Weil wenn man ganz, ganz, ganz überspitzig das formuliert und sich die soziale Kohäsion anschaut und die Art und Weise, wie das funktioniert, und dann ist dieser Nation-State-Gedanke eigentlich schon längst ad acta gelegt worden. Dann ist ein Amazon, ein Facebook weitmächtiger als jeder Nationalstaat, muss man sich eigentlich fragen, ist das okay, ja, nein. Und natürlich auch weit mächtiger als jedes Medienhaus, ist das okay, ja, nein. Und aber auch weit mächtiger als jeder Spin-Doktor und jeder Spin-Control der Politiker und Politikerinnen, das ist eigentlich auf einem Level, wo es eigentlich nicht mehr tragbar ist. Und wenn man so will, können die jegliche Art von Markt auch manipulieren. Und wenn wir denken, ja, hier Bitcoin und Co. Ich weiß, wir sprechen später noch ein bisschen über Bitcoin, aber da spricht man ja von den Wales, die natürlich, also die großen, die großen, wie nennt man das? Aktionäre ist das falsche Wort, die großen Portfolios, die den Markt auch beeinflussen können. Meine Güte, was kann denn an Amazon und Co. machen? Die können einfach jeden Markt verändern. Darf das in der Hand von ein, zwei Personen sein? Nein. Ganz einfach nein. Um Gottes Willen, nein. Und früher oder später wird das zerschlagen werden. Genau wie natürlich auch auf geopolitischer Ebene irgendwann kritisch ist. Und eine Balance of Power. Ich meine, wir haben es eh gesehen. Wir hatten den Kalten Krieg, Amerika und die Sowjetunion ähnlich stark, haben sich da auch irgendwo ein bisschen balanciert, dann ist die Sowjetunion zerfallen, Amerika war plötzlich übermächtig. Es ist eine Imbalance entstanden, dann plötzlich überall die Länder, die zerputzelt worden sind. Asymmetrischer Krieg ist entstanden, bla bla bla bla bla. Da werden wir sicherlich ein paar Parallelen in der einen oder anderen Form sehen, was einfach so ein übermächtiges Monopol betrifft. Ich hoffe, ohne Kriege, um Gottes Willen. So meine ich das nicht, aber da wird sich schon was tun.

Markus

Ja, da tut sich auch schon einiges jetzt gerade. Da gibt es ja einige Lawsuits. Ja, sonst einen Minus kriege ich noch. Facebook. Ende 2019. Und das ist meine Prediction für heute. Ich glaube echt, so wie sich das jetzt gestaltet von einer User Experience Perspektive, ist es eine Katastrophe. Und ich glaube, das in der westlichen entwickelten Welt, also jetzt sage ich mal, Europa und Amerika, wäre mein Tipp, im nächsten Jahr geht die Anzahl an aktiven Usern auf Facebook im zweistelligen Bereich zurück.

Daniel

Boah, das ist eine Ansage. Aber es stimmt, ich meine, Leute sagen immer, too big to fail, bla bla bla. Aber in Wahrheit ist das genau das, wo man vorhersagt, dass etwas in die Knie gehen wird. Das finde ich so interessant. Ich glaube, Facebook ist mittlerweile einfach ein schwieriges Produkt geworden. So eine schwierige Plattform geworden für viele. Was ich interessant finde, ist natürlich auch, wenn man ein Instagram öffnet oder ein WhatsApp, mittlerweile steht da drin bei Facebook.

Markus

Na, als Company geht es ihnen super. Also das darf man jetzt auch nicht verwechseln. Ich glaube, der Aktienkurs, wenn nicht zu großen regulatorischen Änderungen kommt, wird sich da gut entwickeln, weil Instagram immer sich noch sehr gut entwickelt, weil über WhatsApp ist das allergrößte Netzwerk überhaupt und auch spannende andere Produkte. Also jetzt mit Libra zum Beispiel, wo das Krypto-Thema aufgegriffen hat, da gibt es schon viel Potenzial. Als Company passt das, aber das Produkt Facebook ist meines Erachtens. Ja, ist nicht passiert. Facebook hat meistens stark in der Nutzer.

Daniel

Wobei Auch da muss man sagen, finde ich, der ist sicherlich auch Corona nicht ganz unschuldig. Und ich muss dennoch sagen, ich glaube, dass das Facebook-Produkt per se so langsam kaputt ist. Es ist aber die Frage, ja, aber manchmal werden auch Produkte kaputte Produkte beibehalten, einfach weil es keine Alternativen gibt. Ein blödes Beispiel wäre, denk an die Londoner Tube. Nicht, dass sie kaputt ist, aber die ist schon richtig schrottig und richtig, richtig räudig, wenn man sie mit anderen U-Bahnen vergleicht. Dennoch nutzt man sie, weil es gibt keine Alternativen. Und wird man die Londoner U-Bahn in den nächsten paar Jahren so auf den Status einer Wiener U-Bahn bringen? Wahrscheinlich eher nicht, weil das ist schon alles richtig alt und richtig mühsam. Trotzdem wird man es nutzen. Und trotzdem kann sich keiner vorstellen, wie man das Problem löst, weil die ganzen Tunnel, bla bla bla. Ja, und Facebook ist halt so, aber Facebook ist in Wahrheit, finde ich, von der, von der Interaktion, ziemlich am Eimer. Und was ich so interessant finde, ist, wenn du dir, wenn du dir anschaust, dass eigentlich mittlerweile die viele Märkte durch Influencer und Co. Ich meine jetzt echte Influencer, nicht diese Hoppelhasen, in Wahrheit stark, stark diktiert wird, ist es spannend zu sehen, wie wenig aktiv sie dann dennoch auf Facebook sind, weil einfach Interaktion fehlt. Und vielleicht ist dann Facebook irgendwann so ein bisschen so wie Fernsehen. Das ist so ein lineares Thema, da ist was drauf, bla bla bla, es gibt auch wenig Interaktion und auf anderen Kanälen schon.

Markus

Ja, ich glaube, was halt Facebook derzeit auch noch stark am Leben erhält, sind die Gruppen. Es ist schon irgendwie als Basis für Communities, auch im negativen Sinne. Also auch viele extremistische Gruppen sind in geschlossenen Formaten hier. Und das ist, glaube ich, schon noch ein Wachstumstreiber auch für das Produkt Facebook, obwohl das natürlich genauso übertragbar ist auf diese WhatsApp-Verteiler, die es gibt, wo ja viele Verschwörungstheorien auch passieren. Also Messaging ist in dem Bereich auch aktiv. Aber mich nervt Facebook weiterhin jeden Tag. Und es ist einfach, da sind so viele Bugs und so viele Probleme mit der Plattform. Das kann es nicht mehr gescheit nutzen. Und trotzdem.

Daniel

Ja, was ich so erstaunlich finde, ist auch Entschuldigung, ich denke ins Wortfall, ich merke halt einfach, wie stark Interaktion runtergegangen ist bei Posts. Und ich sehe auch selber, wie wenig ich meiner persönlichen freien Zeit auf Facebook verwende. Man darf ja nie von sich auf andere schließen, aber dennoch, man merkt, wie sich das verändert. Und ich rede gerne mit Leuten darüber. Es verhält sich sehr ähnlich. Und das ist halt schon, ja, alles, alles kommt irgendwann zum Erliegen. Selbst das Römische Reich hatte irgendwann dann doch mal wieder. Das darf man nie vergessen, weißt du was? Ich meine, wenn man sich das römische Reich so früher angesehen hat, gab es wohl Zeiten, da hat man gesagt, okay, die bleiben jetzt mal. Stimmt, aber irgendwann war auch wieder gut. Ja, auch du, Brutus. Aber dennoch, was ich interessant finde, ist ja auch die Messaging-Gruppen, die du angesprochen hast. Da ist Telegram für mich ja eigentlich das Synonym von Verschwörungsspinnern. Nutzt du Telegram? Also nicht in der Überleitung, aber nutzt er auch nicht, oder? Weil für mich ist, wenn jemand sagt, ich habe Telegram, dann haben die gleich eine Tinfall hat auf. Das ist auch lustig, wie stark dieses Produkt für mich da eigentlich eigentlich gebrandet ist mit diesen ganzen Spinnern, die normalerweise irgendwelche Kochsendungen hätten. Das ist ja echt die Schmuckstücke. Ist ja auch das Jahre der Spinner, oder?

Markus

Das Jahre der Spinner ist sehr weise, ja, leider. Ja, das ist halt Prinzip. Das Jahr hat viel Positives hervorgebracht, aber schon auch sowohl die schönen als auch die schlechten Seiten der Gesellschaft. Auch das haben wir, glaube ich, mal predicted. Ja, ich glaube, das wird sich auch nicht ändern im nächsten Jahr, in meiner Wahrnehmung. Also es ist weiter so, wir sehen diese K-Shaped Recovery. Wir sehen, dass es einigen gut geht, einigen sehr schlecht geht mit der Situation, dass einige finanziell sogar davon profitiert haben, andere finanziell katastrophal davon getroffen wurden. Und das führt natürlich auch dazu, dass die Gesellschaft mehr und mehr auch polarisiert wird und dass das wiederum spielt Verschwörungstheoretikern absolut in die Karten.

Daniel

Das ist schon unglaublich. Und wenn man 2020 Revue passieren lässt, dann ist 2020 eigentlich das Jahr, wo eigentlich die Covid-Krise jede andere Krise verstärkt hat, massiv verstärkt hat. Jede Art von schlummernde Krise und auch ausgebrochene Krise. Und ich glaube, das ist halt das Problem. Eigentlich war es nicht eine Krise, sondern Dutzende, hunderte von Krisen, die alle ausgebrochen sind aufgrund von Corona. Und diese verstärkt waren. Und das ist das, wenn man es Revue passieren lässt. Ich meine, die Anzahl der Impfgegner, die Anzahl derer, die Verschwörungstheoretiker geworden sind, teilweise gebildete Leute, das ist schon wirklich schockierend. Und das hat uns aufgezeigt, wie wenig Medienkompetenz wir haben und wie schwierig das ist. Und auch wie schwierig das sein wird, das wieder zurückzukriegen und auch das Thema Vertrauen. Und wir wissen, wir werden eigentlich nur wieder zur Normalität zurückkommen, wenn es eine hohe Durchimpfungsrate gibt. Tatsächlich, wenn man so beobachtet, auch in unserem Umfeld sicherlich gibt es viele, die sagen, ja, also die Impfungen muss ich nicht haben. Und das ist schon schockierend. Und ich muss sagen, ich werde mich impfen lassen. Ich kann kaum darauf warten, die Impfung zu bekommen. Ich bin ein riesiger Impfffan, weil wir einfach historisch sehen, ob das nur ein Polio ist, Tollwut, die Pocken oder was auch immer, oder auch die Grippe früher, Impfungen sind, die ist die Methode, womit wir das bewahren können.

Markus

Und da finde ich nicht bewahren, sondern beenden. Ich finde, dass wirklich ein eigentlich, also wir machen ja am Ende des Podcasts einerseits immer Predictions und andererseits machen wir Moonshots. Und Moonshots, das Team hat auch gesagt, vielleicht können wir ein Schatzspiel machen, wie oft Daniel die Mondlandung erwähnt hat in diesem Podcast. Also vielleicht magst du es noch einmal machen. Den Hintergrund unserer Moonshot.

Daniel

Ja, klar. Ich bin ja ein riesiger Fan von John F. Kennedy, solange ich denken kann. Und John F. Kennedy hat 1962 gesagt, wir werden am Ende dieses Jahrzehnts auf den Mond fliegen. Und wir machen das nicht, weil es leicht ist, sondern weil es schwer ist. Und hat dadurch eigentlich diesen berühmten Moonshot formuliert, sprich ein Ziel zu formulieren, das man zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht noch gar nicht erreichen kann, das viel zu groß ist, aber indem man diesen Marker setzt, weiß man, dass man alle anderen dafür auch faszinieren kann. Und tatsächlich am Ende des Jahrzehnts, das sind die 60er Jahre, ist es auch passiert. Und so sind eigentlich unsere Moonshots entstanden, dass wir darüber auch gesprochen haben. Dieses Moonshot-Thinking ist etwas, wovon wir beide riesengroße Fans sind.

Markus

Und für mich ist diese Impfung ein Moonshot schlechthin. All dass man es schafft, es ist nicht einmal ein Ja, dass man da eine Impfung entwickelt. Und ja, es ist gut. Ich glaube, gestern ist die Freigabe gekommen. Es heißt, es schaut wirklich gut aus, dass das wirkvoll, wirksam ist und da halt auch ein massiver Schritt sein wird, um diese Krise zu bewältigen. Und wenn man sich das wissenschaftlich anschaut, ist das ein Wunder. Das ist wirklich großartig. Und ich glaube, das darf man nicht untergraben, was das eigentlich für eine Leistung der Menschheit auch ist. Und ich würde mir wünschen, dass wir diese kollektive Action, die wir da gesehen haben, dieses, wir arbeiten gemeinsam auf ein Ziel hin, was unfassbar schwierig sein wird, aber wir schaffen das, dass wir das auch für andere Bereiche jetzt anwenden. Also sagen, okay, Klimakrise, Polarisierung, die ganzen gesellschaftlichen Probleme, die vor uns stehen. Wir gehen da genauso mit Tatendrang und mit Lösungswillen ran und machen es gemeinsam, wie wir das jetzt bei dieser Impfung geschafft haben. Weil wir können es noch. Das war ja, glaube ich, über jetzt einige Jahre haben ja viele auch den Glauben verloren, dass wir als Menschheit noch so einen Moonshot überhaupt hinbekommen können.

Daniel

Ich finde das interessant, das Moonshot-Thinking ist eigentlich sehr stark auf Purpose ausgerichtet. Und wenn du einen klaren Purpose hast, den andere auch teilen, dann kannst du alles erreichen. Und das hat uns genau diese Impfung auch gezeigt. Die Menschheit hat diesen Purpose, diesen fürchterlichen Virus zu besiegen. Entsprechend ist es machbar. Und jeder andere Unterstützer oder vermeintliche Gegner, auch ob das Regulationen sind, ob es Budgets sind, sehen in diesem Fall denselben Purpose und sagt, gut, ich werde auch alles machen, um das umzusetzen. Und das ist so beeindruckend. Ich denke, das ist genau das, wie du sagst, dass die Impfung so schnell funktioniert hat, so schnell auf den Markt gekommen ist, ist für mich das Ergebnis, womit wir zeigen können, mit einem gemeinsamen Purpose können wir alles und jeden niederreißen. Trotzdem müssen wir ihn kommunizieren können. Und ich glaube, diese Impfung ist eine Meisterleistung. Und hier ist auch eine Prediction. Ich glaube, am Ende des Tages werden sich ohnehin die meisten impfen lassen. Und wenn die merken, dass einem doch nicht die Köten abfallen, wenn man die Impfung bekommt. Weißt du, was ich meine, wenn ein Nachbar dann geimpft ist, nach drei Tagen nicht tot umgefallen ist und man plötzlich sagt, naja, schau, ich darf ins Stadion gehen. Dürftest du auch, wenn du dich impfen lässt, aber machst du nicht, dann geht es plötzlich ganz schnell. Und dann lassen die sich auch alle durchimpfen. Ein halbes Jahr später merkt es keiner mehr. Ich weiß, jetzt werden ein paar randalieren und sagen, nein, nein, nein, die verändern deine DNA und deine Eier fallen ab. Nein. Nein. Not gonna happen. Achte drauf, Joe Biden hat sich gestern impfen lassen. Wenn er sie plötzlich verliert oder plötzlich tot umfällt. Ja, ja, achte drauf. Und das ist halt das Thema. Ich glaube, es sind einfach diese Ängste vorher von dem Unbekannten. Das kann ich auch nachvollziehen. Man wird einfach sehen, und ganz ähnlich wie die Rogers Innovationskurve, äh, Innovation Adoption Curve, werden wir am Anfang ein paar Leute sehen, die es machen und dann Schritt für Schritt nachziehen. Aber ich bin gespannt, auch eine Herausforderung an unserer Führung, wenn die natürlich zeigen, wie sie sich impfen lassen, dann werden Ängste abgebaut. Bis jetzt habe ich dazu noch nichts gesehen, deswegen, ich finde es beeindruckend von Joe Biden, der sich öffentlich impfen lässt und einige andere. Und genauso muss man das auch tun, damit die Impfungen auch funktionieren. Und man muss natürlich auch schonungslos aufklären. Warum ist die Impfung so schnell am Markt? Weil man irgendwas abgekürzt hat. Nein, weil gewisse Dinge, die man sonst in einem synchronisierten Ablauf gemacht hätte, jetzt parallel macht. Höheres Risiko, Geld zu verlieren. Das Geld war es allerdings wert zu bezahlen, deswegen ging das viel schneller. So habe ich das gelesen und fand das eine sehr gute Erklärung.

Markus

Ich glaube auch, dass das ein unterschätzter Aspekt, ein unterschätzter Effekt von Moonschutz ist, nämlich, dass dadurch auch andere Leute inspiriert werden. Ja, absolut, das gibt es ein Schmuckstück, was da unser Team rausgesucht hat.

Daniel

Für mich ist es so, mein Moonshot wäre, dass wir endlich wieder Personen haben, die echte Moonshots formulieren, die nicht Unternehmerinnen und Unternehmer sind, sondern aus anderen Sektoren kommen, idealerweise auch gerne mal aus der Politik, die es aber nicht nur schaffen, Moonshots inhaltslos und leer zu formulieren, sondern sie so aufzustellen, dass sie auch machbar werden und sie vor allen Dingen auch so zu kommunizieren, dass man wirklich im großen Stil Personen hinter sich scharen kann, die bereit sind, wirklich Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen und das zu machen. Und für mich bleibt einfach noch immer der ultimative Moonshot, der Moonshot, den JFK formuliert hat. Das ist visionär, zwar nicht leicht. Und hat auch so bewusst gesagt, wir wollen es tun, weil es schwer ist. Das ist etwas, was mich noch immer zutiefst inspiriert. Und ich würde mir so sehr wünschen, dass da mal jemand kommt und genau das macht und den Mut hat, Dinge zu formulieren, die so unwahrscheinlich sind und so irre, aber es auch schafft, alles in die Bahn zu leiten, dass man es macht. Und man kann nur Dinge machen, wenn ein Großteil Bevölkerung auch richtig Bock drauf hat.

Markus

So, und jetzt hat unser Team noch was dazu geschrieben, nämlich wäre nicht so ein Mondschot, das Österreichs Handeln mit Amazon mithalten kann?

Daniel

Oh, schön.

Markus

Und wenn wir jetzt ein bisschen tiefer graben, dann steht da auch, hat das nicht vielleicht sogar die österreichische Bundesregierung gemacht mit dem Kaufhaus Österreich, so wie auch die Umsetzung vielleicht nicht immer ganz funktioniert hat, treibt das ja mittlerweile durchaus Blüten durch die Inspiration. Also wir haben ja mittlerweile Saufhaus Österreich, über das wir letzte Woche gekommen haben. Und hier kommt noch ein Newspart.

Daniel

Ich muss kurz einhaken, Entschuldigung. Also wie jeder Ehre oder halb ihre in meinem Fall, wir sind ja alle der Meinung, wir haben ein paar Tropfen Kennedy Blut in uns. Selbstverständlich habe ich nicht nur ein paar Tropfen, sondern literweise. Tatsächlich kommt meine Familie aus derselben Ecke wie sein Clan und wir sind ja alle da miteinander vermischt und damals gab es ja auch kein Verablansing. Anyway, wenn ich das überreußt Österreich und die Regierung und Moonshot in einem Satz, dann brodelt mein bisschen Kennedy Blut, das ich in mir drin habe. Das blubbert und es kribbelt bis in die Fingerspitzen. Ja, aber so war das nicht gemeint. Das war so ein bisschen so ein Zufallsprodukt.

Markus

Ja, definitiv.

Daniel

Ja, das war das war so ein Champagner entstanden. Es war nicht geplant, aber trotzdem okay.

Markus

Tatsächlich denke ich mir, aber das ist schon auch etwas, was sich in dem Jahr irgendwie mir schon bewusst geworden ist, auch durch große Misserfolge, auch wenn Dinge überhaupt nicht funktionieren, ist dadurch, dass das halt, weil sich alle Leute darüber lustig machen und alle Leute das durch den Kakao ziehen, wird dem Thema Aufmerksamkeit geschenkt. Und das ist in dem Fall, da bin ich nicht zu sehen.

Daniel

Bill Gates hat das in Wahrheit formuliert, dass er alle durchimpfen kann mit seinen Mikrochips.

Markus

Ja, 100%. Aber hier gibt es auch noch einen Newspart, denn in den letzten Tagen gab es neben dem Surf aus Österreich noch eine zweite Plattform, die sehr vielversprechend gelauncht hat, nämlich kravuzzi.at.

Daniel

Das habe ich gesehen, ja.

Markus

Ja, das ist tatsächlich, wirkt das ganz vielversprechend, nämlich eine Suchmaschine, prinzipiell basierend auf Google, aber Google wird so adaptiert, dass die Ergebnisse von internationalen Händlern ausgeblendet wird. Und wenn man jetzt einen Suchbegriff eingibt, ausschließlich österreichische Händler sieht. Das Ganze ist noch in den Kinderschuhen. Auch da wird noch nicht alles funktionieren. Aber genau diese Inspiration hat dazu geführt, dass die Leute jetzt wirklich auch in interessante Richtungen anfangen zu graben. Und da sehen wir doch, was man auch mit Moonshots alles anrichten kann. Ich hoffe, dass auch von unseren Moonshots das eine oder andere gute Startup da entsteht jetzt. Vielleicht, wenn wir schon beim Online-Handel sind, auch ich hatte einen Moonshot zum Online-Handel. Es braucht in Österreich einen Online-First Lebensmittelhandel, ob der jetzt kommt von den bestehenden Playern, aber da muss einfach, wie du richtig gesagt, Convenience und Verlässlichkeit da sein, meines Erachtens schon auch die Geschwindigkeit. Also ich glaube, das sollte kein Entweder- oder sein. Ich glaube, dass das nur geht, wenn man das Ganze nicht, wie so oft, halt den analogen Prozess probiert, auf digital umzusetzen, weil der analoge Prozess ist wahrscheinlich scheiße für digital, sondern das neu denkt und sich überlegt, okay, wie kann Online-Handel von Lebensmitteln sinnvoll funktionieren, wie kann man da auch das Supply Chain Management so optimieren, dass man sich verlassen kann, dass man bestellt, kommt auch. Und wie kann das so komfortabel sein, dass ich mir die zwei Stunden in der Woche spare und das relativ automatisiert mit einem Klick passiert. Dann bin ich bereit, auch dafür zu zahlen. Also da muss auch in irgendeiner Form ein Geschäftsmodell dahinter möglich sein.

Daniel

Da hast du aber eine Firma fast predicted, oder?

Markus

Ja, die Firma gab es, glaube ich, sogar schon davor, aber die waren noch nicht in Österreich aktiv und haben diesen Markt auch erkannt. Bis auf einen entscheidenden Fehler.

Daniel

Sie haben Snickers Eis nicht mitgebracht.

Markus

Ja, das ist natürlich enttäuschend.

Daniel

Aber dann haben sie auch schnell reagiert.

Markus

Ja. Ja. Gurkel. Gurkel. Schauen wir mal, was das Gurkall wird.

Daniel

Ja, aber du kriegst wieder einen Plus. Trackst du übrigens auch mit?

Markus

Ich vertraue dir beim Tracken. Ich probiere ja hier den Überblick zu behalten über diese diversen Soundsnippets, die uns bereitgestellt wurden.

Daniel

Also ich habe jetzt sicherlich ein bisschen auch vergessen, richtig mitzutracken, weil vor lauter Lachen. Zurzeit führst du allerdings 6 zu 4.

Markus

Na gut, also wir machen es spannend. Jetzt kommt eine sensationelle Prediction, die du gemacht hast. Achtung.

Daniel

Wir sollten mal ein Moonshotten Prediction Special machen nach 50 oder 100 Podcasts. Das ist eine Prediction.

Markus

Das ist eine Prediction. Schauen wir uns dann auch an, wie gut unsere Predictions wirklich waren.

Daniel

Selbstverständlich. Das machen wir. Wir prozentuell aufdröseln, wer wie viel getroffen hat und wer von uns cleverer ist. Also ich auch. Ganz interessant. Messerscharf predicted, ja. Messerscharf predicted. Und auch jetzt gerade Messerscharf delivered. Du führst übrigens 6 zu 5 mit dem Plus. Und wir sind beide Kopf an Kopf mit jeweils einem Minus, wobei mein Minus war sowas von dermaßen daneben, dass ich so ein gekreistes Minus habe. Ja, das war smart, oder? Kluges Marketing. Man weiß es nicht.

Markus

Ja, wer hat das mal gesagt? You can't predict the future, you have to create it. Das sind die besten Predictions. Genau das. Schön. Ja. Haben wir sonst noch was.

Daniel

Ich habe ein bisschen Überblick verloren. Ja, ist ja auch kein Thema. Das ist ja auch ganz okay bei dem Jahr 2020, dass man da mal ein bisschen denkt sich, ist das jetzt Fake News oder ist das echt? Weil da gab es ja auch so ein paar News. Ich muss auch immer sagen, ich bin großer Fan von die Tagespresse. Und ein paar Artikel sind da einfach über die Jahre entstanden oder über die Monate entstanden, wo man sich denkt, ich bin mir nicht sicher, ob Tagespresse oder dann doch, ja, ich glaube, die hatten auch ein schweres Jahr, weil einfach so viel dabei. Meine Güte. Die haben gut reagiert. Und 2020 ist interessant. Was ich so spannend finde, ist für mich eigentlich, wenn ich das Jahr Revue passieren lasse. Das Schöne ist, wenn man so eine Plattform hat wie wir mit dem Podcast und man sich auch zwingt, jedes Jahr, jedes Jahr, jede Woche Statements von sich zu geben, die man später bemessen kann, dann ist das eigentlich auch was Feines. Und das tut viel Gutes. Und was mir so gefallen ist, dass immer wieder Leute dann auch drauf ansprechen, sagen, ich hab da gehört, da hast du was gesagt, da bist du aber auch nicht daneben gelegen, ha. Oder aber auch sagen, nee, voll smart, voll interessant. Und das ist eigentlich schon ganz spannend, wenn man das so revue passieren lässt. Und wenn ich daran denke, gerade als ich sehr jung war und angefangen habe, mit den ganzen Innovationsthemen mich zu beschäftigen, wie schwer es ist, mal eine Idee zu formulieren. Und je verrückter und je abstrakter die Idee ist, desto mehr hält man sich zurück. Auch das ist nur eine Übungssache. Und dadurch, dass wir jetzt auch über die Monate so viel Routine entwickelt haben, auch einfach regelmäßig Dinge zu formulieren, die echt immer ein bisschen irre sind, das tut schon gut. Und dann sieht man auch, wie man das lernen und erlernen kann. Und ehrlich gesagt, ich freue mich auch bei jedem Ding, wo ich voll daneben liege. Was heißt einfach, dass man den Mut hatte, etwas zu formulieren, was nicht ganz geklappt hat. Lustigerweise habe ich dann auch bei Interviews oft, wenn ich verschiedenste Leute interviewen durfte. Und dieses Jahr durfte ich teilweise die wildesten Personen interviewen und an- und abmoderieren. Ich habe es schon ein paar Mal angedeutet, ich durfte dieses Tristan Harris zum Beispiel interviewen vom Social Dilemma. Nico Rossberg, Christian Horner, solche Leute auch an- und abmoderieren, großartig. Und wenn man dann auch manchmal fragt nach Moonshots und Predictions in dem Moment, dann schauen die auch erstmal ein bisschen belämmert und das finden alle gut. Alle brauchen einen kleinen Moment und das ist ganz fein. Und manchmal ist man selber überrascht, wo die Reise bei denen so hingeht. Und wenn man dann auch erklärt, hey, Prediction kann jeder machen, aber mach mal einen richtigen Bold Moonshot. Das ist eine spannende, spannende Frage. Könnt ihr übrigens zu Hause mit euren Familien machen? Solltet ihr dann per Zoom mit ihnen zusammengebracht werden zu Weihnachten oder eben auch euch sie sehen, nachdem ihr euch brav isoliert habt und oder getestet habt, macht das mal und sagt mal, okay, macht mal ein paar Predictions fürs nächste Jahr. Und ein, zwei Moonshots für die Familie. Wer weiß, was dabei rauskommt? Können gute Dinge dabei rauskommen.

Markus

Ja. Gute und schlechte, wie wir gesehen.

Daniel

Was für ein Jahr. Ja, aber schön. Also ein Riesendank an das Team, was da so zusammengetragen wurde.

Markus

Ja, und wir sind eigentlich. Die haben generell ein paar gute Ideen auch für dieses Special gehabt. Eine fand ich auch ganz gut, da gibt es auch ein Snippet dazu. Du hast nämlich in Episode 4, hast du mal was sehr Smartes gesagt.

Daniel

Entschuldigung, jetzt bin ich gerade ein Comicbuchhändler von den Simpsons. In Episode 4.

Markus

Ja, Episode 4 was?

Daniel

Achso, in Episode 4, bei Minute 11, 27 sagtest du das. Was meinst du damals?

Markus

Spaß. Go ahead, hör dir auf.

Daniel

Die intelligentesten Menschen sind diejenigen, die andere Meinungen sich anhören, reflektieren und vielleicht sogar drauf kommen, dass ihre eigene Meinung nicht richtig ist. Und das ist so etwas, was ich mittlerweile so sehr vermisse in öffentlichen Diskussionen, dass Leute sagen, weißt du was, wenn deine Meinung scheiße? Und fünf Minuten später sagen, weißt du was, ich habe das überdacht. Und wenn du mir das erklärst, finde ich richtig gut, ich war falsch. Meine Güte gehört da unglaublich viel menschliche Größe dazu. Und darüber sollte man auch ein bisschen sprechen. Ich würde schön finden. Jetzt jetzt fängt es mich gerade an. Zu Fail Culture und so finde ich immer noch ein bisschen, ein bisschen fragwürdig und langweilig, dieser Begriff. Ich würde entspannt, wenn wir Leute darüber reden, wo sie ihre Meinung geändert haben, wo sie festgefahren sind und die sagen, das war. Meine Meinung zu 100 Prozent. Und dann bin ich drauf gekommen, vielleicht war das doch nicht der ganz richtige Weg. Aber erklären, wie sie überzeugt wurden. Das ist vielleicht einer der klügsten Dinge, die ich je gesagt habe. Ohne mich selber loben zu wollen. Aber ja, das wäre schon cool.

Markus

Und unser Team hat gemeint, wäre das nicht eine Idee, dass wir das mal machen? Vielleicht sogar jetzt. Sofort? Oh, oh, oh, haben die da was vorbereitet oder wie? Nein, nein, haben sie nicht. Okay. Okay. Das ist eine Reflexionsübung für uns hier.

Daniel

Live eben YouTube. Finde ich super. Also erstmal, weißt du, wenn ich mir das so nochmal anhöre mit etwas Abstand, das wäre ein Wahnsinns YouTube-Format. Das wäre ein Wahnsinns-TV-Format. Und zwar, man müsste aber nur messen anhand von biometrischen Daten, wie Personen auf etwas reagieren, ob sie dann wirklich der Meinung sind oder nicht. Das ist ein bisschen freaky, aber stell dir vor, du lässt dann bewusst zwei, drei Leute aufeinander los, lässt sie argumentieren und misst anhand der körperlichen Response, wie sehr sie das noch glauben oder nicht. Das wäre schon wirklich interessant. Würde mir gefallen. Ja, du meinst live, dass wir zeigen, wo wir unsere Meinung geändert haben.

Markus

Also zeigen, einfach jetzt reflektieren. Also keine Ahnung, überlegen, im letzten Jahr gibt es Meinungen, wo wir stark einer Meinung waren und mittlerweile einer ganz anderen sind.

Daniel

Das ist eine interessante Frage. Muss ich selber mal ein bisschen grübeln. Hast du etwas im Petto?

Markus

Ja, ja, ich habe mir ein bisschen Gedanken gemacht. Ich glaube, eine Sache, die sich oder eine Meinung, ich war bisher oder in den Jahren davor eher der Meinung, dass Social Media Sucht noch nicht wirklich ein Problem ist. Und wenn dann Leute gesagt haben, ja, okay, eines Tages werden wir über Social Media sprechen, wie wir über das Rauchen jetzt sprechen, habe ich mir gedacht, naja, es ist schon noch ein längerer Weg, sagen wir so. Da muss ich sagen, hat mich dieses Jahr wirklich sensibilisiert. Einerseits durch TikTok, das in seiner Extremform, in seiner reinen Form nur Algorithmus, mir schon auch nochmal gezeigt hat, wie man das ausschlachten kann und wie man das optimiert, wie gefährlich da auch ein Zuchtpotenzial werden kann. Andererseits aber auch, ja, gab es diese doch gute Social Dilemma, halt diese ganzen Facebook-Exbo-Größen darüber sprechen, dass sie ihren Kindern definitiv keine sozialen Netzwerke zur Verfügung stellen oder sie davon fernhalten, weil sie selbst wissen, wie gefährlich das ist. Also das ist etwas, wo ich derzeit sicher viel mehr Awareness auch dafür habe, als noch vor einem Jahr. Auch ähnlich. Cancel Culture ist auch ein Thema, wo ich das Gefühl hatte, davor habe ich, weil ich selbst auch, wenn da halt irgendein Arschloch war und dieses Arschloch hat halt wegen einer dummen Aussage dann, weil es in einem Twitter-Shitstorm gab, seinen Job verloren, habe ich immer gesagt, habe ich mich irgendwie innerlich gefreut, weil Arschlocher verdienen keinen guten Job etc. Gleichzeitig sehe ich jetzt aber auch viel mehr halt, dass das prinzipiell einfach als Grundmodell zu sagen, weil jemand einer Meinung ist, weil jemand etwas gesagt hat, in deswegen rauszuhauen, dazu führt, dass sich halt Leute nichts mehr trauen zu sagen. Und dass das halt auch, was jetzt gut und böse ist, ja, also ich glaube, da gibt es auch tatsächlich Grenzen, wo klar schwarz und weiß ablesbar sind. Aber es, glaube ich, ganz wichtig ist für uns als Gesellschaft auch einen gewissen Dissens zuzulassen und einfach auch Meinungen, so schlecht sie sind, auch bis zu einem gewissen Grad sehr wohl auch nicht sofort zu bestrafen.

Daniel

Also das unterschreibe ich zu 100 Prozent. Und für mich ist eigentlich die genau darauf aufbauend, Cancel Culture ist extrem gefährlich. Und ich glaube auch, all diese Personen, die sofort getriggert sind, die sofort beleidigt sind von Sachen, die sind jetzt sicherlich gleich alle wieder beleidigt. Aber das Problem ist, wenn ich von jeder Kleinigkeit beleidigt bin, sofort getriggert bin und Sachen nicht hören will, dann bin ich das Problem. Und wenn man denkt, dass wir in der Menschheit so weit gekommen sind, weil Personen bereit waren, für ihr Leben einzustehen, also für ihre Meinung einzustehen und ihr Leben zu riskieren, zu kämpfen, zu sterben für Meinungen, dann ist das schon ganz schön grausam, dass heutzutage die kleinsten Themen Leute triggern. Und im Umkehrschluss aber auch manchmal die kleinsten Aussagen auch Karrieren ruinieren können. Und das ist das Gefährliche. Und manchmal auch für Dinge bewertet wird, die man irgendwann gesagt hat in einem anderen Kontext. Und da gibt es sicherlich einige Sachen auch in der Art, wie Medien damit mit Dingen umgehen, die sofort offensive angesehen werden. Und damit muss man aufhören. Something offends you, good. Gut, tu was dagegen. Aber zu erwarten, dass es einfach nicht gesagt wird und wenn du offended bist, dass das Problem weggeht, das ist das Schlimmste, was man machen kann. Finde ich. Und ich höre eine Meinung, die mir nicht gefällt, hör sie dir an. Probier die zu ändern. Mach genau das. Aber dem aus dem Weg zu gehen, beleidigt zu sein, getriggert zu werden, damit gehe ich dem Konflikt aus dem Weg. Das heißt auch noch dazu, in Wahrheit bin ich so empfindlich, dass ich nicht für meine Meinung einstehen kann. Come on.

Markus

Ich meine, das ist das Schlimmste. Eine wirklich super Episode mit der Lena Hödel damals, finde ich. Die für mich wirklich auch aufschlussreich war.

Daniel

Und ich finde genau all diese ganzen Personen, die diese Cancel Culture vorantreiben, ihr macht nichts für eure Sache, wenn ihr so seid. Ihr macht absolut gar nichts. Und das ist die traurige, brutale, harte Realität. Und ich finde es ganz, ganz, ganz, ganz, ganz bedenklich in dem Moment, wo Humor beschnitten wird. Das darf man nicht tun. Und da war 2020 sicherlich auch so, dass einige Bereiche sehr stark beschnitten wurden. Das darf man nicht tun. Don't do that. Lass der Kunst ihre Freiheit. Und wir leben zurzeit eigentlich schon in einer sehr schwierigen Zeit, wo man merkt, auch gerade in Zeiten von Corona, wenn man sich diese Demonstrationen anschaut, man sieht, die ganze Mitte hält mittlerweile nur den Mund und sagt, ich sage am besten gar nichts. Und links und rechts werden immer irrer und nähern sich mittlerweile an. Ich meine, die Extremen sozusagen. Und die haben teilweise fast ähnliche Meinungen. Man sagt, Moment, was geht denn da ab? Und dann sieht man sich die Demonstrationen an und sieht, da sind Leute, die sich normalerweise gegenseitig mit Steinen beschmeißen wollten sollten, die da plötzlich zusammen für eine Sache einstehen. Das finde ich super gefährlich. Und da gibt es Bereiche, wo wirklich etwas aufhört. Und da muss ich auch zum Beispiel sagen, es gibt ein Thema, was ich so gar nicht nachvollziehen kann und da muss man in aller Konsequenz vorgehen. Das ist zum Beispiel, wenn ich sehe, wie Antisemitismus ansteigt. Da muss man sagen, stopp. Man muss sagen, wo Homophobie ansteigt, muss man sagen, stopp. Wo Rechte von Frauen beschnitten werden, muss man sagen, stopp. Und da darf man dann auch wirklich bitte keine, keine, keine, keine, keine, keine falsche, wie heißt das, keine falsche Offenheit oder wie auch immer sagen, sobald Freiheiten und Grundrechte beschnitten werden. Ende. Und das ist etwas, das finde ich brandgefährlich gerade. Wirklich brandgefährlich. Und das wird aus irgendeinem Grund zugelassen, aus falscher, ich weiß nicht was, aus falscher, wie heißt das Wort? Dankeschön, aus falscher Toleranz. How the fuck can you be tolerant gegenüber Intoleranten? Und das ist, finde ich, so schlimm. Und jetzt rede ich mich gerade so ein bisschen in Rage und das will ich gar nicht tun, aber weißt du, wir leben in einer so wunderbaren Welt, wo Menschen sagen dürfen, was sie wollen, lieben dürfen, wen sie wollen und machen dürfen, was sie wollen, anhaben dürfen, was sie wollen. Das muss man verteidigen. Und der Weg dorthin war ein sehr, sehr, sehr, sehr weiter. Ein sehr grauslicher Weg. Und da ist falsche Toleranz, was ganz Schlimmes. Gegen jegliche Art von Extremismus. So, Ende. Rand Ende. Hast du was dagegen? Podcast at AustrianStartups.com. Ich rede gerne mit dir drüber. Wenn dich das triggert, habe ich Bock drauf. Bist du unser nächster Gast. Können wir mit dir drüber reden. Ganz in Ruhe. Könnte ich auch warnen, wenn was Schlimmes kommt. Aber da gibt es ja auch Beispiele. Ich habe es, glaube ich, eh schon mal im Podcast gesagt, ich bin mir nicht sicher. Es gibt in Amerika Hochschulen, da gibt es Trigger-Warnings im Geschichtsunterricht. Wenn dann bald was kommt, was dich möglicherweise triggert, muss der Professor sagen, Achtung, ich rede bald über die Hexenverbrennung, geh raus. Vielleicht willst du das nicht hören, weil du bist vielleicht emotional nicht da bereit dafür. Meine Güte, stell dir vor, du würdest all die schrecklichen Themen, die in der Geschichte passiert sind, nicht erwähnen, aber es passiert. Es passiert wieder, wenn du nicht davon sprichst. Das ist ganz einfach so. Da wäre übrigens Gaming eine großartige Lösung. Aber gut, jetzt will ich nicht zu sehr abgreifen. Meinung ändern. Schönes Thema. Das wäre ein tolles Format.

Markus

Vielleicht machen wir das noch mit unseren Gästen in Zukunft. Jeder Gast darf sagen, wo er seine Meinung vor kurzem geändert hat mal.

Daniel

Bin ich gespannt.

Markus

Was haben wir denn noch ein Tetto? Naja, jetzt kommen wir eigentlich zu unseren Rockstars. Ja, diesmal nicht der Woche, sondern des Jahres. Und ich meine, zwei Gedanken. Einerseits, glaube ich, gibt es unglaublich viele Rockstars in diesem Jahr im Gesundheitswesen, die Wahnsinniges geleistet haben und es geschafft haben, dass wir mit dieser Krankheit kämpfen und nicht eine Niederlage schon erlitten haben und es irgendwie schaffen, dass wir damit zurechtkommen. Und da, glaube ich, ziehen wir alle unseren Hut und sagen danke. Es gibt viele andere, die durch die Krise vieles am Laufen gehalten haben und sind definitiv alle Rockstars für mich. Wenn es jetzt so um die Startup-Szene geht, dann haben wir ja eigentlich statt unseren Rockstars des Jahres im Podcast ja eigentlich unsere Austrian Startups Awards. Und ich glaube, da macht es fast am meisten Sinn, nachdem wir da beide dann auch quasi Juroren sind. Wenn wir hier darauf verweisen, dementsprechend auch der Aufruf hier an alle. Es gibt diese Austrian Startups Awesomeness Awards, wo wir Persönlichkeiten, die 2020 geprägt haben, auszeichnen wollen. Leute, die aus den unterschiedlichen Perspektiven herausgestochen sind, sei das jetzt durch unternehmerische Leistung, sei das durch einen besonders inspirierenden Pivot, sei das durch eine Reaktion auf Corona, also eine Lösung für die aktuelle Krise, sei es durch eine besonders innovative Lösung, gibt es unterschiedliche Kategorien und da seid ihr alle dazu aufgerufen, Leute zu nominieren. Also wenn ihr auf unsere Website gehst und dann auf die Austrian Startups Awards klickt, dann kommt sie hin. Die Awards selbst haben natürlich auch eine Website, die ist aaia-award.com. Auch da gibt es alle Infos und die Möglichkeit, jemanden zu nominieren. Falls ihr jemanden kennt aus eurem Umfeld, wo ihr das Gefühl habt, hey, das ist jemand, der viel leistet, aber selten die Recognition bekommt, die er eigentlich dafür verdienen würde, die vielleicht auch mal verdienen würden, dass sie vor den Vorhang geholt werden, dann ist das jetzt, glaube ich, eine super Möglichkeit, weil genau solche Leute suchen wir.

Daniel

Absolut. Ich bin schon so gespannt, an die ersten Nominierungen zu sehen und dann auch zu sehen, wen wir da auszeichnen dürfen. Ja, die Austrian Startups Awesomeness Awards, die dann vergeben werden. Und hoffentlich starten wir damit auf, was Schönes was beibehalten wird. Ist sicherlich eine schöne Geschichte. Wann werden die vergeben?

Markus

Im Jänner wird das sein. Also die Frist zur Einreichung ist noch bis Ende Dezember. Also, wenn ihr das hört, die Zeit läuft, bitte schnell nominiert. Und dann, ich schätze, Ende Jänner ist realistisch wahrscheinlich, dass es dazu ein Announcement geben wird.

Daniel

Genau, bis 31. Dezember, 11.59 Uhr unbedingt einreichen. Und ja, ich glaube, das Jahr 2020 ist das Jahr von unendlich vielen Rockstars, das ist eh bezeichnet. Und ich glaube, gerade in jedem Bereich sind es viele namenlose Rockstars, die sich daher vorgetan haben. Und ja, ich glaube, eigentlich müsste man da jeden Einzelnen würdigen. Für mich ist es immer noch der, sind die Rockstars in Wahrheit, die Personen im Einzelhandel, die alles offen halten. Das sind die Kassiererinnen beim Biller, das ist der Busfahrer. Aber in Wahrheit auch jedes medizinische Personal, die da Dinge machen. Das ist schon richtig beeindruckend. Die vergisst man auch gerne. Und ich glaube, gerade in Wien ist es eigentlich das Jahr der Einsatzkräfte, wenn man auch so möchte. Ob das nun Covid war, das sie sehr gefordert hat, ob es dieser grausame Anschlag war, den natürlich auch alle dort sehr gefordert haben. In Wahrheit, das haben wir schon gemacht, aber kann man einfach nochmal an dieser Stelle erwähnen. Ganz, ganz, ganz, ganz fein. Und ich hoffe, dass es auch ein bisschen was für dieses Bild in der Öffentlichkeit tut, das sicherlich auch ein bisschen negativ gezeichnet war, durch andere internationale Ereignisse. Das ist schon ganz was Gutes. Und ich glaube, wie man natürlich auch nie vergessen darf, dieses Jahr, der sicherlich auch ein Rockst sein sollte und auch einer der sehr unvergessenen Personen des Jahres 2020 ist natürlich der chinesische Arzt, der das erste Mal Covid aufgezeichnet oder aufgezeigt hat und das auch mit seinem Leben bezahlt hat, Li Wen Liang, wenn ich den Namen richtig ausspreche, der am 6. Februar 2020, wie ich gesehen habe, verstorben ist im Alter von 33 Jahren, an einer, wie man damals sagte, Lungenentzündung, und der sehr, sehr, sehr großen Aufwand betrieben hat, um die Welt zu warnen vor dieser Krankheit. Beeindruckend, darf man nicht vergessen, ist sicherlich einer dieser Namen, denen man auch immer ehren sollte und nicht vergessen sollte. Ja, was für ein wildes Ja, muss ich einfach sagen. Wild ist ein komisches Wort dafür. Aber ja, und ich finde noch immer dieses, dieses, es schwirrt noch immer im Kopf rum, das Thema mit den Meinungen ändern. Denkt mal nach, wo ihr Meinungen habt, die ihr vielleicht schon Schritt für Schritt geändert habt, aber noch zu stur seid, es zuzugeben. Und manchmal sind es Kleinigkeiten, wo man sagt, ja, hast du recht, stimmt. Aber manchmal sind es große Dinge. Aber das sehen wir halt viel zu selten, weil es auch als Schwäche angenommen wird. Nein, das ist keine Schwäche. Das ist keine Schwäche. Das ist nämlich richtig, richtig beeindruckend. Und das kann man lernen und Menschen lernen durch Imitation und es fehlen aber andere Menschen, die sagen, ja, ich war falsch. Ich habe es gelernt. Das war gut. Und ja. Schön, schön, schön. Viel dabei. Viel dabei. Ja. Ich bin gespannt. Ja. Ich würde mir auch wünschen, dass das Jahr 2020 das letzte Jahr ist, wo geballert wird. Das wäre für mich ein Moonshot.

Markus

Ja, gut. Mit einem Hund kann ich es mir schon vorstellen, dass das nicht das ist.

Daniel

Der findet das nicht toll. Ja, jeder Hund, jedes Haustier ist da hochgradig unglücklich. Und wenn sie es hören, das mögen sie gar nicht. Don't get me wrong, wenn es knallt und ballert, you know, ich bin ein sehr einfach strukturierter Mensch. Ich finde das super. Ob das nun V8-Motoren sind, die knallen, ballern, V10, V12, bin ich auch glücklich. Und sowieso, wenn es, wenn es knallt und ballert. Aber so in der Stadt, das finde ich nicht gut. Und ich finde es auch aus Umweltperspektiven nicht schön. Und ich glaube natürlich auch für den einen oder anderen, die aus Krisengebieten zu uns gekommen sind, ist das sicherlich auch nicht schön, wenn es plötzlich losgeht. Auch die Älteren werden unschöne Erinnerungen haben und jeder Hundemensch wird sich auch denken, muss ich auch nicht haben. Und bestimmt auch der eine oder andere Notfallmediziner und Medizinerin, die sich denken, ich hätte jetzt auch andere Dinge zu tun, als seine Hand wieder zusammenzunehmen. Also in dem Sinne, ja, eh, ja, eh, aber na, das brauchen wir nicht. Wenn jetzt einer sagt, boring, auch da können wir gerne drüber diskutieren. Finde ich gut. Ja, es ist lustig.

Markus

Bei mir ist das genauso ein Thema, wo ich gerade wahrscheinlich an der Kippe bin, weil ich fand schon immer die Silvesterfeuerwerke wunderschön. Und das war irgendwie auch so ein Moment, der viel Sentimentalität mit sich gebracht hat und da gehört das Feuerwerk auch dazu. Andererseits ist natürlich rational gesehen, spricht wenig dafür. Das ist auch klar.

Daniel

Es soll ja die bösen Geister vertreiben. Und jetzt stelle ich dir diese Frage, lieber Markus. Hat das 2019 auf 2020 geklappt?

Markus

Nein. Aber ich kann mich jetzt auch nicht erinnern, ob man viel von Feuerwerk letztes Jahr gesehen hat. Vielleicht war ja Nebel oder so.

Daniel

Who knows? Selbstverständlich war dort Nebel. Nein, ich verstehe schon, was du meinst. Und ich muss sagen, ein professionelles Feuerwerk ist was sehr Schönes. Das Problem ist natürlich, wenn es in Händen ist von Personen, die nicht genau wissen, was sie tun. Und das ist, glaube ich, so eher das gefährliche Thema, was man eher nicht machen sollte. Und dann Leute, die Raketen in Städten hochfeuern, die mit Ballern rumfeuern, Platzpatronen, weiß der Geier. Das ist, glaube ich, auch das gefährliche. Ein echter Feuerwerker, he, wie my guessed, mach. Ja. Ja, ja, ja.

Markus

Was haben wir denn noch an Petto für unseren Podcast? Jetzt kommen wir eigentlich zum Finale. Weil das, was eigentlich noch ausständig wäre, sind ja jetzt Predictions. Und auch da haben wir uns was Besonderes überlegt diesmal. Also nicht die üblichen Predictions, sondern wir spielen What are the odds?

Daniel

What are the odds?

Markus

What are the odds? Finde ich geil. What are the odds that we're gonna be under two hours? Ja, ja, wir machen das schnell. Wir bleiben unter zwei Stunden.

Daniel

Ich finde das super. Ich bin eh glücklich. Ich kann es ja stundenlang machen. Ich werde ja am liebsten ja jeden zweiten Tag passen. Siehst du, hier Podcast at AustrianStartups.com, wir wollen nicht nur Video machen, sondern überlegen uns auch, ob wir das mal livestreamen sollten, dass du zu Hause auch mit uns reden kannst, wenn dir das gefällt. Markus Gesicht ist. Aber wir haben das ja schon mal besprochen, dass wir es auch bald machen wollen. Es wäre ja auch interessant, das auch mal zu testen, dass da Personen auch gleich einfach mitdiskutieren können.

Markus

Tatsächlich ist das eine Möglichkeit, dass sich Leute dann einfach reinschalten können als Guest Calls. Hier auf dieser Plattform. Schauen wir mal, wie sie am Ende dann auch performt.

Daniel

Weißt du, hier ist eine Prediction, die ich als erstes mache. 2021 wird das Jahr von Twitch. Mass Adoption Twitch. Na gut, ich bin gespannt.

Markus

Ich auch. Soll ich dagegen halten und wir retten nochmal ein Corona?

Daniel

Machen wir das. Wir wetten um ein Corona. Ja. Oder ein Meskal.

Markus

Wie du wisst.

Daniel

Nee, machen wir einen Corona. Machen wir einen Corona. Gut. Also du hältst dagegen. Ich halte dagegen, ich sage, das wird das Jahr von Twitch und zwar werden dann, wie unsere großartige Johanna Pirker gesagt hat, mehr Lehrveranstaltungen so abgehalten werden, auch Events, die einfach gestreamt werden und wo Zoom einfach zu sehr eingeengt ist und Twitch einfach offen ist. Und wie sie auch so schön gesagt hat, ist eine riesig belastbare Plattform, wo man noch dazu auch, glaube ich, unglaublich gut Knowledge-Based Learning betreiben kann. Sprich, ich streame, wie ich Schuhe repariere. Ich streame, wie ich eine Moderation vorbereite. Und, und, und. Das finde ich richtig gut und richtig interessant. Und ich glaube, im Umkehrschluss durch das ganze Remote-Arbeiten geht aber auch genau das verloren. Und so kann ich das auch abfedern. Ich glaube, wenn dann Leute das für sich entdecken und auch eine Auffindbarkeit, stell dir vor, du kannst dem örtlichen Uhrmacher einfach zuschauen, wie sie das Ganze macht. Finde ich schon cool. So, jetzt.

Markus

Ich glaube, der Sprung zum Messing ist schon noch ein großer. Deswegen sage ich, es passiert noch nicht 2021.

Daniel

Hier ist noch eine Prediction. 2021 habe ich eine Homepage. Ich habe ja bis heute keine Homepage, obwohl professioneller Speaker und Moderator, ich habe keine Homepage. Die kommt aber Jänner 2021, Mark The Space. Sehr gut. Und sie wird sehr elementar, sehr basic.

Markus

Aber minimalistisch ist die. What are the odds? What are the odds? Jawohl.

Daniel

Also das ist 100%, dass ich eine Homepage habe im Jänner 2021, sonst kriegst du einen Corona von mir.

Markus

Okay, passt. Wir machen das immer abwechselnd, okay? Also ich lese zuerst vor, dann sagst du deine Ods, dann zeige ich meine Odds, dann lese du vor, ich odds du ods. Okay. Ich beginne. What are the odds, dass zumindest einer von den Big Four, also Apple, Facebook, Google, Amazon, im nächsten Jahr einen wichtigen Unternehmensbereich abgeben muss aufgrund deiner Regulierung.

Daniel

100 Prozent. 100. Ich habe 100 Prozent. Ich habe, dass einer von den Big Four einen Kernbereich abgeben muss. Ja, ich meine, bei Facebook passiert das ja schon quasi, die Zerschlagung, wenn man so möchte. Absolut. 100 Prozent, dass es einen von denen trifft. Was sagst du?

Markus

Ich sage 40 Prozent. Ich glaube, mein Vertrauen in die Geschwindigkeit des Justizsystems ist nicht groß genug, dass das definitiv schon im nächsten Jahr passieren wird. Ich glaube, es wird definitiv eines Tages passieren, aber ob sie so schnell durchkommen gegen die Flut anwälten, die da jetzt sicher alles tun, um das möglichst lange rauszuzögern, bin ich mir nicht sicher.

Daniel

100% bleibe ich dabei. Perfekt. Das ist eigentlich jetzt schon unser Weihnachtsspecial 2021, oder? Was wir dann auftreten. Wir sind zum Auftritt. Ich liebe, wie du denkst. Der nächste Punkt ist, wird es ein österreichisches Unicorn geben?

Markus

Spannend. Auch da glaube ich, stehen die Chancen gar nicht so schlecht. 65 Prozent.

Daniel

100 Prozent. Ja. Okay, nicht schlecht. Auch da 100 Prozent, ich nenne es Bitpanda. Das war auch mein Gedanke, dass die natürlich im Pole Position sind. Bitpanda ist so unglaublich. Und wenn man denkt, was sie auch noch vorhaben und mit welcher Stärke und mit welchem Charme sie vorgehen, die werden das rocken. Die sind ein Unicorn nächstes Jahr. Nicht, dass es ein wichtiger Begriff ist, aber die machen das und vor allen Dingen, wenn sie beginnen, auch einfach das typische Trading auch Leute näherzubringen. Wow, die haben so eine Vision und sind so smart. Und nein, wir werden nicht bezahlt von BitPanda, wobei ich an der Stelle sagen muss, ich habe tatsächlich von BitPanda, full disclosure, einen ganz wunderbaren Adventskalender erhalten. Nicht schlecht. Ja, mit Schokolade drin. Also wenn das Bestechung ist. Ja, habe ich gehofft. Also Erik, wenn du zuhörst, dann das nächste Mal bitte mit ein paar Bitcoins drin. Das wäre geil. Und jede Tür ist dann ein paar Bitcoin mehr. Das wäre geil. Jetzt mal 24 Bitcoin absammeln, das wäre auch. Das wäre okay. Da hätte ich mal hätte ich mal nichts gegen. Aber das bringt jetzt eh schon zum nächsten Thema. Ja, aber ich freue mich über diesen Kalender. Ich bin ein Riesenfan von der Company. Danke für die Schokolade.

Markus

What are the odds? Bitcoin geht über 50.000 Dollar.

Daniel

95%. Ja, ja. Bitcoin ballert so dermaßen. Es ist so verrückt. Und erstmal, ich habe Nüsse Ahnung von Bitcoin, muss ich dazu sagen. Und ich bin so einer von diesen Bausparcoin-Haltern, was auch immer. Und ich ärgere mich bis heute darüber, dass ich 2011, 2012 mich nicht mit dem Thema beschäftigt habe. Ich habe es nicht verstanden. Aber Bitcoin ist einfach, die ganzen großen Investorinnen und Investoren gehen dort gerade so massiv rein. Es macht keinen Sinn, Bitcoins zu verkaufen, inweit die meisten Leute halten. Ja, das kommt. Also 95 Prozent. Ich würde ja 100 sagen, aber ich möchte jetzt mal was anderes als 100 sagen.

Markus

Ja, wisst ihr, Mutter Predictions? Ich hätte 55 gesagt. Weil ich natürlich schon, also einerseits glaube ich auch, dass da schon noch viel Hype jetzt vor uns liegt. Gleichzeitig wird es schon noch wieder krachen. Das ist nur die Frage, wann es kracht. Und ich glaube, es gibt schon die Möglichkeit, dass das noch vor den 50.000 passiert, so wie damals halt vor den 20.000 passiert ist. Aber who knows?

Daniel

Ich glaube, es wird vorher krachen. Ich glaube, es wird auch vorher krachen. Das Ding geht nochmal runter. Und danach? Und dann wird es nochmal rauskommen. Innerhalb von einem Jahr. Boah, war nicht schlecht. Okay. Man merkt, man merkt, ich habe null Ahnung, wovon ich rede, aber ich finde es einfach geil. Ja. Auf jeden Fall. Bin ich dran oder dran? Du bist dran. Ach, ich habe eine Aufmerksamkeitsspanne, echt wie eine Eintagsfliege gerade. Aber ich bin so, ich habe mir gerade die Bitcoin-Charts angesehen. Ja, neue Rechtsformen in Österreich. Wird es die geben? Markus, das weißt du besser als wir.

Markus

Ja, also ich bin Optimist und ich sage, zu 90% wird es die geben. Es steht im Regierungsprogramm, es steht im Gründerpaket der Regierung. Das ist massiv wichtig, dass wir jetzt besonders mit der Pleitewelle, die da vor uns steht, Neugründungen inzentivieren. Und ich glaube, das ist den Entscheidungsträgern auch bewusst. Und da gilt auch mein Vertrauen den zuständigen Ministerien, dass das kommen wird und dass das schnell kommen wird, weil das ist notwendig.

Daniel

Also ich würde es mir so sehr wünschen. Und ich glaube so sehr an die Akteure und Akteurinnen hinter dem Veränderungsprozess, wenn ich so sagen darf. Aber ich bin mir auch bewusst, dass es da eine ganze Reihe von Bewahrern gibt. Und deswegen sage ich 25 Prozent. Holy shit, möchte ich das haben? Glaube ich dran, absolut. Ist das schnell? Sollte schnell sein. Oh ja. 25%.

Markus

Ja, leid geprüft nach vielen Jahren. Ja, das ist das Kind.

Daniel

Ja, ja. Ah, die nächste Frage ist aber auch fein. Jawohl. Da bist jetzt du wieder dran, oder?

Markus

Donald Trump wird von Twitter gesperrt.

Daniel

Null Prozent.

Markus

20%. Ich glaube schon, dass wenn da irgendein dummes Statement von sich gibt, was gegen irgendeine Policy von Twitter verstößt, kann ich mir schon vorstellen, dass da Jack Dorsey dann eben erst recht eins auswischen will und sowieso die Hälfte der Twitter-Follower schon auf irgendwelche neuen Plattformen gewechselt sind. Also nicht ausgeschlossen.

Daniel

Ja, ich sag 0%, weil nach all diesen Irrsinn, dass er immer noch auf Twitter ist und er ist halt so ein bisschen, weißt du, er ist so ein bisschen wie dieser irre Clown, den man ab und zu einfach mal braucht auf einer Party. Weißt du, ich meine, eigentlich willst du den ja nicht haben, aber du kennst den, der irgendwie zehn Shots am Hirn hat und dann sagt, ja genau, und dann sagt, wetten, dass ich schaffe, eine Flasche Essig zu ächsen und sagt, nee, ich glaube nicht, dass du das schaffst. Zeig doch mal. Du weißt, was ich meine, oder? Ich meine, das ist jetzt schon eine Weile her, aber ich hatte tatsächlich genauso einen Freund und der war super, aber der war halt immer der, wenn er das Taschengeld hatte. Flo, du weißt, falls du zuhörst, you know who you are. Der einfach jedes Mal, wenn sein Taschengeld gekommen ist, sich richtig niedergeballert hat und dann am Ende immer genauso gekommen ist, gesagt, wetten, dass ich schaffe, den Essig zu ächsen. Und man sollte sagen, nein, das brauchst du nicht. Nein, nein, beruhig dich. Und irgendwann sagt man, nee, zeig mal. Und du weißt was. Und das ist halt so ein bisschen mit Donald. Und jetzt, wenn er nicht mehr US-Präsident ist, der wird er noch so ein bisschen tweeten, ein paar boshafte Sachen sagen und dadurch aber auch, ich mache Twitter auf, um Donald zu sehen. Zurzeit.

Markus

Ja, ich meine, ein sehr guter Punkt. Dann ist er auch sicher fürs Geschäft von Twitter der Donald natürlich ein wichtiger Faktor.

Daniel

Richtig, der ist absolut essentiell. Und ich meine, zurzeit, wie gesagt, es ist, ja, Twitter ist für mich eigentlich Donald Trump. Donald Trump und Erich Neuwirth, dank deiner Empfehlung. Aus völlig anderen Gründen. Völlig anderen Gründen. Also die beiden würde ich nicht in einen Topf werfen. Aber das sind so meine zwei Go-To-Profiles, die ich mir halt gerne ansehe. Ja, schöne nächste Frage. Kitzloch öffnet wieder.

Markus

What are the odds? Also dieses Jahr nimmer. Aber Dezember nächstes Jahr. 65%.

Daniel

65%?

Markus

Nicht, weil ich glaube, dass Corona hundertprozentig bis dahin vorbei ist, aber ich weiß halt auch, dass die Tiroler-Seilbahn- und Gastronomielobby schon eine starke ist. Und selbst wenn es noch so ein bisschen dahin geht mit ein paar Infektionen und so weiter, kann mir vorstellen, dass das trotzdem geöffnet wird.

Daniel

Meine Orts sind 100%. Wieder mal. Jetzt lehne ich mich ganz weit aus dem Fenster und ich fange an mit einer Erklärung. Ich liebe Österreich. Österreich ist meine Heimat und ich liebe dieses Land wahnsinnig. Ich bin länger hier zu Hause als irgendwo anders. Und ich bin Austrian by Choice. Well, not by birth, by choice. Aber jetzt müsst ihr ganz stark sein. Und ich liebe euch. Ich liebe euch so sehr und ihr könnt auch bitte verzeihen. Österreich ist nicht in der Geschichte nicht unbedingt jemand, der. Man vergisst ganz gerne Dinge hier. Du weißt, was ich meine. No, no, no, don't never happened. Totally not. Ich glaube, das wird dann schneller vergessen, als man so möchte. Kitzloch, ja, kennen wir, ist da drüben. Corona. Nee, die haben auch, die haben auch Bags. Viel, viel Bier. Sicherlich auch das mexikanische Bier. Ich glaube, das wird dann irgendwann vergessen und Business as usual. Und dann sind die anderen schuld und dann ist auch gut so. Das waren sicherlich die Touristen. Und dann ist ganz gut. Und die Touristen werden es bestimmt lieben, dafür Fotos zu machen. Ganz ehrlich, das wird ein Macabra-Place und dann wird es wahrscheinlich extra Shots geben, den Covid-19, den du dort trinken kannst, kostet 20 Euro.

Markus

Sehr realistisch, wenn man Ich gekämpft wird, ist er wollte.

Daniel

Wir wissen, das wird passieren. I shit you not. Und die werden sagen, hier ist nie passiert und drin gibt es T-Shirts zu kaufen, The Home of Corona. In einem Satz. Nö, das war hier nicht, das waren die Touristen. Willst du ein T-Shirt? Willst du ein Erinnerungsfoto? Hier hat der Erste gehustet. So, das klingt jetzt richtig räumig. Es gibt dann den Super Spreader, das ist auch noch so ein Drink, den kannst du dann mit deinen Kumpels trinken aus dem Eimer. Ich weiß, ich darf niemals in meinem Leben nach Kitzel. Wird wahrscheinlich so ein Schild aufgehängen, wenn der Bärtige kommt, sagt, nein.

Markus

Kitzbühel ist woanders. Kitzlau ist ein Ischkül. Ach scheiße.

Daniel

Immer die Ausländer, oder? Meine ich doch. Ja, Ischkül, Kitzbühel. Spaß, jetzt werde ich gleich wieder ausgebürgert. Aber ich habe eh keine Staatsbürgerschaft. Ich darf das hier sagen. 100%, dass Kitzloch wieder aufmacht. Und same procedure.

Markus

Gut.

Daniel

Ja.

Markus

Bin ich wieder dran. What are the odds? Apple präsentierte ein Auto.

Daniel

Null. Einfacher Grund, Apple hat eine Zeit lang wirklich viele Expertinnen und Experten dazu eingekauft, hat alle möglichen Dinge gemacht, das zu kriegen, und hat eine Zeit lang meines Erachtens auch probiert, McLaren zu übernehmen. Weil sie einfach verstanden haben, da können wir schnell zukaufen, bla bla bla. Und sie haben vor zwei, drei Jahren das Thema wieder erledigt. Und ich glaube, dass Apple sogar ganz ehrlich sagt, wir brauchen keine Autos, weil wir wollen keine Hardware produzieren. Wir liefern die Software und durch die Software eigentlich den Automotive-Markt diktieren, sodass die Autos einfach nur ersetzbar werden. Und Apple sagt, Daten haben wir eh. Also deswegen 0%, dass sie Autos bauen, dass sie den Automotive Markt mit diktieren werden durch ihre Software. Ja, 100%, ganz klar. Aber null.

Markus

Da drüber zu gehen. Ich glaube schon, dass da so 20, 25 Prozent Chance gibt. Ich glaube auch, dass sie durch die Silicon Chips gelernt haben, wie viel jetzt schon auch möglich ist, nochmal an Performance, wenn man Dinge selbst macht. Gleichzeitig, ja klar, ist schon ein weiter Weg von Halbleiter bis zu einem Auto. Aber gleichzeitig, so wie Tesla fliegt und so wie halt E-Mobilität auch einfach gepusht wird von allen Seiten, kann ich mir schon vorstellen, dass sie da auch in Competition treten wollen. Aber ja, trotzdem unwahrscheinlich, aber ich sehe es noch wahrscheinlicher an als du.

Daniel

Uh, Markus, what are the odds, dass es ein neues Startup-TV-Format in Österreich geben wird?

Markus

Das ist ja wieder natürlich ein Wunschdenken. Aber ich sehe da schon auch Bewegung jetzt. Also ich sehe einerseits, wir haben vorher schon gesprochen, es wird eine neue Gründerzeit brauchen, es wird eine neue Gründerwelle brauchen. Ich glaube, von vielen Seiten ist erkannt worden, dass das Entrepreneurship hier in Österreich nicht den Stellenwert hat, den es haben sollte. Und Medien, mediale Formate sind da natürlich ein ganz wichtiger Träger. Das heißt, ich glaube, halt die Frage, ob das so schnell produziert werden kann, aber ich glaube 70, 80 Prozent. Ich sage 75.

Daniel

Ich sage 90. Also ich bin voll bei dir. Und natürlich muss man sagen, wir sehen das ja beide gleich. Und wir sind auch sicherlich sehr lästig. Und der ein oder andere Medienmacher denkt sich, die schon wieder. Jaja, wir schon wieder. Aber das genau in Line damit geht, dass wir sagen, Entrepreneurship muss komplett zugänglich werden wie Skifahren. Und das kann nur über große Medien gemacht werden, das kann nur über TV gemacht werden. Und wir sind natürlich auch beide der Meinung, es gibt ein Bild, das dargestellt wird, wie Entrepreneurship ist, das nicht zu 100% alles abdeckt. Und ja, sagen wir mal so viel, 90 Prozent. Das wäre richtig fein. Und fingers crossed, dass es auch so ist. Lassen wir es mal hier. Der geneigte Zuseherinnen und Zuseherin kann sich denken, dass wir da vielleicht ein bisschen rumgurksen im Hintergrund. Ja. Okay. Das ist historisch auch. Schauen wir mal, ob wir uns in einem Jahr richtig ärgern oder sagen.

Markus

Nein, nein. Machen wir schon. What are the odds? TikTok wird in Europa verboten oder zum Verkauf gezwungen.

Daniel

Puh. Puh, das ist eine spannende Frage. TikTok wird in Europa verboten oder zum Verkauf gezwungen. 15%, dass es in Europa verboten wird. Ich habe nicht den Eindruck, dass es stark genug ist, gerade, dass da wirklich eine Lobby dahinter ist. Und ich habe auch das Gefühl, Europa kann da verbieten, wie sie wollen. Das wird dann sowieso dann einfach weiterkommen. Deswegen glaube ich nicht und ich glaube auch nicht, dass es zum Verkauf gezwungen wird, nachdem es 2020 überlebt hat, durch all diese Turbulenzen und wirklich globale Berichterstattung zu dem Thema, damit das jetzt auch nicht passieren. Was sagst du?

Markus

Gut. Ich glaube auch, es ist sehr unwahrscheinlich. Hätte auch in diese Richtung getippt, jetzt muss ich überlegen, ob ich drunter oder drüber gehe. Ich sage 20%. Es ist nicht ausgeschlossen, besonders halt, wenn wir das Gefühl haben, da gibt es wirklich chinesische Manipulation und es wird genutzt, um auch da proaktiv Informationen einzusammeln und auch in die andere Richtung vielleicht auch Propaganda zu verbreiten. Da kann ich mir vorstellen, was das, was passiert, aber Europa ist noch weit weg von dem, was in Amerika gerade passiert in Richtung China.

Daniel

Puh, ja, die nächste Frage, what are the odds, dass es einen globalen Börsencrash gibt?

Markus

20%.

Daniel

20%. Magst du ein bisschen Kontext geben und sagst du, nee, 20% und Take or not leave it?

Markus

Ich glaube, das haben wir eh schon oft thematisiert, die Börsen sind massiv überhitzt. Es gibt eine Entkopplung der Realwirtschaft von der Finanzwirtschaft. Das liegt daran, dass halt viele Alternativen außer des Aktienmarkts und zum Beispiel auch Bitcoin einfach nichts hergeben an Rendite. Und das bedeutet einfach, dass die Nachfrage konstant hoch ist. Gleichzeitig entspricht aber das, was man davon redet, zukünftige Umsätze etc., entspricht nicht mehr wirklich den Werten einer Aktie. Das heißt, es gibt für mich immer die Möglichkeit einer Korrektur, wenn da halt in irgendeiner Form mal Leute proaktiv anfangen, Geld abzuziehen. Vielleicht auch, wenn eines Tages einmal die Staaten wieder das Geld ein bisschen einsammeln von diesen Unternehmenswerten. Aber das wird nicht im nächsten Jahr passieren, deswegen halte ich es insgesamt für sehr unwahrscheinlich, weil eben die ganzen Faktoren, die das befeuern, scheinen sich jetzt nicht zu ändern, zumindest von aus meiner Perspektive.

Daniel

Sehe ich auch ähnlich. Also ich glaube, irgendwann muss es zu einer Korrektur kommen, ganz klar. Aber ich glaube, ganz ehrlich auch, dass es ein Crash in der Form jetzt auch erstmal nicht geben wird. Ich glaube, Biden hat die Wahl gewonnen. Das ist sehr wichtig. Es gibt einen Impfstoff, der sehr, sehr vielversprechend aussieht. Das ist auch ganz gut. Und das ist schon recht vielversprechend. Und ich glaube, ganz ähnlich wie du, ja, ich muss es noch irgendwo beziffern. Ich sage 10%. Ich hoffe, es stimmt auch. Weil natürlich, ganz klar, stell dir vor, man kommt jetzt drauf, dass Biden morgen früh tatsächlich die Genitalien abfallen, weil die Impfung nicht gepasst hat. Und die Impfung ist ein riesen Hoax. Ja gut, dann haben wir ein Riesenproblem. Wird es aber nicht sein, das wird alles gut funktionieren. Ich glaube, nächstes Jahr wird wirklich, naja, wir wollen es nicht verschreien, aber ich glaube, es wird wirklich ein Aufbruchjahr. Mit viel Veränderung. Weil wir uns alle, glaube ich, von diesem Schock erholen müssen. Und wenn man anpackt, dann passieren auch gute Dinge. Und ich glaube, man muss einfach sagen, ja, die Antwort ist, 2021 wird ein Jahr, wo man einfach macht und Dinge anpackt. Und das ist sehr vielversprechend. Also glaube ich, dass die Börse das auch sicherlich zeigen wird. Aber ja, die Tech-Aktien sind schon ein bisschen sehr krass überbewertet. Viel Hoffnung in der Börse, wenn wir uns Tesla anschauen, puh, das ist schon okay. Ist es so viel wert? Zu Recht, ja, sicherlich, aber natürlich auch sehr viel Erwartungshaltung drin. Und irgendwann wird sich das mal ein bisschen korrigieren.

Markus

Jawoll, ja. Bonusfrage. Bonusorts. Oder die Orts, Daniels Bart wird nochmal länger sein als Markus Haare.

Daniel

Wirklich? Null Prozent. Tatsächlich sagt meine Frau dann immer so, mein Freund, jetzt ist wieder lange genug. Jetzt muss ich wieder runter. Das ist ganz einfach. Es sagt immer so ein schmaler Grad zwischen Fundamentalist und Hipster. Und wenn es zu lang ist, schaue ich aus wie ein Fundamentalist.

Markus

Aber jetzt hast du jetzt meine Variable in dieser Gleichung beurteilt. Was ist, wenn ich mir eine Glatze schneide?

Daniel

Oh, ja, nein. Not gonna happen. Außer die Corona-Afterparty wird so krass. Genau, you never know. Aber ich habe so den Eindruck, Glatze ist nicht so dein Ding. Deine männlichen Vorfahren hatten auch alle Haare. Ja, schon. Oder? Ja, ja. Also insofern, nein, nein. Also 0% sage ich. Was sagst du?

Markus

Ja, ich hätte jetzt auch nicht viel Chancen gesehen. Fünf Prozent.

Daniel

Okay, okay, okay. Das heißt, es könnte auch noch eine krasse Party in Kitzloch kommen. Wo du den Superspreader alleine trinkst. Und dann wachst du auf mit der Katze. So so. Wenn dann nur gemeinsam, Daniel. Ich darf da ja nicht mehr hin, ich habe da sicher ein Haus verbot. So ist so. Hätte ich gesagt, du bist Kitzloch ist in Kitzbühel.

Markus

Ja, such mal das Kitzloch in Kitzbühel und wir treffen uns dann in Istel.

Daniel

Es gibt sicher Aufstandort. Ist ja doch was für Touristen, oder? Home of the Corona. Kannst du auch noch Corona verkaufen für 5 Euro? Kannst du es auf Instagram teilen, dass du ein Corona trinkst im Kitzloch?

Markus

Ja, der Marketierend.

Daniel

Totally happening, oder? Das ist like Totally Happening. Passiert wahrscheinlich jetzt schon. Nein, Spaß, Spaß, Spaß. Passiert jetzt nicht. Stimmt nicht. Okay, schöne Bonusfrage. Haben wir noch andere Bonusfragen? Nein. Das war's. Okay. Puh. Puh. Ja, du, puh. Interesting. Ich glaube, da wäre echt viel dabei. Schön, dass wir eine Rechtsschutzversicherung haben. Ein paar auch Dinge, da muss man sagen, nee, komm, das war hart an der Grenze, aber. Ist ja auch völlig okay. Ja, ich bin gespannt. Also 2021 schauen wir uns das Ganze dann an von unser Medienpalast, den wir bis dann aufgebaut haben, an und begutachten, wie gut wir das finden.

Markus

Jawohl, auf ein besseres 2021.

Daniel

Weißt du was? Ich glaube, 2021 wird auch das Jahr sein, wo man mehr polarisieren muss. Und wo man, glaube ich, auch stärkere Statements wieder bringen muss. Das ist noch eine Prediction. Ich glaube, das muss das Jahr sein, wo man sagt, weißt du was? Finde ich nicht gut. Bleck mich doch. Sehr gut. Jetzt waren wir alle so ruhig und hatten so Angst, Leute zu erfänden. Offenden wir doch ein paar Leute.

Markus

Die Mitte muss wieder Stellung beziehen. Ich finde nicht, dass die Extreme dort draußen noch lauter ihren Blödsinn verzapfen müssen.

Daniel

Ja, die nicht, nein, um Gottes Willen, die haben schon genug gemacht. Also schlimmer geht es gar nicht. Aber ich glaube, dass die Mitte auch ab und zu mal einfach sich trauen muss, auch ein bisschen mehr offensive zu sein, weil dann passieren auch Dinge. Weil dann entsteht Reibung und durch Reibung entsteht Energie und wenn Energie entsteht, entsteht Neuerung. Es ist ganz einfach, wenn alle schweigen und dann schweigen heißt Zustimmung. Und da muss man auch irgendwann sagen, nee, will ich nicht, mehr habe ich keinen Bock mehr drauf. Na gut. Let's do it.

Markus

Wird 2021 das Jahr der Reibung.

Daniel

Ja, damit schließen wir dieses Thema. Das ist aber ein sehr feines Schlusswort. Ja, nein, ich meine, das ist interesting. Ich bin auch gespannt, wie das Ganze jetzt als Videoformat funktioniert. Auch da muss man auch sagen, ganz ehrlich, als wir unseren ersten Podcast gestartet haben, hatten wir keine Ahnung, was wir machen, haben einfach die Dinger hingestellt und gesagt, probieren wir mal. Das war auch ganz ähnlich jetzt. Und nö, und ich finde, wir haben auch immer gesagt, schau, wenn du etwas neu machst, ist es immer so, natürlich kann es besser gehen, aber man muss es einfach mal machen und lieber nicht überdenken und dann Perfektion bauen. Es passiert nichts, sondern einfach mal machen, schauen und dann entstehen. Ich bin sehr neugierig, wie es funktioniert. Die Views werden natürlich auch zeigen, ob wir drei Views nach acht Monaten haben oder ein paar hundert oder wie auch immer. Das sollte man auch tun. Und ich freue mich drauf und ich glaube es war ein schönes Jahr. Also so gemeinsam. Jetzt wird es romantisch. Und freue mich drauf. Ja, wir machen wir machen jetzt natürlich eine kurze Pause. Und ich denke, wir sollten auch schauen, ob es auch Sinn macht, dann zusätzlich einfach immer jede Folge so ein bisschen mit mitzufilmen oder gleich live zu streamen. Ich finde das aber ganz smart, weil Bewegt Bild kommt ja auch scheinbar. Also insofern. Ja, fine. Da würde ich sagen, pass gut aufeinander auf. Take care, stay safe. Gut, die Hände waschen, öfter mal lüften zu Weihnachten. Und 2021 ist bald da. Wir freuen uns auf 2021. Oder? In dem Sinne, take care, stay safe und bis bald. Fue Weihnachten allerseits.