Future Weekly
Die zwei Startup Veteranen Daniel Cronin und Markus Raunig sprechen mit jeder Menge Humor über Technologie, Unternehmertum und die Zukunft. Jeden Donnerstag analysieren sie die interessantesten News der Woche und küren Rockstars, die die Welt von morgen prägen. Jeden Sonntag begrüßen sie im Deep Dive visionäre Gäste für einen Blick hinter die Kulissen aktueller Trends und formulieren gemeinsam Moonshots & Predictions. Ein Podcast der verschiedene Welten verknüpft und mit mutigen Thesen inspiriert.
Future Weekly
#5 - Startup Beauftragter, Zukunftsperspektive Europa, 4 Tage Woche
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Markus Raunig und Daniel Cronin diskutieren diese Woche, ob ein Startup-Beauftragter der Bundesregierung helfen wird, wie man Europa zurück in die wirtschaftliche Champions League führen kann und ob eine 32 Stunden Woche Zukunft hat.
Mehr dazu:
- Die Ankündigung zum Startup Beauftragten: https://www.trendingtopics.at/schramboeck-wird-eigenen-startup-beauftragten-ins-wirtschaftsministerium-holen/
- Mehr zu unserer Empfehlung eines Startup Beirats: https://www.austrianstartups.com/home/austrian-startup-agenda/
- La French Tech: https://lafrenchtech.com/en/
- Dominic Cummings Job Ad für Misfits: https://dominiccummings.com/2020/01/02/
- Interview mit Christian Miele: https://www.gaborsteingart.com/podcast/https-dasmorningbriefing-podigee-io-372-neue-episode/
- Wie Europa digital verschlafen hat: https://www.netzoekonom.de/2018/06/24/wert-der-plattform-oekonomie-steigt-im-ersten-halbjahr-um-1-billion-dollar/
- Brief von Blackrock CEO Larry Fink: https://www.blackrock.com/ch/privatanleger/de/larry-fink-ceo-letter
- Interview mit Startup Grüder Martin Poreda zur 4 Tages Woche: https://www.trendingtopics.at/hektar-nektar-4-tage-woche/
- Shopify CEO Tobi Lutke zu 5 kreativen Stunden pro Tag: https://twitter.com/tobi/status/1210242188870930433
Hast du Feedback oder Themenvorschläge für nächste Woche? Wir freuen uns über deinen Input per Mail an md{at}austrianstartups.com.
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag und guten Abend und herzlich willkommen zu Morning Moonshots, dem Starter Podcast. Ich bin Daniel und du bist der Markus. Gratuliere! Es ist wieder ganz gut. Wir sind mittlerweile beim fünften Podcast angekommen und zunächst das Allerwichtigste, wenn du uns jetzt noch nicht zum ersten Mal hörst, dann bitte like uns, zeig uns deine Liebe und du kannst uns natürlich sowohl auf Apple Podcasts als auch auf Spotify abonnieren. Da gibt es einen Button, den du drücken kannst, folgen, abonnieren oder wie auch immer. Wenn du das nicht hinbekommst, dann frag den nächsten Menschen neben dir, der hilft dir sicher. Oder? Klingt gut. Ich finde auch, weil das ist unsere Währung. Wir sind natürlich sehr, sehr, sehr neugierig und das hilft uns auch sehr, wenn du das Ganze wieder nicht verpassen möchtest. Es ist viel passiert wieder in der letzten Woche. Für mich ist das Lustige ist, man merkt, die Feiertage sind endgültig vorbei. Ich weiß nicht, wie es dir geht. Bei mir ist es so, die ersten zwei Wochen waren so ein bisschen langsam, seit dieser Woche ist wieder volles Tempo. Man merkt, das Jahr ist wieder gestartet.
MarkusJa, bei mir war die erste Woche auch schon recht hart, weil da kam das Regierungsprogramm raus. Stimmt, da gab es auch eine schlaflose Nacht, aber nein, ich verweise, was du meinst. Man merkt es schon auch an den Leuten in der U-Bahn und an der generellen Betrieblichkeit, die so herrscht.
Was ein Startup-Beauftragter für Österreich bedeutet
DanielUnd Parkplätzen. Parkplätze. Es gibt erstaunlich wenig Parkplätze, wie da man merkt, alle sind wieder zurück, aus wo auch immer sie Urlaub machen, Kidsbild oder Bali oder keine Ahnung, was irgendwas dazwischen. Ja, du hast es schon angesprochen. Es sind ja einige Themen. Ein Thema hat uns als Community in den letzten ein, zwei Tagen doch ein bisschen sehr beschäftigt und auch den einen oder anderen ein bisschen auch emotionalisiert. Wir haben gelesen, da gibt es eine Sache, die nicht passieren soll und eine Sache, die passieren soll. Nicht passieren soll, soll ein Startup-Beirat, den wir sehr klar fordern, wir als Austrian-Startups. Was passieren soll, ist ein Start-up-Beauftragter. Ja. Und ich finde das so mittelprickelnd, muss ich ja persönlich sagen, weil ich finde das immer sehr schwierig, dass so ein extrem wichtiges Thema an einer Person hängt. Natürlich, idealerweise, ist es eine Person, die alles großartig macht. Die Wahrscheinlichkeit ist natürlich ganz hoch, dass das eine Person ist mit gewissen Perspektiven, Know-how, wie auch immer. Und vielleicht könnte das auch zu einer sehr eindimensionalen Perspektive führen. Wie siehst du das Thema Startup-Beauftragter?
MarkusIch glaube, es hängt sehr stark vom Setting ab. Also ich bin wie du der Meinung, dass ein Startup-Beirat ein sehr wichtiges Instrument wäre, aber unabhängig davon auch ein Startup-Beauftragter eine Chance sein könnte. Ich sage ihr bewusst könnte, weil dafür müssen viele Dinge richtig zusammenkommen. Ich glaube, es braucht einerseits das richtige Setting und andererseits dann auch die richtige Person dafür. Und wenn wir vom richtigen Setting sprechen, dann bedeutet das für mich ganz klar, dass diese Person das höchste Backing bekommt, was es in der Bundesregierung gibt. Das heißt, dass sich Bundeskanzler und Vizekanzler hinter diese Person stellen und ihr quasi das Pouvoir geben, auch wirklich Dinge umzusetzen und sehr eigenständig zu erkennen. Der zweite Punkt, es soll viel Freiraum auch zur Gestaltung da sein. Ich glaube, es müsste überministeriell sein. Also das sollte jetzt nicht eine kleine Stabsstelle vom Digitalministerium sein, sondern etwas, das auch unterschiedliche Ministerien da in die Pflicht nehmen kann. Und ich glaube, sowas bräuchte auch ein Budget.
DanielDarf ich kurz einhaken? Ja, ich bin ja voll bei dir. Und meine Sache ist die, wenn wir gehört hätten, es gäbe einen Startup-Staatssekretär oder ein Startup-Minister, hätte ich mir gedacht, ja, das ist richtig gut. Dass es ein Startup-Beauftragten klingt, klingt für mich so irgendwie von der Wichtigkeit hinten links, irgendwo ganz unten angesiedelt und reportet an und reportet an und reportet an und ist X-mal Filter, bis etwas angekommen ist. Das ist meine große Sorge. Und das ist das, was ich in dem Namen Beauftragter lese, weil ein Beauftragter handelt im Auftrag von jemand anderem und hat meines Erachtens eben nicht diese Execution Power, die wir scheinbar ja beide meinen, die es bedarf.
MarkusJa, jetzt ist es Linguistics, das tut mir auch schwierig, dagegen zu argumentieren, weil tatsächlich um dieses ideale Setting zu erreichen, bräuchte es sehr viel Mut, und ich glaube, man muss uns, glaube ich, erst beweisen, dass man den hat. Ich glaube aber schon, dass man, wenn man sich das international auch anschaut, zum Beispiel Frankreich hat ein sehr schönes Beispiel, da gibt es The French Tech Mission oder La French Tech. Das ist eine Organisation, die an und für sich aus so einer Position entstanden ist, aus einer Start-up-Beauftragten. Kurze Frage, wann war das, um das zeitlich einzuordnen? Ich glaube, so circa vor zwei Jahren wird das gewesen sein. Und dort hat sich daraus fast eine eigene Organisation innerhalb des Staatsapparats gebildet, die sich sehr stark auf die Fahnen geschrieben hat, dass man Startups in dem Land fördern will. Und die sind mittlerweile mit einem Budget von 13 Millionen ausgestattet, allein für das operative Umsetzen der Dinge. Darüber hinaus noch einmal ein, ich glaube, 300 Millionen Euro Budget für Investments in Startups. Also die sind dann quasi dieses Thema des Fonds auch gleich included. Und diese Person hat sehr, sehr viel Gestaltungsspielraum. Also auch bewusst bekommen von Macron, der sich voll hinter sich gestellt hat. Und die kann jetzt auch sehr proaktiv mit viel Eigeninitiative in Ministerien reingehen und sagen, schaut für Startups, ist das ein Problem? Lasst uns einen Kompromiss finden, wie das besser geht. Da gibt es jetzt zum Beispiel die Möglichkeit, so dass wie bei uns die Gewerbeordnung ist, was es sehr schwierig macht, Unternehmen in einem gewissen Bereich schnell zu gründen. Dort gibt es jetzt eine relativ flexible Sandbox, wo einfach, wenn man mit viel Transparenz an die Sache rangeht, mal für ein Jahr keine Regularien auf sich nehmen muss. Und diese Flexibilität ging aus durch eine Initiative dieser Startup-Beauftragten. Und die sind dann quasi auch der Anspruchpartner für die Startups und die sprechen auch die Sprache der Startups. Also das ist einfach ein deutlich besserer Zugang zu den Ministerien, als sie derzeit bestehen.
DanielJetzt bin ich aber neugierig. Also ich möchte jetzt nicht so negativ rüberkommen. Aber als ich das gelesen habe, wie man so auf ja, so, so, so, so, mein Gott, den Begriff habe ich lange nicht gehört, ob ich sag mal so Norddeutsch oder was auch immer sagen würde, ey, da kriege ich so einen Hals, wenn ich das für Start-up beauftragte. Weil ich finde es ja ganz, ganz toll, wenn es einen Ansprechpartner oder Partnerin für dieses Thema gibt. Das finde ich ja auch fein. Aber was für mich so im Subtext von Startup-Beauftragter ist, und ich glaube, wenn man sich so ein bisschen das angehört hat, dann hieß es, wir werden in den nächsten Monaten mit der Suche beginnen nach dieser Person. So hatte ich das so ungefähr gehört. Und dann sagst du, okay, ja, Startup-Bauftragten gibt es in Frankreich seit ungefähr zwei Jahren. Das heißt für mich, ist irgendwo, bis da etwas passiert, vergeht richtig viel Zeit. Und meine große Sorge ist ja die, dass dann jemand kommt, eine Person, die sich erstmal einarbeiten muss und die dann selber beginnt, eine Art Übersetzungsleistung zu bringen für die Dinge, die erkundigt werden. Für mich ist so, my God, we have 17 von 19 von 37 Punkten von unserer Austrian Startup Agenda. This is im Regierungsprogramm. It's so clear meines, was essentially. Denn we are not unbedingt auf Platz 1 oder 2 oder 3 im internationalen Vergleich mit unserem Standort, sondern we are optimistisch auf einer ausbaufähigen Position. Und das klingt mir nach too little, too late, um wirklich große Sprünge zu schaffen.
MarkusYeah, vollkommen richtig. Ich glaube, damit wir irgendeine Chance haben, hier eine Rolle zu spielen, muss das sehr, sehr schnell passieren. Und es muss, wie gesagt, mit sehr viel Schwung auch passieren. Also da muss schon auch was dahinter sein.
DanielUnd da gibt es jemanden, ich finde immer ganz cool, den Podcast von Joko Willing. So ein eigener Typ ist umstritten und er spricht von zwei Dingen, die mir immer gefällt. Er spricht von the violence of action. Ich mag das. The violence of action heißt die Brutalität der Umsetzung, das zu tun. Weil wir wissen beide natürlich im Starter-Bereich, es geht nicht um die Planung. Cool, finde ich, hätten wir ja zu größtenteils abgeschlossen, sondern es geht darum, es zu machen. Und er sagt, you've got to be willing to do things your competitor is not willing to do. That's how you win. Und natürlich kann man darüber sprechen, ja gut, ja, fine. Damit meine ich jetzt nicht umlauteren Wettbewerb oder böse Dinge, sondern ich meine damit, neue Dinge zu machen. Brutaler in der Umsetzung, mutiger in der Umsetzung, schneller, damit wir in irgendeiner Form aufholen. Und das ist das, was mir einfach so extreme Sorgen macht. Und dass es eine Person ist. Weil, sind wir uns ehrlich, wenn die Person großartig ist, cool. But was ist, wenn die Person nicht ideal ist?
MarkusDann haben wir einen Gatekeeper, der verhindert, dass the messages, die oder die needs that the community has, are on the rich steps, derived the scene fair from the Entscheid. When this falsch besides, when there's a falsetto, then is this not hilarious, but a shit in the falsive rich.
DanielAnd we have let's say okay, it is worth it, the Standort Österreich so in the digitalisier zu bringen. And what Bauchschmerzen macht by this role is that we're in a position that it's on a person hängt. And that is so, stell dirt vor, man würde sagen, I had a job for dich. Da gibt es natürlich Leute, die sagen würden, ist cool. Andere würden sagen, um Gottes Willen, aber für mich ist es so, wenn ich mir denke, Austrian Startups gibt es jetzt seit, mein Gott, wie lange ist es seit 2013. Also bald sind es sieben Jahre. Richtig, sieben Jahre gilt es uns. Und da sind so viel Arbeit und so viel Liebe und so viel, so viel, so viel Herzblut reingeflossen. Und jetzt sind wir abhängig von der Besetzung von einem Posten. Das macht mir schon richtig Bauchschmerzen, weil ich hasse es, das Schicksal, das eigene Schicksal in die Hände einer anderen Person zu geben. Wenn da drei, vier, fünf, sechs Leute dabei sind, dann wird da schon jemand dabei sein, aber eine Person. Jetzt haben wir aber lange genug geraunst. Das ist so, das können wir alle gut. However, wir sind natürlich Unternehmer und Unternehmerinnen, wir wollen umsetzen. Jetzt sagen wir mal, gut, wir haben unsere Unzufriedenheit darüber grundsätzlich getan. Jetzt haben wir aber, müssen wir akzeptieren, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, dass es eine Person sein wird. Jetzt würde ich sagen, wenn wir sagen, in einer idealen Welt, angenommen wir würden jetzt diese Job Description schreiben, was muss diese Person mitbringen? Und vielleicht in einem ersten Schritt und in einem zweiten Schritt, welche Befugnisse muss diese Person haben, damit es funktioniert, sodass wir sagen, und ich sage, ich habe mich geirrt. Das war eine großartige Idee. Und ich hoffe so sehr, dass ich in Podcast 25 sagen werde ich, dass ich mich in Podcast 5 mit meiner Perspektive geirrt habe. Job Description.
MarkusFangen wir mal an. Das ist erstmal das Wichtigste, er oder sie muss anfangen, ja, stimmt. Also ich glaube, einerseits muss es eine Person sein, die nahe an der Start-up-Szene dran ist anders, was da abgeht. Meinst du, das muss eine Gründerin oder Gründer sein? Nicht unbedingt. Ich glaube, es ist natürlich eine Gründungserfahrung prinzipiell hilfreich, weil mehr kannst du nicht dran sein. Aber gleichzeitig ist es wahrscheinlich auch die Art und Weise, wie viele Gründer an die Sache angehen und die Ungeduld and the Handlungswille etwas, was im politischen Geschäft sehr schnell auch frustriert werden kann. Das heißt, da muss es schon jemand sein, der meines Erachtens nahe an der Startup-Szene dran is, aber trotzdem auch ein gutes Verständnis vom politischen System hat und in irgendeiner Form auch meines Erachtens schon politische Ambitionen braucht. Weil das tut man sich halt auch nur an auf die Dauer, die es brauchen wird, um was weiterzubringen, wenn man in diesem System auch eine Zukunft sieht.
DanielMeine Güte, hast du auch charmant formuliert. Das heißt, du meinst, ein Gründer oder Gründerin, die selber dabei sind, werden wahrscheinlich zu schnell zufrustriert werden, weil sie schnell lernen, so ganz läuft es nicht, wie wir uns das denken.
MarkusOhne Frage. Ich meine, der Staat ist einfach extrem langsam. Das ist einerseits ein Problem, es liegt aber auch halt in der Rolle, die der Staat erfüllen soll. Da geht es halt viel mehr um Verlässlichkeit, da sind Fehler einfach auch deutlich unerwünschter als bei startups. This is a ganz and setting. And there is a bureaucrat bewusst in the system verankert. Muss ja auch so sein. So is it. So insofern passieren processes that so easy are wicker that this position in a setting is that really unabhanged from classical hierarchies and bureaucraties. This is really the learning that in the positive error in France can be superministerial and this is free-floating. And when a grinder with a problem to you comes, she answered, okay, where is this problem for anything in which ministerium? And then proaktiv in this ministerium remains and say, Shots, this must we end up, where unser. And what can we for Kompromisse finden? Oftenändering. And often a kleiner Kompromiss for Startups, that feeler umzusetzen is. Und das ist einfach eine Lösung auf der Ebene, um ein Problem schneller zu lösen. Das heißt nicht, dass man im Hintergrund nicht auch die grundlegenden Strukturen hinterfragen muss, aber so schafft man einen gewissen Speed.
DanielDa muss ich nochmal kurz nachfragen. Also du sagst, okay, freie Hand, bin ich auch im Übrigen bei dir. Das heißt, diese Person muss natürlich, also um zusammenzufassen, gründungsnahe sein oder zumindest verstehen, wie Startups funktionieren, aber wahrscheinlich nicht Gründe, weil wir zu schnell frustriert werden, könnten wir uns vorstellen. Muss Politikerfahrung haben und wissen, was daraus ankommt, muss die Hierarchien kennen, braucht eine freie Hand. Wir sagen, muss eine Anlaufstelle für Probleme sein. Diese Person muss dann natürlich, glaube ich, aber auch genug andere haben, die sie kennt, um zu validieren, ob diese Probleme relevant sind. Margrethe Schramberg sagt ja auch, es geht auch darum, in der Umsetzung mit uns Startups Kontakt aufzunehmen. Was noch?
MarkusJa, das, was du gerade angesprochen hast, diese Umsetzungskompetenz ist, glaube ich, ganz essentiell. Ich glaube, es braucht keine Person, die sich jetzt erst recht wieder sehr stark damit beschäftigt, Input und Ideen einzuholen, weil das gibt es ja. Da sind wir im Regierungsprogramm schon auch drin, da haben wir die Austrian Startup Agenda. Es geht eher darum, wie setzt man das möglichst effizient so um, dass das auch wirklich hilft.
DanielWeißt du was, wenn wir da so drüber diskutieren, habe ich so das Gefühl, wenn der Startup-Beauftragte oder die Startup-Beauftragte als ersten Schritt gedacht wird, weil es klingt für mich ja nicht wie jemand, der das alleine lösen kann, sondern wie jemand, der ein Team aufbauen muss. Wenn das die Intention ist, glaube ich, dann ist das ganz gut. All diese Funktionen und Aufgaben in einer Person, glaubst du, wäre das lösbar?
MarkusIch glaube, eine Person kann das Gesicht sein. Ich glaube auch, dass es wichtig ist, dass eine Person Ownership hat und in irgendeiner Form auch Skin in the Game hat, also etwas zu verlieren hat, wenn diese Person es nicht schafft, diese Dinge umzusetzen. Aber natürlich, um wirklich PS auf die Straße zu bringen, wird das alleine schwierig. Das sieht man auch am Beispiel Frankreich, wo eben mittlerweile eine Organisation daraus geworden ist aus diesem Beauftragten und auch ein Budget dafür da ist, hier auch wirklich Projekte umzusetzen.
DanielDas heißt, wir könnten Austrian Startups an die Bundesregierung exiten.
MarkusDas ist eine sehr philosophische Diskussion. Ich glaube, wenn man sich jetzt Frankreich als Beispiel anschaut, Austrian Startups ist unabhängig davon ein ebenso wichtiger Faktor, weil es eben eine unabhängige Organisation ist. Schon klar. Ich muss ab und zu blöde Kommentare stellen. Ich glaube, ich bräuchte es extern eine, die das überprüft und auch immer wieder in Frage stellt, weil das ist ja auch unsere Aufgabe.
DanielSehe ich auch so. Nein, um Gottes Willen, um es richtig zu stellen. Klar, ich habe mir nur einfach gedacht, ich sehe es genauso, es muss eine Organisation aufgebaut werden. Das heißt, wir brauchen eigentlich auch eine Person, die auch die Weitsicht hat, das zu machen. Du hast gesagt, Skin in the Game. Das ist für mich auch mal ein ganz, ganz, ganz wichtiger Faktor. Was meinen wir damit? Einfach Erfolg und Misserfolg muss ich natürlich auch irgendwo auf die Person auswirken. Weil wenn ich Skin in the Game habe, heißt, wenn es funktioniert, cool, wenn nicht, tue ich mir weh. Das ist auch etwas. Und natürlich, was wir auch immer wieder sehen, das ist auch so meine Erfahrung im Umgang mit Konzernen, wenn so etwas nicht direkt beim C-Level, beim CEO aufgehängt ist und den Sanktus dessen hat, dann ist das eigentlich schon von vornherein zum Scheitern verurteilt. So mein Learning, wenn es da um Innovationszielen gibt, weil das ist sehr weitreichend.
MarkusEs braucht eine klare Rückendeckung vom Bundeskanzler. Es muss der Bundeskanzler sich auf einen Podest stellen und sagen, diese Person hat meine volle Rückendeckung und die wird jetzt da aufräumen. Und dann kann da auch was passieren. Weil wenn diese Person irgendwo anders angesiedelt ist an unterer Stelle und der geht in ein Ministerium und sagt, Schatz, das ist ein Problem, das müssen wir ändern, folgender Vorschlag und die sagen, ich lasse mir von dir nichts sagen, und gehe petzen zum Bundeskanzler, dann geht nie was weiter.
DanielJetzt lehne ich mich nochmal bewusst aus dem Fenster und sage, könnten wir anhand eines Organigrammes, wo diese Person aufgehängt sein wird, Erfolg oder Misserfolg schon mal ein bisschen ablesen? Das ist ja sicher ein sehr starker Indikator, ja. Glaube ich auch. Das heißt, vielleicht an der Stelle sollten wir sagen, bitte, bitte, bitte. Vielleicht könnten wir diese Wogen sehr schnell glätten, wenn wir wüssten, wo diese Person wirklich aufgehängt wird. Und vielleicht wäre das auch sehr, sehr, sehr spannend, für uns auch als Community da ein bisschen mehr beitragen zu können. Weil ich sehe es genauso, wenn diese Person in der dritten Hierarchie-Ebene, ganz unten links oder ganz unten rechts, das meine ich jetzt nicht politisch, sondern auf dem Organigramm, irgendwo angesiedelt ist, dann wissen wir eigentlich schon, o je. Während wenn wir eben sehen, ja, während wenn wir sehen, nein, nein, nein, das ist da und da und da verankert und er oder sie kann direkt Randale machen und hat ein bisschen Budget dazu und die Intention ist, dann können wir sagen, cool, finden wir gut. Weil wir als Community muss man nochmal sagen, wir wollen ja nicht bewusster uns querstellen, sondern wir freuen uns über alles, was passiert. Wir wären aber, glaube ich, langsam auch an einem Punkt angekommen, zumindest ich aus meiner Perspektive, wo es sehr schade wäre, wenn jetzt nicht etwas passiert, weil dann verlieren wir richtig Boden. Und das sehen wir so. Jetzt haben wir noch etwas, haben wir noch etwas vergessen, die Person muss natürlich auch die Umsetzungsfähigkeit haben. Das heißt, die Person muss wahrscheinlich auch noch irgendein gewisses Budgetgewalt haben, oder?
MarkusJa, Freiraum, ein Budget auch so einzusetzen, wie es notwendig ist. Ich glaube, das ist eben ganz wichtig, dass es nicht in irgendwie in eine Agentur eingegliedert ist oder eben, wie du richtig sagst, auf einer Hierarchie-Ebene, wo halt dann jemand entscheidet, okay, dieses Budget muss so eingesetzt werden und die und die Person muss da auf der Bühne stehen. Da muss Freiraum vorhanden sein. Weil das ist auch, wenn man sich anschaut, when man in einem bestehend system, was sehr rigid function in irgendeiner Form an Innovation auf die Beine stellen will, dann passiert das upsichts des derzeitigen Constructs. That can be anschauen. Deswegen kann man sich lustig in Großbritannien passiert. And then by Boris Johnson. And he had a blog post last week, or for two weeks, where he sure for the government, who are a blog post lies with a startup. And there will be the misfits and he will the Steve Jobs and so on, he will insert. And I think this is very sharp, that they in a government structure glutary, beziehungs.
DanielIch bin ja auch für mich lästig, oder? But natürlich, weil ich glaube, diese Person, diese Misfits, die werden wahrscheinlich nicht in eine Regierungsposition gehen und wahrscheinlich sehr schnell so frustriert werden, dass wir da rausgehen, weil sie nicht verstehen, wie das funktioniert. Nicht, weil sie doof sind, sondern einfach, weil die anders ticken. Sie sind Misfits, weil sie eben schlecht in Systeme reinpassen, sind aber auch unangenehme Aufzeiger, weil das ist, was sie tun. Ich finde vielleicht an dieser Stelle was, was vielleicht so extrem wichtig ist, und das ist nochmal nicht über, das muss man ganz deutlich betonen. Unabhängig ein Spaß besite, ob das nun ein Beirat oder ein Beauftragter ist oder was auch immer, ist mir persönlich tatsächlich fast egal, so that etwas is that with the community, with the actors, a standing is on the things by problems to diskutieren and um zu setzen.
MarkusThe role desirats is a laufe. Austausch zu mögen, weil Dinge verändern sich so schnell, dass es wichtig ist, dass das nicht nur einmal, jedes Mal alle fünf Jahre oder in Österreich wahrscheinlich eher zwei Jahre, wenn es neu war, ist das, was du mir jetzt gesagt hast. Dass da ein Input kommt, sondern halt laufen. Deshalb glaube ich, sei ein Beirat unabhängig vom Beauftragten, wäre das sehr sinnvoll. Und ich habe auch schon gesagt, ein guter Beauftragter macht das sowieso im Schwert.
Zukunftsperspektiven für Europa
DanielUnd weißt du, was ich auch an Beiräten so schön finde? Ich glaube ja fundamental an Beiräte. Und wenn man so ein bisschen so sieht, was ich die letzten Jahre gemacht habe, dann zieht sich das da auch immer wieder durch. Und das Schöne ist auch beim Beirat, man kann einen Kern haben und man kann rolierende Funktionen haben. Und das finde ich so spannend, weil ganz klar, wenn es um Thema A geht, dann habe ich halt die, die davon Ahnung haben und bei Thema B Thema B. Und vielleicht ist das mein größtes Problem. Es kann nur sehr schwer jemanden geben, die neutral alle Themen gleich behandeln werden. Es ist einfach meines Erachtens in der menschlichen Psyche eine große Herausforderung. Ich werde immer Themen haben, die ich spannender und weniger spannend finde. Und ja, ich sehe es auch so, wenn dieser Startup-Bauftrag dann am ersten Schritt natürlich, angenommen, diese Personalverantwortung ist so wie beschrieben, sowas einrichtet, dann ist das natürlich auch eine ganz sinnvolle Geschichte. Wir dürfen gespannt sein, was passiert. Ich glaube, wir haben es eben auch schon so ein bisschen angesprochen, dass natürlich Österreich nicht gerade ganz, ganz, ganz vorne mitmischt bei der Musik. Und wir haben ja beide den Christian Miele unlängst in einem Podcast gehört. Miele, richtig, Staubsauger. Das ist ganz, ganz, ganz alte Industrie, wenn man so möchte. Das ist der Sprössling der deutschen Miele-Familie, der seines Zeichens ja, er ist quasi du, Markus, nur in Deutschland. Also nicht von dem Staubsauger her, aber er ist quasi im Bund deutscher Startups, der neue CEO. Ist das auch bei denen der CEO? Ja, er ist Präsident bei Ihnen.
MarkusPräsident. Das ist gut. Er ist auch, glaube ich, hauptberuflich eigentlich Investor und macht das schon länger. Aber er ist ein Pendant, wenn man so möchte. Aber ja, in der Außenwahrnehmung ist immer ein Pendant. Und an und für sich, glaube ich, auch gut, dass in Deutschland da ein bisschen frischer Wind reinkommt. Und er hat, glaube ich, auch sehr gut, es war ein Podcast, wo er sehr stark analysiert hat, wie weit hinten eigentlich Deutschland im Tech-Bereich auch ist und wie sehr es wichtig sein wird, da auch aufzuholen. Sehr spannend darüber gesprochen, auch wie lange es schon her ist, dass ein deutsches Unternehmen wirklich weltweit bekannt geworden ist oder halt ein neu gegründetes deutsches Unternehmen.
DanielIch glaube, er sagt die SAP so ein bisschen.
MarkusGenau, die SAP ist da quasi der Punkt, über den er gesprochen hat. Was ich ein bisschen spannend fand, ist, dass er eigentlich gar nicht auf die europäische Dimension eingegangen ist. Weil das sehe ich eigentlich als Schlüssel zu einer gewissen Wettbewerbsfähigkeit. I think we can as einzelne 27, also bald 27 EU Staaten realistically not mithalten mit USA and China. And I then schaffen wir das nur in dem wir wirklich einen gemeinsamen Markt schaffen. And ich glaube, vielen ist auch nicht bewusst wie dramatisch the situation. When man sich anschaut from the 60 wertvollsten Tech-Unternehmen, dann sind 66% in den USA, 30% in Asien und ganze 3% in Europa. Das heißt, wir spielen aber sowas von gar nicht in der Champions League. Und okay, das ist jetzt nur ein Teil der Wirtschaft. Was man halt auch sagen muss, das ist ein immer, immer wichtigerer Teil der Wirtschaft. Also wenn man sich heute die wertvollsten Unternehmen anschaut, ich glaube die 7 der Top 8 sind alles Tech-Unternehmen. Und sind auch natürlich kein Europäer dabei, aber man merkt das auch mittlerweile schon an der Gesamtwirtschaftsleistung von Europa. Wir sehen, unter den 100 wertvollsten Unternehmen der Welt waren das 2010 noch 33 Europäer und mittlerweile sind es Nummer 20. Und 1960 hatten wir noch 36% vom globalen GDP und mittlerweile sind es Nummer 22. Wir müssen uns echt anstrengen. Und da ist die europäische Dimension, glaube ich, ganz zentral.
DanielUnd ich meine, da sind wir natürlich auch alle glühende Europäer und glauben natürlich auch ganz stark an den Standort. Wir haben es schon ein paar Mal in unserem Podcast durchklingen lassen. Aber wir wollen natürlich jetzt nicht so sagen, oh Gott, das Ende ist nahe. Aber so langsam sollten wir dann mal. Und ich glaube, das ist vielleicht auch so nochmal, um es überdeutlich zu sagen, wenn man dann natürlich zu langsam anfängt, Sachen zu machen, es ist ja nicht so, dass alle anderen schlafen und wir in Ruhe aufholen können. Und ich glaube, das ist ganz wichtig, auch was mir oft auffällt, ist, sei es EU, aber sei es auch die Bundesregierung in Österreich oder wo auch immer, ich habe immer das Gefühl, dass die glauben, die anderen tun nichts. Und wenn man dann mal auf Tempo kommt, wird wieder alles gut. Nein, nein, nein, die anderen geben richtig, richtig, richtig, richtig böse Gas. Und wir fahren dann auch immer auf ein bisschen Standgas rum. Und um relevant zu werden, müssen wir Dinge richtig schnell, richtig anders machen. Und das Zitat, das ich von Franjoko Willing gebracht habe, man muss Sachen auch anders machen. If God will be willing to do things your competitor is not willing to do, then we're not rich weight weg. Und wir heißen natürlich Morning Moonshot. Und ich möchte nochmal daran erinnern, da gab es die Ursula von allein, die ja vor kurzem gesagt hat, wir haben da ein paar Euro in der Tasche, wir haben da was vor, das wird Europas Moonshot. Hilfst du nochmal unseren Hörern und Hörern auf die Sprünge?
MarkusJa, hat über grüne Technologien gesprochen, wo man auch wirklich ganz nüchternerweise betrachtet sagen muss, ja, da hat sich generell weltweit noch recht wenig bewegt. Das heißt, da gibt es noch etwas to holen. Dieser Markt is erst in der Entwicklung. Und Österreich oder Europa in dem Fall ist relativ gut sogar, sag ich mal, in einer guten Ausgangssituation. Einerseits haben wir bei den Themen schon einiges, noch im kleinen Format, aber es hat sich einiges entwickelt. Also Österreich hat zum Beispiel tatsächlich Österreich in dem Fall einen recht erfolgreichen Green Tech Cluster. Und wir haben generell einen recht hohen Anteil schon an Nachhaltigkeitsstart-ups. Und wenn jetzt auch auf politischer Ebene ein klares Signal kommt, ja, das schreiben wir uns auf die Fahnen und das werden wir auch unterstützen, sowohl strukturell als auch finanziell, dann schafft das natürlich auch auf der finanziellen Seite Anreize, in diesen Bereich zu gehen. Und du hast ja.
DanielJa, ich meine, da gibt es, ich möchte aber gleich auf diesen Punkt kommen, auf den du hinwolltest. Und es ging dann natürlich um einen sehr interessanten Brief von BlackRock. Nicht der Schule in Irland, an der mein Vater war, sondern musste ich mal an der Stelle auch erwähnen. Sondern ich finde noch was interessant. Wir sind uns hier oft einig, dass man sagt, das ist ein Mindset, man muss das unternehmerische Mindset haben, wir müssen so viel lernen von Amerikanern, bla bla bla. Aber wenn ich uns da jetzt so zuhöre, dann würde ich mich aus dem Fenster lehnen und sagen, das Thema Mindset, wenn es um ökologisches Handeln geht, ums nachhaltige Handeln, da habe ich das Gefühl, dass wir in Europa meilend vor den anderen sind. Das wäre meine These. Und wenn man da sagen würde, das Mindset is everything, das wissen wir, es geht um Mindset, dann müssen wir nicht erst lernen, da können die anderen sehr viel von uns lernen. Und wenn wir sagen, okay, bei dem Unternehmerischen müssen wir noch viel aufhören, aber wenn es um ökologisches, nachhaltiges Denken geht, sind wir ganz, ganz, ganz weit vorne. Und wir müssen unseren Konsumenten und Konsumenten nicht mehr so viel erzählen wie den anderen, vielleicht ist das wirklich unsere große Opportunity, auf die wir so gewartet haben.
MarkusAbsolut. Ich glaube, wenn man Ethik in den Vordergrund stellt und generell, wenn man über Nachhaltigkeit spricht, nachhaltig heißt ja nicht nur, dass etwas umweltfreundlich ist, sondern dass etwas auch eine gewisse Fortdauer hat und dass etwas nicht nur kurzfristig ist. Und besonders, wenn man jetzt das Modell sieht, was in Amerika in den letzten Jahren doch etwas überstrapaziert wurde mit WeWork und so weiter, die halt sicher den Bogen etwas überspannt haben, ist das auch aus der Perspektive eine sehr spannende Möglichkeit für Europa, sich zu positionieren für ein neues, nachhaltiges oder eine neue nachhaltige Form des Unternehmertums.
DanielUnd da sehe ich sehr, sehr, sehr viel Opportunity. Nicht nur unternehmerisch, sondern auch einfach für unseren Standort, dass wir da gemeinsam zusammenrücken können. Und ja, du hast es eben angedeutet. Das Spannende ist ja, ich glaube, das Thema Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Ökologie ist immer so ein bisschen stiefmütterlich, das Thema behandelt worden in den letzten Jahren. Manchmal auch so ein bisschen belächelt worden, ach hier kommen wir noch doch. Und dann gab es, ich glaube, diese Woche von Larry Fink, dem Chef von BlackRock. Kannst du mal erzählen, wer BlackRock ist?
MarkusAlso BlackRock ist einer der größten institutionellen Investoren, haben unfassbare Mengen an Kapital und lenken so sehr stark auch die Dynamiken der Wirtschaft. Und BlackRock hat schon vor ein paar Monaten angekündigt, dass man sich jetzt dem Thema grüne Technologien und generell Nachhaltigkeit in der Wirtschaft mehr ermitteln will. Und jetzt diese Woche haben sie dem, glaube ich, auch jetzt mal Nachdruck vermittelt.
DanielAber sowas. Von Malary Fink hat einen Brief geschrieben, das macht er scheinbar mit einer gewissen Regelmäßigkeit. Und dort sagt er unter anderem, wenn wir der Meinung sind, dass Unternehmen und ihre Führungsgremien keine aussagekräftigen Nachhaltigkeitsinformationen bereitstellen, beziehungsweise kein Rahmenwerk für den Umgang mit diesen Themen implementieren, werden wir die Unternehmensführung dafür zur Rechenschaft ziehen. Holy shit, das ist eine Ansage. Das ist aber mehr als klare Worte. Und es geht weiter: BlackRock sei zunehmend geneigt, Vorständen und Aufsichtsräten die Zustimmung zu verweigern, wenn die Unternehmen beim Thema Nachhaltigkeit keine ausreichenden Fortschritte machen. Boom, das ist für mich, das habe ich ja, das war jetzt gerade aus dem Manager-Magazin vorgelesen, das kann man online so finden. Das ist nicht so, es wäre schön, wenn ihr da mal was hättet, sondern das ist mehr als die Route ins Fenster stellen und sagen, macht. Wenn nicht, habt ihr Probleme. Das zeigt aber auch spannend, dass es jetzt nicht, dass es nicht Grassroots, dass es jetzt von top down. Aber es begonnen hat es.
MarkusDas ist das Schöne, das man dann sieht, oder? Man hat vor zwei Jahren Grassroots begonnen as a movement, was da draußen passiert is. And then, weil auch the politics erkannt hat, okay, there passiert jetzt etwas, da gibt es auch für uns etwas to holen, ganz banal gesagt, sind sie auf den Zug aufgesprungen und haben natürlich auch auf diese Themen mehr anderer gesetzt. Und jetzt sieht man halt auch, dass die großen Institutionen danach ziehen. Und das ist schön, wenn man sehen kann, hey, as Grassroots Movement kann man etwas bewegen.
DanielRichtig, und das Interessante ist, es geht weiter bei der Aussage von Larry Fink. Er sagt, künftig wird Transparenz in Nachhaltigkeitsfragen immer stärker darüber entscheiden, ob sich ein Unternehmen das nötige Kapital beschaffen kann. Schon bald wird es zu einer erheblichen Umverteilung von Kapital kommen. Und das ist schon richtig krass. Und es geht noch weiter. Künftig werden wir Nachhaltigkeit zu einem wesentlichen Bestandteil unserer Portfolio-Konstruktion und unseres Risikomanagements machen.
MarkusDer Larry Fink ist, glaube ich, auch ein kluger Kerl, weil der erkennt halt auch die Zeichen der Zeit. Einerseits, sag ich mal, das auf der Consumer-Perspektive, wo mehr und mehr Leute auch wirklich drauf schauen, was sie kaufen. Also ich glaube, aus der Perspektive macht das Sinn. Und andererseits macht das aber auch aus der Investitionsperspektive von den Bedingungen Sinn. Weil, was halt jetzt auch die EU angekündigt hat, was auch im Regierungsprogramm steht, grüne Investments sollen begünstigt werden. Es soll einfacher werden, die sollen weniger Regularien haben. Das ist auch für ihn natürlich eine interessante Möglichkeit, eine interessante Chance, die er erkannt hat. Und das ist halt, sage ich einmal, auch die Effizienz des Kapitalismus, die man da sieht, wenn er richtig gesteuert wird, dann kann das sehr schnell auch zur Veränderung führen.
4 Tage Woche als Zukunftsmodell
DanielAlso wenn man so möchte, das ist schon eine riesige Opportunity für künftige Unternehmer und Unternehmerinnen, genau in diese Nische reinzugehen. Das ist keine Nische, das ist das falsche Wort, sondern in diese klaffende whatever it is. Zeitgleich heißt es auch für Unternehmen. Wir müssen jetzt richtig schnell mal umdenken, weil wenn auch so jemand sagt, Jungs, ich nehme euch da die Kohle weg und Mädels, dann ist das ganz schwierig. Die Kohle ist das richtige Wort auch dafür. Ich nehme euch die Kohle weg, dass ihr dann mal auch was Nachhaltiges macht. Man darf gespannt sein, was da passiert. Dann haben wir auch letzte Woche gesagt, wir würden gerne eure Fragen wissen. Was beschäftigt euch? Wir haben das auf Instagram gesharrt, auch auf Facebook und da gab es eine Reihe von Fragen. Und eine fand ich sehr, sehr spannend, also ich fand natürlich alles spannend. Da ging es darum, dass jemand gesagt hat, wie sieht denn das aus mit der Vier-Tages-Woche? 32 Stunden die Woche arbeiten, wie sehen wir, das ist ein spannendes Thema, das gerade auch passiert. Ja, wie sehen wir das denn?
MarkusDa war passenderweise auch heute eine Diskussion auf der Austrian Startup Pinroll dazu. Aufgrund eines Interviews, das dort gegeben wurde bei Trading Topics gegeben, von einer, ich glaube, einer Kommunikationsagentur, die das eingeführt hat, wo aber dann auch ein Startup gemeint haben, sie haben das jetzt schon eine Zeit lang Hektar Hektar. Richtig. Und dann wurde halt diskutiert, okay, was bedeutet denn eigentlich eine Vier-Tageswoche? Und sehr spannende Diskussion auch, wo sich das hin entwickelt hat. So ein bisschen ist es generell oder wie misst man Arbeit? Heißt mehr Arbeit nehmen wir auch, mehr Output. Wie schaut da die Relation aus? Und ich glaube, das ist sehr stark situationsabhängig. Ich glaube, aus einer Unternehmerperspektive, aus einer Arbeitgeberperspektive, bringt das einerseits die Notwendigkeit mit, wirklich, wirklich effizient zu sein und sehr, sehr gut organisiert zu sein. Weil das bedeutet, dass halt alles, was in einem Unternehmen basiert, viel effizienter auch umgesetzt werden sollte, weil halt weniger Zeit für die per se gleiche Arbeit zur Verfügung steht. Und das funktioniert halt nur, wenn man schon im Vorhinein recht gut einteilt und wenn man auch nicht halt ständig jemanden hier haben muss, auf den man zurückgreifen kann. Also natürlich dadurch ist ein Maß an Effizienz und Organisation gesteigert. Gleichzeitig aus einer Employer-Branding-Perspektive ist es natürlich sehr hilfreich, die wirklich, wirklich, wirklich guten Leute zu bekommen, weil die stehen auch darauf, dass sie wirklich Effizienz arbeiten und nicht im Büro sitzen und dafür bezahlt werden, sondern die wollen dafür bezahlt werden, dass sie kreative, wichtige Arbeit leisten. Und gleichzeitig hilft sich ja auch ihnen dabei, ihre Leute zu halten.
DanielDas Lustige ist, wahrscheinlich ist erstmal so die Antwort, wenn wir mal einen Schritt zurückgehen, die Welt ist nicht schwarz und weiß, sondern es gibt viele Grautöne. Ich liebe das. Und das ist eigentlich auch so das Thema, weißt du, wie viele Stunden du realistisch arbeitest? Ist sehr unterschiedlich, glaube ich.
MarkusIst ja auch ganz stark von der Frage abhängig, was ist Arbeit.
DanielDas ist der spannende Punkt, weil das Lustige ist, glaube ich, bei unseren Berufen. Es ist so, wenn ich mit meinen Eltern telefoniere, fragt mich meine Mutter immer wahnsinnig gerne, wie viel arbeitest du? Wie lange? Sie macht sich immer Sorgen, dass ich zu viel arbeite. Und meine Antwort ist immer die, ich weiß das doch gar nicht so genau. Aus dem einfachen Grund, dass was ich tue, ist vieles von dem, was ich tue, ist eigentlich gar nicht so richtig Arbeit und macht mir große Freude und das macht mir sowieso alles. Und wo hört das auf, wo fängt das an? Ist es für mich ein Blogartikel lesen, ist das Arbeit oder nicht? Natürlich nicht, was mich interessiert. Es wird aber spannend, wenn man das auf andere Tätigkeitsbereiche ummünzt. Und ich glaube, wenn man natürlich sagt, ich als Kreativer, ich als in leitender Funktion in meinem eigenen Unternehmen natürlich arbeite ich 60 Stunden, 70 Stunden, es ist ja das, was ich tue. Aber wenn ich natürlich in einem Beruf bin, wo das vielleicht gar nicht so gegeben ist, da haben wir jetzt eine andere Baustelle und dann ist es ganz interessant. Und es gibt Jobs, wo Zeitmessen sinnvoll ist. Es gibt andere Unternehmensstrukturen, die das vielleicht ganz schlimm finden. Ich denke mir immer jetzt gerade, vor zwei, drei Tagen, ich glaube im Economist stand drin, dass die Art und Weise, wie ein McKinsey und Co. wahrgenommen wird, sich sehr ändert. Und für die McKinseys ist natürlich der Faktor Zeit ganz wichtig, die Verkaufszeit. Und das ist ganz gut, wenn Sachen auch richtig lange dauern. Es ist kulturell bedingt. In Japan wissen wir, um Gottes Willen gehen nicht, bevor dein Chef gegangen ist und der Chef geht nicht, bevor die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gegangen sind. Und am besten arbeitest du rund um die Uhr, weil das zeigt, dass es dir wichtig ist. Ich finde aber diese Diskussion unglaublich interessant, weil man weiß ja mittlerweile, dass 32 Stunden effektiver zu sein scheinen als 40. Ich merke es bei mir, wenn es dann mal irgendwo einen Feiertag gibt, ich habe auch hart lernen müssen bei mir. Am Anfang ist es jetzt fast zehn Jahre her, dass ich das erste Mal in der Startup-Szene aufgeschlagen bin. Ich habe rund um die Uhr gearbeitet. Und ich musste mir dann selber beibringen, dass das gar nicht so notwendig ist. Am Anfang ist es aber zwingend fast, weil wenn man etwas schafft und beginnt, dann ist das nicht optional. Das darf aber meines Erachtens nur ein temporärer Zustand sein. Als etwas, was man feiert, ist das ganz falsch. Und mittlerweile ist es so, ich nehme mir gerne Auszeit. Ich brauche das auch und ich merke, zwei Tage reichen mir eigentlich gar nicht so sehr, um mich wirklich zu erholen. Wenn es drei Tage sind, in denen ich schaffe, mal nichts was zu tun, dann bin ich richtig erholt und kann auch sehr viel mehr Gas geben. Wie ist das bei dir? Ich bin ja auch mit Älter als.
MarkusÜberleg gerade, ob ich spüre schon, wenn ich mal ein langes Wochenende habe, dass sich dann auch irgendwie Arbeit über dieses Wochenende auftürmt und dass ich dann, wenn ich zurückkomme, wieder mehr Arbeit habe. Also bei mir ist das irgendwie so ein Faktor, der immer mal mitspielt. Gleichzeitig bin ich aber auch jemand, der generell gerne Arbeit und privat eher fließend sieht. Also ich bin jemand, der halt dann auch mal, keine Ahnung, zwischendurch einfach einmal auf Facebook schaut oder einen Artikel über Fußball liest, aber dann dafür am Abend noch einmal arbeitet. Also für mich ist es sehr angenehm, dass sich das auch so in Wellen bewegt über den Tag und keine klare Abgrenzung. Gleichzeitig weiß ich zum Beispiel bei meiner Freundin, die ist weitaus effizienter als ich.
DanielIch tue das schon sehr effizient, finde ich.
MarkusNaja, aber ich glaube, wenn man jetzt wirklich auf Beginn des Tasks geht und ich habe das mehrmals miterlebt, wo wir das gleiche machen und ich mache es halt dann so über zwei Tage verteilt und ein bisschen da und ein bisschen da. Und sie macht das in zwei Stunden fertig und ist aber dann auch fadisiert, wenn nicht. Also es ist einfach, glaube ich, hängt das sehr stark auch von Menschen ab, was man gerne hat. Und ich glaube, es hängt natürlich auch von der Tätigkeit ab. Also ja, wenn man jetzt extrem fokussiert arbeiten muss oder wenn man auch sehr kreativ arbeiten muss, ich glaube, es gibt nur ein gewisses Kontingent an Kreativität oder fokussierten Arbeiten, das ein Mensch pro Tag hat. Und das, glaube ich, kann man dann auch, je nachdem, wie man es lieber hat, ein bisschen über den Tag aufdröseln oder sehr fokussiert halten und danach nach Hause gehen.
DanielDas heißt, eigentlich ist die Antwort it depends.
MarkusJa, also nicht wäre mein Zugang.
DanielMeine auch, weil ich finde es so interessant, man könnte aber auch sagen, idealerweise für Personen in Angestelltenfunktionen oder in manuellen Tätigkeiten finde ich das extrem begrüßenswert. Ich glaube, Personen, die irgendwo sich erfüllt fühlen und ich sage nicht, dass Angestellte nicht erfüllt sind, um Gottes will nicht, dass ich jetzt in die Hölle komme. Aber Personen, die nicht am eigenen Unternehmen arbeiten und die nicht ihre Arbeit, wie soll ich sagen, auch als ihre persönliche Berufung sehen. Das ist ja auch irgendwann, muss man sagen, es gibt irgendwo eine Grenze und irgendwo eine natürliche Grenze. Ich glaube, andererseits für Leute, die es glücklich schaffen macht, die sollen so lange arbeiten, wie sie wollen, meines Erachtens. Ich glaube, das ist vielleicht das Interessanteste. Ich finde es aber schön, dass es zur Frage gestellt wird. Und ich finde es schon so, dass Arbeit output orientiert sein sollte. Und ich finde, wenn ich Mitarbeiter A habe, die Output 1 schaffen in 60 Minuten und Mitarbeiter B die Output 1 in 10 Minuten schaffen, dann ist für mich natürlich zu sagen, hey, eigentlich ist das ja ganz gut. Wenn sich aber die eine Person wie in einer Planwirtschaft zu Tode arbeitet und alle anderen müssen sich dann zu Tode arbeiten, ist es auch wieder falsch. Ich finde es aber sehr gut, wenn uns hinterfragt und ich begrüße diese Diskussion sehr. Was ich immer wieder so spannend finde, ist, wenn ich dann wirklich mal so harte Tage habe, wo ich richtig, richtig reinballern muss. Und ich mache das, wie gesagt, lieben gerne. Und da habe ich 16, 18 Stunden Tage, den haben wir alle schon gehabt. Und dann denke ich mir, jedes Mal, meine Güte, wenn ich jetzt nicht der wäre, der ich bin, sondern ich wäre ein Arzt. Und ich müsste jetzt noch anfangen, an jemanden zu operieren. Und wir haben es vorhin kurz besprochen. Manchmal lese ich dann meine E-Mails, die ich dann vielleicht doch nicht abschicke und sehe, da sind simpelste Rechtschreibfehler drin, weil meine Konzentration im Eimer ist. Ich finde das krass, dass die noch operieren dürfen. Und vielleicht sind das so Funktionen, wo man wirklich mal hinterfragen muss, auch ob das dann überhaupt sinnvoll ist.
MarkusDu hast einen sehr spannenden Punkt gesagt bezüglich Output-Input-Messung, weil das ist schon etwas, wo viel, glaube ich, auch aufgehängt wird. Messe ich die Zeit, die ich mit der Arbeit verbringe oder messe ich das, was dabei rauskommt? Weil derzeit eigentlich, wie unsere Angestelltenverhältnisse organisiert sind, messen sie den Input. Also das ist arbeitszeitabhängig. Und hat natürlich auch zur Folge, dass es da draußen viele Bullshit-Jobs gibt, wo du eigentlich 10 Stunden die Woche tatsächliche Arbeitszeit hast und die restlichen 30 Stunden sind aus Gründen, weil eine Bereitschaft notwendig ist oder weil halt damit die anderen Mitarbeiter im Unternehmen unterhalten werden und jemanden zum Reden haben, oder weil halt man einfach ja nicht jemanden raushauen will. Und das sind halt dann auch ehrlicherweise die Jobs, die in einer Krise dann gestrichen werden.
DanielVielleicht auch an der Stelle, weil man sind es auch einfach Wellen. Da gibt es mehr Arbeit und weniger Arbeit.
MarkusDiese Flexibilität ist halt auch etwas, was einen Wert schafft für ein Unternehmen. Aber ich glaube, niemand steht drauf, in so einem Bullshit-Job zu sein. Also wirklich auch von der Wertigkeit, die so ein Job ausstrahlt. Ich glaube, jeder will etwas bewirken können, jeder will auch eine Rolle haben. Und wenn man merkt, okay, eigentlich passiert das ja wenig, ist das nicht gut. Und ich glaube, deshalb geht auch derzeit sehr stark der Trend zu mehr Flexibilisierung. Auch natürlich der ganze Remote-Trend geht ein bisschen mehr in die Richtung. Und auch so, dass man halt mehr auf der Output-Basis Verhältnisse auch regelt. Gleichzeitig muss man halt auch sagen, das ist dann eigentlich auch eine Frage zwischen Freelancing und Angestellten-Dasein. Weil natürlich Output heißt eigentlich, deine Leistung wird bewertet und es ist vollkommen egal, wie lange du dafür brauchst, solange die Leistung passt, kriegst du dafür Geld. Und das ist per se eigentlich ein Dienstleister. Also da verkaufe ich halt ein Werk. Und wenn das die Zukunft der Wirtschaft ist, und das haben wir glaube ich eh auch schon mal angerissen, dann wird es eine Veränderung der Sozialsysteme brauchen, weil derzeit ist alles am Angestelltenverhältnis aufgehängt und wenn, danach schaut es aus, dieses klassische Angestelltenverhältnis in Zukunft nicht mehr zeitgemäß ist, was auch an und für sich Sinn machen würde aus der Perspektive, dass einfach das damals entstanden ist, weil es weniger Transparenz gab, weil es viel schwieriger war, auch am Arbeitsmarkt oder am Markt für Leistungen zueinander zu finden, haben eigentlich Angestelltenverhältnisse noch viel mehr Sinn gemacht. Dafür wird es aber auch eine klare und massive Veränderung des Sozialsystems brauchen.
DanielEs ist immer spannend, wenn man mit einem Thema beginnt, dann kommt man vom Hundertst ins Tausendste. Es ist einfach Teil dieser Veränderung und jede Diskussion führt zu Veränderungen und jede Veränderung erfordert Diskussionen. Und ich glaube, am Ende des Tages gibt es dort immer, wie soll ich sagen, Personen, die mehr und weniger schützenswert sind, die mehr und weniger Stimmen haben. Und ich glaube, es ist auch so an der Stelle einfach zwingend notwendig, auch zu sagen, wie wichtig dort auch zum Beispiel Betriebsräte sind, die sich genau dafür einsetzen für Personen. Wie wichtig ist es dafür, aber auch zeitgleich zu sagen, ich verstehe, dass ich Kernpersonen, wenn das Ganze brennt, auch nicht einfach nach Hause schicken kann. Und wieder das alte Thema, es ist, die Welt ist nicht weiß und schwarz, sondern viele Grautöne. Und jede Diskussion führt dann aber auch dazu, dass man das nochmal ein bisschen hinterfragt. Man darf gespannt sein, was da passiert. Was auf jeden Fall passiert, muss man ja an der Stelle sagen, ist nächste Woche ist wieder der dritte Dienstag im Monat. Und der dritte Dienstag im Monat heißt, das ist der Tag, an dem der Austrian Startups Stammtisch ist. Und lustigerweise, eine der Fragen, die ich auch bekommen habe, war auf Instagram, wo soll ich denn undocken, wenn ich mich für das Startup-Thema interessiere? Das einfachste ist, neben unserem Podcast natürlich ist einfach zum Austrian Startups Stammtisch zu kommen. Unbedingt. Der unbedingt ist kostlos, gratis und umsonst. Jeder ist dort gern gesehen. Man muss sich nur einfach vorher anmelden aus feuerpolizeilichen Gründen. Oder? Das war mal die Begründung, warum man sich anmelden muss. Gute Begründung. Ich finde auch.
MarkusEs hilft uns halt zu sehen, wie viele Leute kommen und ob eh nicht zu viele Leute kommen, wo wir dann eben mit der Feuerwehrprobleme bekommen.
DanielGenau, und das ist mittlerweile der 78. Stammtisch. Wie gesagt, jeder ist dort gerne gesehen. Das Interessante an der Stelle, bevor ich aufs Thema eingehe, dieser Stammtisch ist auf Englisch. Wir haben uns ja bewusst entschieden, dass dieser Podcast auf Deutsch ist, weil wir sagen, okay, es gibt so viel auf Englisch und wir plaudern da ganz gerne auf Deutsch. Natürlich jedem kann man es auch nicht recht machen, aber es ist halt auf Deutsch und das macht uns Spaß. Der Stammtisch ist wie immer auf Englisch. Und das Thema diesmal ist Hiring und Managing? Tech Teams. Genau, Hiring and Managing Tech Teams. Ein wahnsinnig spannendes Thema, das wir diskutieren dürfen. Wir haben da drei Diskutanten und Diskutantinnen, die dabei sind. Das sind Michael Ionita, der Martin Schürer und die Isabel Klaus. Wir werden das Thema besprechen: Hiring and Managing Your Talents. Ist sehr, sehr, sehr viel zu lernen. Wir werden, glaube ich, auch im nächsten Podcast ein bisschen auf die Learnings drauf eingehen. Aber sollte man unbedingt vorbeikommen. Wo ist der?
MarkusDer ist in der Bootfabrik, ein ganz neuer Space, in der alten Ankerbootfabrik, den man sicher sich auch mal anschauen sollte. Also das ist ja aus der Perspektive mal nicht unspannend.
DanielDas ist ja für mich auch so spannend, wenn man denkt, es sind 78 Stammtische. Am Anfang gab es einen Coworking-Space, als wir begonnen haben. Das war der legendäre Sektor 5. Mittlerweile so, den gibt es ja schon längst nicht mehr, aber das war der eine Ort, wo man sich getroffen hat. Mittlerweile rotieren wir durch die verschiedenen. Das sind eine Wanderveranstaltung. Wir sind eine Wanderveranstaltung, weil wir auch jeden Coworking Space auch beehren, besuchen wollen und uns freuen beehren. Wir sind dankbar, dass sie uns kommen lassen. Und diskutieren dort. Und wir dürfen gespannt sein. Das sind wir. Jetzt würde ich sagen, ist das die Stelle, wo wir nochmal unsere Hörerinnen und Hörern daran erinnern, auf Apple Podcast oder Spotify uns zu abonnieren, wenn du es nicht schon längst getan hast. Nein, Spaß, um Gottes willen, ganz offen und ganz transparent sein. Wir freuen uns über Feedback, wir freuen uns über Themen. Und wollen wir noch irgendeine Prediction machen?
MarkusMir liegt schon eine Prediction auf der Sunge.
DanielMir schon ein Moonshot. Wir haben es eigentlich schon inhaltlich gesagt, aber ich sehe das Screen Tech-Thema ganz, ganz, ganz groß Europas Opportunity sein wird und die Möglichkeit sein wird, wie wir wirklich einen großen, großen, großen Sprung nach vorne gehen. Und meine Prediction is, dass wir dort führend sein werden. Wenn wir uns nicht zu Tode verklausulieren. And my prediction is, dass wir next keinen Startup-Beauftragten haben. Das musste ich jetzt rausfeuern. Ja, nicht unrealistisch. In dem Sinne, weißt du, was noch eine Prediction ist von mir? Und der oder die Startup-Beauftragte grandios ist. Und ich mich einmal bei diesem Podcast entschuldigen werde, dass ich an dieser Position gezweifelt habe. Das ist eine gute Hoffnung. Ich freue mich sehr drauf. In dem Sinne. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
MarkusBoah!
DanielRichtig. In dem Sinne, wir hören lachend auf, wünschen euch noch einen wunderschönen Tag. Und alles Liebe. Und wir freuen mich, das nächste Mal auch zu begrüßen. Aber weißt du, was wir nicht gemacht haben? Wir haben uns diesmal nicht uns darüber beschwert, dass wir keinen Intro-Jingle haben. Wow. Wollte ich nur erwähnt haben an der Stelle.
MarkusJa, wir haben tatsächlich sogar einen Rat bekommen, wo man solche Intro-Jingles bekommt. Also beim letzten Mal hat der Aufruf tatsächlich ein bisschen geholfen. Ich habe aber noch keine Zeit gehabt, mich damit zu beschäftigen.
DanielDas heißt, der nicht die Prediction, aber der Moonshot ist, was haben wir früher? Den Startup-Beauftragten oder den Intro-Jingle? Nein, Intro-Jingle.
MarkusJetzt ruderst du zurück. Also ist die Frage, was ich hoffe. Hoffnung wäre wahrscheinlich eher der Startup-Beauftragte, aber man arbeitet mit dem, was man selbst beeinflussen kann und dementsprechend sage ich jetzt mal der Jingle. Man darf gespannt sein. In dem Sinne, alles Liebe euch.